Unterbau Einfahrt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • hallo
      hängt von der frostsicherheit des untergrundes, der region und dem verwendeten material ab.
      hier bei uns sind 8 er steine + 4-5 cm splittbett + 25 cm mineralgemisch 0-32 mm ( kein rcl- material) auf kies-sand ausreichend für pkw-verkehr. ( gesamtstärke so ca. 40 cm )

      gruss aus de palz

      was meinst du mit schotterragschicht? schotter ohne feinanteile verdichtet sich besch.... eiden.
    • Hi,

      was hast Du denn für Boden unter Deiner Zufahrt?

      Nach RStO ist der Grundaufbau bei Frostempfindlichkeitsklasse
      - F2 40 bis 50 cm
      - F3 50 bis 60 cm
      + Frosteinwirkungszone 2 = +5cm
      + Zuschlag für besondere Belastungen (Spurfahren bei engen Platzverhältnissen, Abstellenvon KfZ, ...)

      Die Zufahrt muss nicht 100,00%ig frostfrei sein, da eine Pflasterfläche leichte Verformungen aus Frost verkraftet. Wichtig ist, dass Sickerwasser sich nicht unter der Pflasterfläche/unter dem Oberbau staut und dass der Oberbau tragfähig ist und ausreichend Gefälle hat. Denn wenn sich leicht Verformungen aus der Verkehrsbelastung ergeben (Absenkungen, Spurrinnen), dann sammelt sich dort Regenwasser mit eingespültem Feinanteilen, was die Fugen zuschwemmt und das nächste Wasser noch schlechter ablaufen lässt. Folgen: Mehr Wasser versickert als Abläuft, u.u. Umständen Eisbildung im Winter.

      Beispiel:


      Daher:
      - Gefälle auf dem Unterbau, Gefälle auf der Fläche
      - gleichmäßiger Schichtenaufbau
      - kleine Drainage in der Baugrube, damit der Untergrund nicht aufweicht bei einem Regen nach dem Aushub oder Wetterbericht gucken.
      - lagenweise einbauen und Verdichtungsgrade einhalten
      - Verlegung des Pflasters diagonal zur Fahrtrichtung

      Schreibst Du die Angebotsanfrage selber (einschl. Festlegung der Schichtdicken usw.) oder macht das Dein Planer ?
      Lass Dir doch zum Angebot die Schichtstärkenermittlung nach RStO2012 mitgeben.

      Gruß
      Holger
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • OLger MD schrieb:

      was hast Du denn für Boden unter Deiner Zufahrt?
      bin kein Geologe.. ich sag mal steiniger Lehm. Wasser bleibt teilweise schon lange stehen.
      Ansonsten ist unser Grundstück ein großes Überraschungsei was das angeht. Da schonmal bebaut, weiß man nie woran genau man ist.

      OLger MD schrieb:

      Schreibst Du die Angebotsanfrage selber (einschl. Festlegung der Schichtdicken usw.) oder macht das Dein Planer ?
      Planer des Hauses ist ja der .. für die Einfahrt / Außenanlagen wollte ich eigentlich direkt einen Galabauer beauftragen, bzw., weil ich aktuell mich damit noch gar nicht beschäftigen kann, erstmal "nur" den Dreck vorm Haus weg und mal "Mineralbeton" einbauen lassen. Damit man wenigstens Parken kann und nicht im Schlamm versinkt.
    • SirSydom schrieb:

      OLger MD schrieb:

      was hast Du denn für Boden unter Deiner Zufahrt?
      bin kein Geologe.. ich sag mal steiniger Lehm. Wasser bleibt teilweise schon lange stehen.
      Dann geh mal von einer Frostempfindlichkeitslöasse F3 aus. Möglicherweise findest Du im Baugrundgutachten (sofern es Dir vorliegt) die Bustabenduos TL, TM, UL, UM, UA usw. wieder. Ich würde auf der Baugrubensohle gleich ein Gefälle ausbilden lassen, damit das Sickerwasser (insbesondere in der die Zeit ohne Pflaster) ablaufen kann. Alternativ: jetzt nur eine dünne Schicht Schotter auftragen und erst vor den Pflasterarbeiten auf Endtiefe ausheben und den Gesamtaufbau einbringen lassen. Kleinen abgedeckten haufen neben die Fläche legen lassen - zum Ausbessern. Und auch - wenns geht - Gefälle auf die Schitterfläche.
      ---------- 13. Juli 2016, 21:41 ----------
      Ergänzend zum Thema Unterbau habe ich Euch mal Grafiken wiedergegeben, die ich in einem Technischen Handbuch für Pflastersteine Platten und Borde gesehen habe. Hier wird mal skizzenhaft dargestellt welchen Einfluss ein Verlegemuster auf den Lastabtrag beim Überfahren hat.

      Ein weiterer Aspekt sind Rillen (Fugen) und Geräusche. Radwege mit Diagonalverlegung lassen sich besser befahren als Flächen mit Längs- oder Querverlegung. Bei Straßen sind es die Rollgeräusche die entstehen beim Überfahren der Fugen. Sind die Fugen quer zur Fahrtrichtung angeordnet ist es lauter, als bei einer Diagonalverlegung.

      Diagonalverlegung ist etwas aufwändiger, das Raster ist nicht 10cm sondern 1.414cm und es werden als Abschluss Diagonalsteine (sog. Bischofsmützen) benötigt. Aber auch mit denen kann man um die Ecken gehen und Flächen pflastern, ohne dass viele Steine geschnitten werden müssen. Und man muss die beiden verschiedenen Größen der Bischofsmützen beachten.


      Pflaster.pdf
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • OLger MD schrieb:

      Nach RStO ist der Grundaufbau bei Frostempfindlichkeitsklasse
      - F2 40 bis 50 cm
      - F3 50 bis 60 cm
      + Frosteinwirkungszone 2 = +5cm
      + Zuschlag für besondere Belastungen (Spurfahren bei engen Platzverhältnissen, Abstellenvon KfZ, ...)
      ich bin kein Tiefbauer, mich interessiert das aber, darum will ich nachfragen:
      Was ist mit dem Begriff "Grundaufbau" gemeint? Ist das der Aufbau, den man bei kleinster Belastung aus PKW-Verkehr schon ansetzt, für besondere Belastungen wird dann der genannte Zuschlag getätigt?
      Und was meint die genannte Stärke beim "Grundaufbau"? Die Schichtstärke des Gesamtpakets (Pflaster+Splitt+Mineralbeton)?

      habe ich richtig verstanden, dass man bei stärker gefordertem Grundaufbau dann einfach die Stärke des Mineralbetons erhöht? Pflaster+Splitt bleiben ja immer gleich... Oder?
    • "Für Böden der Frostempfindlichkeitsklasse F2 und F3 gemäß ZTV E-StB gelten in Abhängigkeit von der Belastungsklasse die Ausgangswerte für die Bestimmung der Mindestdicke des frostsicheren Oberbaus nach Tabelle 6."

      Tabelle 6


      Mehr- und Minderdicken richten sich dann nach kleinklimatischen Verhältnissen, Wasserverhältnissen im Untergrund, Entwässerung der Fahrbahn, und den besonderen Beanspruchungen (Spurfahren, langsam fahren, Parken, Lenken auf engen Räumen, Anfahren & Bremsen an Einmündungen, Abzweigungen und Parkflächen)
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)