Attraktivität des Handwerkes - Ausbildung im Handwerk

  • Ich stelle mal die Behauptung auf, dass auch "früher" nicht jeder gerne Bäcker, Stahlkocher und auch Dachdecker geworden ist.
    Manche sind es auch geworden, weil sie der Meinung waren keine andere Chance zu haben - weil sie einfach froh waren überhaupt einen Job zu finden. Früher hatten Familien auch 3....4.....5.... Kinder. Da waren die Eltern froh Ihr Kind irgendwo unterbekommen zu haben, und die Kinder waren mitunter froh "weg" von zu Hause zu sein. Heute in den 1-Kind-Familien geniessen einerseits die Kinder einen anderen Status als früher, und andererseits ist das Bildungssystem eben auch durchlässiger geworden, so das fast jeder die Chance hat zu studieren, bzw. die Eltern meinen das Ihr Kind einfach studieren müsse. So ein Kind und dessen "Werdegang" sind auch teilweise Statussymbole - das darf man nicht vergessen. Die Gesellschaft hat sich ein wenig gewandelt. Wenn man das so schreiben darf, sind Kinder heute "wertvoller" geworden (bitte nicht falsch verstehen).


    Oder meinst du meines Vaters Traumjob war es mit 14 auf den Tiefbbau zu gehen? Wohl kaum - aber die Familie hatte schlichtweg kein Geld die 5 Kinder ewig durchzufüttern... Heute ist das irgendwie anders.
    Meine Mutter wollte übrigens mal Geflügelzüchterin werden und ist dann als "Urinschubbse" im Labor in einem großen Krankenhaus gelandet. Mit 40 hat sie dann noch in der Abendschule ihren MTA gemacht, da ihre Ausbildung nach der Wende nicht anerkannt wurde.


    Deswegen denke ich, das nur echte "Überzeugungstäter" ins Handwerk gehen. Und - früher waren es teilweise auch Zwänge die Leute in die nicht-akademischen Berufe gebracht hat. Hinzu kommt halt auch noch das schwindende Ansehen von nicht-akademischen Berufen.... es ist ja auch nicht nur beim Handwerk so.... Wer hat heute noch Achtung vorm Lehrer und lebt das seinen Kindern vor? Meist sind die Lehrer die Feinde der Familie weil sie ja nur die Zukunft des Kindes hämmen.....

    • Offizieller Beitrag


    Hinzu kommt halt auch noch das schwindende Ansehen von nicht-akademischen Berufen....


    Das sehe ich ein klein wenig anders. Meiner Meinung nach, war die Kluft zwischen Akademiker und Nicht-Akademiker, früher viel größer. Wer käme heute noch auf die Idee und würde jemanden mit "Herr Ingenieur" oder "Herr Amtsrat" ansprechen? bzw. erwarten, dass er so angesprochen wird?
    Es gibt viele Berufe die mit ihrem Ansehen zu kämpfen haben, nicht nur im Handwerk.


    Es wird immer vorausgesetzt, dass Abitur und Studium automatisch bedeuten, dass man jeden Monat auch entsprechend gut verdient. Dem ist aber nicht so. Es gibt eine Menge akademischer Berufe, da erzielt man ein eher mageres Einkommen, und zwar nicht nur als Berufsanfänger, sondern auch während seines Berufslebens. Trotzdem gibt es Menschen die diese Jobs machen, und sehr zufrieden sind.

    • Offizieller Beitrag

    Ob es die Polarität "Handwerk" - "Akademiker" wirklich noch so klar gibt stelle ich in Frage: In planenden Gewerken sind heute in der Kalkulation, planenden Abteilung bzw. Arbeitsvorbereitung mittlerer und größerer Unternehmen meist Absolventen von Ingenieurstudiengängen anzutreffen, oft Dipl.-Ing. FH bzw. jetzt M.Sc.. Die anzuwenden Fachkenntnisse werden ja auch ständig mehr.


    Auf der anderen Seite gibt es auch Gewerke, die es nur mit Mühe schaffen, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen und zwar gar nicht so wenige. Heute noch in solch ein Handwerk zu gehen, kann doch niemand seinen Kindern ernsthaft empfehlen.


    Ob Ausweichberufe wie der vielzitierte Taxifahrer nach Über und Co noch eine wirkliche Perspektive haben?


