Erklärung der Abdichhtungshöhe

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    • Erklärung der Abdichhtungshöhe

      Hallo,


      laut DIN 18195 heißt es doch, dass die Abdichtung am Gebäude bzw. an bodentiefen Fensterelementen mind. 15 cm oberhalb der GOK hochzuführen ist. Mit weiteren Maßnahmen kann die Höhe auf 5 cm gesenkt werden.


      Warum ist das so? Vor was soll da geschützt werden? Vor Spritzwasser oder vor Starkregen?

      Peter
    • Bauwerksabdichtungen sind in der Regel 30cm über GOK anzulegen, mind. aber 15 cm. Sie resultieren aus dem Schutz vor Spritzwasser, Schneeschmelze und Schlagregen. Unterschreitet man die Anschlusshöhen sind Zusatzmaßnahmen erforderlich - bis 5 cm mit Rinne oder offenem Belag (Gitterrost). Alles darunter, also barrierefreie Eingänge, sind nach der DIN Sonderkonstruktionen hier muss zwischen Planer, Bauherr, Handwerker und Hersteller ein Konsens gefunden werden.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Danke. Nun kommen meine ABER:

      Wenn vor Spritzwasser schützen, so besteht doch auch bei Fensterbänken im 1. Stock die Gefahr gegen eindringendes Wasser...also seitlich an den Fenstern

      Wenn Schutz vor aufstauendem Niederschlag, so muss erstmal 5cm Wasser am Gebäude anstehen, das sind immerhin 50l/qm! Okay, das kommt schon mal vor, aber mein Gelände führt ja immer vom Gebäude weg...

      Schnee kann ich auf der Terrasse wegschaufeln, bevor er schmilzt...
    • Alles richtig.

      Peter1953 schrieb:

      Danke. Nun kommen meine ABER:

      Wenn vor Spritzwasser schützen, so besteht doch auch bei Fensterbänken im 1. Stock die Gefahr gegen eindringendes Wasser...also seitlich an den Fenstern

      Wenn Schutz vor aufstauendem Niederschlag, so muss erstmal 5cm Wasser am Gebäude anstehen, das sind immerhin 50l/qm! Okay, das kommt schon mal vor, aber mein Gelände führt ja immer vom Gebäude weg...

      Schnee kann ich auf der Terrasse wegschaufeln, bevor er schmilzt...
      Alles richtig. Wenn Du Planer und ausführenden Handwerker von der Haftung freistellst, dann darfst Du selbstverständlich auch ohne so hohe Abdichtung bauen. Wenn's schiefgeht musst Du dann nur in den nächsten Spiegel schauen, um den Schuldigen zu suchen.
    • Peter1953 schrieb:

      Schnee kann ich auf der Terrasse wegschaufeln, bevor er schmilzt...
      du kannst dir auch einen knopf an die backe nähen und klavier dranhängen , dann weisst du , wie schwer musik ist .

      und wenn du sicher stellen kannst , dass du das haus nie verkaufst , immer dann wenn schnee fällt gesund zu hause sitzt und sofort mit dem räumen beginnen kannst und wirst , den regen immer senkrecht fallen lassen kannst ......

      ja dann brauchen dich auf erfahrung fussende vorschriften nicht zu kümmern . :wall:
    • Peter1953 schrieb:

      Danke. Nun kommen meine ABER:

      Wenn vor Spritzwasser schützen, so besteht doch auch bei Fensterbänken im 1. Stock die Gefahr gegen eindringendes Wasser...also seitlich an den Fenstern

      Wenn Schutz vor aufstauendem Niederschlag, so muss erstmal 5cm Wasser am Gebäude anstehen, das sind immerhin 50l/qm! Okay, das kommt schon mal vor, aber mein Gelände führt ja immer vom Gebäude weg...

      Schnee kann ich auf der Terrasse wegschaufeln, bevor er schmilzt...
      Och Peter, ich hab ja nix dagegen, wenn einer den ungläubigen Thomas gibt, aber selber nachdenken sollte schon drin sein.

      Latürnich gilt Spritzwasserschutz nur bei Flächen, die in der Richtung gefährdet sind, wozu Scheiben gar nicht und Fensterrahmen nur in Holz und das auch nur sehr bedingt gehöhren, hingegen Putz und Mauerwerk schon.
      Du hattest aber nicht nur speziell nach Fenstern gefragt sondern auch grundsätzlich nach der DIN und den 15 cm.

