Grundriss Check

  • Hallo zusammen,


    ich würde gerne mit Euch den Grundriss für den geplanten Bau unseres Einfamilienhauses teilen.


    Übt bitte Kritik und Lob, wie es euch beliebt. Ich sortiere mir dann schon selbst raus, ob die Kritik von uns geteilt wird (jeder baut ja anders)!


    Ich freue mich auf Euer Feedback und bedanke mich schon jetzt im Voraus!



    Viele Grüße,

    saerox



    Das Grundstück ist 630 qm groß.


    Kompass zur besseren Orientierung:



    EG:


    OG:




    Lageplan:

  • Der Titel dieses Forums "Grundrissdiskussionen" ärgert mich schon seit Anbeginn des Forums: Grundrisse von Gebäuden ohne Ansichten und Schnitte zu diskutieren ist witzlos, denn Gebäude sind dreidimensional und nicht allen Menschen ist es ohne entsprechende Vorbildung gegeben, sich die dritte Dimension über den flachen Plan hinzuzudenken. Immerhin hast Du das Grundstück mitgeliefert, das ist schon mal etwas!


    Da heute die meisten Bauherrn sowieso ein 3D-Modell ihres zukünftigen Häuschens bauen: Stell doch bitte die vier Ansichten (vor allen NO / SO / SW und wenn vorhanden auch gleich zwei Perspektiven S + N (und einen großräumigeren Lageplan ein!


    Mit Kritik halte ich mich vorerst zurück, aber ein paar Punkte kann ich mir nicht verkneifen: In dem Haus wird man innenräumlich auch im Hochsommer ohne künstliches Licht nicht auskommen und eine mechanische Lüftung dürfte es ebenfalls benötigen. Außerdem funktioniert fast keine Tür vernünftig und der zentrale Raum von EG und DG ist jeweils stockdunkel! Die Dachlandschaft und die Kubatur dürften abenteuerlich werden, aber ich will mich ja zurückhalten!


    (Wenn Du einen Architekten oder eine Architektin mit Entwurf und Planung beauftragen möchtest, reichen denen Bilder von Euch gefallenden Häusern aus. Entwürfe brauchen die sicher nicht und Du brauchst unnötig lange, die eigenen Grundrisse wieder aus dem Kopf zu bekommen!)

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Vielen Dank für dein Feedback!

    Sorry, da bin ich dem Titel des Unterforums gefolgt. Ich dachte, es gibt Leute, die sich so oft mit Grundrissen beschäftigen, dass sie anhand der Grundrisse eine entsprechende Vorstellung haben? Daher dachte, ich dass das reicht.



    Mit zentralem Raum meinst du den Flur/Diele oder? Das find ich nicht so schlimm....wenn man dafür weniger Kompromisse bei anderen Räumen eingehen muss. Es wird sowieso immer eine Tür offen stehen bei einem der Zimmer oben. Wie hättest du es denn gelöst?


    Wieso meinst du, das fast keine Tür vernünftig funktioniert?


    Hier mal eine Außendarstellung von einer Vor-Version von der im Aktuellen Planstand nur noch kaum abgewichen wurde:


    Nord:


    Süd:



    Schnitt:

  • Üppiger Platz für die Haustechnik (20qm), und maximal weit auseinander angeordnet, das die Haustechniker auch zum mitdenken veranlasst werden. Ebenso die Bäder schön weit auseinander, damit der Klempner nicht einfach einen senkrechten Fallstrang oder Erschliessungen anordnen kann. Die Dachform maximal komplex ausgelegt, damit die Anordnung der PV ein interessantes Puzzlespiel wird. Und für die Kollegen der TWP und Bauphysik ist mit der halb ins Gebäude verschobenen Garage auch was dabei.

    So kann man der schwächelnden Baukonjunktur natürlich auch einen Schub verpassen...

  • Wieso man im Bad (hier im OG) so weite Wege braucht, hat sich mir noch nie erschlossen. Die zwei Stufen zur Loggia sind nicht eingezeichnet. Und was ist in dem 2,65 m2 Raum neben dem Elternschlafzimmer? Ein bequemer Sessel samt Rauchtisch hinter dem Spionspiegel? Nun gut, jedem das seine ...