    Nur wer etwas kann oder weiß, hat Chancen auf dem (Arbeits-) Markt. Die anderen werden abgehängt insofern ist jede (aus-) Bildung gut für die (finanzielle) Zukunft. Und sich rechtzeitig über die langfristigen Perspektiven zu informieren sollte eine Selbstverständlichkeit sein.
    ---------- 10. September 2016, 18:03 ----------

    Open Air Live Musiker :lol:

    Für einen Live-Auftritt vor 50.000 Zuschauern gibt's für Musiker mehr Kohle als für den Finanzbeamten im Büro im ganzen Monat. Aber auch die treten nicht 365 Tage im Jahr auf.

  • Das sehe ich ein klein wenig anders. Meiner Meinung nach, war die Kluft zwischen Akademiker und Nicht-Akademiker, früher viel größer. Wer käme heute noch auf die Idee und würde jemanden mit "Herr Ingenieur" oder "Herr Amtsrat" ansprechen? bzw. erwarten, dass er so angesprochen wird?

    du solltest öfters nach österreich reisen.


    dort ist es usus, auch die frau, mit frau doktor anzureden.
    (auch wenn sie kein doktortitel hat, sondern der ehegatte)
    oder herr oder frau dipl.-ing. da ticken sie etwas anders..... :D
    da sind titel echt noch wichtig.

    • Offizieller Beitrag


    Auf der anderen Seite gibt es auch Gewerke, die es nur mit Mühe schaffen, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen und zwar gar nicht so wenige. Heute noch in solch ein Handwerk zu gehen, kann doch niemand seinen Kindern ernsthaft empfehlen.


    Das ist doch wie mit den Studiengängen, es gibt Studiengänge die kann man empfehlen, leider sind das nicht gerade die einfachsten, und es gibt Studiengänge, davon lässt man besser die Finger. Ich würde meinem Kind jetzt nicht unbedingt eine Lehre als Hutmacher empfehlen, denn der Arbeitsmarkt dafür ist doch sehr überschaubar. Es ging aber um die Attraktivität des Handwerks, und da gibt es genügend Berufe die durchaus attraktiv sein können.
    Letztendlich wird es natürlich auch von der Person abhängen, nicht jeder ist für jeden Beruf geeignet, sei es körperlich oder mental, und nicht jeder ist bereit für seinen Beruf zu kämpfen um voran zu kommen. Wer zuerst nach Stundenlohn und dann nach Urlaubstagen fragt, wird es als Handwerker und als Akademiker schwer haben.
    ---------- 10. September 2016, 18:11 ----------

    du solltest öfters nach österreich reisen.


    dort ist es usus, auch die frau, mit frau doktor anzureden.
    (auch wenn sie kein doktortitel hat, sondern der ehegatte)
    oder herr oder frau dipl.-ing. da ticken sie etwas anders..... :D
    da sind titel echt noch wichtig.

    Ja, ich weiß, aber ich habe dieses beispiel bewusst ausgeklammert, bevor jetzt Kommentare zu Österreichern kommen. ;)

  • ich finde es ja auch etwas antiquiert.


    aber immer wieder lustig..... :D


    so ein titel hat man ja nicht "umsonst" bekommen,
    ein studium ist ein stück harte arbeit.
    studienabbrecher, oder die nicht bestehen, gibt es zu hauf,
    jedenfalls bei architektur.

    • Offizieller Beitrag

    ich finde es ja auch etwas antiquiert.


    aber immer wieder lustig..... :D


    Ich habe ja eine Unmenge Zulassungen in Österreich gemacht, und wenn ich den dortigen Zertifizierer angerufen habe, wurde ich vom Vorzimmer aus immer "versorgt". Entweder "der Herr Oberingenieur .... ist nicht im Büro" oder "der Herr Oberingenieur ..... ruft Sie zurück". Da konnte ich mir das Grinsen nicht verkneifen, aber es gab ja kein Bildtelefon. ;)

  • oberingenieur hat mich jetzt noch keiner genannt.
    frechheit!
    ich arbeite daran, bin ich nächstes mal in wien.... :D

    • Offizieller Beitrag

    oberingenieur hat mich jetzt noch keiner genannt.
    frechheit!
    ich arbeite daran, bin ich nächstes mal in wien.... :D

    Ich glaube da musst Du in Österreich in den Staatsdienst eintreten.;)

  • ohne scheiß, ich würde es sogar machen.. :D


    aber mit kindern und in die großstadt umziehen, das passt
    dann eher nicht.