      5 cm aufstauendes Wasser ergeben keine 50 l/m² (obwohl - im Augenblick manchmal schon), weil Du unsinniger Weise voraussetzt, die Fläche vor dem Fenster wäre quasi unendlich, was Blödsinn ist.
      Im Winter bauen sich da ganz schnell mal kleine Schneewächten auf, die, wenn es dumm läuft, zu Staudämmen mutieren, die Tau- und Regenwasser aufstauen!
      Und dann sind nicht mal 5 l, die aber reichen, an einem Parkettboden Schaden anzurichten!
      Hatten wir vor einigen Jahren massenhaft, als sich die Schneemassen bei Temperaturen um die 0° hinter den Schneefanggittern stauten, tags mit Tau- und Regenwasser vollliefen und nachts dann zu Eisklumpen gefroren.
      Kam dann ein heftigerer Reegen bei 1,2° +, sickerte das Wasser durch die Ziegelfugen nach innen und .... tropf, tropf, tropf.....
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Letztendlich sind die "berühmten" 15cm natürlich irgendwie schon eine willkürliche Festlegung. Warum nicht 14cm.? Oder 20 cm?

      Ich denke es ist eine Kompromiss: 15cm sind eine absolut gut zu überwindende Stufe und stellen gleichzeitig ein gewisses Maß an Sicherheit dar.

      Klar kann die Bude dennoch absaufen....Schneewächten...Tauwasser...was auch immer. Nicht für jedwede Eventualität kann man sich rüsten. Dann müsste man alle Häuser auf Stelzen stellen. Zum Beispiel.

      Hast Du eine Gefälle und eine ordentliche Überdachung im Bereich der Terrassentür, würde ich mich trauen die 15cm zu unterschreiten. Ist aber eine persönliche Abwägung. Du musst so etwas ja auch nicht DIN-konform machen. Deine Entscheidung. Who cares?
    • Skeptiker schrieb:

      Kalle schrieb:

      Alles darunter, also barrierefreie Eingänge, sind nach der DIN Sonderkonstruktionen hier muss zwischen Planer, Bauherr, Handwerker und Hersteller ein Konsens gefunden werden.
      @Kalle, ich Willy Dir ja gerne glauben, aber wo steht das genau so?
      In der DIN 18195-4 :rulez:
      6 Anordnung
      6.1 Wände
      6.1.1 „Alle vom Boden berührten Außenflächen der Umfassungswände sind gegen seitliche Feuchtigkeit nach 7.3 abzudichten Diese Abdichtung muss planmäßig im Regelfall bis 300 mm über Gelände hochgeführt werden, um ausreichende Anpassungsmöglichkeiten der Geländeoberfläche sicherzustellen. Im Endzustand darf dieser Wert das Maß von 150 mm nicht unterschreiten.
      Ist dies im Einzelfall nicht möglich (Terrassentüren, Hauseingänge), sind dort besondere Maßnahmen gegen das Eindringen von Wasser oder das Hinterlaufen der Abdichtung einzuplanen (z.B. durch ausreichend große Vordächer, Rinnen mit Abdeckung oder Gitterrost).“
    • ich finde die 15cm in ordnung.

      das ist halt eine annährung an den
      "worst case". EU gerecht ist das
      mit sicherheit nicht, in litauen
      sind die wettervehältnisse anders,
      darüber müsste man erst mal 3 jahre
      debattierren. viele grüße ralf, (der andere)... :)
      - im weglassen des nicht notwendigen erkennt man das wesentliche -
    • Zur Erinnerung, in der Eingangsfrage ging es um die DIN 18195


      Skeptiker schrieb:

      Deshalb frage ich nach der a.R.d.T ., welche die von Kalle wiedergegebene Aussage trifft.
      Für meinen Geschmack steht das schon recht unmissverständlich in der DIN



      olistruve schrieb:

      Skeptiker schrieb:

      Kalle schrieb:

      Alles darunter, also barrierefreie Eingänge, sind nach der DIN Sonderkonstruktionen hier muss zwischen Planer, Bauherr, Handwerker und Hersteller ein Konsens gefunden werden.
      @Kalle, ich Willy Dir ja gerne glauben, aber wo steht das genau so?
      Ist dies im Einzelfall nicht möglich (Terrassentüren, Hauseingänge), sind dort besondere Maßnahmen gegen das Eindringen von Wasser oder das Hinterlaufen der Abdichtung einzuplanen (z.B. durch ausreichend große Vordächer, Rinnen mit Abdeckung oder Gitterrost).“
      Der Normenausschuss hat letztendlich nur auf die immer mehr in Mode gekommene barrierefreie Bauweise reagiert.

      Ohne diesem Absatz wäre jede Abdichtung an ein Bodengleiches Fenster oder eine Terrassentür erstmal ein Mangel.
    • Nein. Der Normausschuß hat sich elegant aus allem zurückgezogen. Wenn ich mich nicht irre, standen die 5 cm bei Zusatzmaßnahmen früher auch in der DIN . Heute muss man auf die Flachdachrichtlinie durchgreifen.
      Und zu den zugegebener Maßen immer häufiger nötigen ebenengleichen Übergängen haben sich komplett ausgeschwiegen statt zumindest mal Musterdetails als Keimzelle einer Planung anzubieten.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ich sehe es ein bissel anders.

      Was soll der Normausschuss auch anderes sagen?
      Wo ist ein derartiges Detail in der Flachdach-Rili besser gelöst?
      Die Altvorderen haben, „wo es nicht anders möglich war“ den (seltenen) „Einzelfall“ ... die Hauseingangstür eben dezent überdacht, oder sie haben den Eingang nach innenspringen lassen und trotzdem noch mindestens eine Stufe vorgesehen, ganz ohne Norm.
      Heute braucht ein Haus in jede Himmelsrichtung mindestens eine Terrasse und freilich, jede einzelne Terrassentür muss natürlich barrierefrei erreichbar sein.
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Peter1953 schrieb:

      Danke. Nun kommen meine ABER:

      Wenn vor Spritzwasser schützen, so besteht doch auch bei Fensterbänken im 1. Stock die Gefahr gegen eindringendes Wasser...also seitlich an den Fenstern

      Wenn Schutz vor aufstauendem Niederschlag, so muss erstmal 5cm Wasser am Gebäude anstehen, das sind immerhin 50l/qm! Okay, das kommt schon mal vor, aber mein Gelände führt ja immer vom Gebäude weg...

      Schnee kann ich auf der Terrasse wegschaufeln, bevor er schmilzt...
      Hatten wir vor einigen Jahren massenhaft, als sich die Schneemassen bei Temperaturen um die 0° hinter den Schneefanggittern stauten, tags mit Tau- und Regenwasser vollliefen und nachts dann zu Eisklumpen gefroren.
      Kam dann ein heftigerer Reegen bei 1,2° +, sickerte das Wasser durch die Ziegelfugen nach innen und .... tropf, tropf, tropf.....
      Nicht zu vergessen wenn es mal heftig hagelt. Das durfte ich mal erleben wie der Hagel eine Barriere baute und der anschließende Starkregen sich hoch anstaute.

      Mittlerweile ist sowas ja nicht mehr so selten.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • Skeptiker schrieb:

      ich Willy Dir ja gerne glauben, aber wo steht das genau so?
      Soo steht es nicht in der DIN . Falls es um das Wort "Sonderkonstruktion" geht. Aber warum hängst Du Dich an dem Wort auf? ;)
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Weil es bis vor ca. 10 Jahren (?) in der Flachdachrichtlinie grob vereinfacht den definierten Begriff "Sonderkonstruktion" und bestimmte dafür vorgeschriebene Umgangsweisen gab. Das ist aber seither nicht mehr der Fall. Es handelt sich zumindest im Sinne der Flachdachrichtlinie deshalb bei der Absenkung der OK Abdichtungsanschluß auf 5 cm nicht um eine Sonderkonstruktion, auch wenn das mancher etwas zurückgebliebene Sachverständige immer noch in seinen Gutachten so schreibt.

      Un nach welcher DIN es sich um eine "Sonderkonstruktion" handelt, über welche Konsens zu erzielen ist, bitte ich dich noch einmal zu erklären, denn das hattest Du geschrieben. Und da Du Dich frisch weitergebildet hast, möchte ich erfahren, wo das steht, denn auch ich kenne nicht die gesamt DIN 18 195 auswendig, nich einmal ansatzweise.

      Am Wort Sonderkonstruktion" hänge ich mich deshalb auf, weil es eine weitergehende Bedeutung hat, zumindest hatte. Möglicherweise war Dir dies ja nicht bewußt.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Skeptiker schrieb:

      Weil es bis vor ca. 10 Jahren (?) in der Flachdachrichtlinie grob vereinfacht den definierten Begriff "Sonderkonstruktion" und bestimmte dafür vorgeschriebene Umgangsweisen gab. Das ist aber seither nicht mehr der Fall. Es handelt sich zumindest im Sinne der Flachdachrichtlinie deshalb bei der Absenkung der OK Abdichtungsanschluß auf 5 cm nicht um eine Sonderkonstruktion, auch wenn das mancher etwas zurückgebliebene Sachverständige immer noch in seinen Gutachten so schreibt.
      Mir liegt die FDRL aktuell nicht vor, weil ich auf den inkrafttrenden Gelbdruck warte bevor ich sie mir zulege. Du hast schon recht dass es den Begriff "Sonderkonstruktion" nicht mehr gibt, meines Wissen steht aber sehr wohl das Wörtchen Sonderlösung in der FDRL, bezugnehmend auf die Abdichtung. Aber die FDRL würde hier eh nicht zu gebrauchen sein.


      Skeptiker schrieb:

      Un nach welcher DIN es sich um eine "Sonderkonstruktion" handelt, über welche Konsens zu erzielen ist, bitte ich dich noch einmal zu erklären, denn das hattest Du geschrieben. Und da Du Dich frisch weitergebildet hast, möchte ich erfahren, wo das steht, denn auch ich kenne nicht die gesamt DIN 18 195 auswendig, nich einmal ansatzweise.
      Naja, wir haben vorher ja schon festgestellt dass die DIN 18195 das Thema eher stiefmütterlich behandelt, die wichtigen Teile werden vermutlich 8 und 9 sein der DIN 18195. In der FDRL mag es etwas genauer beschrieben sein, kann ich dir Wortgetreu aber nicht wiedergeben. Was ich Dir anbieten kann ist ein Link einer Puplikation von Herrn Oswald (unter anderem) zu dem ganzen Thema - sind zirka 180 Seiten. Viel Blabla aber auch einige gute Informationen, ist aus dem Jahre 2010 wenn ich mich nicht irre und vom Staat in Auftrag gegeben wurden. Bei Interesse schicke mir n Konversation, dann lasse ich Ihn dir zukommen.
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    • Hallo,

      in den Fachregeln für Abdichtungen steht unter Anschlüsse an Türen: Die Anschlußhöhe soll min. 15 cm über der Oberfläche des Belags betragen. Weiter steht dort, dass eine Verringerung der Anschlußhöhe möglich ist, wenn ein einwandfreier Wasserablauf im Türbereich ( wannenförmiger Entwässerungsrost o.ä. ) und die Spritzwasserbelastung minimiert ist. Hier soll die Anschlußhöhe min. 5 cm betragen. Barrierefrei gibts auch noch: das sind Abdichtungstechnische Sonderlösungen, die zwischen Planer, Türhersteller und Ausführendem abzustimmen sind: Die Abdichtung allein kann die Dichtigkeit am Türanschluß nicht sicherstellen. Zusätzliche Maßnahmen sind hier z.B. erforderlich:
      - wannenförmiger Entwässerungsrost o.ä. ggf. beheizbar
      - Gefälle der wasserführenden Ebene
      - Schlagregen-, und Spritzwasserschutz durch Überdachung
      - Türrahmen mit Flanschkonstruktion
      - zusätzliche Abdichtung im Innenraum mit gesonderter Entwässerung

      soviel zum Inhalt der Fachregeln.
    • Elopant schrieb:


      Barrierefrei gibts auch noch: das sind Abdichtungstechnische Sonderlösungen, die zwischen Planer, Türhersteller und Ausführendem abzustimmen sind ...
      Da Du das jetzt nahezu wortgleich ebenfalls schreibst: Wo genau steht das jetzt noch einmal von mir oben zitierte Stück? Inhaltlich ist alles davor und danach geschriebene unstrittig. Aber wo steht genau das Zitat? Es kann doch eigentlich kein Zufall sein, dass ihr das alle nahezu gleichlautend schreibt!?
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker