Durchfluss Außenwasserhahn

  • Hallo zusammen!


    Was sind denn so übliche Annahmen für den Berechnungsdurchfluss (Vr in l/s) von Außenwasserhähnen? Das hängt sicher vom Garten ab. Aber was ist für ein normales EFH mit kleinem Garten so üblich?


    Ein DN15 Auslaufventil ohne Strahlregler gibt nach [definition=25,0]DIN[/definition] 1988-300 ein Vr von 0,30 l/s.


    Und würdet Ihr einen Außenwasserhahn als Dauerverbraucher berücksichtigen?


    Gruß, J.

  • Was soll denn im Garten abgehen ?
    Große Gartenregner dran oder blos mal die Gieskanne befüllen um 1-3x im Monat die Büsche oder Blumen zu befeuchten ?


    Wie hoch ist denn der Anschlussdruck vom Versorger ?


    Gruß
    Achim Kaiser

  • Ich denke große Gartenregner eher nein. Abends die Blumen und Büsche wässern. Mehr eigentlich nicht.


    Oben genannte Annahmen scheinen mir dafür etwas viel.


    Anschlussdruck vom Versorger ist mir (noch) nicht bekannt.

  • Dann kein Dauerverbraucher und der Berechnungsdurchsatz reicht.
    Gartenregner brauchen ggf. einen deutlich höheren Mindestdruck und haben nen größeren Durchsatz.


    Wenn da keine tagelangen Beregnungen vorgesehen sind, lohnt es nicht die Zapfstelle als Dauerverbraucher anzusetzen,
    denn in der Stunde in der die Gartenpflege abläuft geht im EFH selten jemand duschen ....


    Gruß
    Achim Kaiser

  • @TE Bist Du Dir sicher mit der Nutzung?
    Eine Gießkanne kriegt man immer irgendwie voll, aber bereits ein paar Meter Schlauch und ein Rasensprenger oder Hochdruckreiniger stellen wieder ganz andere Anforderungen.
    Ist der Anschlussdruck etwas knapp, lange Zuleitung zur Zapfstelle, dann wird's ganz schnell eng. Da kann es dann schnell passieren, dass manche Geräte, wie beispielsweise der HDR nicht funktionieren.

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  • Wenn da keine tagelangen Beregnungen vorgesehen sind, lohnt es nicht die Zapfstelle als Dauerverbraucher anzusetzen, denn in der Stunde in der die Gartenpflege abläuft geht im EFH selten jemand duschen ....

    Ja, dachte ich mir auch so. Im Gegensatz zur Mietwohnung ist man beim eigenen Haus ja durchaus bereit sich dem Haus etwas "anzupassen".


    @TE Bist Du Dir sicher mit der Nutzung?

    So richtig sicher bin ich mir mit der Nutzung nicht. Danke für die Beispiele mit Hochdruckreiniger und Rasensprenger.
    ---------- 2. September 2016, 23:12 ----------
    Wenn ich mir das so überlege, dann scheint es mir doch eigentlich am vernünftigsten den Außenwasserhahn direkt beim Hausanschluss zu platzieren (ggf. vor einem Druckminderer falls vorhanden). Und im Garten ein paar Rohre und "Wassersteckdosen" einbauen.

  • Wenn ich mir das so überlege, dann scheint es mir doch eigentlich am vernünftigsten den Außenwasserhahn direkt beim Hausanschluss zu platzieren (ggf. vor einem Druckminderer falls vorhanden). Und im Garten ein paar Rohre und "Wassersteckdosen" einbauen.


    Das kommt darauf an, wie die Trinkwasserinstallation aufgebaut ist. Ich sehe jetzt keine Notwendigkeit vor der Hauswasserstation anzubinden. Man sollte aber darüber nachdenken, dass solche Leitungen unter Umständen nur selten genutzt werden. Hygiene, Frostschutz usw. im Hinterkopf behalten.
    Ob mehrere Zapfstellen im Garten sinnvoll sind, das hängt auch von der Größe des Gartens bzw. des Grundstücks ab. Bei den meisten EFH ist das in meinen Augen, allein schon aufgrund der eher geringen Grundstücksgröße, nicht erforderlich. Der "Wasserschlauch" ist bereits erfunden, und gerade bei nur sporadischer Nutzung wäre das die bessere Lösung um ein paar Meter zu überbrücken.

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  • Bei mir liegt der Hausanschlussraum im Nordwesten. Der Garten liegt tendenziell genau diagonal im Südosten. Im Osten gibt es zwar zwei Bäder. Aber der Außenwasserhahn würde die Rohrdimensionen für das Trinkwasser ungünstig beeinflussen (zumindest noch meinen überschlägigen Rechnungen).


    Woran ich noch nicht gedacht hatte ist, dass ich einen Wasserenthärter einbauen möchte. Insofern bleibt mir eigentlich nur die Option den Außenwasserhahn direkt wo der Hausanschlussraum ist zu plazieren. Lieber ein paar Meter Wasserschlauch mehr im Garten (oder halt unterirdisch mit Wassersteckdosen wenns bequem sein soll) als sich bei der Trinkwasserinstallation zu verrenken.

  • Es ist schon ein bisschen komplizierter. Ich hatte oben beiläufig schon die Punkte Hygiene und Frostschutz in den Ring geworfen. Jetzt können wir noch tiefer einsteigen, denn wenn beispielsweise ein HDR angeschlossen werden soll, evtl. auch noch einer der chemische Zusätze verarbeiten kann, dann landen wir ganz schnell auch noch bei einer Systemtrennung. Dann ist nichts mehr mit freiem Auslauf.


    Man kann auch nicht so einfach irgendeine Leitung quer durch´s Haus ziehen, in der wochen-, monatelang die Brühe steht. Ob man nun einen Ring bildet oder die KW Leitungen für´s Bad mit an´s Ende hängt, das sind alles Dinge die man dann planen muss.


    Wie man das alles nun im Detail austüftelt, das kann ich aus der Ferne nicht sagen. Dazu braucht man viel mehr Details. Nebenbei könnte man sich mal mit den Teilen aus der EN806 Reihe, DIN1988 usw. befassen.
    Dann braucht man die Daten vom Hausanschluss, man muss die Zapfstellen definieren (Art, Entfernung zum Hausanschluss usw.), und dann kann man sich einmal hinsetzen, malen, und rechnen.


    Nehmen wir mal irgendeinen Rasensprenger der angeschlossen werden soll, 20l/Min bei 4bar damit er die gewünschte Fläche abdecken kann. Das ist noch kein großes Problem. Möchtest Du aber mehrere anschließen, weil der Garten sehr groß ist, oder weil Garten und Rasen bewässert werden sollen, dann landen wir gleich in einer anderen Liga. Neben Druckverlust ist auch die Strömungsgeschwindigkeit zu beachten (Stichwort Geräuschentwicklung etc.). Durch ein DN15 kriegst Du ca. 1,5m³/h bei 2m/s Strömungsgeschwindigkeit. Bei einer Leitungslänge von sagen wir mal 20m quer durch´s Haus kommen da schnell 0,7bar zusammem, je nach Bögen etc. auch etwas mehr. Für einen einzelnen der o.g. Rasensprenger reicht das, wobei ich noch nicht einmal berücksichtigt habe, wieviele Meter Schlauch dann noch im Garten liegen. Sollte aber ein zweiter Rasensprenger angeschlossen werden, dann geht der Durchsatz in den Keller.


    Jetzt könnte natürlich sein, dass bereits der Hausanschluss am unteren Ende kratzt, dann sieht die Welt wieder ganz anders aus.


    d.h. Wenn die Anlagen später zuverlässig und sicher, als fachgerecht, funktionieren soll, dann muss man zuerst die Hausaufgaben machen. Ansonsten gibt es nur unliebsame Überraschungen.

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  • Wo wir leben, ist das Wasser extrem kalkhaltig. Wir bemerken es sofort, wenn wir den Topf mit Wasser füllen (oder sogar wenn wir unsere Haare waschen, wie sie härter und trockener sind !!!), aber vor allem hatten wir viele Probleme mit verschiedenen Arten von Haushaltsgeräten, die Wasser zum funktionieren benötigen (wie Waschmaschine, Geschirrspüler aber auch kleinere Geraete wie Dampfreiniger, Sterilisator usw.). Ich muss sagen, dass wir das Problem dank eines einfachen wasserionisierer recht gut gelöst haben. Sie funktionieren wirklich und es gibt eine große Auswahl auf dem Markt. Und tatsächlich sie kosten viel weniger als wir dachten ...

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