Heizung verliert Wasser

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    • Heizung verliert Wasser

      Hallo Foren-Gemeinde!

      Ich wende mich heute mit einer, für mich unverständlichen, problematik an euch!

      Wir haben unser Einfamilienhaus, Baujahr 1956, ca. 160qm² Wohnfläche auf
      2 Etagen, vollständig saniert. D.h. bis auf die Grundmauern alles
      entkernt.
      Durch einen Heizungsinstallateur haben wir eine von Grund auf neue
      Heizungsanlage einbauen lassen, bestehend aus folgenden Komponenten (habe ich von der Rechnung abgeschrieben):
      - Viessmann Vitodens 200-W, Gas-Brenntwertheizgerät mit Vitotronic 100
      - Pufferspeicher Reflex Artiga PFHW 800 mit 1 Wärmetauscher
      - Membran-Druckausdehnungsgefäß N80, 1,5 bar Vordruck
      - 8 Heizkörper vom Typ Kermi X2 Profil-V
      - Versorgungsleitungen C-Stahl-Rohr 18x,12 und 15x1,2

      Für das Warmwasser haben wir eine separate Warmwasser-Wärmepumpe, das
      Gas-Brenntwertheizgerät wird ausschließlich für die Heizungen genutzt.

      Nun ist es so, dass die Heizungsanlage regelmäßig eine Störung anzeigt, weil der Systemdruck auf etwa 0,1-0,2 bar abfällt.
      In den vergangenen Wintermonaten mussten wir wöchentlich das Wasser nachfüllen. Auf Anweisung des Installateurs auf 2,5 bar.
      Auf Anfrage beim Installateuer hat uns dieser mitgeteilt, dass dieser Druckverlust normal wäre.
      Zwischenzeitlich hatten wir einen Gutachter da, der extakt die gleiche Meinung vertritt.

      Da ich absoluter Laie bin, hätte ich gerne von euch gewusst, ob es
      tatsächlich normal ist, dass eine nagelneue Heizungsanlage wöchtlich mit
      Wasser befüllt werden muss. Wenn nicht, gibt es da ein Nachschlagewerk?
    • Wozu der Pufferspeicher, ist auch eine Solaranlage oder ein anderer Wärmeerzeuger eingebunden?
      Auffüllen mit 2,5 bar ergibt für mich keinen Sinn, wenn da die Druckhaltung mal nicht richtig funktioniert, Bsp. MAG mit 1,5bar und ein SV das bei vielleicht 3 bar schon abbläst, dann steht Ärger in 's Haus.

      Wurde die Anlage ordentlich entlüftet? Evtl. gespült?
      Welche Anlagenhöhe?

      Druckverlust ist bei einer Heizungsanlage normal, aber nicht so stark, dass man jede Woche nachfüllen muss. Einmal jährlich reicht in den meisten Fällen aus.
    • Andere Wärmeerzeuger sind nicht vorhaden, lediglich das Gas-Brenntwertheizgerät.
      Die Warmwasser-Wärmepumpe ist nicht mit den Rohren der Heizung verbunden.

      Wir entlüften die Heizung an den Heizkörpern im Obergeschoss nach jedem befüllen.
      Wasser nachfüllen > Entlüften > Wasser nachfüllen.

      Die Anlage steht im Keller, Heizkörper sind im Erd- und Obergeschoss.
      Zwischen der Heizungsanlage im Keller und den Heizkörpen im Obergeschoss liegen etwa 3,5-4 Meter Höhenunterschied.
      Ist das mit Anlagenhöhe gemeint?

      Nun ist es ja so, dass sowohl der Installateur, als auch der Gutachter die Meinung vertreten, dass dieser Druck/Wasserverlust normal wäre.
      Allerdings ist mir auch unklar, wohin dieses Wasser verschwindet.
      Die Rohrleitungen vom Keller ins Ober/Dachgeschoss verlaufen in der Luftschicht des zweischaligen Mauerwerks.
      Ist es möglich, dass hier eine Leitung "undicht" ist und das Wasser in dieser Luftschicht "nicht sichtbar" verschwindet?

      Gibt es ein Regelwerk, welches aussagt, welche Verluste "als normal" gelten?
      Ich komme momentan nicht von der Stelle, weiß also nicht, wie ich dieses Problem gelöst bekomme.
    • Ein Entlüften nur an den HK ist unter Umständen nicht ausreichend, je nachdem wie die Rohre geführt wurden, erreicht man damit keine Entlüftung der kompletten Anlage. Evtl. gibt es auch noch Automatikentlüfter die man überprüfen müsste. Je nach Speichereinbindung kann sich auch dort noch eine Menge Luft ansammeln.
      Abgesehen davon, ich verstehe noch nicht wozu dieser Speicher gut sein soll. Evtl ist die Leistung der Therme viel zu hoch und der Pufferspeicher soll Masse in's System bringen. Dann wäre möglich, dass das MAG zu klein ist. Das könnte bei den Temperaturschwankungen im Heizkreis dazu führen, dass ein SV auslöst.
      Wird dann im Winter während der Nächte die Heizung abgesenkt oder abgeschaltet, dann hätte man schon diese "erheblichen " Temperaturschwankungen.
      Man könnte die Anlage auf Dichtheit prüfen, aber ich befürchte, dass der dort verwendete Beobachtungszeitraum nicht ausreicht.
      ---------- 26. Juni 2016, 13:34 ----------
      Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Leitung im Mauerwerk nicht dicht ist, da müsste man zwischenzeitlich Spuren bzw. Flecken erkennen. So eine Menge Wasser verschwindet nicht so einfach unbemerkt.
      ---------- 26. Juni 2016, 13:45 ----------
      Schau mal, ob Du hier etwas findest
      Dichtheitsprüfungen - Druckproben.
      Sorry, mit dem Handy ist es nicht so einfach hier Beiträge zu schreiben. Morgen kann ich mal im Büro schauen, was ich noch im Archiv finde.