Schimmelsanierung - Aufbau Kalt-/Warmdach

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    • Schimmelsanierung - Aufbau Kalt-/Warmdach

      Hallo Expertenforum Bau Experten!

      Wir bauen seit nun über 1 Jahr zwei DHH mit einem GU .

      Anfang Dezember 15 hatten wir Schimmel an den P…tex Is..air 35 und den Sparren (Falscher Bauablauf, Estrich/Putz vor Dampfbremse, schlecht angeschlossene Dampfbremse).


      Nach einigem Hin- und Her hat der GU einen Bau-Ing. gefunden, der nun die „Sanierung“ koordinieren soll.
      Ein paar Wochen vorher hatten wir einen Architekten als eigenen Sachverstand beauftragt.

      Unser Architekt war insgesamt skeptisch bzgl. des Dachaufbaus (wg. der Holzfaserplatte) und bat um Übersendung von Detailzeichnungen zur Prüfung der geplanten Sanierungsschritte (Dachaufbau, Luftdichte Ebene).
      Es kam nur anliegende Zeichnung.
      Nach etwas Schriftwechsel mit dem Bau-Ing des GU (auch über unseren RA) möchte unser Architekt die „Sanierungsbegleitung“ nicht mehr übernehmen; er sagt, ohne Pläne und Details könne er nichts prüfen und deshalb mache eine Beauftragung keinen Sinn mehr, er sehe die Gefahr, dass die Sanierung saniert werden müsste.

      Der Bau-Ing des GU sieht seine Aufgabe mit einer „Ablaufplanung“ in Protokollform als erledigt an und zuversichtlich in die Zukunft.

      Der Dachaufbau von innen nach außen:
      Gipskarton – Untersparrendämmung mit Lattung – Dampfbremse – Sparren 200 mit Glaswolle 200 – Holzfaser 35 – Konterlattung (=Belüftung=Kaltdach)/Lattung – Dachziegel

      Der Bau-Ing. behauptet dies wäre – wg. der Hinterlüftung der Dachziegel – ein belüftetes Kaltdach, der Architekt meinte, es wäre ein schräg geneigtes unbelüftetes Warmdach.

      Die mit Schimmel befallenen Balken sollen nun abgeschliffen und mit Ca….tox von C..parol behandelt werden, alle Holzfaserplatten sollen getauscht werden.


      Es erfolgt eine Planung der luftdichten Ebene und es wird eine neue Trockenbaufirma mit dem Innenausbau beauftragt.
      Der (kleine) Spitzboden mit der gedämmten Auszugstreppe wird in die Gebäudehülle einbezogen (die DB geht bis nach oben durch), es soll ein Dachflächenfenster zur Belüftung des Spitzbodens montiert werden.


      Meine Fragen:

      Ist es ein Kalt- oder ein Warmdach?
      Ist der Aufbau des Daches grundsätzlich so in Ordnung – mach es einen planerischen Unterschied, ob Kalt- oder Warmdach?
      Sollte über die Holzfaserplatte außen zur Sicherheit eine Unterdeckbahn?
      Mach es Sinn den Spitzboden mit einem Dachflächenfenster zu belüften?


      Vielen Dank für Eure Meinungen!!


    • nein
      ja
      nein
      nein

      nebenbei: du stellst die falschen fragen - aber dein architekt, sofern er
      das ernst meint und nicht nur eine fluchtroute plant, gefällt mir.
      der bauing. des GU hat aber auch nicht völlig unrecht: was er da "plant"
      ist "eigentlich" sehr robust, fast schon narrensicher - aber anscheinend
      schaffen es die helfer des GU , selbst eine sichere konstruktion zu
      versemmeln - und da liegt der hase im pfeffer: ohne 2 keulen während
      der ausführung kann´s beim zweitenmal genauso schieflaufen, wie beim
      ersten mal.

      ach ja: warum kommt nicht die frage, ob "das" überhaupt akzeptabel ist?
      ich würde diese (juristische) frage nicht mit ja beantworten.
    • Hmmm, weder Kalt- noch Warmdach?

      Der Architekt ist auch noch öbuv SV. Der meint das schon ernst.

      Für uns ist nun das Problem, dass wir die "Fähigkeiten" des Bau-Ing nicht einschätzen können.
      Ob er mit Keulen auf der Baustelle steht & v.a. auch erkennt, wenn was schief läuft.

      Unser RA (vom Architekten empfohlen) ist froh, wenn sich die Sanierung ohne Rechtsstreit erledigt.

      Klar war ganze Neuerstellung "im Gespräch", jetzt werden nur die befallenen Teile ausgewechselt und wir sind quasi schon über die neuen Platten froh.
    • Es ist ein Warmdach. Alles andere ist völliger nonsens. Die Hinterlüftung der Eindeckung hat mit der Definition vom Kaltdach- richtiger weise: 2 schalig hinterlüftetes Dach - nichts zu tun.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Das hab ich schon fast "befürchtet" mit dem Warmdach.

      Ich habe also jetzt einen Bau-Ing., der den Unterschied zwischen den Dachaufbauten nicht kennt und eine Schimmelsanierung am Dach begleiten soll.




      Wegen der Überdeckung der Holzfaserplatte:

      Wir haben gesehen, wie so eine Platte durch Feuchtigkeit (hier von innen) nach 1 Monat aussehen kann:
      sie ist geschwunden, hat sich geteilt und sieht auch nicht mehr sehr stabil aus.

      Wenn ich nun bedenke, dass sich unter den Dachziegeln Feuchtigkeit bilden kann (evtl. Kondensat, Flugschnee, Regen), dann überlege ich mir, wie die Platten in 2-3 Jahren aussehen könnten.

      Gibt es zwischen den Platten Unterschiede? Hält eine harzbeschichtete Platte länger als eine mit Latex? Ist eine Überdeckung der Platten zum Schutz vor Feuchtigkeit von aussen nicht sicherer?
    • Hallo,

      Thomas L. schrieb:

      Der (kleine) Spitzboden mit der gedämmten Auszugstreppe wird in die Gebäudehülle einbezogen (die DB geht bis nach oben durch), es soll ein Dachflächenfenster zur Belüftung des Spitzbodens montiert werden.
      Soll die Dampfbremse wirklich bis in den Spitzboden gezogen werden? Dann durchstoßen die Deckenbalken vom Spitzboden jedesmal die Dampfbremse. Bei ca. 25 Deckenbalken sind das schon 50 mögliche Undichtigkeiten in der Dampfbremse, die eigentlich dauerhaft nur sehr schwer anzuschließen sind. Je nach örtlichen Gegebenheiten kann man auch über eine Dämmung der Deckenbalken nachdenken, dies hätte den Vorteil, das die Dampfbremse ohne Durchdringungen ( vielleicht 2 Pfosten der Mittelpfette ???) verlegt werden kann.
    • Thomas L. schrieb:

      jetzt werden nur die befallenen Teile ausgewechselt
      Wenn ihr euch sicher seit das ihr auch alle befallenen Teile gesehen habt kann man das ja so machen, ich fürchte nur das ihr rein zufällig die Schäden gesehen habt und dies natürlich nur dort wo ihr auch reingucken konntet.


      Thomas L. schrieb:

      Für uns ist nun das Problem, dass wir die "Fähigkeiten" des Bau-Ing nicht einschätzen können.
      Das ist auch völlig Wurscht, der wird nur so wenig nachbessern wollen wie e irgend geht.
    • Hallo!

      Elopant schrieb:

      Hallo,

      Thomas L. schrieb:

      Der (kleine) Spitzboden mit der gedämmten Auszugstreppe wird in die Gebäudehülle einbezogen (die DB geht bis nach oben durch), es soll ein Dachflächenfenster zur Belüftung des Spitzbodens montiert werden.
      Soll die Dampfbremse wirklich bis in den Spitzboden gezogen werden? Dann durchstoßen die Deckenbalken vom Spitzboden jedesmal die Dampfbremse. Bei ca. 25 Deckenbalken sind das schon 50 mögliche Undichtigkeiten in der Dampfbremse, die eigentlich dauerhaft nur sehr schwer anzuschließen sind. Je nach örtlichen Gegebenheiten kann man auch über eine Dämmung der Deckenbalken nachdenken, dies hätte den Vorteil, das die Dampfbremse ohne Durchdringungen ( vielleicht 2 Pfosten der Mittelpfette ???) verlegt werden kann.

      Bei unserer Konstruktion sollen die "Zangen" nun etwas zurückgeschnitten werden.

      Damit kann man die Folie quasi komplett an den Sparren entlang vom Rohboden (der Estrich wird zurückgeschnitten, da war sie vorher befestigt) einmal komplett nach oben (unterbrochen von der Pfette) und an der anderen Seite an den Sparren wieder nach unten legen. Die nicht tragenden Wände sollen auch zurückgeschnitten werden, damit die Folie nicht mehr an jeder Zimmerwand verklebt werden muss.

      Für den Laien hört sich das schon nach einem Plan an; Problem sehe ich in der Ausführung, der Überwachung und vor allem darin, ob er auch wirklich alle "Schwachpunkte" behebt.



      olistruve schrieb:

      Thomas L. schrieb:

      jetzt werden nur die befallenen Teile ausgewechselt
      Wenn ihr euch sicher seit das ihr auch alle befallenen Teile gesehen habt kann man das ja so machen, ich fürchte nur das ihr rein zufällig die Schäden gesehen habt und dies natürlich nur dort wo ihr auch reingucken konntet.

      Thomas L. schrieb:

      Für uns ist nun das Problem, dass wir die "Fähigkeiten" des Bau-Ing nicht einschätzen können.
      Das ist auch völlig Wurscht, der wird nur so wenig nachbessern wollen wie e irgend geht.

      Das Dach soll abgedeckt werden und die Holzfaserplatten kommen runter.

      Dann werden die Schimmelflecken an den Balken - soweit möglich(!) - abgeschliffen und gehobelt.

      Du hast schon Recht, wenn die mit ihrer Flex irgendwo nicht hinkommen, dann bleibt da Schimmel. Der soll mit Capa..x "abgewaschen" werden.

      Und ja, er sagt sogar direkt, dass nur (sichtbar) schimmelnde Bauteile gegen schimmelfreie Teile getauscht werden.