Gebäude- und Hausratversicherung

    • Gebäude- und Hausratversicherung

      Für die Bauzeit haben wir was, aber langsam rückt die Fertigstellung näher.

      Auf was sollte ich bei Gebäudeversicherung und Hausrat achten?

      Ich hab mir bereits überlegt, dass ich eine Police mit dem Verzicht der Einrede wg. grober Fahrlässigkeit abschließen sollte. Bin halt doch ein DIYler, und nicht, dass am Ende die selbst ans Wasser angeschlossen Geschirrspülmaschine als sowas ausgelegt wird.. Von meiner Elektrik ganz zu schweigen. Sicher ist besser.

      Dann wollte ich wegen viel Elektronik auf jeden Fall was gegen Überspannung.. 1% könnte etwas wenig werden, 10% sollten es mindestens sein.

      Bei den Elementargefahren bin ich noch unschlüssig. Die verteueren die Versicherung um 200% !

      Es gibt weit und breit keine Gewässer, wir liegen mit an der höchsen Stelle.. Wasser kann ichg eigentlich ausschließen, genauso wie Lawinen und Erdrütsche.
      Das Einzige wäre ein sog. Erdfall.. soll ja im Karst ab und an mal vorkommen.
    • Gebäudeversicherung war die erste Versicherung wo ich mich erstmalig nach einem freien unabhängigen Versicherungsmakler umgeschaut habe und über diesen nach langen abendlichen Gesprächen die nun für mich hoffentlich passende Versicherung abgeschlossen habe. Vorher war ich eher "Versicherungs-DIYer", aber bei dem ganzen Dschungel an Optionen und Modalitäten war mir selber die Frage "was brauche ich wirklich" zu heikel....
    • Versicherungsverträge sind wirklich schwer zu durchschauen. Man könnte meinen, die Versicherer unternehmen alles, um die Tarifbedingungen möglichst kompliziert zu gestalten.

      Wegen der Absicherung gegen Überspannungsschäden, da würde ich mal schauen, ob es Anforderungen hinsichtlich Überspannungsschutz gibt, bzw. ob und wie sich das beim Beitrag bemerkbar macht.
      Ich würde diesen Baustein mit einbinden wenn im Haus auch entsprechend hochwertige Elektronik vorhanden ist. Ansonsten lohnt es sich eher nicht.

      Seit min. 20 Jahren wird der Netzanschluss von Consumer-Elektronik nach den verschiedensten Normen auf "Surge" geprüft. Bei ITE wäre das nach EN55024 mit 1kV zwischen L und N sowie 2kV zwischen L und PE sowie N und PE und L+N gegen PE. Der dafür genutzte Puls hat mit 1,2/50 (8/20)µs aber einen relativ geringen Energieinhalt. Trotzdem wird dadurch das Risiko von Überspannungsschäden deutlich reduziert.

      d.h. Zu einem Überspannungsschaden kommt es üblicherweise nur dann, wenn der Blitz direkt in das Gebäude einschlägt, oder aber in unmittelbarer Umgebung des Gebäudes. Ich gehe mal davon aus, dass das Gebäude über ein Erdkabel an das Netz des Versorgers angebunden ist.

      Im Vergleich zu früher ist das Risiko für Überspannungsschäden also deutlich geringer.
    • Gebäudeversicherung sollte abdecken:
      - Elementarschäden (klar)
      - Vandalismus (Einbrecher drehen den Hahn auf und verstopfen den Abfluss u.ä.)
      - Folgeschäden, die auch nicht zu unterschätzen sind - um ein Beispiel einer Bekannten zu bringen: Durch einen Unfall läuft 6 Tage lang heißes Wasser durch den Hahn ins Waschbecken. Zwar läuft das Wassser ab, aber der Wasserdampf dringt ins gesamte Haus ein und richtet in dem gut geschlossenen Gebäude erhebliche Schäden an. Hinzu kommt eine gesalzene Stromrechnung, weil der elektrische Durchlauferhitzer natürlich voll durchlief. Versicherung lehnt eine Regulierung der Schäden ab.
      - eigentlich in allen Versicherungen enthalten: eine Übernahme der Hotelkosten, wenn man kurzfristig wegen der Schäden ausziehen muss und
      - Entschädigung für einen Nutzungsausfall (wenn bspw. ein Bad für 2 Monate neu gemacht werden muss)

      Bei einem Neubau sollte man aber aufpassen: Die Versicherungen lehnen Schäden gerne mal ab, von denen sie denken, dass sie auch unter die Gewährleistung eines Unternehmers fallen könnten. Ist uns auch passiert, allerdings hat die Versicherung da nicht gut aufgepasst: Nach dem wir den Schaden im Bad gemeldet haben, sagte die Versicherung ok, alles rausreißen. Und erst als alle Spuren beseitigt waren, fiel Ihnen ein, dass es ja Gewährleistung sein könne. Da wir das aber nun nicht mehr nachweisen konnten, musste sie doch regulieren. Hat uns aber ein paar Telefonate und auch ein paar freundliche Zeilen mit Anwaltsbriefkopf gekostet.

      Hausrat ist so eine Versicherung, wo man sich fragen sollte, ob man die wirklich braucht: klar, wenn alles abgebrannt ist, kostet es erst mal etwas Geld, sich neue Klamotten, Geschirr Betttücher zu kaufen. Andererseits könnte man das Geld auch einfach in einen eigenen Notreserven-Topf stecken. Ich habe z.B. keine Elektrogeräte, die so teuer sind und die so dringend brauche, dass ein Ausfall durch Blitzschlag mich in den finanziellen Ruin treiben würde. Der Erbschmuck und das alte Familiensilber hingegen ist so oder so unersetzlich, weil der ideelle Wert, den tatsächlichen sehr weit übersteigt.
      Wir haben zwar eine Hausratversicherung, aber - ehrlich gesagt - frage ich mich manchmal, ob die wirklich so nötig ist, oder ob nicht auch ein ordentlicher, feuerfester Tresor ausreichen würde.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Ich sehe gerade bei......und bei vielen anderen Anbieter, dass bei Hausrat oder Gebäudeversicherung Schutzbrief abgeschlossen werden kann.

      Haus- und Wohnungsschutzbrief - Notrufservice rund um die Uhr-

      Ist es auch ein sinnvoller Baustein? Handelt es sich hier immer nur um Organisieren oder auch Kostenübernahme? Wenn es nur Organisieren ist, ist es nicht so sinnvoll meiner Meinung nach.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Name entfernt

    • Der Bauamateur schrieb:

      Hausrat ist so eine Versicherung, wo man sich fragen sollte, ob man die wirklich braucht: klar, wenn alles abgebrannt ist, kostet es erst mal etwas Geld, sich neue Klamotten, Geschirr Betttücher zu kaufen.
      Hier kontere ich auch mal mit einem realen Beispiel.

      MFH, in einer Wohnung läuft in Abwesenheit der Nutzerin stundenlang das Wasser in ein verstopftes Waschbecken und flutet eine Hausseite vom III OG bis ins EG.

      Bei der Verursacherin war nichts zu holen (Rente unter Pfändungsgrenze) und die Gebäudeversicherung übernimmt das nicht.
      Die gesamte Einrichtung war incl. allem nicht wasserfesten Inhalts unbrauchbar.

      Das fang mal mit eigenen Rücklagen ab.

      Gleiches gilt auch für andere Schäden. Tornado z.B.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Der Bauamateur schrieb:

      Hausrat ist so eine Versicherung, wo man sich fragen sollte, ob man die wirklich braucht: klar, wenn alles abgebrannt ist, kostet es erst mal etwas Geld, sich neue Klamotten, Geschirr Betttücher zu kaufen.
      Hier kontere ich auch mal mit einem realen Beispiel.
      MFH, in einer Wohnung läuft in Abwesenheit der Nutzerin stundenlang das Wasser in ein verstopftes Waschbecken und flutet eine Hausseite vom III OG bis ins EG.

      Bei der Verursacherin war nichts zu holen (Rente unter Pfändungsgrenze) und die Gebäudeversicherung übernimmt das nicht.
      Die gesamte Einrichtung war incl. allem nicht wasserfesten Inhalts unbrauchbar.

      Das fang mal mit eigenen Rücklagen ab.

      Gleiches gilt auch für andere Schäden. Tornado z.B.

      Reale Einzelfälle sind aus versicherungsmathematischer Sicht nie so interessant wie das Aggregat aus vielen Fällen in Form einer Schadensstatistik. Klar gehe ich ohne Hausratversicherung ein Risiko ein, das im Extremfall heißt: einmal komplett neu.
      Jetzt kann ich mir überlegen, wie viel ich investieren müsste um den vergleichbaren Zeitwert wieder herzustellen (über Gebrauchtportale etc.) und wie wahrscheinlich der Fall eintreten kann. Je nach dem, was sich so über die Jahre angesammelt hat, kommt man da auf ein hohes oder eben doch nicht ganz so großes Risiko und kann dann überlegen, ob es einem das Geld wert ist.
      Wie gesagt: wir haben eine Hausratversicherung, weil wir uns mit Umzug doch auch ein paar mehr Möbel zugelegt haben und mit zwei kleinen Kindern im Haus das Risiko von Unfällen mit potentiell großen Schäden auch etwas höher ist. Ich würde diese Versicherung aber nicht als absolutes Muss einstufen.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Der Bauamateur schrieb:

      Reale Einzelfälle sind aus versicherungsmathematischer Sicht nie so interessant wie das Aggregat aus vielen Fällen in Form einer Schadensstatistik. Klar gehe ich ohne Hausratversicherung ein Risiko ein, das im Extremfall heißt: einmal komplett neu.

      Die Frage ist doch, ob man dieses "einmal komplett neu" überhaupt schultern kann. Was kostet eine Wohnungseinrichtung?
      Es gibt sicherlich Menschen, die finanzieren das so nebenbei aus der Portokasse. Für die ist eine Hausratversicherung eher nicht notwendig. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es auch Menschen gibt, die ein gewaltiges Problem haben, wenn sie auch nur 5 oder 10T€ für neuen Hausrat ausgeben müssen. Für die kann eine Hausratversicherung, die vielleicht irgendwas um die 0,5 - 2 Promille der Versicherungssumme pro Jahr kostet, schon die Rettung bedeuten.

      Es ist halt schwierig die Vertragsbedingungen zu verstehen, was ist eingeschlossen, was nicht (Fahrlässigkeit bzw. grobe Fahrlässigkeit, Wertsachen usw.).Viel schlimmer als gar keine Versicherung wäre eine falsche Versicherung, also eine die im Schadensfall, aufgrund irgendwelcher Tarifbedingungen, dann nicht reguliert.
    • wasweissich schrieb:

      vor allem weil die hausratversicherung ein vermögen kostet ,jeden monat mehrere hundert € , sollte man sie sich sparen .


      Von dem gesparten geld kann man sich dann nach zehn jahren zwei unterhosen ,2 hemden 2 jeans und wenn man ein scbnäppchen macht auch einen pullover und eine winterjacke kaufen .....
      Da lässt sich wohl jemand sein güldenes Beinkleid vom Meister höchstselbst anfertigen! :D

      Im Ernst, für ein EFH kommt je nach Größe und Versicherungsumfang und Versicherer zwischen 100-300 EUR p.a. zusammen. Kann man sich ja ausrechnen, was man in 10 Jahren oder 20 Jahren (ohne die regelmäßige Prämienanpassung) so spart...


      Die Frage ist doch, ob man dieses "einmal komplett neu" überhaupt schultern kann. Was kostet eine Wohnungseinrichtung?

      Das kommt halt auf den Anspruch drauf an: Ich würde es mir schon zutrauen in der Bucht und den Kleinanzeigen recht günstig wieder zu Tisch, Stuhl und Bett zu kommen.
      Und es geht ja auch nicht um die Frage, ob man das aus der Portokasse zahlt oder unter Schmerzen, sondern eher, ob man es überhaupt stemmen kann, also im Notfall: Kredit und abstottern. Wer da sagt: ist mir zu heiß, ich zahle lieber Jahr um Jahr und kann beruhigt schlafen, nur zu. Mache ich ja auch so. Aber im Gegensatz zur Gebäudeversicherung oder einer privaten Haftpflichtversicherung, wo die finanziellen Risiken deutlich höher sind, ist in meinen Augen die Hausratversicherung keine MUSS, sondern eine KANN-Versicherung.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
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    • Der Bauamateur schrieb:

      wasweissich schrieb:

      vor allem weil die hausratversicherung ein vermögen kostet ,jeden monat mehrere hundert € , sollte man sie sich sparen .


      Von dem gesparten geld kann man sich dann nach zehn jahren zwei unterhosen ,2 hemden 2 jeans und wenn man ein scbnäppchen macht auch einen pullover und eine winterjacke kaufen .....
      Da lässt sich wohl jemand sein güldenes Beinkleid vom Meister höchstselbst anfertigen! :D
      Im Ernst, für ein EFH kommt je nach Größe und Versicherungsumfang und Versicherer zwischen 100-300 EUR p.a. zusammen.

      bei der geringen Versicherungssumme wohl eher 50,- € p.a.

      Wenn ich meinen Haushalt durch ein paar Versteigerungen in der Bucht wieder herstellen kann, brauche ich sicherlich keine 500.000,- € Versicherungssumme. Den Van Gogh kriege ich in der Bucht auch nur als Kopie.

      Ich stimme Dir aber zu, wenn mein Hausrat sowieso keine 1.000,- € wert ist, dann brauche ich dafür auch keine Versicherung. Meist sammelt sich in den Jahren aber ein bisschen mehr an.
    • R.B. schrieb:

      Der Bauamateur schrieb:

      wasweissich schrieb:

      vor allem weil die hausratversicherung ein vermögen kostet ,jeden monat mehrere hundert € , sollte man sie sich sparen .


      Von dem gesparten geld kann man sich dann nach zehn jahren zwei unterhosen ,2 hemden 2 jeans und wenn man ein scbnäppchen macht auch einen pullover und eine winterjacke kaufen .....
      Da lässt sich wohl jemand sein güldenes Beinkleid vom Meister höchstselbst anfertigen! :D Im Ernst, für ein EFH kommt je nach Größe und Versicherungsumfang und Versicherer zwischen 100-300 EUR p.a. zusammen.
      Ich stimme Dir aber zu, wenn mein Hausrat sowieso keine 1.000,- € wert ist, dann brauche ich dafür auch keine Versicherung. Meist sammelt sich in den Jahren aber ein bisschen mehr an.
      Naja, ich sag's mal so: alles was ich nach 2 Jahren immer noch nicht benutzt habe, kann auch weggeschmissen werden.

      Und wenn mein Hausrat 10.000 EUR wert ist, fällt das Meiste davon eh unter Luxus. Da ist das Fehlen einer Versicherung zwar einen schmerzhafter Verlust, aber nicht das finanzielle Ende. Dann nehme ich einen kleinen Kredit auf und esse im schlimmsten Fall wie zu Studentenzeiten wieder die Nudeln von meinen 3 Plastiktellern mit dem geklauten Mensabesteck. Wie sagt der Volkswirt so schön: Kapital entsteht durch Konsumverzicht.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Das finanzielle Ende ist das sicherlich nicht.

      Ich habe gerade mal gegoogelt, 10.000,- € Versicherungssumme kriegt man für schlappe 22,- € pro Jahr. Da sind auch für ein paar Euro Wertsachen enthalten (für die Juwelen der Oma reicht das sicherlich nicht).

      d.h. für 10 Jahre kriege ich Versicherungsschutz für einen Betrag von 220,- €, zzgl. (wahrscheinlicher) Prämienanpassungen. in 40 Jahren habe ich dann gerade mal 1.000,- € einbezahlt, wobei man bei so langen Zeiträumen sicherlich Beitragserhöhungen hat, allein schon durch Inflation usw. Bis dahin ist aber auch der Zeitwert des Hausrats höher, und eine Anpassung der Versicherungssumme wohl auch sinnvoll.

      Überlege nur mal, was eine Küche kostet. Früher hat man gesagt, dass eine EInbauküche über die Gebäudeversicherung abgedeckt ist, aber die zahlt heute nur noch dann, wenn es sich um ein fest eingebautes Unikat handelt. Heute werden Einbauküchen aber meist aus Standard-Modulen zusammengestellt, und dann nur noch geringfügig angepasst. Ohne Hausratversicherung darf man die Küche dann selbst bezahlen. Na klar, wenn ich nun Deinem Beispiel folge, dann genügt auch ein 2 Platten Kocher aus der Bucht, und Geschirr kann man auch von Hand spülen.
    • Der Bauamateur schrieb:

      Und wenn mein Hausrat 10.000 EUR wert ist, fällt das Meiste davon eh unter Luxus
      na ja , das fünfte paar socken sind für mich noch kein luxus .und ob ich mit elektrogeräten aus der bucht wirklich glücklich werden kann ..... ich vielleicht , meine familie nicht .

      und wenn einer ohne zenzi alles was wirklich notwendig ist zusammenrechnet , kommt man schon ans staunen .


      aber , ich kenne leute , die kaufen ein auto für 40000 und sparen nicht nur die voll- ja sogar die teilkaskoversicherung ein .... ist ja auch nachvollziehbar , in den letzten zehn jahren hatte man ja keinen schaden ......
    • R.B. schrieb:

      Ich habe gerade mal gegoogelt, 10.000,- € Versicherungssumme kriegt man für schlappe 22,- € pro Jahr. Da sind auch für ein paar Euro Wertsachen enthalten (für die Juwelen der Oma reicht das sicherlich nicht).
      Und jetzt geh' mal hin und schau dir an, was die Versicherungen "empfehlen" nämlich mindestens 650 EUR/m², da kommt allein für den Hausrat bei einem 150 m² EFH fast die halbe Bausumme nochmal hin. Braucht man das wirklich? Ich glaube nicht.
      Jetzt vergleich das mal mit einer Versicherung, die man wirklich braucht: eine Privathaftpflicht. Da gehen die eher kleinen Versicherungen bei 5 Millionen Deckungssumme los (was mal ein Gefühl für's potentielle Risiko gibt).

      Deshalb kann ich nur wiederholen, das eine ist eine Kann-Versicherung, das andere eigentlich eine Pflichtversicherung.


      Was das Auto betrifft: wer 40k für ein Auto ausgibt hat 2 Optionen
      1. er finanziert, dann wird er die Finanzierung selten ohne den Nachweis einer Teil oder Vollkaskoversicherung bekommen, oder
      2. er kauft bar, dann hat er wohl genug Reserven, um den Pkw auch ohne Teil oder Vollkaskoversicherung zu fahren.
      Klar gibt es auch noch die dritte Variante, nämlich er verbrät seine letzte Notreserve um sich für 40k ein Auto zu kaufen und müsste dann ohne Versicherung zittern und bangen.
      The avoidance of taxes is the only intellectual pursuit that still carries any reward.
      - John Maynard Keynes -
    • Der Bauamateur schrieb:

      R.B. schrieb:

      Ich habe gerade mal gegoogelt, 10.000,- € Versicherungssumme kriegt man für schlappe 22,- € pro Jahr. Da sind auch für ein paar Euro Wertsachen enthalten (für die Juwelen der Oma reicht das sicherlich nicht).
      Und jetzt geh' mal hin und schau dir an, was die Versicherungen "empfehlen" nämlich mindestens 650 EUR/m², da kommt allein für den Hausrat bei einem 150 m² EFH fast die halbe Bausumme nochmal hin. Braucht man das wirklich? Ich glaube nicht.

      Irgendwelchen Empfehlungen der Gesellschaften würde ich sowieso nicht folgen, denn niemand kennt meinen Hausrat besser als ich. Ich kann auch einschätzen, was mir wichtig ist und was nicht. Die 650,- €/m² sind für die meisten Haushalte völlig daneben. Ichwürde sogar über einen Selbstbehalt nachdenken, sofern sich das beiträgsmäßig entsprechend bemerkbar macht.

      Meine Philosophie ist, Versicherungen brauche ich für Schadensereignisse, die ich selbst nur schwer regulieren könnte, oder die hohe Einschränkungen meinerseits zur Folge hätten. Ich brauche auch keine KV wegen 50,- für einen Hustensaft.
    • R.B. schrieb:

      Der Bauamateur schrieb:

      R.B. schrieb:

      Ich habe gerade mal gegoogelt, 10.000,- € Versicherungssumme kriegt man für schlappe 22,- € pro Jahr. Da sind auch für ein paar Euro Wertsachen enthalten (für die Juwelen der Oma reicht das sicherlich nicht).
      Und jetzt geh' mal hin und schau dir an, was die Versicherungen "empfehlen" nämlich mindestens 650 EUR/m², da kommt allein für den Hausrat bei einem 150 m² EFH fast die halbe Bausumme nochmal hin. Braucht man das wirklich? Ich glaube nicht.
      Irgendwelchen Empfehlungen der Gesellschaften würde ich sowieso nicht folgen, denn niemand kennt meinen Hausrat besser als ich. Ich kann auch einschätzen, was mir wichtig ist und was nicht. Die 650,- €/m² sind für die meisten Haushalte völlig daneben.
      Vorsicht hier:
      Das Thema 'Unterversicherung' kann hier zum Problem werden.

      Im Versicherungsfall musst du dann nicht nur nachweisen, was verloren gegangen ist (nach Diebstahl oder Brand nicht so trivial) sondern auch was dein gesamter Hausrat (egal ob unnütz oder nicht) tatsächlich wert war,weil die Versicherung dann nur anteilig bezahlt.
      Die Nachweisführung, dass man nicht unterversichert war, ist nicht trivial (wenn die Versicherung erst einmal stur gegenteiligis behauptet und du nur per Klage weiter kommst)

      Zwei offene Flanken (statt nur einer) , die die Versicherung hemmungslos auszunutzen weiß (nicht repräsentativ aber so zumindest schon einmal erlebt).
    • Guter Einwand. Wer natürlich einen hochwertigen Hausrat besitzt, sollte sich schon dementsprechend versichern. Ansonsten schauen, ob man beim Vertrag auch Unterversicherungsverzicht mit einbaut.

      Meist dürfte aber der Hausrat nicht annähernd in die Höhe dieser Pauschale kommen. Typisches EFH mit 150m² würde ansonsten etwa 100T€ an Hausrat bedeuten. Die meisten Familien liegend sicherlich deutlich darunter.
    • Wichtig ist es, den Hausrat zu dokumentieren. Dabei reicht es laut unserem Makler, wenn Fotos vorhanden sind. Rechnungen sind natürlich besser.
      Ich habe meine Einrichtung und die Inhalte der Schränke fotografiert und vorhandene Rechnungen in der Cloud abgelegt.

      Ein nicht zu unterschätzender Wert befindet sich bei vielen Menschen im Kleiderschrank.

      Lederschuhe (100 EUR), Gürtel (30 EUR), Anzug (300 EUR), Krawatte (35 EUR), Hemd (50 EUR) -> 515 EUR. Das ganze dann je nach Bedarf 4-8 Mal im Schrank. Je nach Anspruch gibts es da natürlich eine gewisse Spanne. Und auch nicht jeder Job erfordert so ein Outfit. Aber dann ist es vielleicht andere Spezialkleidung.
      Dazu kommen dann ein paar "normale" Hosen, Pullover, Shirts, Unterwäsche, (Straßen)Schuhe, Sportsachen, ein paar Fanartikel wie zum Beispiel Trikots...der abgetragene Hochzeitsanzug...etc.

      Bei mir tummelt sich ein Gegenwert von etwa 15.000 EUR (Neuwert) im Kleiderschrank, bei meiner Frau sieht es ähnlich aus. Natürlich ist da auch ein x Jahre alter Anzug oder das Hochzeitskleid dabei...(letzteres muss hoffentlich nicht neu beschafft werden)

      (Fach)Bücher, die Heimwerkerausrüstung im Keller, HiFi, Laptop, PC, Handy, Standleuchten, Möbel....

      Die Unterversicherung kann übrigens mit Verweis auf z.B. Spitzboden auch vorab geklärt werden.
    • R.B. schrieb:

      Typisches EFH mit 150m² würde ansonsten etwa 100T€ an Hausrat bedeuten. Die meisten Familien liegend sicherlich deutlich darunter.
      Da bin ich nicht so sicher. Mal angenommen, es müsste der gesamte Hausrat zum Neuwert wiederbeschafft werden. Da kommt einiges zusammen, auch ohne goldene Löffel und den Picasso an der Wand usw.
      Gemäß den 650,- €/m² hatte ich ein Angebot für 180 m² zu knapp 79 EUR / Jahr = ca. 6,60 im Monat.
      Ich finde das nicht zu viel, wenn man bedenkt, wie sinnlos man manch andere Anschaffung tätigt.
    • bliblablub schrieb:

      Das Thema 'Unterversicherung' kann hier zum Problem werden.
      das thema gibt es nicht mehr .
      wurde per gesetz abgeschafft .

      Batman schrieb:

      Die Unterversicherung kann übrigens mit Verweis auf z.B. Spitzboden auch vorab geklärt werden.
      wie geschrieben , gibt es nicht mehr.
      und ungenutzter spitzboden muss nicht versichert werden .

      Roth schrieb:

      Gemäß den 650,- €/m² hatte ich ein Angebot für 180 m² zu knapp 79 EUR / Jahr = ca. 6,60 im Monat.
      das kann man sich doch überhaupt nicht leisten ..... :nono:
      und für 720€ (1440) kann man sich doch in der bucht komplett neu einrichten und einkleiden ..... :lol:
    • wasweissich schrieb:

      bliblablub schrieb:

      Das Thema 'Unterversicherung' kann hier zum Problem werden.
      das thema gibt es nicht mehr .wurde per gesetz abgeschafft .

      Batman schrieb:

      Die Unterversicherung kann übrigens mit Verweis auf z.B. Spitzboden auch vorab geklärt werden.
      wie geschrieben , gibt es nicht mehr.und ungenutzter spitzboden muss nicht versichert werden .

      Roth schrieb:

      Gemäß den 650,- €/m² hatte ich ein Angebot für 180 m² zu knapp 79 EUR / Jahr = ca. 6,60 im Monat.
      das kann man sich doch überhaupt nicht leisten ..... :nono: und für 720€ (1440) kann man sich doch in der bucht komplett neu einrichten und einkleiden ..... :lol:
      Ist mir neu mit der Unterversicherung. Habe gerade bei Check24 geschaut, dort wird Unterversicherung weiterhin in Verträgen erwähnt.
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