Garage entfeuchten (Nutzung als temporärs Lager)

  • Wie im Wasserschaden-Thread beschrieben habe ich ja einen massiven Wasserschaden im EG. Ich wollte ausziehen, aber die Family will lieber im OG wohnen. Nun gut..

    Dadurch bedingt brauche ich die Doppelgarage als Lager für Möbel, und viele Kisten mit Hausrat.

    Meine Garage ist massiv gebaut, Flachdach mit Dämmung, doppelwandiges Tor. Wände aus 24er Mauerwerk Lamba 0,37.

    Im WInter hab ich da Luftfeuchte von 80-95% - wie außen. UNgünstig für Möbel und Textilien.

    Daher hab ich jetzt mal einen 2kW Heizlüfter reingesellt und damit bekmme ich dann 12-13° (0° AT) und rF von 50%. Soweit ok, kost halt 500€ Strom / Monat.
    Daher wollte ich auf einen kleinen Diesel/Heizölheizer umstellen, da bin ich dann eher so bei 10Cent pro kWh statt 30Cent. 8kW mit getrennter Abgasführung gibt für unter 100€.

    Oder aber doch ein Adsorptionsentfeuchter? EIgentlich brauch ich es nicht warm, nur trocken !

    Trotec TTR 50Em Maeco DD8l sowas in die Richtung (< 300€)..


    Bei dem Entfeuchter wäre auch ein Betrieb bei längerer Abwesenheit wohl sicherer...
    Die Abwärme sollte die Garage frostfrei halten...

    Erfahrungen? Meinungen?


    PS: sollte jemand auf die Idee kommen mir jetzt zu erklären dass man in einer Garage nichts lagern darf, quittierte ich meinen Dienst hier.
    Mein Haut ist gaaaaaaaanz dünn.

  • Die 80 - 90 % Luftfeuchte sind m. E. kein Problem, weil es ja die relative Luftfeuchte ist. Da kalte Luft wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist die relative Luftfeuchte eben sehr hoch, ohne dass jedoch die Luft

    deshalb sehr feucht ist.

    Problematisch könnte es bei plötzlichen Temperaturwechseln sein. Wenn die Garage im Winter bei wochenlangen sehr kalten Temperaturen sehr stark auskühlt und plötzlich das Wetter von heute auf morgen

    radikal umschlägt. Dann habe ich beispielsweise das Problem, dass die deutlich wärmere Aussenluft (wir hatten schon wochenlang deutliche Minusgarde und plötzlich über Nach zweistellige Plusgrade) an den kalten Garagenwänden niederschlägt und es dort richtig klamm wird.

    Wenn bei Dir dieses Problem bisher aber noch nie aufgetreten ist, wird es während der Einlagerungsphase wohl auch nicht auftreten, zumal ja währenddessen auch kein feuchtes Auto raus- und reinfährt.



    Gruß

  • Ich stimme @S.D. hier zu.

    Das Lagern in der geschlossenen Garage stellt an sich kein Problem dar. Ich würde die auch nicht beheizen wollen.

    Plötzliche Wetterumschwünge stellen auch nur dann ein Problem dar, wenn danndas Garagentor weit aufgemacht wird.

    Auch die Verbindungstür zum Haus sollte ständig geschlossen bleiben.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ich stimme @S.D. hier zu.

    Das Lagern in der geschlossenen Garage stellt an sich kein Problem dar. Ich würde die auch nicht beheizen wollen.

    Plötzliche Wetterumschwünge stellen auch nur dann ein Problem dar, wenn danndas Garagentor weit aufgemacht wird.

    Auch die Verbindungstür zum Haus sollte ständig geschlossen bleiben.

    Ich gehe auch davon aus, dass die Einlagerung ohne zusätzliche Maßnahmen problemlos funktioniert.

    Wenn die Temperatur bei einer rel. Luftfeuchte von 90 % beispielsweise 3 Grad beträgt, ist der Feuchtegehalt in dieser Luft verschwindend gering.

    Von daher wird auch ein Adsorbtionstrockner ein nicht vorhandenes Problem nicht lösen können.

    Wenn bei dem von mir beschriebenen Wetterumschwung (wochenlang Minusgrade und plötzlich über Nacht zweistellige Plusgrade in Verbindung mit Regen) dann noch regelmäßig

    das Garagentor geöffnet wird und ein klatschnasses Auto reingestellt wird, sieht die Sache schon anders aus.


    Gruß

  • Die 80 - 90 % Luftfeuchte sind m. E. kein Problem, weil es ja die relative Luftfeuchte ist. Da kalte Luft wenig Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist die relative Luftfeuchte eben sehr hoch, ohne dass jedoch die Luft

    deshalb sehr feucht ist.

    Problematisch könnte es bei plötzlichen Temperaturwechseln sein. Wenn die Garage im Winter bei wochenlangen sehr kalten Temperaturen sehr stark auskühlt und plötzlich das Wetter von heute auf morgen

    radikal umschlägt.

    Das Problem von Kondensation bei Wetterumschwüngen ist korrekt beschrieben und tritt vor allem im Frühjahr auf. Bei einem Rücktransport der kalten Möbel in die warmere Wohnräume kann es allerdings auch auftreten. Deshalb müssen Hölzer im Ausbau (Parkett, Vertäfelungen) auch vor dem Einbau in warmen Räumen erst einige Tage zum Feuchteausgleich im Einbaubereich akklimatisiert werden. Auch die Hersteller von Möbeln zur Selbstmontage empfehlen dies.


    Bei dieser Betrachtungen wird aber - zumindest auf Holz und Holzwerkstoffe bezogen - vernachlässigt, dass Holz und aus ihm erstellte Werkstoffe eine hohe Sorptionsfähigkeit für Wasser (-dampf) haben und sich deshalb abhängig von der Temperatur und der rel. Feuchtigkeit der Umgebungsluft eine andere "Ausgleichsfeuchte" im Holz (-werkstoff) einstellt.

    Die "Wohnungsnormale" wäre rd. 11-12 % Holzfeuchte bei 20 °C und 60-65 % rel. Luftfeuchte

    Schon bei 10 °C Temperatur der Außenluft mit 80 % rel. Luftfeuchte beträgt die Ausgleichsfeuchte des Materials aber 18,1 Masseprozent, liegt also um 50 % höher. Kurz: Das Holz quillt bei Lagerung in kalter Außenluft, Holzwerkstoffe auch, aber meist in geringerem Maße. Gut nachvollziehbar lässt sich das hier nachlesen.

    Ich gehe auch davon aus, dass die Einlagerung ohne zusätzliche Maßnahmen problemlos funktioniert.

    Ich sehe das im Wissen um die bei niedrigeren Temperaturen mit hoher rel. Luftfeuchtigkeit ansteigende Ausgleichsfeuchte von Holz und Holzwerkstoffen nicht so und rate deshalb zur Einlagerung unter Wohnraumklima-ähnlichen Klimaverhältnissen wie in moderat geheizten Lagerräumen oder im luftdicht verschlossenen kalten Container.


    Das beschriebene Phänomen betrifft meines Wissens alle sorptionsfähigen Materialien, vor allem aber solche aus gewachsenen Zellen wie Holz und daraus hergestellte Werkstoffe, Baumwolle, Schafwolle (kurz alle Wohntextilien), Zellstoffprodukte wie Papiere etc..

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich sehe das im Wissen um die bei niedrigeren Temperaturen mit hoher rel. Luftfeuchtigkeit ansteigende Ausgleichsfeuchte von Holz und Holzwerkstoffen nicht so und rate deshalb zur Einlagerung unter Wohnraumklima-ähnlichen Klimaverhältnissen wie in moderat geheizten Lagerräumen oder im luftdicht verschlossenen Container.

    Bis der Wasserschaden endgültig beseitigt ist, kann er sich vermutlich für die Kosten fürs Einlagern unter klimatisch einwandfreien Verhältnissen seinen Hausrat vollständig neu kaufen.

    Ich frag mich dann ausserdem, wie das div. Möbelhäuser machen. In den meisten mir bekannten Lagerräume div. Möbelhäuser herrschen ähnliche Bedingungen wie in einer Garage.

    Mann kann´s auch übertreiben.


    Gruß

  • Bis der Wasserschaden endgültig beseitigt ist, kann er sich vermutlich für die Kosten fürs Einlagern unter klimatisch einwandfreien Verhältnissen seinen Hausrat vollständig neu kaufen.

    Nein, das kann und muss er nicht, weil

    1. die Anmietung von Lager-Containern einer Möbelspedition oder einer passenden Einheit im Self-Storage selbst in Berlin nur einen Bruchteil der von Dir behaupteten absurden Kosten verursachen
    2. die Versicherungen die Kosten einer Einlagerung einschließlich Ab- und Wiederaufbau und Transporten nach meiner Erfahrung eh tragen (so habe ich es jedenfalls bereits mehrfach bei von mir begleiteten Schadensbeseitigungen beobachtet).

