Nachtabsenkung bei gastherme?

  • Hallo, habe die Viesmann Vitodens 200 Gastherme. Hatte bis jetzt immer die Therme von 7 Uhr bis 22 Uhr am laufen. Das heißt, sie war von 22 Uhr bis 7 Uhr aus.

    Da wir jetzt dauernd Minusgrade haben, will ich die Heizung auch nachts an haben.

    Habe dafür die "Reduzierte Raumtemperatur" die auf 3° Celsius stand auf 16 ° Celsius gestellt.

    Ist das so richtig oder sollte ich das ändern?

    Vielen Dank

  • Habe dafür die "Reduzierte Raumtemperatur" die auf 3° Celsius stand auf 16 ° Celsius gestellt.

    Ist das so richtig oder sollte ich das ändern?

    Das können wir erst beantworten, wenn Du uns sagst, welche Raumlufttemperatur morgens um 7.00 vor dem Heizbeginn ist.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ist das so richtig


    Das ist korrekt. Ob der von Dir gewünschte Effekt erreicht wird, das steht in den Sternen.


    Die Werkseinstellung von 3°C ist eine Art "Nachtabschaltung" mit aktiviertem Frostschutz. Quasi die Einstellung mit max. möglicher Einsparung.

    In wieweit die Raumtemperatur dabei tatsächlich auskühlt hängt vom Dämmstandard des Gebäudes ab, und natürlich von der Außentemperatur. Bei Gebäuden mit heutigem Dämmstandard wirkt sich ein Abschalten von ein paar Stunden bei der Raumtemperataur so gut wie gar nicht aus, bei älteren Gebäuden sinkt die Raumtemperatur in 8h schon mal um 3-5K.


    Ob in Deinem Fall die 16°C abgesenkte Temperatur überhaupt greifen, das hängt also davon ab, ob die Raumtemperatur tatsächlich so tief sinkt.


    Ich favorisiere eine andere Strategie. Der Einschaltzeitpunkt von 07:00 Uhr erscheint mir etwas spät, das hängt aber von den Lebensgewohnheiten ab. Wenn man erst um 10:00 Uhr aufsteht dann kann man den Wärmeerzeuger auch später aus dem Nachtschlaf wecken als die 06:00 Uhr Werkseinstellung. Auf jeden Fall sollte man berücksichtigen, dass der Wärmeerzeuger einige Zeit benötigt um die abgesenkte Raumtemperatur wieder auf Tagessoll zu bringen. Das kann, abhängig von der Leistung des Wärmeerzeugers, Heizlast, und Raumtemperatur, mehrere Stunden dauern.


    Ich würde mir daher überlegen, ob es nicht sinnvoller ist die Gastherme früher zu starten, so dass sie mehr Zeit hat um die Wohnräume aufzuwärmen. Das könnte am Ende sparsamer und komfortabler sein als während der Nacht mit einer festen abgesenkten Temperatur zu arbeiten.


    Bei uns hat sich bewährt, dass ich die Heizung erst um Mitternacht schlafen schicke (wir gehen nie vor Mitternacht in´s Bett) und dann morgens um 03:00 Uhr bereits wieder aufwecke. Sie hat dann maximal 30 Minuten Zeit um WW auf Temperatur zu bringen, so dass spätestens um 03:30 der Heizbetrieb beginnt (meist früher, da WW Erzeugung in 15-20 Minuten abgeschlossen ist). Durch die kurze Absenkzeit sinkt die Raumtemperatur nur geringfügig, so dass ich nur an extremen Tagen (Außentemperatur deutlich unter -10°C) die Nachtabsenkung deaktiviere.

    Am Vormittag war/ist bei uns selten jemand zuhause, so dass ich die Heizung um 08:00 Uhr wieder in den Schlaf geschickt habe. Vorteil, zu dieser Zeit sind die Außentemperaturen meist wieder etwas höher. Der Heizbetrieb wurde dann um 12:00 Uhr wieder gestartet, und dann läuft sie wieder durch bis Mitternacht. An den Wochenenden (Kinder waren zuhause) habe ich am Vormittag die Absenkung deaktiviert und nur während der Nacht für die 3-3,5h abgeschaltet.


    Das hat bei uns bisher immer sehr gut funktioniert und hat zu unseren Lebensgewohnheiten (sowie Gebäude und Anlagendimensionierung) gepasst.


    Worauf ich hinaus möchte, Du musst eine Einstellung finden die zu Deiner Anlage und Lebensgewohnheiten passt, ohne zu viele Abstriche beim Komfort machen zu müssen. Mein Standpunkt ist nun einmal, die Heizung muss sich nach mir richten und nicht umgekehrt. Vielleicht wäre es in Deinem Fall auch sinnvoller die Absenkzeit zu reduzieren. Optional kannst Du natürlich die Absenktemperatur beeinflussen, und darauf hoffen, dass die Zeit reicht um am Morgen wieder die Solltemperatur zu erreichen. Das geht meist nur mit üppig diomensionierten Heizflächen und entsprechend Leistung des Wärmeerzeugers, vorzugsweise in Gebäuden die gut gedämmt sind und somit über die Nacht sowieso kaum an Raumtemperatur verlieren.

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  • Das können wir erst beantworten, wenn Du uns sagst, welche Raumlufttemperatur morgens um 7.00 vor dem Heizbeginn ist.

    Die Raumlufttemperatur ist verschieden in den Räumen, in der Küche z.B. ist sie dann (bei den jetzigen Minustemperaturen) bei 15 Grad.

    In den anderen Räumen ca.17 Grad.

    Es ist ein Altbau ohne Dämmung.

  • Gibt es nur das Bedienfeld an der Therme oder zusätzlich noch eines in einem Raum?


    Hintergrund, die Temperaturangabe in der Regelung muss nicht zwangsläufig der echten Raumtemperatur entsprechen. Das funktioniert nur bei Anlagen die perfekt abgeglichen sind, oder halt in einem Raum in dem die Raumtemperatur erfasst und an die Regelung weitergeleitet wird. Meist erfolgt die echte Raumregelung dann mit einem Thermostat am Heizkörper bzw. Raumthermostat für eine FBH.

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  • Worauf ich hinaus möchte, Du musst eine Einstellung finden die zu Deiner Anlage und Lebensgewohnheiten passt, ohne zu viele Abstriche beim Komfort machen zu müssen. Mein Standpunkt ist nun einmal, die Heizung muss sich nach mir richten und nicht umgekehrt. Vielleicht wäre es in Deinem Fall auch sinnvoller die Absenkzeit zu reduzieren. Optional kannst Du natürlich die Absenktemperatur beeinflussen, und darauf hoffen, dass die Zeit reicht um am Morgen wieder die Solltemperatur zu erreichen. Das geht meist nur mit üppig diomensionierten Heizflächen und entsprechend Leistung des Wärmeerzeugers, vorzugsweise in Gebäuden die gut gedämmt sind und somit über die Nacht sowieso kaum an Raumtemperatur verlieren.

    Ich habe jetzt mal die Betriebszeiten auf 6 Uhr bis 23 Uhr gesetzt und werde die 16 Grad "reduzierte Raumtemperatur" auf jeden Fall lassen, solange noch Minustemperaturen sind. Es war heute Morgen auf jeden Fall noch ausreichend Wärme vorhanden. Es geht mir ja darum, dass die Wände nicht zu sehr abkühlen.

    Ich wusste ja nicht, ob man das noch vielleicht besser an der Therme einstellen könnte, damit Nachts die Heizung noch etwas Wärme produziert

  • Gibt es nur das Bedienfeld an der Therme oder zusätzlich noch eines in einem Raum?


    Hintergrund, die Temperaturangabe in der Regelung muss nicht zwangsläufig der echten Raumtemperatur entsprechen. Das funktioniert nur bei Anlagen die perfekt abgeglichen sind, oder halt in einem Raum in dem die Raumtemperatur erfasst und an die Regelung weitergeleitet wird. Meist erfolgt die echte Raumregelung dann mit einem Thermostat am Heizkörper bzw. Raumthermostat für eine FBH.

    Es gibt nur das Bedienfeld an der Therme, und an den Heizkörpern sind nur normale Ventile.

  • 15 Grad.

    In den anderen Räumen ca.17 Grad.

    Es ist ein Altbau ohne Dämmung.

    Darauf wollte ich hinaus.

    Würde die Temp. in der Nacht kaum absinken, wäre eine Nachtabsenkung sinnlos.

    So aber sparst Du Wärmeenergie, wenn Du Absenkzeiten programmierst.

    R.B. hat es schon umfassend erklärt. Den Beginn und das Ende musst Du nach Deinen Lebensgewohnheiten und der Trägheit Deines Hauses ausprobieren.




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    M.G.Wetrow

  • und werde die 16 Grad "reduzierte Raumtemperatur" auf jeden Fall lassen,

    Die Temperaturangabe im Regler wirkt nur indirekt auf die Raumtemperatur, in dem sie die Heizkurve beeinflusst. Eine echte Temperaturregelung kann nur dann erfolgen wenn in einem (Referenz)raum ein Temperaturfühler vorhanden ist, der eine Rückmeldung an die Regelung liefert. Erst dann könnte sie auf die Raumtemperatur regeln. Also nicht wundern, wenn die Therme bei 16°C Raumtemperatur evtl. nicht startet, oder schon früher startet.

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  • Es gibt nur das Bedienfeld an der Therme, und an den Heizkörpern sind nur normale Ventile.

    Das hatte ich erwartet. Dann darfst Du die Temperaturangabe im Regler nicht wörtlich nehmen. Genau genommen wird damit nur das Niveau der Heizkurve nach oben oder unten verschoben. Zusätzlich können noch die Heizkörperventile eingreifen und die Wärmeabgabe der Heizkörper, und somit die Raumtemperatur, begrenzen.


    Deine Eingabe von 16°C bedeutet somit "nur", dass die Heizkurve um 4K (gegenüber den Standard 20°C) abgesenkt wird. Ob das tatsächlich auch zu 16°C Raumtemperatur führt, bzw. die Therme bei 16°C wieder startet, das hängt von vielen Faktoren ab.


    Deswegen kann man aus der Ferne nur Hinweise geben, Du musst dann vor Ort testen ob die Anlage auch das macht was Du möchtest (eingestellt hast).

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  • Könnte man das ganze denn mit digitalen Heizkörperthermostaten regeln?

    Wenn jeder Raum zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Temperaturen haben soll, vermutlich ja.

    14 Heizkörper sind aber ungewöhnlich viele für eine Wohnung oder ein EFH.

    Wobei eigentlich nur die Heizkörper einzelgeregelt werden müssten, die zu den Haupt-Heizzeiten im Absenkmodus verbleiben sollen.

    Die anderen können über die Hauptregelung betrieben werden. Das dürfte die Anzahl der Einzelregler schon reduzieren.




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    M.G.Wetrow

  • Könnte man das ganze denn mit digitalen Heizkörperthermostaten regeln?

    Ja. Bitte aber beachten, die digitalen Thermostate haben nur den Vorteil, dass man auch Zeiten einstellen kann und eine digitale Anzeige hat. Hinsichtlich Mess- und Regelgenauigkeit gibt es keinen nennenswerten Unterschied zu konventionellen Thermostatköpfen. Also nicht wundern, wenn die am Thermostat eingestellte Temperatur nicht automatisch mit anderen Thermometern im Raum übereinstimmt.


    Und nicht vergessen, so ein Heizkörperthermostat kann natürlich nur dann regeln wenn sich die Gastherme im Heizbetrieb befindet, und man die Temperatur für einen Raum während der Heizzeiten der Gastherme reduzieren möchte.

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