  • Wieso man im Bad (hier im OG) so weite Wege braucht, hat sich mir noch nie erschlossen. Die zwei Stufen zur Loggia sind nicht eingezeichnet. Und was ist in dem 2,65 m2 Raum neben dem Elternschlafzimmer? Ein bequemer Sessel samt Rauchtisch hinter dem Spionspiegel? Nun gut, jedem das seine ...

    Danke! Was meinst du mit den weiten Wegen im Bad des OG?


    Welche 2 Stufen in der Loggia meinst du? Da sollten eigentlich keine sein.



    Die Fläche neben der Treppe verstehe ich auch noch nicht. Die Stelle passt mir auch noch nicht so recht.

  • Üppiger Platz für die Haustechnik (20qm), und maximal weit auseinander angeordnet, das die Haustechniker auch zum mitdenken veranlasst werden. Ebenso die Bäder schön weit auseinander, damit der Klempner nicht einfach einen senkrechten Fallstrang oder Erschliessungen anordnen kann. Die Dachform maximal komplex ausgelegt, damit die Anordnung der PV ein interessantes Puzzlespiel wird. Und für die Kollegen der TWP und Bauphysik ist mit der halb ins Gebäude verschobenen Garage auch was dabei.

    So kann man der schwächelnden Baukonjunktur natürlich auch einen Schub verpassen...

    Danke für das Feedback! Die qm-Angabe im OG HWR ist nicht korrekt habe ich gesehen. Das müssten eher 5 qm ca sein. Damit sind 15 qm für die haustechnik + Wäsche. So weit finde ich die Bäder jetzt nicht auseinander? Die sind doch fast übereinander?


    Wieso denkst du, dass die Dachform maximal komplex ausgelegt ist? Bei Stadtvillen ist das doch immer so oder übersehe ich hier etwas?

  • Was meinst du mit den weiten Wegen im Bad des OG?

    Zwischen Waschbecken und Kackstuhl kann doch noch 'ne Linedancegruppe üben ...



    Welche 2 Stufen in der Loggia meinst du? Da sollten eigentlich keine sein.

    Da ist eine Brüstungshöhe von 30 cm angetragen. Wer noch halbwegs gut zu Fuß ist, kommt da drüber. Aber bequemer wäre es schon mit Stufen.

  • Sorry, da bin ich dem Titel des Unterforums gefolgt. Ich dachte, es gibt Leute, die sich so oft mit Grundrissen beschäftigen, dass sie anhand der Grundrisse eine entsprechende Vorstellung haben? Daher dachte, ich dass das reicht.

    Ja, karo1170 , mir und vielen anderen Profis schon, vielen anderen aber nicht.

    Mit zentralem Raum meinst du den Flur/Diele oder?

    ja

    Das find ich nicht so schlimm....wenn man dafür weniger Kompromisse bei anderen Räumen eingehen muss.

    :lach:


    Alle anderen Räume sind maximale Kompromisse!

    Es wird sowieso immer eine Tür offen stehen bei einem der Zimmer oben.

    Durch die wenigen kleinen Fenster im DG wird da trotzdem fast kein Licht hinkommen - außer vielleicht durch einen „Tageslichtspot“. Ein großer dunkler Raum mit Blick auf einen Schaukelstuhl im Schlafzimmer - ich weiß nicht.

    Wie hättest du es denn gelöst?

    Ich würde bspw. die Treppe an den Rand schieben, was ihr selbst bei einem Kniestock im DG nicht schaden würde oder aber über einen Luftraum nachdenken, vielleicht mit umlaufender Galerie. Hier ist das funktionale und geometrische Zentrum des Hauses, hier steht die maximale Höhe zur Verfügung - daraus lässt sich erheblich mehr machen als ein dunkler ungelüfteter Raum von 15 m2 mit 5 Türen und einer Treppe im Zentrum, die gerade keinen diagonalen Durchblick von Geschoss zu Geschoss ermöglicht.


