Fundament / Frostsicherheit

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    • Fundament / Frostsicherheit

      Folgendes..
      Wir haben ein Haus auf einer Bodenplatte, als flächige Gründung.
      Es existieren Frostschürzen / Streifenfundamente, diese sind unbewehrt und wurden einfach gegen Erdreich betoniert.
      Die BoPla ist ungedämmt. Es wurden Kimmsteine verwendet, 12cm Dämmung zwischen BoPla und Estrich.
      Das WDVS geht ca. bis Mitte Bodenplatte, dann läuft es im 45° aus.

      Zur Straße alles easy. Aber in den Garten hab ich ca. 50-60cm zwischen Gelände und OKFFB.



      Plan war, die Holzterasse schön aufzuständern, damit diese auch gut belüftet wird. Dafür wollte ich das Niveau so lassen wie es derzeit ist: Humus ist abgeschoben, und es steht "gewachsener Boden" an.


      sagt mir nun, ich müsse "mindestens" 5cm über dem abgeschrägten Bereich anfüllen, damit die Frostsicherheit gegeben ist.

      Was haltet ihr von dieser Aussage? Muss / Sollte ich wirklich?
    • SirSydom schrieb:

      sagt mir nun, ich müsse "mindestens" 5cm über dem abgeschrägten Bereich anfüllen, damit die Frostsicherheit gegeben ist.
      Das kann schon sein.

      Bleibst Du 50 - 50 cm tiefer, so stecken die Fundamente entsprechend weniger tief im Erdreich und dann auch ganz sicher im frostgefährdeten Bereich.

      Was kann passieren?

      Feuchtigkeit unter dem Streifenfundament (im Erdreich) kann gefrieren. Und Wasser dehnt sich beim Gefrieren bekanntlich aus...Volumenvergrößerung.
      ---------- 2. August 2016, 11:56 ----------
      Nachfrage (anderes Thema...ich weiß):

      Hast Du im OG eine Verglasung gem. TRAV bei den bodentiefen Elementen?????
    • Die frostsichere Tiefe steht im Baugrundgutachten. Je nach Baugrund und Klima kann die auch schonmal bis 1,40 m Tiefe (höchster mir bekannter Wert) oder ggf. mehr betragen.

      Da würde ich kein Risiko eingehen. Die Schäden durch Frostanhebung können beträchtlich sein.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Wenn ich so zurückdenke, waren die Gräben für die Frostschürzen ca. 1m tief..
      Egal, dann füll ich halt auf. Auf die paar to Schotter kommts auch nimmer an.


      Thomas B schrieb:

      SirSydom schrieb:

      sagt mir nun, ich müsse "mindestens" 5cm über dem abgeschrägten Bereich anfüllen, damit die Frostsicherheit gegeben ist.
      Hast Du im OG eine Verglasung gem. TRAV bei den bodentiefen Elementen?????
      TRAV steht nirgends, aber "mit Sicherheitsverglasung". Von daher gehe ich davon aus, das das schon so passt.
      Zuviel Vertrauen?
    • Thomas B schrieb:

      Im "Normal-Unfalle" wird wohl eine normale VSG-Verglasung genügen. Richtig(er) wäre dennoch eine Einhaltung der TRAV-Richtlinien.
      jetzt nach DIN 18008 teil 4, TRAV ist nicht mehr, es hat sich ausgeTRAVt.

      SirSydom - sicherheitsglas allein ist nicht ausreichend, du solltest von deinem einen nachweis zur einhaltung nach DIN 18008 teil 4 anfordern. ist kein riesenakt, nur ein paar blatt papier, ist für eure sicherheit.
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Dino15 schrieb:

      rolf a i b schrieb:

      Thomas B schrieb:

      Im "Normal-Unfalle" wird wohl eine normale VSG-Verglasung genügen. Richtig(er) wäre dennoch eine Einhaltung der TRAV-Richtlinien.
      ist kein riesenakt, nur ein paar blatt papier, ist für eure sicherheit.
      Inwiefern können ein paar Blatt Papier die Sicherheit für SirSydom gewährleisten?
      Insofern, als dass einige Auftragnehmer, wenn sie die Einhaltung der DIN 18 008 schriftlich bestätigten sollen, in hektische Aktivitäten verfallen ... oder im Falle eines Falles haften.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • nach LBO benötigst du die unterlage, da das glas die absturzsicherung erfüllen muss. dies ist etwas anderes als ein stahlgeländer. glas ist spröde, brüchig. durch besondere maßnahmen kann die standsicherheit bei glas verbessert werden. das muss dann auch nachgewiesen sein.

      alternativ könntest du auch einen pendelschlagversuch an einem deiner fenster veranlassen. das bedeutet ein zweites element, da das mit pendelschlagversuch belastete nicht mehr tragfähig ist.
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Zu dem Glas gibt es ja einen Lieferschein/Rechnung, in welcher die Norm welche das Glas erfüllt steht.
      Also keine große Schreibarbeit.

      PS mich wundert, dass diese Norm nicht auf dem Spacer aufgedruckt sein muss.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • rolf a i b schrieb:

      du hast anspruch auf die richtige ausführung und deren schriftlicher bestätigung.
      Dafür bekommt er ja am Ende des Baus vom bestimmt eine Fachunternehmererklärung des GÜs auf einer einfachen A4 Seite, in welcher der bestätigt, dass das Haus nach a.R.d.T gebaut wäre.
      Bei uns hat der auch von allen Subis solch eine Erklärung in die Abschlussdokumentation aufgenommen.

      Juhu.

      Welche darüber hinaus gehenden Ansprüche auf z.B. weitergehende "Beweise" hätte SirSydom z.B. ggü. dem Fensterbauer (und/oder dem )?
    • bliblablub schrieb:

      Und woher bekomme ich beim Bau das Recht, so ein Prüfzeugnis zusätzlich zur Fachunternehmererklärung sehen zu dürfen?
      garnicht? ;)

      die frage rührt an den grundproblemen der planung und ausführung:
      es gibt keine sicherheit und es gibt keinen sicheren, d.h. zuletzt
      sicher einklagbaren anspruch auf sicherheit.
      auch mit "eigenen fachleuten" ist die chance auf die arschkarte so
      gross, wie nie zuvor und wer glaubt, eine (hoheitliche) prüfung würde
      signifikant für besserung sorgen, der glaubt auch, die bevorstehenden
      verkomplizierung und lastumverteilungen in den bauparagraphen des
      BGB würden dem verbraucher, gar langfristig, helfen. ich wünsche eine
      kräftig rosarote brille.
    • Rudolf R. schrieb:

      Zu dem Glas gibt es ja einen Lieferschein/Rechnung, in welcher die Norm welche das Glas erfüllt steht.
      Also keine große Schreibarbeit.

      PS mich wundert, dass diese Norm nicht auf dem Spacer aufgedruckt sein muss.
      Mich nicht. Warum: es geht nicht nur ums Glas, sondern um die Verglasung. Unterschied: das ganze System.
      Das Glas selbst ist nach ner anderen Norm gefertigt als das hier nachzuweisende/einzuhaltende "Gesamtsystem".
      Nachdenken kostet extra!
    • Pemu schrieb:

      Rudolf R. schrieb:

      Zu dem Glas gibt es ja einen Lieferschein/Rechnung, in welcher die Norm welche das Glas erfüllt steht.
      Also keine große Schreibarbeit.

      PS mich wundert, dass diese Norm nicht auf dem Spacer aufgedruckt sein muss.
      Mich nicht. Warum: es geht nicht nur ums Glas, sondern um die Verglasung. Unterschied: das ganze System. Das Glas selbst ist nach ner anderen Norm gefertigt als das hier nachzuweisende/einzuhaltende "Gesamtsystem".
      Aber zumindest die Norm des Glas könnte im Spacer stehen.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.