  • Das sehe ich ein klein wenig anders. Meiner Meinung nach, war die Kluft zwischen Akademiker und Nicht-Akademiker, früher viel größer. Wer käme heute noch auf die Idee und würde jemanden mit "Herr Ingenieur" oder "Herr Amtsrat" ansprechen? bzw. erwarten, dass er so angesprochen wird?


    Ich habe mich etwas schlecht ausgedrückt. Was ich sagen wollte - ein Studium ist heute so "normal", das es für viele unvorstellbar scheint nicht zu studieren und "nur" eine Lehre zu machen. Entgegen zu früher ist heute halt das Studium die Ausbildung für die Masse geworden - eben auch weil Standards absinken.
    ---------- 10. September 2016, 19:10 ----------
    erst ab 1995....


    [img]<a href="https://infographic.statista.com/normal/infografik_1867_Anzahl_der_neuen_Ausbildungsvertraege_versus_Erstsemesterzahl_n.jpg">infografik_1867_Anzahl_der_neuen_Ausbildungsvertraege_versus_Erstsemesterzahl_n.jpg</a>[/img]

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe mich etwas schlecht ausgedrückt. Was ich sagen wollte - ein Studium ist heute so "normal", das es für viele unvorstellbar scheint nicht zu studieren und "nur" eine Lehre zu machen. Entgegen zu früher ist heute halt das Studium die Ausbildung für die Masse geworden - eben auch weil Standards absinken.

    Das ist korrekt, wobei man unterscheiden muss zwischen, Studierenden und Studierenden die auch einen Abschluss machen (Siehe Deine Grafik, dort ist von Studienanfängern die Rede). Es gibt noch einige Studiengänge die Nachwuchssorgen haben, vor allen Dingen die technischen Studiengänge. Das war schon zu meiner Zeit so, und hat sich bisher nicht geändert. Wenn ich zurück denke, da waren wir zu Beginn eine unüberschaubare Menge an Studenten, und bis zum Hauptstudium hatte sich die Anzahl mehr als halbiert. Ich kann Dir nicht sagen, wieviele davon wirklich ihren Abschluss gemacht haben, es war aber nur ein Bruchteil.


    Ein Studium als Ziel ist also Unsinn, das Ziel muss sein, ein Studium auch erfolgreich abzuschließen.


    Ich glaube nicht, dass die Anforderungen drastisch gesunken sind, obwohl das ja von Vertretern der älteren Generation immer wieder behauptet wird. Ich denke, dass sich die Lehrinhalte deutlich verändert haben, aber sie wurden nicht unbedingt einfacher. Deswegen ist ein Studium auch nicht unbedingt eine Ausbildung für die Masse, höchstens man steht wirklich auf Taxifahrer-Diplome.


    Nebenbei bemerkt, in vielen Ländern mit sehr hohem Akademikeranteil verdienen Handwerker übermäßig gut. Auch der DIY Wahn ist fast schon ein deutsches Phänomen, ich kenne Akademiker im Ausland, die kämen nicht einmal auf die Idee eine Wand zu streichen. Dafür holen sie sich einen Handwerker der mangels Auswahlmöglichkeiten für seine Arbeit fürstlich entlohnt wird.

  • naja, statistiken....


    deutschland sagt man nach, es sei heimat der
    dichter und denker. ist ja schön.
    wenn jeder nunmehr dichtet und denkt, aber nicht
    mehr" arbeitet", gibt es ein problem.
    soweit wird es nicht kommen, weshalb auch?


    "studieren" und ernsthaft studieren, das ist auch
    ein unterschied.

  • Ich glaube nicht, dass die Anforderungen drastisch gesunken sind,..................................................... Ich denke, dass sich die Lehrinhalte deutlich verändert haben, aber sie wurden nicht unbedingt einfacher.

    sehe ich ähnlich , nur sind die abiturienten heute wesentlich anders aufgestellt .
    ein echtes allgemeinwissen wird ihnen heute nicht mehr vermittelt .
    alle unbeuemen fächer werden abgewählt , gelernt wird nur noch von klausur zu klausur , danach wird die festplatte gelöscht und das gelernte entsorgt .
    erschreckt hat mich damals ein gerichtsurteil , welches das abfragen von inhalten aus dem vorjahr für nicht rechtens erklärt hat .


    es werden also fachidioten ausgebildet , denen jegliches wissen von rechts und links fehlt .......

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • es werden also fachidioten ausgebildet , denen jegliches wissen von rechts und links fehlt .......

    nun mach mal halblang. wir werden doch nicht im gesetzen alter,
    nur noch von zombies umzingelt sein.


    so schlimm ist die generation nun auch wieder nicht.

    • Offizieller Beitrag

    alle unbeuemen fächer werden abgewählt ..


    Das wurde zumindest in BaWü wieder deutlich eingschränkt.


    Aber das wäre auch noch ein Thema, die unnötigen Unterschiede bei den Abiturprüfungen in den verschiedenen Bundesländern. Da kleben einige an ihren Sesseln und verhindern schon seit Ewigkeiten, dass die Anforderungen vereinheitlicht werden.

  • Ich wiederhole mich - man sollte Bildung nicht mit Wissen verwechseln. Wichtig sind Grundverständnis und die Fähigkeit sich neues Wissen anzueignen. Das lernt man halt leider nicht durch stumpfes auswendig lernen.... Aber war das früher so viel anders? Ich weiß es nicht. Man muss auch mal drüber nachdenken was der Mensch früher wusste und was man heute alles weiß - bzw. was man früher für das Gro an zu verrichtender Arbeit wissen musste und wie das heute mit dem ganzen technologisiertem Kram ausschaut.... ich meine, dass die Aufgabe "Allgemeinwissen" in der Schule zu vermitteln nicht wirklich leichter geworden ist.


    Mir graut es schon davor, wenn meine beiden Kinder in die Schule kommen....

  • naja, etwas bildung sollte die schule, deinen kinder
    schon vermitteln.


    oder möchtest du das alles selbst übernehmen? im wald
    hausen, die schulbildung nicht unterstützen, sondern schreiben und lesen
    den kindern selbst bei bringen?
    und kein kind hat einen schulabschluß hinterher?


    das kann nicht die lösung sein. wir leben nicht mehr im 17-.[definition=27,0]EN[/definition] jahrhundert.

  • man sollte Bildung nicht mit Wissen verwechseln. Wichtig sind Grundverständnis und die Fähigkeit sich neues Wissen anzueignen

    tue ich nicht


    bildung ohne wissen ist aber eine taube nuss .....


    die fähigkeit wissen zu sortieren ist ohne eine einigermassen belastebare allgemeinübersicht nicht wirklich möglich

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Ja wwi + Baumal - ich bin bei euch. Man beobachtet jedoch häufig das viele Bildung mit Wissen gleichsetzen. Sich zu verständigen und ein Grundstock an Wissen ist schon anzuraten, aber wenn ich nur noch lerne um Klausuren zu bestehen, oder ich super viel weiss, aber das Wissen nicht kombinieren kann, keine Dinge ableiten kann davon - schlicht - es nicht anwenden kann ist es bis auf "Wer wird Millionär" nutzlos... man sollte in der Schule eben auch "nachdenken" lernen...


    "Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat." - Werner Heisenberg

  • Für einen Live-Auftritt vor 50.000 Zuschauern gibt's für Musiker mehr Kohle als für den Finanzbeamten im Büro im ganzen Monat. Aber auch die treten nicht 365 Tage im Jahr auf.

    Ich dachte eher an Open Air in der Fußgängerzone. :D


    du solltest öfters nach österreich reisen.
    dort ist es usus, auch die frau, mit frau doktor anzureden.
    (auch wenn sie kein doktortitel hat, sondern der ehegatte)
    oder herr oder frau dipl.-ing. da ticken sie etwas anders..... :D
    da sind titel echt noch wichtig.

    Die Österreicher sind inzwischen auch etwas fortgeschrittener und man trägt den Titel DI. ;)
    Aber die machen das, weil sie einfach freundlich sind und Bildung geschätzt wird. Und ich muss zugeben, es schmeichelt auch etwas... Es gibt ja auch die Frau/Herr ObersekretärIn und die Frau/Herr UntersekretärIn und ähnliches...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

    • Offizieller Beitrag

    Wer nur auswendig lernen kann, wird ein Studium nicht erfolgreich abschließen können .
    Gerade in Naturwissenschaften und Technik braucht es, neben Grund- und Fachwissen, auch Fähigkeiten die weit darüber hinausgehen.

  • Man beobachtet jedoch häufig das viele Bildung mit Wissen gleichsetzen. ....

    verstehe ich nicht,


    wenn ich mir wissen aneigne, hat das mit bildung
    zu tun. das hat aber nichts mit schule oder sogar einem
    studium zu tun. ein buch zu lesen genügt manchmal schon.


    ich weiß es nicht,was du unter"wissen" verstehst....

  • Naja, früher wurde man in Hochschulen dazu erzogen sich selbst zu helfen, also selbst Wissen anzueignen, selbst zu entscheiden was man will und was nicht und welches Wissen nützlich ist usw... heute muss man nur noch auswendig lernen und das wars schon. Man kommt von einer Schule zur nächsten, während früher man in den Hochschulen erwachsen geworden ist und fürs Leben gelernt hat. Ich denke so ähnlich meint das auch der Olli.


    Von meinen Kommilitonen ist nur ein kleiner Teil bei Architektur geblieben, soweit ich es noch über x Ecken noch mitbekommen habe. Die meisten sind in andere Berufe gewechselt, konnten aber vom Studium viel profitieren. Einer hat sogar eine Fahrradwerkstatt auf gemacht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

    • Offizieller Beitrag

    Ich glaube, das hängt auch von den einzelnen Studenten ab, wie sie ihr Studium organisieren. Wie gesagt, mit ein bisschen auswendig lernen fällt man in jedem technischen Studiengang auf die Nase. Spätestens nach dem Grundstudium kann man dann die weiße Fahne hissen.

    • Offizieller Beitrag

    ...abiturienten heute ... ein echtes allgemeinwissen wird ihnen heute nicht mehr vermittelt .alle unbeuemen fächer werden abgewählt ,,,

    Wer nur auswendig lernen kann, wird ein Studium nicht erfolgreich abschließen können.

    Naja, früher wurde man in Hochschulen dazu erzogen sich selbst zu helfen, also selbst Wissen anzueignen, ... .. heute muss man nur noch auswendig lernen und das wars schon. ...



    Von meinen Kommilitonen ist nur ein kleiner Teil bei Architektur geblieben, soweit ich es noch über x Ecken noch mitbekommen habe. Die meisten sind in andere Berufe gewechselt, konnten aber vom Studium viel profitieren. Einer hat sogar eine Fahrradwerkstatt auf gemacht.

    Die ersten drei Zitate beklagen gleichzeitig, dass Absolventen heute nichts mehr genug wissen und dass nur noch auswendig gelernt werde. Hmm, beides gleichzeitig kann es ja kaum sein ... Wenn ich an meine Mitschüler wie Kommilitonen zurückdenke und mich dabei auch nicht zu rosa sehe, dann waren wir auch nicht alle Genies, nichtmal die meisten von uns, ganz im Gegenteil. Sah nicht die ältere Generation mit Blick auf die gegenwärtige Jugend schon immer das Ende ihrer Kultur nahen? Also: Früher war es wahrscheinlich auch nicht grundsätzlich anders!


    Einen formalen Abschluss des Studiums halte ich für manche Branchen für entbehrlich, in jedem Falle aber, wenn die Studierenden ihr gutes Auskommen außerhalb der Uni auch ohne gefunden haben. Entscheidend sind in meinen Augen der Bildungsgewinn und die Zunahme an Fähigkeiten, nahezu gleichgültig wofür diese legal genutzt werden. Und gab es nicht schon zahlreiche brillante Wissenschaftler oder erfolgreiche Geschäftsleute ohne Studienabschluss oder gar ganz ohne Hochschulstudium? Spontan fallen mir da ein: Thomas Alva Edison, Benjamin Franklin, Mark Zuckerberg, Steve Jobs, Bill Gates, Erich Sixt ... (Der mein Diplom betreuende Städtebau-Prof hat seinen fehlenden formalen Studiumsabschluss nur nachgeholt, um die formale Voraussetzung für eine Professur zu erfüllen, die man ihm von mehreren (!) Hochschulen angetragen hatte. Sein Architekturbüro hatte zu diesem Zeitpunkt bereits über 50 Mitarbeiter. "Angemeldet" war die Partnerschaft auf den Namen eines Diplomierten Partners, der aber gemeinhin nicht als Kopf des Büros angesehen wurde.

  • ich bin , so glaube ich wenigstens , einer von den früherwarallesbesser .
    als meine tochter vor ein paar jahren auf ihr abitur hinarbeitete (übrigens hervorragend bestanden) , war ich erschrocken , wie wenig allgemeinwissen ihr vermittelt wurde.


    zum glück ist sie wissbegierig ..................

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer