Falscher Wandaufbau

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    • Falscher Wandaufbau

      Hallo liebe Experten,

      ich habe leider ein Problem bei meinem EFH, die Dampfsperre wurde vom "Unternehmen" falsch gesetzt. Wir haben die Ausbauanleitung von M.... Haus bekommen und diese dem Unternehmen ausgehändigt, die Arbeiter versicherten uns dann das ein anderer Aufbau der Wände auch sinnvoll/machbar wäre anhand mehrerer Beispiele.

      Ich muss zugeben das ich ein absoluter Laie bin mit zwei linken Händen (Bankkaufmann eben). Natürlich hätte ich auf die Ausführung laut Anleitung bestehen sollen, jedoch kamen mir die beispiele Sinnvoll vor und die beiden Arbeiter haben eine jahrelange Erfahrungen, von daher bitte keine Kommentare in die Richtung "Selbst Schuld, Wie dämlich kann man sein" o.ä. Zum Aufbau der Außenwand: Von Außen gesehn Verputzte Außenwand mit Dämmung, Holzständerwerk, in dem Ständerwerk Rockwoll, darauf die Dampfsperre befestigt quasi an den Holzständern, dann eine Fermacellplatte, dann eine Rigipsplatte.

      M....a haus forderte die Folie zwischen den beiden Platten, nicht wie bei uns geschehen dahinter, weil es sonst aufgrund der Steckdosenbohrungen zu größeren Löchern kommen kann. Wir haben dann nachträglich alle Steckdosen viereckig "Rausgeschnitten" und die enstanden Löcher mit Gerband verklebt, und anschließend die Stücke wieder angebracht und verspachtelt. Da ich mit meinen 24 Jahren und einem kleinen Kind noch ganz am Anfang stehe und nicht Lust habe in ein paar Jahren vor dem Ruin zu stehen habe ich einige Fragen:

      1. Gibt es noch ein paar Tipps bezüglich der Luftdichtheit?

      2. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Schimmelbildung?

      3. Muss ich jetzt bei jedem Nagel inkl. Dübel Angst haben, da wir ja die Folie dort auch leicht durchtrennen?

      Wir haben eine Lüftungsanlage und den ersten Blower-Door Test mit 1,53 knapp nicht bestanden, der "Messbeauftragte" führte dies aber nicht auf die Außenwände sondern das Lüftungsrohr zum Dach da die Aussparung darum noch nicht verspachtelt war, sowie die Zu und Abluftschächte welcher er nicht zugeklebt hatte.
      Neuer Test findet in 3 Wochen statt.

      Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten/Ratschläge/Tipps.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Herstellernennung entschärft.

    • OB hinter oder zwischen den Platten ist sowas von egal, unsinnig ist beides!

      Vor eine Holzrahmenbauwand gehört eine Installationsebene! Nur die ermöglicht einen Erhalt der luftdichten Ebene!

      Das einzige, was jetzt noch geht, sind so genannte Installationsboxen eines namhaften Herstellers von luftdicht-Folien. Das ist aber nix für 2 "Ichbastelmal" Nasen.

      Such Dir einen VERNÜNFTIGEN örtlichen Planer als Bauüberwacher und einen HRB-erfahrenen Zimmerer, der das gerade zieht, die Wände öffnet, diese Boxen einarbeitet und dann alles wieder schliesst.

      Der Schimmel ist sonst Dein kleinstes Problem. Der holzzerstörende Pilzbefall durch die Auffeuchtung der Dämmebene ist das echte Problem bei mangelnder Luftdichte!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Hallo Herr Dühlmeyer,

      vielen Dank für Ihre Antwort,

      da wir seit einem Monat im Haus wohnen (Baugutachter war da und meinte das verkleben würde reichen) ist nun meine Frage ob das mit dieser Instalationsbox nun noch so einfach möglich ist bzw. wo genau diese überall angebracht werden sollten (bei allen Steckdosen der Außenwand und überall dort wie Nägel benutzt werden?). Ist es dann aber rein theoretisch nicht so, das alle Fertighäuser aufgrund dieser Bauweise ein Problem bekommen, da ich auch von meinen Nachbarn, welche auch Fertighausbesitzer sind, noch nichts von Instalationsboxen etc. gehört habe?

      Liebe Grüße
    • Lautern00 schrieb:

      M....a haus forderte die Folie zwischen den beiden Platten, nicht wie bei uns geschehen dahinter, weil es sonst aufgrund der Steckdosenbohrungen zu größeren Löchern kommen kann.
      Das muss man jetzt nicht verstehen.....oder?

      Wenn ich eine Steckdosenkernbohrung mache um dort eine E-Dose zu setzen, dann wird man sowohl die erste, also auch die zweite Platte durchbohren. Und die Dampfbremse.

      Wie hätte man es richtig machen sollen?

      Zum Beispiel Holzständer...darauf raumseitig eine OSB-Platte (Fugen zw. den Platten abkleben). Dann Unterkonstruktion und darauf dann wieder die Wandverkleidung. In dem Zwischenraum zw. OSB-Platte und inneren Wandbekleidung können dann Heizleitungen, E-Leitungen und E-Dosen sitzen.

      Was eine Folie zwischen den beiden Wandbekleidungsplatten soll erschließt sich mir gar nicht...ich verstehe es nicht.
    • Hallo Thomas B,

      Danke für Ihre Antwort,

      O-Ton M...-Haus: Dadurch das die Folie zwischen den beiden Platten "fest verankert" ist und das gebohrte Loch umschließt, ensteht eine Luftdichte ebene, mal abgesehen von der Steckdose an sich, welche nach hinten raus nie 100% dicht ist.

      Liebe Grüße
    • Dann wird da wohl von A-Z dem Kunden nicht alles richtig erklärt bzw. nicht optimal gearbeitet.

      Also bleibt mir dann Quasi nur übrig die Hände zu falten, auf mein Hygrometer zu achten, fleißig zu Lüften und zu beten, das wie bei meinem Onkel (Fertighaus von vor 40 Jahren) nichts passiert. ||
    • hmm, wenn ich mit dem dosensenker die 2 Platten durchbohre (Dampfsperre in der Mitte) und anschließend eine luftdichte Hohlraumdose einsetze, dann kann ich mir schon vorstellen, dass das ganze luftdicht hinzubekommen ist. Ist dem nicht so?
      Bei der Dampfsperre hinter den platten kann ich mir nun gar nicht vorstellen wie das gehen soll.
    • Lautern00 schrieb:

      Hallo Herr Dühlmeyer,

      vielen Dank für Ihre Antwort,

      da wir seit einem Monat im Haus wohnen (Baugutachter war da und meinte das verkleben würde reichen) ist nun meine Frage ob das mit dieser Instalationsbox nun noch so einfach möglich ist bzw. wo genau diese überall angebracht werden sollten (bei allen Steckdosen der Außenwand und überall dort wie Nägel benutzt werden?). Ist es dann aber rein theoretisch nicht so, das alle Fertighäuser aufgrund dieser Bauweise ein Problem bekommen, da ich auch von meinen Nachbarn, welche auch Fertighausbesitzer sind, noch nichts von Instalationsboxen etc. gehört habe?

      Liebe Grüße
      Ob das iIhre Nachbarn betriftt wissen nur die, denn es gibt auch Fertighaushersteller mit Installationseben.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Lautern00 schrieb:

      Hallo Dino 15,

      deshalb haben wir nach dem setzen der Dosen die Platten ausgebohrt und die verletzte Folie dahinter komplett verklebt.

      Liebe Grüße
      Ja und dann? Dann setzte die Hohlwanddose ein, die wiederum beim einsetzen gegen die Folie drückt, in der Hoffnung das alles dicht bleibt? Und das Kabel? Das muß ja in dem Fall auch durch die Folie durch.
      Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet
    • Luftdichte Hohlraumdosen....nun ja....wie tief binden die ein?

      Da zwischen Beplankung (mit Folie zw. den beiden Ebenen) und Wärmedämmung auch kein Platz mehr ist, laufen die Leitungen...ja wo laufen die eigentlich...und die E-Dosen ragen in die Wärmedämmung?????

      Nach meiner Erfahrung kommen bei so einem Haus, je nach Ausstattungsstandard, schnell mal 100 - 120 Steckdosen und Schalter und deren Zuleitungen(!) zusammen. Und die Heizleitungen oder andere Installationen (WW/KW/ Zirkulation), was auch immer...wo laufen die????
    • @Dino 15,

      nein nein wir haben um die Steckdose herum ein großes Viereck heraus geschnitten und dann alles verklebt, die Platten wieder reingesetzt und dann verspachtelt.

      @MoRüBe

      Die Kabel haben wir auch abgeklebt, da war dann sogar die Elektrikerfirma dabei.

      Liebe Grüße
      ---------- 10. August 2016, 11:48 ----------
      @Thomas B,

      Steckdosen an den Außénwänden waren es ca. 20 Stück (Mehrfachsteckdosen als eine gerechnet). Die Kabel wurden hinter den Platten/Der Folie gelegt.

      WW etc. erfolgt über unser LWZ-Pumpe.

      Liebe Grüße
    • Dino15 schrieb:

      hmm, wenn ich mit dem dosensenker die 2 Platten durchbohre (Dampfsperre in der Mitte) und anschließend eine luftdichte Hohlraumdose einsetze, dann kann ich mir schon vorstellen, dass das ganze luftdicht hinzubekommen ist. Ist dem nicht so?
      Nein! Dazu müsste die Folie an die Dose angeklebt werden, was schlicht unmöglich ist. Die Folie sitzt nicht so stramm um die Dose. So sind da dann lauter kleine Löcher. Außerdem sind solche Dosen nicht kreisrund, sondern haben Aussparungen an den Stellen wo die Schrauben zum Anziehen an die Platten sitzen.