    Im EG sieht es auf de facto 20 m2 genau so aus: Licht kommt hier durch den Glasschlitz der Haustür, der dann gleich den Durchblick bis ins Wohnzimmer ermöglicht, wo aber nur ein kleines Fester Licht und auch mal Luft hereinlässt. Dafür gibt es an der großflächigen Tanzfläche keine Möglichkeit Jacken und Schuhe so zu lagern, dass sie nicht in Wege sind.

    Wieso meinst du, das fast keine Tür vernünftig funktioniert?

    Sie schlagen in Laufflächen oder gegen Möbel, sie kollidieren mit Möbeln (Küche, Elternschlafzimmer).


    Überhaupt sind fast alle Räume so angelegt, dass maximale Verkehrsflächen entstehen. Und in den einzelnen Räumen geht es dann genau so weiter. Viel Verkehrsflächen, aber überhaupt keine wahrnehmbare Großzügigkeit, kein Licht, keine Durchblicke!

    Nord:


    Süd:

    Auf einer Südseite werden ja gerne große Fenster spendiert, der Sonne wegen. Am Bauort scheint die Sonne kein Thema zu sein, wie die frei auf der Süd-Terrasse stehende Gartenmöblierung zeigt. Die Loggia im 1.OG schützt dafür so großzügig vor der Sonne, dass es im Eltern-Schlafzimmer sicher die Beleuchtung braucht. Dafür ist man bei der Morgengymnastik an der frischen Luft vor nachbarlichen Blicken geschützt. Aber weshalb der große bauliche Aufwand, wenn es ein offenes Fenster auch tun würde.

    Welche 2 Stufen in der Loggia meinst du? Da sollten eigentlich keine sein.

    Die, dies es braucht, um auf die Wärmedämmung auf der Decke über Esszimmer zu kommen, die bestenfalls mit Gefälle und Belag etwas über 20 cm dick wird, eher mehr. Und dann ist da noch der Fensterrahmen und das, was die Fachregeln sonst noch so fordern, also die genannten 2 Stufen. Aber was soll bei einem EFH auf

    … Grundstück … 630 qm groß.

    bitte eine Loggia? Schon über den Sinn eines Balkons könnte man beim freistehenden EFH auf 630 m2 Grundstück diskutieren, aber eine Loggia von über 12 m2 mit einem vollen Dachraum darüber? Ich halte bei einem Garten beides für entbehrlich, jedenfalls in dieser Größe! Stattdessen würde ich über ein Sonnensegel über der Südterrasse nachdenken. Wobei: Zu der Hausform bzw. dem Zeitgeist, welcher sie hervorbrachte, passt eher eine gestreifte Markise. Zum Sonnensegel würde andersherum ein arabisches Flachdach passen. Darauf kann man übrigens auch wenig bis ungesehen Morgengymnastik machen - sogar sich unter freiem Himmel wenige bekleidet der UV-Strahlung aussetzen.


    Auch sonst ist die Kubatur maximal zerklüftet. Das führt zu einem energetisch ungünstigen Volumen / Hüllflächen - Verhältnis und viel teurer (thermischer) Gebäudehülle. Da wäre mit deutlich weniger Volumen und viel weniger Hüllfläche mehr nutzbare Fläche drin und bei weniger Wänden und günstiger platzierter Treppe auch viel mehr Großzügigkeit.


    Einladend soll der Zugang

    Nord:

    anscheinend nicht sein, „offen“ ja offensichtlich überhaupt nicht. (Und ja, auch eine in das warme Gebäude eingeschobene kalte Garage ist thermisch nicht so der Brüller.


    Weshalb moderne Kraftfahrzeuge massive Wände um sich herum benötigen, verstehe ich als Radfahrer auch nicht so recht, sind sie doch eigentlich wasserfest. Aber das hat nichts mit diesem Entwurf zu tun und Ich muss zugeben, nach dem ungefähr 8. Diebstahl in 30 Jahren Großstadt mein Rad inzwischen auch für die Nacht hinter eine verschlossenen Haustür zu holen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Schon über den Sinn eines Balkons könnte man beim freistehenden EFH auf 630 m2 Grundstück diskutieren

    Bei meinem Sanierungsobjekt bin ich auch versucht, im 2. OG (das nur 2/3 der Grundfläche überspannt) das davor liegende Flachdach in einen gut 30 m2 großen Balkon umzuwandeln. Die Frage nach dem Sinn stellt sich mir dabei nicht, nur die nach der Finanzierbarkeit.