    Anders als von Dir anscheinend vermutet, sind wir hier nicht bei "Bastelwastels Wird-schon-irgendwie-gutgehen Tipps", sondern in einem "Expertenforum". Die Experten hier geben deshalb im Zweifel belastbare Ratschläge - oder schweigen. Ich halte mich deshalb bspw. mit Ratschlägen zur Baufinanzierung oder zu Geldanlagen zurück.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich frag mich dann ausserdem, wie das div. Möbelhäuser machen. In den meisten mir bekannten Lagerräume div. Möbelhäuser herrschen ähnliche Bedingungen wie in einer Garage.

    Möbelhäuser und Holzfenster Hersteller haben im Winter gewöhnlich eher zu trockene Luft in zu Trockenen Lageräumen... bei denen Oft die Türen/Tore aufstehen da Sachen ein und ausgelagert werden.


    Das mit der Ausgleichsfeuchte ... ist richtig...

  • die Lagerung in der Garage hat mehrere Gründe:
    - sie war sofort verfügbar, wir haben dieses Wochenende alle Schränke abgebaut so dassalle Wände im EG im Bodenbereich frei liegen um möglichst Schimmel vorzubeugen bis es mit der Trocknung losgehen kann.
    Auch für die Trocknung war die Anforderung dass die Wände frei sind.

    Klar hätte ich damit auch eine Spedition / Schreiner beauftragen können, aber so gings schneller.
    Zudem konnte so auch z.B. die Schränke nur teilzerlegt werden.


    Ein weiterer Vorteile: das Zeug bleibt zugreifbar.


    Mir ist der Zusammenhang relative und absolute Luftfeuchte schon klar. Und dass die Luft in der Garage unbeheizt zwar nur 4g/m³ enthält, und im Wohnraum 9g/m³, aber wie in dem Link von Skeptiker dargestellt kommt es bei Holz wohl eher auf die relative wie auf die absolute Feuchte an.


    Insofern muss ich was tun, wenn ich die Garage als Lager verwenden will. Was wahrscheinlich auch die wirtschaftlichere Lösung ist,


    Den DIeselheizer hab ich jetzt sowieso schon bestellt, hat nur 80€ gekostet und wollte ich eh immer mal haben. Kann man immer mal brauchen.


    Die Frage ist nur - funktioniert so ein Absorptionstrockner in meinem Szenario? bekomme ich damit die rF in den Griff? Sagen wir auf 50% ? Die Garage ist relativ dicht, das Lüftungsloch hab ich verschlossen.
    Kondensationstrocker funktionieren ja nicht bei niedrigen Temperaturen.
    DIe Tür zum Haus bleibt natürlich idR geschlossen !

  • Alte Methode Heizen und Lüften (= Lüftungsloch der Garage wieder Öffnen!) funktioniert bei Trockener Bausubstanz (keine Feuchten Wände, Böden, Decken) und halbwegs dichter Tür zum Wohnhaus eigentlich immer.

    Zusätzlich kannst Du ja darauf achten das Tor/Tore/Türen/Fenster nach Kalten Nächten bei z.B. bei Wetter Umschwung zu bleiben.

  • Ich stehe zu meiner obigen Einschätzung und lasse deshalb mich auch Bastelwastel titulieren.

    Anders als von Dir anscheinend vermutet, sind wir hier nicht bei "Bastelwastels Wird-schon-irgendwie-gutgehen Tipps",

    Millionen von Gartenlauben, Ferienhäusern und ungedämmten Dachspitzen belegen meiner Ansicht nach das problemlose Lagern von Möbeln aus Holz und Holzwerkstoffen in ungeheizten aber allseitig verschlossenen baulichen Hüllen.

    Selber habe ich zwanzig Jahre lang ein Gartenhaus voller Massiv- und Spanplattenmöbel im Winter kalt stehengelassen.

    Dem verlinkten Holzwurmbeitrag kann ich ebenfalls keine diesbezügliche Gefahr entnehmen. Schadinsekten und holzzerstörende Pilze dürften in einer sauberen Garage kaum vorkommen.

    Wie bereits beschrieben sollte man bei einem plötzlichen Wetterumschwung von minus zwanzig Grad zu Plusgraden natürlich nicht Türen und Fenster aufreißen sondern entweder alles langsam temperaturangleichen lassen oder aber langsam vor der Entnahme von Möbel aufzuheizen.

    Der Sir wird natürlich tun, was ihm beliebt und wenn die Beheizung von der Versicherung bezahlt wird, soll es halt sein...




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Millionen von Gartenlauben, Ferienhäusern und ungedämmten Dachspitzen belegen meiner Ansicht nach das problemlose Lagern von Möbeln aus Holz und Holzwerkstoffen in ungeheizten aber allseitig verschlossenen baulichen Hüllen.

    Selber habe ich zwanzig Jahre lang ein Gartenhaus voller Massiv- und Spanplattenmöbel im Winter kalt stehengelassen.

    Bei Gartenlauben mit einer relativ luftdichten Gebäudehülle kann das durchaus gutgehen, wenn sie den Winter über nur zwei- oder dreimal betreten werden. Die Möbel aus der Gartenhütte meiner Eltern waren allerdings bereits nach einem Winter so feucht geworden, dass sie in meiner Wohnung noch nach Jahren einen unangenehmen „muffigen“ oder „stockigen“ Geruch verbreiteten - nach Einschätzung meiner Besucherinnen jeweils, die sich einfach nicht auf die Klappcouch legen wollten.


    Meine Sorge geht in diesem Fall aber eher in Richtung Masshaltigkeit und Qualität der Oberflächen. Schrankkorpusse sehen mit aufquellenden Kanten einfach nicht mehr so toll aus, Arbeitsplatten und Fronten von Küchen noch weniger.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • im 500forum.de wird gerade diese Dieselheizung diskutiert: https://www.ebay.de/itm/134770…ewItem=&item=134770402042

    Scheint nicht so schlecht zu sein...


    Werkstatt im Winter - oder frierst Du lieber? - Fiat 500-Forum
    .. baue ich gerade eine Dieselstandheizung ins Fenster, damit es trockene Wärme gibt. 500forum.de/index.php/Attachment/98615/ Das mit dem Fenster mache…
    www.500forum.de


    ich würde aber hinterfragen, ob man für die empfindlichen Materialien nicht einen unkritischeren Lagerraum findet und nur die unproblematischen Stücke in der Garage lagert...


    ein Kohleofen, mit dem Abgasrohr durch eine Gipsplatte in einer Fensteröffnung geht nicht?

  • ein Kohleofen, mit dem Abgasrohr durch eine Gipsplatte in einer Fensteröffnung geht nicht?

    Grundsätzlich denkbar, aber hab ich halt auch nicht. Wo wäre der Vorteil gegenüber der Heizöl/Dieselheizung?
    Brennstoffkosten dürften sich hier nicht wesentlich unterscheiden... Wobei der Wirkunsgrad vom Kohleofen wahrscheinlich schlechter ist.

    In der Garage steht nun nichts wirklich wertvolles. Wir haben eh nicht so viele wertvolle Möbelstücke, da wir beim Bau erstmal alle unsere Möbel mitgenommen haben (incl. Küche).
    Jetzt sind wir dabei so nach und nach... wirklich neu und teuer ist jetzt nur das Wohnzimmer und das Esszimmer, wobei das Esszimmer erst im März geliefert wird. Und das Sofa im Wohnzimmer darf stehen bleiben..



    artenlauben mit einer relativ luftdichten Gebäudehülle kann das durchaus gutgehen, wenn sie den Winter über nur zwei- oder dreimal betreten werden. Die Möbel aus der Gartenhütte meiner Eltern waren allerdings bereits nach einem Winter so feucht geworden, dass sie in meiner Wohnung noch nach Jahren einen unangenehmen „muffigen“ oder „stockigen“ Geruch verbreiteten - nach Einschätzung meiner Besucherinnen jeweils, die sich einfach nicht auf die Klappcouch legen wollten.

    so kenn ich das auch aus Möbel die längere Zeit in trockenen aber doch meist unbeheizten Keller standen...

  • Wo wäre der Vorteil gegenüber der Heizöl/Dieselheizung?

    nicht wirklich ein Vorteil. Kommt halt darauf an, was verfügbar ist. das Beispiel mit der Dieselheizung hat den Vorteil, dass diese nicht nur zwei Stunden am Stück läuft, sondern länger.


    die Leistung ist eher zu hoch. Hier müsste man sehen, ob diese regelbar ist. 2 kW wären vermutlich schon üppig für eine Temperierung, je nach Außentemperatur...

  • Also in meinem Keller läuft bis 10°C Raumtemperatur ein Trockner. Der senkt die Luftfeuchte relativ auf 50%. Darunter habe ich keine Erfahrung, da ich ab dann das Fenster öffne und die Raumtrocknung über die kältere Aussenluft löse. (Das klappt bei dir natürlich nicht.)


    Er schafft auch bis 40%, aber das brauche ich nicht.

  • Folgender Gedanke:

    Die Garage wurde sicherlich auch 'mal mit einem nassen Auto befahren. Das trocknet mit der Zeit wieder. Es ist dennoch möglich, dass der Feuchtegehalt in den Wänden noch leicht erhöht ist.


    Wird die Garage jetzt beheizt, muss auch gelüftet werden, da sonst die vorh. Feuchtigkeit in das eher trockeneren Lagergut übergehen kann.

    Bei einem Gebläseheizer wäre es ideal, wenn (zum Teil) Außenluft mit angesaugt und erwärmt wird. Durch den leichten Überdruck "verschwindet" die Warme Luft, einschließlich der aufgenommenen Feuchtigkeit, wieder durch Tür/Tor-Spalte nach draußen.


    Den geringsten Aufwand sehe ich in folgender Lösung:

    In die Garage (Türen, Tore, etc. geschlossen) an einem zentralen Ort einen einfachen elektrischen Luftentfeuchter aufstellen. Kann durchaus gebraucht oder vom Baumarkt sein. Früher unter Hundert, heute so ab 150,-€

    Dieser läuft sensorgesteuert und man kann eine Zielfeuchtigkeit eingeben. Kondenswasser wird in einem Behälter aufgefangen und muss vom Nutzer entsorgt werden. So hat man auch einen Eindruck von der Wassermenge, die der Luft entzogen wird. Der Betrieb liefert minimal Abwärme. Da kein zusätzlicher Feuchteeintrag stattfindet, dürften sich die Betriebsstunden in Grenzen halten - auch wenn es anfangs etwas mehr ist.


    Im Gegensatz zu Heizanlagen gibt es keine "HotSpots", der kleine Lüfter sogt für etwas Luftumwälzung, die Feuchteregulierung erfolgt relativ langsam. Das Gerät kann später - oder auch abwechselnd - woanders genutzt werden.


    Mit PV könnte - je nach Wetter - der Verbrauch teilweise selbst erwirtschaftet werden.


    Ggf. könnte man noch überlegen, die Möbel in Folie einzupacken, bevor sie in die Garage kommen. Dadurch wird der Feuchteausgleich verlangsamt und später beim Reintragen und "Klimatisieren" entsteht das ggf. anfallende Kondenswasser auf der Folie und nicht auf dem Holz, wenn die kalten Möbel in die warme Wohnung kommen. (Analogie: hochwertige IT- oder HiFi-Technik, die im Winter geliefert wird).

    Gruß
    Holger
    --
    Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
    Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
    (Andreas Marti; Schweizer)

  • Den geringsten Aufwand sehe ich in folgender Lösung:

    In die Garage (Türen, Tore, etc. geschlossen) an einem zentralen Ort einen einfachen elektrischen Luftentfeuchter aufstellen. Kann durchaus gebraucht oder vom Baumarkt sein. Früher unter Hundert, heute so ab 150,-€

    Dieser läuft sensorgesteuert und man kann eine Zielfeuchtigkeit eingeben. Kondenswasser wird in einem Behälter aufgefangen und muss vom Nutzer entsorgt werden. So hat man auch einen Eindruck von der Wassermenge, die der Luft entzogen wird. Der Betrieb liefert minimal Abwärme. Da kein zusätzlicher Feuchteeintrag stattfindet, dürften sich die Betriebsstunden in Grenzen halten - auch wenn es anfangs etwas mehr ist.

    ja, ich auch.
    Aber - ein herkömmlicher Kondenstrocker funktioniert bei Temperaturen unter 10° praktisch nicht mehr.
    Man muss daher einen Adsorptionstrockner verwenden, die sind etwas teurer - und brauchen auch mehr Energie für die gleiche Entfeuchtungsleistung.
    Ich hab ein einfaches Modell für knapp 200€ bestellt, kommt morgen.
    Aber der VOrteil sicherer Betrieb, ohne Aufsicht, kein Tanken etc...

    bei 30cm Schnee, kommt von der PV gar nix. Und das was kommt, geht in die WP. Egal - was muss das muss.
    Die Dieselheizung behalt ich auch mal als Backup. Kommt auch morgen. Auf die 100€ kommt es nun auch nicht mehr an !

  • noch ein Punkt: die Lagergüter "locker" und mit etwas Abstand zur Wand aufstellen. Vielleicht mit Kanthölzern oder Paletten Abstand zum Boden schaffen. Dass Luft rankommt und dass Abstand von den vermeintlich kältesten Bauteilen da ist.

  • ja, hab ich aber eh gemacht. alle Möbel stehen auf Kanthölzern mit Abstand.

    Der Boden dürfte gar nicht so kalt sein, "heizt" ja aus dem Erdreich, im Gegensatz zu den Wändern. Müsste mal messen.

    Der Trockner läuft, Heizlüfter ist aus.

  • Der Boden dürfte gar nicht so kalt sein, "heizt" ja aus dem Erdreich, im Gegensatz zu den Wändern.

    würdest Du aber anfangen zu heizen, wäre der Boden sehr schnell das kälteste Bauteil. Und dann gibt es genau dort Kondensat...

    Hab ich bei uns in der Garage in jedem Frühjahr...

    Daher mein Hinweis.

  • Ggf. könnte man noch überlegen, die Möbel in Folie einzupacken, bevor sie in die Garage kommen. Dadurch wird der Feuchteausgleich verlangsamt und später beim Reintragen und "Klimatisieren" entsteht das ggf. anfallende Kondenswasser auf der Folie und nicht auf dem Holz, wenn die kalten Möbel in die warme Wohnung kommen. (Analogie: hochwertige IT- oder HiFi-Technik, die im Winter geliefert wird).

    Davon würde ich bei Holz/Holzwerkstoffen/Möbeln abraten... in der Garage eine Plane/Decke locker drüber werfen ist aber eine Ok..."

    Wenn Holtz Luftdicht mit Folie eingepackt wird kann das leicht den gegenteiligen Effekt haben... da Holz immer Feuchtigkeit abgibt oder aufnimmt je nach Wetter... und...

  • Der Entfeuchter geht gut.
    In den ersten 3h hat er direkt 2l Wasser rausgeholt, danach nur noch sehr wenig. Mein Zeiger-Hygrometer sagt 30% r.F. dem glaube ich nicht ganz...

  • Der Entfeuchter geht gut.
    In den ersten 3h hat er direkt 2l Wasser rausgeholt, danach nur noch sehr wenig. Mein Zeiger-Hygrometer sagt 30% r.F. dem glaube ich nicht ganz...

    Typisch bei gut laufender aktiver technischer Entfeuchtung ist eine rel. Raumluftfeuchte um 40 %. Auf weniger würde ich auch nur bei Räumen mit Restwasser gehen, nicht in Lager- oder Aufenthaltsräumen. Aber dazu wissen vielleicht die Bauphysiker noch mehr zu schreiben.


    Nach dem initialen starken Absenken der Luftfeuchte sinkt die abgeschiedene Wassermenge dann in grundsätzlich trockener Umgebung auf ein deutlich geringeres Maß ab, weil ja nicht mehr viel nachkommt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung. Beiträge und Beitragsteile als Moderator ab 04/23 kursiv gesetzt.

  • Der Entfeuchter geht gut.
    In den ersten 3h hat er direkt 2l Wasser rausgeholt, danach nur noch sehr wenig. Mein Zeiger-Hygrometer sagt 30% r.F. dem glaube ich nicht ganz...

    Bitte nicht die Möbel "kaput" trocken! Immer daran denken die Holzausgleichsfeuchte wird sich (Langsam) immer anpassen.

  • hab den Entfeuchter jetzt auf Auto und 40% eingestellt.
    Laut Anzeige am Entfeuchter sind es zwischen 40-50%.
    Das mein Zeiger-Hygrometer zu wenig anzeigt hatte ich schon festgestellt. Im Haus z.B. 40 es waren dann aber doch 55.

  • Mein Zeiger-Hygrometer sagt 30% r.F. dem glaube ich nicht ganz...

    Dabei sind Rosshaarhygrometer bedeutend besser als die billigen Digitalen und lassen sich sehr einfach kalibrieren:

    Mal benetze einen dünnen Stoffschlauch gut mit destilliertem Wasser und ziehe diesen über das Hygrometer. Die Scala kann freibleiben.

    Nach ca. einer Stunde sollte das Instrument knapp hundert Prozent anzeigen. An der kleinen Schraube lässt sich eine Abweichung korrigieren.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow