Fußbodenheizung und Heizkörper an einem Heizkreis?

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    • Fußbodenheizung und Heizkörper an einem Heizkreis?

      Guten Abend Forum,

      mir ist die Fußbodenheizung als Niedertemperaturheizsystem bekannt, die Raumerwärmung mit Heizkörper als Hochtemperaturheizsystem.
      Heute hatte ich ein interessantes Gespräch, wonach man auch eine Kombination aus Fußbodenheizung und Heizkörper machen kann, aber beide am selben Heizkreis. Damit würden die Kosten für zwei separate Heizkreise wegfallen, dafür hat man den Vorteil, dass man in Zeiten, wo die Fußbodenheizung zu träge ist, mit den Heizkörpern schnell den Raum aufwärmen kann, und man die Temperatur in jeden Raum einzeln einstellen kann.

      Wer hat mit dieser Thematik Erfahrung?
      Stimmt es, dass diese Kombination nicht teurer ist, als eines von beiden alleine?

      Beste Grüße
    • Konterkariert man damit nicht den Grundgedanken einer Fußbodenheizung? Wenn man zwei grundverschiedene Systeme ineinander packt, muss man Kompromisse eingehen und ob das Ergebnis dann wirklich zufriedenstellender ist, als zwei separate Systeme? I doubt it.
      Für schnelle Hitze in einzelnen Räumen kann man z. B. auch auf Infrarotheizungen ausweichen, die - modisch anspruchsvoll - als Bild oder Spiegel "tarnen" kann.
    • gunther1948 schrieb:

      hallo
      bist wohl auf dem weg zurück in die 50-ziger jahre, oder wieviel bier hatte der schon intus.

      gruss aus de palz
      Wenn dann in die 2050er.


      Dino15 schrieb:

      Schnapsidee, die nicht funktioniert. Never ever. Nennt sich Fußbodentemperierung mit Rüclauftemperaturbegrenzung und kann man machen, wenn man grundsätzlich Heizkörper hat, aber z.B. in einem kleinen Bad (bei überschaubarer Fläche) trotzdem warme Füße will.

      Man kann es sogar im größeren Stil machen, nämlich für jeden Raum. So bei meiner Schwester. Sie schwärmt davon, dass sie in der Übergangszeit kein Problem mit der Trägheit einer FBH hat, aber trotzdem im Winter keine kalten Füße hat wegen der FBH .
      Zudem würde ihre FBH mehr Heizenergie verschwenden als über Heizkörper, da die FBH ja den ganzen Boden erwärmen muss.
      Und sie könnte jeden Raum einzeln steuern - wobei ich hier am meisten zweifle, ob das mit einer FBH nicht auch möglich ist.
    • Dino15 schrieb:

      Vollkommener Nonsens. Standard und am energiesparendsten ist eine FBH , die über Einzelthermostate geregelt wird. Die Trägheit ist sogar sehr gut und gewollt, da dann jeder Raum ganzjährig und großflächig mit z.B. exakt 23 Grad beheizt werden kann. Temperaturschwankungen gibt es da genau gar keine.

      Hallo Dino,

      wieso ist die Trägheit gewollt?
      Bei wechselhaftem Wetter kanns damit doch mal zu warm, wann anders zu kalt sein.
    • nun lest doch den eingangsbeitrag richtig:

      Amibobo möchte den heizkörper an den heizkreis der fußbodenheizung anhängen, d. h. der heizkörper wird mit 35° vorlauftemperatur gefahren. mehr als ein paar angwärmte handtücher gibt es nicht.

      Amibobo - nimm einen heizkörper, der mit einem elektroanschluss und einer heizpatrone noch einige grad mehr davon macht. dann passt es mit der temperierung des bads über den heizkörper.

      die fußbodenheizung über den rücklauf der heizung zu betreiben ist nicht mehr up to date oder eine schnapsidee!
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Rolf, dann lies mal Beitrag 4. Schnapsidee, Hirngespinst.

      @TE: Warum Trägheit gewollt ist? Weil die Raumtemperatur INNEN eben nicht schwankt, obwohl sie draußen beliebig schwanken kann. Die Raumtemperatur wird dann von der Temperatur der massereichsten Bauteile bestimmt, und das sind nun mal Estrich und Wände. Wenn die die richtige Temperatur haben, ist es innen immer behaglich und nie zu kalt oder zu warm. So etwas bekommst Du mit Heizkörper nicht hin, da beim kurzfristigen aufheizen nur die Luft erwärmt wird, die beim nächsten Lüften wieder draußen ist und schon ist es wieder zu kalt. Also wieder kurzfristig hochheizen usw.
    • Amibobo schrieb:


      Stimmt es, dass diese Kombination nicht teurer ist, als eines von beiden alleine?

      Nein, das stimmt nicht, denn man braucht das zusätzliche Material und die dafür notwendige Arbeitszeit. Der einzige Preisvorteil der sich ergibt, man spart sich einen Mischer für den Heizkreis inkl. Pumpe und dessen Verrohrung bis zu den Heizflächen. Dafür handelt man sich eine Menge Nachteile ein, denn wie oben schon geschrieben, das ist keine echte FBH sondern eine Bodentemperierung. Üblicherweise am RL des Heizkörpers angebunden, aber dann kann man beide nicht mehr unabhängig voneinander betreiben. Direkt am Vorlauf angeschlossen hat man quasi einen Heizkörper der im Fußboden liegt. Der Kreis im Boden wird also mit der vollen VL Temperatur beaufschlagt, bis das RTL Ventil anfängt einzugreifen. Je nach Auslegung der Heizkörper ist das für den Estrich schädlich.
      Man könnte nun versuchen, die Bodenflächen an den RL eines Strangs anzubinden, in der Hoffnung, dass immer ein HK in Betrieb ist, aber auch das ist bestenfalls ein Kompromiss und funktioniert nicht immer.

      Man sollte sich einmal die hydraulischen Verhältnisse vor Augen führen, dann wird klar was ich meine. Nur mal als Beispiel, das FBH Rohr hat bei sagen wir mal 2Liter/Min (ca. 700Wh bei 5K). einen Druckverlust von etwa 160mbar, dazu kommt das Ventil mit grob geschätzt knapp über 20mbar, macht 180mbar. Die muss man erst einmal irgendwo unterbringen, ohne dass der ganze Rest der Anlage umkippt.

      Weiterer Nachteil, die Temperatur der FBH Fläche lässt sich nicht regeln (Witterungsführung), hierzu wäre eine Regelstation erforderlich, womit wir wieder bei einem zweiten Heizkreis wären. Ersatzweise gibt es Ventile die um eine Raumregelung ergänzt werden, sprich bei Überschreiten einer voreingestellten Raumtemperatur wird dieser zusätzliche Kreis abgeklemmt.

      Amibobo schrieb:

      Man kann es sogar im größeren Stil machen, nämlich für jeden Raum. So bei meiner Schwester. Sie schwärmt davon, dass sie in der Übergangszeit kein Problem mit der Trägheit einer FBH hat, aber trotzdem im Winter keine kalten Füße hat wegen der FBH .

      Genau diese hohe Bodentemperatur ist das was man normalerweise nicht möchte. Nachher jammern die Leute wieder wegen der "dicken Beine".

      Amibobo schrieb:

      Zudem würde ihre FBH mehr Heizenergie verschwenden als über Heizkörper, da die FBH ja den ganzen Boden erwärmen muss.

      Auch das ist Unsinn. Wohin soll die Heizenergie denn gehen damit sie verschwendet wird?

      Die Temperierung von Bodenflächen über den Rücklauf eines HK, oder über ein paar Meter Rohr mit RTL Ventil, ist ja nichts Neues. Mit einer Fußbodenheizung ( FBH ) hat das aber nicht viel zu tun.

      Gibt es einen sinnvollen Anwendungsfall? Ja. Beispielsweise wenn man die Bodenfläche in einem einzelnen Raum temperieren möchte (dann Auslegung auf eine geringe Grundleistung), oder wenn man temperierte Bodenflächen bei einer Sanierung realisieren möchte.Bei einem Neubau hat so eine Bodentemperierung an sich keine Existenzberechtigung, da kann man gleich eine richtige FBH bauen.

      Nur mal zur Erinnerung. Ein Heizkörperkreis wird typischerweise mit 55/45/21 ausgelegt, eine FBH mit max. 35/30/21, je nach spez. Heizlast wird man auch versuchen den max. Vorlauf in Richtung 30°C zu drücken. Das sind zwei völlig unterschiedliche Systeme. Die kann man nicht so einfach miteianander verheiraten, ohne dass man sich Nachteile einhandelt.
    • der vorteil der beschriebenen lösung: mit 55° in der fussbodenheizung
      muss man keine angst vor der nächsten eiszeit haben ;)
      (muss man sowieso nicht, aber das ist ein anderes thema ..)

      wenn mit öl/gas geheizt wird, funktionierts zumindest - sparsam ist das
      nicht und für wärmepumpen ist das maximiert ungünstig.
    • mls schrieb:



      wenn mit öl/gas geheizt wird, funktionierts zumindest - sparsam ist das
      nicht und für wärmepumpen ist das maximiert ungünstig.
      So isses. Weitere Nachteile, wenn man einmal auf die Idee kommen sollte, heizungsunterstützend auf Solar zu setzen, dann sind Heizflächen mit hoher Heizwassertemperatur sowieso nicht der Brüller. Bei Solarthermie gilt, dass man auch Energie auf niedrigem Temperaturniveau nutzen sollte, das steigert die Jahreserträge und macht die Anlage effizienter.
    • für einen neubau ist es nonsens FBH mit heizkörpern zu kombinieren.
      bei einem altbau kann man das über einen zwischengesetzten mischer regeln, daß das heiße heizkörperwasser auf den bedarf runtergemischt wird.
      die mischer kosten aber auch geld!

      kostenmäßig liegt eine FBH beim neubau erfahrungsgemäß knapp unter dem preis für heizkörper, es sei denn der heizungsbauer verlangt eine luxussteuer.

      rücklaufgeschichten sind schnee von gestern, wie geschrieben: dafür gibts mischer.

      machbar ist alles, wenn auch manchmal sinnfrei.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • kostenmäßig liegt eine FBH beim neubau erfahrungsgemäß knapp unter dem preis für heizkörper, es sei denn der heizungsbauer verlangt eine luxussteuer.
      Märchen aus der Propagandaschachtel der FBH Gilde ... und die Story gilt auch nur ansatzweise wenn die örtlichen Heizflächen auf die selbe Vorlauftemperatur ausgelegt werden und bei der FBH der billigste auf dem Markt greifbare Ramsch eingesetzt wird, was in der Praxis aus gutem Grund nahezu nie erfolgt.

      Bei ner Vollkostenrechnung ist die FBH noch nie billiger gewesen als örtliche Heizflächen.

      Wenns auf gute Regelfähigkeit der Heizflächen ankommt (nutzungs- und gebäudeabhängig) zeichnet sich auch hier bei der FBH ein Verbrauchsnachteil von 3 bis 8 % ab .... will blos keiner wirklich so ganz genau wissen, denn was EN vogue ist, kann keine Nachteile haben ;).

      Nicht alles was im Mainstream Wellen macht eignet muss zwangsweise wirklich sparsamer sein als andere Systeme.

      Die angefragte Variante in diesem Thread ist allerdings vermutlich die Kombination aller Nachteile der jeweiligen Systeme .... ich würde sowas freiwillig niemandem antun wollen ... aber meine Sichtweise der Dinge braucht keiner zu teilen, heisst man kanns auch durchaus anders sehen. DIe Wahrheit zeigt sich dann bei der Abrechnung des Energielieferanten.

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Achim Kaiser schrieb:

      Märchen aus der Propagandaschachtel der FBH Gilde ... und die Story gilt auch nur ansatzweise wenn die örtlichen Heizflächen auf die selbe Vorlauftemperatur ausgelegt werden und bei der FBH der billigste auf dem Markt greifbare Ramsch eingesetzt wird, was in der Praxis aus gutem Grund nahezu nie erfolgt.
      ne achim, bei mir gibts keine billigmarke und verlegeabstände von 5-10cm.
      und ähnliche bilder kennst du auch aus dem grünen
      daher verstehe ich deine argumente mal überhaupt nicht.
      Bilder
      • P1150587.JPG

        216,9 kB, 1.152×864, 18 mal angesehen
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • Achim Kaiser schrieb:

      kostenmäßig liegt eine FBH beim neubau erfahrungsgemäß knapp unter dem preis für heizkörper, es sei denn der heizungsbauer verlangt eine luxussteuer.
      .... DIe Wahrheit zeigt sich dann bei der Abrechnung des Energielieferanten....
      Nö auch da zeigt sich keine Wahrheit, weil der Betreiber ja selten zwei gleiche Häuser mit unterschiedlichen Systemen hat.

      Ansonsten bin ich, was die Gesamtinvestkosten angeht bei planfix.
      Ich als Bauherr, kenne nicht nur die Heizungskosten, sondern auch die Kosten des Fußbodenaufbaus für beide Systeme. Da schlägt das Pendel beim Gesamtinvest regelmäßig zu Gunsten der FBH aus.

      Zu Mehr- oder Minderverbräuchen äußere ich mich nicht, weil da regelmäßig interessenbezogen geschönt wird und echte Vergleiche fehlen.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.

      ]M.G.Wetrow
    • Zu den Kosten, das hängt halt entscheidend davon ab, was man miteinander vergleicht.

      Heizkörper auf niedrige Heizwassertemperaturen getrimmt ver. FBH Typ 08/15, oder Heizkörper möglichst billig ver. FBH Luxus Ausführung? Bei den Vergleichen wird zudem gerne mal der Fehler gemacht, dass Bodenaufbau o.ä. mit eingerechnet wird, was aber bei beiden Varianten notwendig wäre. Wird dann Dämmung, Estrich, usw,. der FBH zugeschlagen, dann muss man sich nicht wundern, wenn die FBH teurer wird.

      Dann wird gerne der Arbeitsaufwand angeführt, aber sind HK da wirklich günstiger? Die Dinger müssen ja auch erst einmal montiert und angeschlossen werden, und ohne Verrohrung vom Wärmeerzeeuger zu den HK werden diese auch nicht funktionieren, und je nach Konzept müssen die HK noch untereinander verbunden werden, oder sie werden an einen zentralen Verteiler geführt. Auch das gibt es nicht gratis.

      Tja, und dann wird bei FBH gerne mal der Luxus-Zuschlag mit eingerechnet. Da kostet dann das FBH Rohr richtig viel Geld, und dessen Verlegung erst Recht.

      Bei einem realistischen Vergleich, Äpfel mit Äpfel, gibt es keinen Grund warum die FBH teurer sein sollte, oder zumindest hält sich der Preisunterschied in ganz engen Grenzen.
    • Eine interessante Diskussion. Zumindest was die Ausgangsfrage betrifft besteht Einigkeit: Die Kombination von Heizkörper und FBH am selben Heizkreis bringt keine Vorteile bei den Kosten und der Vermeidung von Nachteilen der beiden Systeme alleine.

      Die von meiner Schwester bemängelte Trägheit der FBH ist kein Nachteil, sondern ein Vorteil, da die Masse von Boden und Wänden die Energie speichert und so die Innentemperatur konstant hält. Damit verliert man beim Lüften bzw. über die Lüftungsanlage nicht so viel Energie.
      Bei der Nutzung von Heizkörper wird weitgehend nur die Raumluft erwärmt, die beim Lüften entweicht und man muss wieder nach heizen, weshalb das Heizen über Heizkörper im Betrieb teurer ist, als über die FBH .

      Weshalb es bei meiner Schwester nicht so funktioniert, obwohl sie Außenmauern (Ziegel) von 49cm hat, hängt dann an der Kombination der beiden Systeme am selben Heizkreis. Allerdings kann sie die Bodentemperierung des FB separat steuern, den meist nutzt sie dieses gar nicht, weil nach ihrer Erfahrung sie mehr Heizenergie benötigt, als mit Heizkörpern alleine. Wobei ich den FB-Aufbau bei ihr nicht kenne, aber sie meinte, ein größerer Teil der Heizenergie kommt gar nicht in den Raum, weil der FB-Aufbau die Energie nicht alles durchlässt.

      Mich beruhigt, dass wir mit der geplanten FBH am technischen Stand der Zeit sind, wobei es hier anscheinend auch größere Unterschiede gibt. Auf was sollten wir hier achten, um nicht das Billigste vom Billigen für einen Luxuspreis verkauft zu bekommen?
    • ich sag immer eine fußbodenheizung, ist halt eine fußbodenheizung.

      wenn du heizkörper gewöhnt bist, die du mal eben aufdrehst
      und dir die hände schön wärmst, bist du mit einer fußbodenheizung
      schlecht bedient. eine fußbodenheizung ist meist auch träge, schnelle
      temperaturwechsel gibt es nicht.

      dafür hast du den vorteil, dass dir nicht diese unansehnlichen heizkörper
      den raum verschandeln.
      - im weglassen des nicht notwendigen erkennt man das wesentliche -