    Und warum, bei knapp 600 m2 Grund? Weil es einfach geil ist ... :yeah:

  • Und warum, bei knapp 600 m2 Grund? Weil es einfach geil ist ... :yeah:

    ja, ich lebe auch mit einer uneinsehbaren unüberdeckten Dachterrasse

    halbgeschossig vor dem Schlafzimmer. Aber das gesamte Grundstück hat auch nur 144 m2 und davon sind rd. 42 unbebaut …

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Off-Topic:

    Hier in der Gegend kenne ich kein EFH, bei dem die unbebaute Fläche des Grundstücks nicht mindestens genauśo groß ist, wie die bebaute.

    Da sind die Grundstückspreise dann aber auch vergleichsweise ein Witz. Hier liegt der Bodenrichtwert aktuell nach leichtem Rückgang bei 5.000 € /m2. Nein, kein Schreibfehler!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Off-Topic:

    Hier liegt der Bodenrichtwert aktuell nach leichtem Rückgang bei 5.000 € /m2.

    Und da werden EFH gebaut? Nach kurzer Recherche scheint hier in BO das Maximum aktuell bei 4000 zu liegen. Vierstellig sind wohl nur die Haupteinkaufsstraßen im Innenstadtbereich. In den Umliegenden Städten ist es ähnlich. In E max 6k, in DO max knapp 9k. Sobald man in den Bereich der EFH kommt, deutlich nur noch dreistellig.

  • Off-Topic:

    Und da werden EFH gebaut? Nach kurzer Recherche scheint hier in BO das Maximum aktuell bei 4000 zu liegen.

    Ja, offensichtlich: „Townhouses“. Vor gut 20 Jahren kam das auf, ist inzwischen nach einer Preissteigerung um rd. 1.000 % in gut 15 Jahren aber auch schon länger wieder vorbei. In den (letzten) Spitzenlagen des Einzelhandels liegen die Bodenpreise immer noch leicht im fünfstelligen Eurobereich. An international bekannten Monumenten ist momentan bei rd. 16.000 € Schluß, aber da werden dann wirklich keine EFH mehr gebaut. Es handelt sich städtebaulich bei den Townhouses auch eher um Kuriositäten, als um statistisch signifikante Durchschnittsfälle. Damals war man in B bei massiven Flächenleerständen über jeden froh, der überhaupt irgendwas bauen wollte und betrieb das ganz offiziell und systematisch als Zeichen dafür, dass Familienwohnen in der Stadt attraktiv sein kann.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Danke für dein Feedback!!


    Bei der Küche muss ich nochmal für Aufklärung sorgen:
    Gewünscht ist eine abschließbare Küche mit Öffnungsmöglichkeit durch eine oder zwei große Schiebetüren. NICHT gewünscht ist eine Kücheninsel/Hocker etc. Der Architekt zeichnet leider immer wieder diese Theke da ein, die völliger Quatsch ist. Alle Wände sollen effektiv genutzt werden als Schrank oder Arbeitsfläche. Kein Tisch oder ähnliches in der Küche. Die Speisekammer soll durch einen versteckten Zugang erreicht werden (optisch so, dass man denkt, dass dort ein Küchenschrank ist)

    Bzgl. Zugang zur Speis: Das soll keine Schleuse sein. Es soll nur möglich sein, dass ich vom Einkauf via Diele die Einkäufe in die Speisekammer bekomme und von der Küche während des Kochens auch dran komme. Durchgehen sollte man da nur im absoluten Notfall. Reicht es dafür?


    über 600 qm und Dachloggia - Auslösung des "Warums":

    Wie es VollNormal gesagt hat es ist einfach toll! Die Idee ist: Draußen regnet es oder es weht ein kräftiger Wind. Mit der Dachloggia, die auch noch so geschlossen ist, kann ma trotzdem noch angenehm zum Whirlpool laufen und das im Winter genießen. Wäre der Whirlpool draußen auf der Terrasse wäre das wohl nicht so leicht möglich bzw. würden wir es dann nicht nutzen. Der Charme ist auch, dass man vor dem Schlafen gehen da nochmal reinhüpfen könnte. Wäre der unten auf der Terrasse werden wir das nie machen. Das ist ja da oben auch eine Südwest Dachterrasse, da sollte also Abendsonne hinkommen.

    Ich gebe dir aber recht, es wird dadurch dunkler im Schlafzimmer. Das finden wir aber nicht schlimm. Das schlafzimmer ist zum Schlafen da und nicht um da was zu lesen oder dergleichen.

    Problematisch sehe ich das mit dem Höhenunterschied. Das ist für mich ein Dealbreaker...Orientiert hatten wir uns an folgendem Musterhaus:



    Wenn ich genau hinschaue, sehe ich da aber auch einen Höhenunterschied, du hast recht. Aber Stufen braucht man da noch nicht??


    Das mit der Garage verstehe ich nicht: Ist es nicht viel besser, wenn die so nah dran steht am Haus, damit sie zusätzliche Isolierung bringt? Die Wände zur Garage sind ja dann sowieso so dick wie Außenwände? ist es nicht noch ein zusätzlicher Schutz?


    Bzgl Diele EG: Da ist doch noch ein Fenster neben der Tür und vom Wohnzimmer kommt auch Licht. Meintest du mit "Schlitz" dieses Fenster?


    "Alle anderen Räume sind maximale Kompromisse!

    Durch die wenigen kleinen Fenster im DG wird da trotzdem fast kein Licht hinkommen - außer vielleicht durch einen „Tageslichtspot“"


    Bist du dir da ganz sicher mit der Einschätzung? Die Kinderzimmer haben doch sogar beidseitige Belichtung. Meinst du wirklich, dass die zu dunkel werden? Würdest du die Fenster größer machen?


    "Hier ist das funktionale und geometrische Zentrum des Hauses, hier steht die maximale Höhe zur Verfügung - daraus lässt sich erheblich mehr machen als ein dunkler ungelüfteter Raum von 15 m2 mit 5 Türen und einer Treppe im Zentrum, die gerade keinen diagonalen Durchblick von Geschoss zu Geschoss ermöglicht."

    Den Satz verstehe ich leider nicht ganz: Die maximale Höhe ist doch "überall gleich" (klar, könnte man noch was vom Dachboden dazu nehmen, aber das kommt nicht in Frage). Der Flur/ die Diele ist für mich eigentlich nur Mittel zum Zweck um in die Räume zu kommen. Ich verweile nicht dadrin. Was mich aktuell an der Diele unten stört ist, dass ich noch nicht so recht sehe, wo ein Schrank hinkommen kann.

    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Umbrüche und Formatierungen aus Copy & Paste entfernt

  • Ich weiß, der Ratschlag, den ich jetzt gebe, kommt der Aufforderung zum Kindsmord gleich:

    Wirf - auch geistig - alles in die Tonne. Dann geht Ihr her und SCHREIBT eine Liste mit "muss sein", "wäre nett" und "darf gar nicht sein". Und DAMIT [und NUR damit] geht Ihr zu einem Planer.

    Darf denn das Gebäude auf DEM Grundstück überhaupt SO gebaut werden? Was sagt der B-Plan, was die Ortssatzung?

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich weiß, der Ratschlag, den ich jetzt gebe, kommt der Aufforderung zum Kindsmord gleich:

    Wirf - auch geistig - alles in die Tonne. Dann geht Ihr her und SCHREIBT eine Liste mit "muss sein", "wäre nett" und "darf gar nicht sein". Und DAMIT [und NUR damit] geht Ihr zu einem Planer.

    Darf denn das Gebäude auf DEM Grundstück überhaupt SO gebaut werden? Was sagt der B-Plan, was die Ortssatzung?

    Vielleicht war das nicht so klar. Der Entwurf ist von einem Architekten. Den haben wir uns so nicht selbst gezeichnet.


    Es gibt keinen BPlan und keine Gestaltungssatzung. Nur eine StellplatzVO. Die Nachbarbebauung würde sogar ein MFH mit 2 1/2 Geschossen erlauben. Planungsrechtlich sollte das möglich sein.


    Der Entwurf ist auf Basis was muss, was ist nice to have geplant worden. Nach meinem Verständnis funktioniert vieles in dem aktuellen Entwurf. Manches stört ich aber auch noch wie zB. dieser Teiltaum im Schlafzimmer.


    Der sah vorher so aus, das fand ich aber auch so irgendwie ungünstig:


  • Der sah vorher so aus,

    Nicht gut, aber besser!

    das fand ich aber auch so irgendwie ungünstig:

    Deine Verschlimmbesserung ist :lach:


    Der Entwurf ist von einem Architekten. Den haben wir uns so nicht selbst gezeichnet.

    :eek: =o Erstlingswerk?


    Sorry, aber der Kollege hat noch kein EFH entworfen oder zumindest nur Grundrisse, von denen er froh ist, sie nicht selbst bewohnen zu müssen.

    WELCHE Vorgaben habt Ihr dem denn gemacht.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Was mich an diesen Hobby-Hausgrundriss Programmen aufregt, ist die Darstellung der Türen. Ich will sehen, wie die Tür aufschlägt mit dem Viertelkreis, um zu sehen wo die rein steht und wo sie sich evtl mit anderen Teilen beißt. Ansonsten gehe ich mit der Kritik der Kollegen konform. Die Loggia ist ein Krampf. Die Platzierung vieler Türen ist ein Krampf, die viele Lauffläche ist ein Krampf, das unbenutzbare Dachvolumen ist ein Krampf. Die Leitungsführung bez. Nassräume ist ein Krampf. Der zu große Technikraum ist ein Krampf. Die eingeschobene Garage ist ein Krampf. Die Treppe ist ein Krampf. X/


    Da wurde vieles aus Zeitschriften einfach zusammen gefriemelt. Das geht viel besser.


    Bitte noch einmal von Null beginnen! :nono:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Ich plaudere mal ein bißchen aus meiner Kenntnis des konkreten Projektes:

    Die Kreuzchen im Lageplan sind Höhenpunkte aus der Vermessung des Grundstückes, hier leider ohne ihre Werte. Das Grundstück ist allerdings links/rechts durchgängig "gerade" und nach "hinten" auf Mitte dreißig Meter Länge um knapp anderthalb Meter ansteigend. Die Straße ist bereits hergestellt und an der Grenze mit dem Grundstück höhengleich.

    Die Baufamilie hat dem Architekten klare und nur wenige Vorgaben gemacht. Diese hat er in einem vor dem Ortstermin angefertigten Vorentwurf bereits nett gesagt "halbherzig zugehört" umgesetzt und diesen Vorentwurf offenbar nur weitergeknetet, wobei der Baukörper sogar umgeformt wurde. War dies Anfangs ein "Zweieinhalbgeschösser" mit Satteldach (der wie ein Schubladenentwurf mit untergeschobenem weiteren Stockwerk wirkte, aber vielleicht hatte er auch ein Hanghaus auf ein Flachgrundstück transferiert), so ist daraus nun eine Anstattvilla mit Katalog-Außenansichten entstanden. Welch´ ein Jammer, und ein Armutszeugnis für einen Architekten (der - man glaubt es kaum - kein Berufsanfänger ist) !

    Wieso denkst du, dass die Dachform maximal komplex ausgelegt ist? Bei Stadtvillen ist das doch immer so oder übersehe ich hier etwas?

    Ein ungleichmäßiges Winkelwalmdach ist bei einer Anstattvilla eigentlich eher selten.

    Gehört die Bodenklappe eigentlich zu den einzuzeichnen vergessenen "Details", oder soll man sich diese Winkelzüge ernsthaft als firstoffene Dachuntersicht anschauen ?


    Ein honorarwertes Werk war das wohl nicht, eher ein (fürstlich) entgoltenes Bewerbungsgespräch :(

  • Danke an 11ant für seine hilfreichen Ausführungen. Auch danke an alle anderen Feedback-Gebenden Personen. Ich habe dem Ar chitekten jetzt nochmal ganz konkret mit den für mich problematischsten Punkten konfrontiert. Diese wären:


    1. Dachkonstruktion

    2. Statik der eingeschobenen Garage

    3. Loggia und deren Tragfähigkeit


    Mit diesen steht und fällt für mich der Entwurf. Wenn man das so machen kann, dann müssen natürlich trotzdem einige Anpassungen erfolgen (z.B. an er Dachkonstruktion). Uns war es wichtig, dass gewisse Räume auch in gewissen Himmelsrichtungen liegen. Möglicherweise führte dass zu vielen Problemen beim Planen. Ich möchte jedenfalls die Fehler nicht nur beim Architekten sehen. Gleichwohl ist er der Experte und sollte uns lenken. Beim Bad war ich jedoch auch direkt ziemlich enttäuscht, weil er sich da einfach gar keine Mühe gegeben hat und wir auf Hinweis, dass das hier nichts ist:



    Dann das heraus kam (ja, hier wurde der HWR kleiner, weil der unseres Erachtens im Plan zu groß war):


    Ich hoffe nur, dass wir das Schiff noch auf Kurs bekommen :)


    Ich halte euch auf dem Laufenden!

  • Entschuldige bitte, aber das kommt von einem Architekten? Ich bin ehrlich entsetzt.


    Wenn der Euch schon so wenig zuhört, dass er nicht mal die Küche richtig einzeichnet…

    Ihr tätigt die größte Investition Eures Lebens, für die Ihr Euch massiv verschulden werdet. Bitte überlegt, ob dieser Mensch dafür der richtige ist. Evtl ist er gut in der Bauleitung (die Arbeit eines Archis ist vielfältig), aber definitiv nicht im Entwurf.


    Dass es diesen Entwurf richtig mangelt, sehe sogar ich (ich bin auch Archi und nicht gut im Entwerfen, aber ich lasse es deswegen)


    Ich habe den Eindruck saerox, Du pickst Dir ein bisschen Kritikpunkte raus, und dann ist alles gut. Das Grundlegende hier ist schon schlecht.


    Vielleicht kann man jemanden für den Entwurf gewinnen und dann geht es mit der Bauleitung mit dem Archi hier weiter.


    Danke 11ant für die Erläuterung. Ich hätte hier never ever gedacht, dass hier ein Kollege am Werk ist. Definitiv nicht. Bin echt etwas geschockt.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Nachtrag, hab mir die Badsituation angeschaut - jetzt enrnsthaft: Wie breit soll diese Dusche sein?


    Das ist etwas, das mir hier auffällt: Es wird unheimlich viel Raum verballert und trotzdem hat man wenig Platz.


    Ich kenne solche Häuser in meiner Arbeit als Energieberater: Viel Raum - wenig Platz. Den mehr-Raum müsst ihr zahlen ohne dass ihr einen Mehrwert davon hättet.

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  • PS: Ich stand schon auf beiden Seiten: Als Entwerfende (mit Unterstützung von anderen) und als Bauherrin.

    Ein guter Architekt ist auch etwas mit Menschenkenntnis ausgestattet und kann dem Bauherrn allfällige Wünsche ausreden.

    Ich bin heilfroh, dass ich damals bestimmte Wünsche vom Forum ausgeredet bekommen hatte. Erinnert ihr Euch noch, lieber Forumianer ,damals (TM) an meine Speisekammer im Krebsgang?

    Das Bad bekam auch eine Kur.


    Das mit der Loggia kann passen oder nicht. Ich kenne Euch nicht, daher ist das maximal schwer abzuschätzen. Es gibt Dinge, die wirklich so genutzt werden, andere bezahlt man nur teuer.



    Die Konstruktion enthält jedenfalls ziemlich viele Wärmebrücken, geradezu Kühlrippen durch die Loggia und ungünstige Konstellationen (die Garage).

    Am besten vom Konzept her ist kompakt ohne Auskragungen und Einschnitte. Daran dann die Garage. Die heutigen Dämmungen bauen massiv auf. Das sollte man unbedingt mit berücksichtigen.

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  • Bevor ich mich später einmal äußere (tippe gerade am Handy herum; das ist immer recht zeitaufwendig…) eine allererste Frage. Übrigens auch immer meine erste Frage bei neuen Bauherren. Oder zumindest eine der ersten Fragen: mit welchem Budget wird hier geplant?

  • Bevor ich mich später einmal äußere (tippe gerade am Handy herum; das ist immer recht zeitaufwendig…) eine allererste Frage. Übrigens auch immer meine erste Frage bei neuen Bauherren. Oder zumindest eine der ersten Fragen: mit welchem Budget wird hier geplant?

    ich meine was von 700 gelesen zu haben, oder ich verwechsel das (finde das gerade nicht)

    Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet

  • Vielleicht war das nicht so klar. Der Entwurf ist von einem Architekten.

    Nicht ernsthaft, oder? =o


    Über das Für und Wider bestimmter Dinge (Ankleide? Loggia? Fitness?...) kann man trefflich streiten oder eben unterschiedlicher Meinung sein. Das eine gefällt dem einen, das andere nicht. Man darf solche Dinge hinterfragen, erörtern, man darf sie toll oder doof finden. Aber wenn es daran geht die Wünsche umzusetzen, in einem Plan zu verwirklichen, dann sollte der Planer/ die Planerin in der Lage sein dies in einer zufriedenstellenden Art und Weise zu schaffen.


    Wenn ich dieses Haus gedanklich betrete, geht mein Daumen jetzt schon runter. Da brauche ich mir keine Gedanken über den lustigen Sessel im Schlafzimmerappendix zu machen. Dieses nämlich erreiche ich gar nicht. Wozu auch.


    Ich nehme jetzt mal nur den Erschließungsbereich in meiner Betrachtung heraus:


    Beeindruckende 16 m². Da geht was. Oder doch nicht? Ja...was geht denn da? Recht düster kommt diese daher, was schade ist. 6 Türen führen in die Räume, in der oberen linke Ecke drückt sich verschämt eine Treppe in die Ecke. Architekten inszenieren Treppen gerne. Ist so ein Architektendings. Dies aber zu recht. Die Treppe ist die (zumeist einzige) Verbindung zwischen oben und unten, erlaubt, gut geplant, Kommunikation (Galerie/ Luftraum), Offenheit, Raumhöhe, Licht, Luft und Transparenz. Hier das genau Gegenteil. Man möchte meinen man soll gar nicht nach oben gehen. Vom Dunklen in völlige Finsternis? Naja...etwas Licht mag es geben, kommend via Sesselappendix. Die Treppe scheint als Notwendigkeit erkannt worden zu sein. Man muss ja von oben nach unten und umgekehrt. Sie scheint aber ungeliebt zu sein. Muss sein, will man aber eigentlich gar nicht haben. Ein Mittel zum Zweck? Wie die Heizung. Die steht ja auch nicht mitten im Wohnraum. Schade.


    Zurück zur 16m²-Diele. Flächig groß und nutzungsbefreit. Wo darf man sich vorstellen, dass die Schuhe stehen, die Garderobe, ein Schränkchen, eine Kommode, was auch immer. Für ein Paar haken an der Wand reicht der Platz wohl. Braucht man dafür derartige Raumgrößen?

  • Vielleicht war das nicht so klar. Der Entwurf ist von einem Architekten. Den haben wir uns so nicht selbst gezeichnet.

    Ich bin sonst nicht so martialisch, aber dazu fäll mir nur :pistole: ein.

    Ich hoffe nur, dass wir das Schiff noch auf Kurs bekommen

    Um im Bild zu bleiben:

    DAS ist die Titanic 3.0, der Eisberg schon mit bloßem Auge zu erkennen - und Ihr steht an der Reling und wartet auf die Schule Delphine, die tropische Gewässer erwarten lassen.

    Achtung Spoileralarm: Die kommen nicht!


    Springt ins eiskalte Wasser; sonst ist der Untergang Euer Verderben.


    Startet mit einem anderen Planer neu.

    Ich habe den Eindruck saerox, Du pickst Dir ein bisschen Kritikpunkte raus, und dann ist alles gut. Das Grundlegende hier ist schon schlecht.

    :bier: :thumbsup: :thumbsup: :yeah:

    DEM ist NICHTS hinzu zu fügen

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