Markise an Holz-Terrassenvordach befestigen. Sparren? Oder anders?

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    • Markise an Holz-Terrassenvordach befestigen. Sparren? Oder anders?

      Hallo,

      wir haben eine Holz-Terrassenüberdachung. Diese hat schon eine Markise unterhalb des Daches. Aufgrund der speziellen Holzkonstruktion geht diese aber nur bis zu den vorderen Stützen. Es sind drei Stützen. Der Großteil der Terrasse ist somit auch beschattet.

      Wir wollen nun aber im vorderen Bereich, beim "überstehenden Sparren" eine weiter Markise (Kassettenmarkise) montieren, um im Fühjahr und Herbst bei tiefstehender Sonne mehr Schatten zu haben und auch im Hochsommer einen Teil des Rasens für die Kinder zu beschatten.
      Ich habe ein Bild angehängt, es ist jedoch nicht unser Terrasendach aber genau die selbst Konstruktion. Bei uns ist am linken Pfosten noch ein Fallrohr für die Regenrinne. Die zukünftige Markise habe ich mal als roten Strich markiert.

      An den Pfosten/Stützen geht die Montage leider nicht, wegen Regennrohr, und die andere äußere Stütze wird nicht erreicht, da die Markise nicht über die ganze Breite geht.

      Jetzt ist die Frage, wie wir die Markise am besten befestigen, im Prinzip sehe ich zwei Möglichkeiten, wenn ihr noch eine habt dürft ihr Sie mir gerne sagen :)

      1. Markise an den Sparren befestigen, dafür gibt es im Fachhandel ja enstprechende Produkte. Macht die flache Neigung der Sparren ein Problem? Jedoch muss man bedenken, dass es keine durchgehenden Sparren sind. Der Zimmermann hat das vordere Stück Sparren (siehe Bild) per senkrechtem Schwalbenschwanz an der Pfette befestigt. Dazu oben ein Lochblech vernagelt welches von der kleinen vorderen Sparre über die Pfette bis zum hinteren großen Sparren reicht. Ist diese Verbindung fest genug, um eine Gelenkarmmarkise auch bei Wind zu tragen? Wenn ja, dann eventuell mehrere Sparrenhalter?

      2. An der Pfette. Dies geht aber leider nicht direkt, da ja die Sparren im weg sind, daher müsste man an die Pfetten eine Art Winkel montieren, an die dann die Markise kommt. Gibt es sowas als fertige Lösung?

      Vielen Dank für eure Hilfe,

      Grüße
      master
      Bilder
      • Markise_zweite.jpg

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    • Wo ist das Problem, ein eigenes Foto zu machen?
      Beiträge mit Bildern wie "bei mir ist es genauso, nur müsst Ihr Euch die Wand da hinten wegdenken und links noch zwei Pfeiler hinzudenken, außerdem sind die Pfeiler aus Mauerwerk und nicht aus Holz..." sind eine Zumutung für die geneigte Leserschaft.)
      Wenn dann noch Einschränkungen kommen, wie "die Sparren sind nur angeklebt und oben drauf ist ein Blech genagelt" wird die Frage gänzlich unbeantwortbar.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.

      ]M.G.Wetrow
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Ich halte die gesamte Konstruktion für ungeeignet, überhaupt irgendetwas daran zu befestigen, was mehr als eine Blumenampel ist.
      Schon zweimal ungeeignet für die Lastableitung einer Markise von 5-6 * X m.
      Danke für Deine Antwort.
      Das klingt schon sehr schlüssig. Wobei was mir als vermeintlicher LAie nicht ganz klar ist. Bei Ständerbauhäusern können doch auch Markisen angebracht werden!? Die Pfette ist doch gut "verankert". Diese ist auf den drei Stützen fest verschraubt. Zudem mit allen Sparren nach hinten Richtung Haus mit je zwei Schrauben und einem Zapfen verbunden.

      ThomasMD schrieb:

      Wo ist das Problem, ein eigenes Foto zu machen?
      Beiträge mit Bildern wie "bei mir ist es genauso, nur müsst Ihr Euch die Wand da hinten wegdenken und links noch zwei Pfeiler hinzudenken, außerdem sind die Pfeiler aus Mauerwerk und nicht aus Holz..." sind eine Zumutung für die geneigte Leserschaft.)
      Wenn dann noch Einschränkungen kommen, wie "die Sparren sind nur angeklebt und oben drauf ist ein Blech genagelt" wird die Frage gänzlich unbeantwortbar.
      Das Problem war ganz einfach, gestern war bei uns Unwetter und konnte kein Bild machen. Zudem wollte ich es gestern schon einstellen, um übers WE möglichst viele Meinungen zu erhalten. JA, könnte man dann sich auch früher drum kümmern. Aber so ist das halt mit Family, Job, anderen Verpflichtungen etc.

      Aber hier nun auch nochmal ein Bild von meinem Terrassendach. Anders ist es nicht :) Oder siehst Du einen entscheidenen Unterschied, der für meine Frage relevant wäre, zu meinem neuen Bild. Wollte es nur faierweise im ersten Beitrag erwähnen, hätte ich mal lieber nichts gesagt, dann hätte es niemand gestört.

      Und wie die vorderen Sparren mit der Pfette verbunden sind, ist schon sehr ausschlaggebend, deshalb habe ich es erwähnt. Denn wären es durchgängige Sparren, dann könnte man problemlos daran montieren. So wie das schon bei vielen Objekten an den Dachsparren passiert, wenn nur 1 bis 1,5 Geschosse gebaut sind.

      Also daher nochmals mit neuem Bild, gibt es eine Möglichkeit mittels "Winkel" oder doch "Sparrenbefestigung" eine Markise zu montieren?

      Btw Wind ist nicht das große Problem, da wir einen weiteren Windsensor dafür in unsere Haussteuerung mit integrieren.
      Bilder
      • Markise_zwei1.jpg

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    • Wen juckt, wie die Pfette auf den Pfosten sitzt. Das ganze Ding ist ein Kartenhaus, an das Du eine Segelfläche anschliessen willst, die sich am Großmast manches Rahseglers gut machen würde.

      master1980 schrieb:

      Bei Ständerbauhäusern können doch auch Markisen angebracht werden!? Die Pfette ist doch gut "verankert".
      Die sind auch in Längs- und Querrichtung ausgesteift und kein besseres Kartenhaus. Statisch gesehen ist diese Konstruktion nämich nicht viel mehr!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Dino15 schrieb:

      ganz ohne die Statik zu kennen?
      Muss man nicht weil sie in Querrichtung schon ungenügend versteift ist. Außer die Zahnstocher von Stielen stellen eine eingespannte Stütze da, was es zu bezweifeln gilt. Das einzige was hier nur annähernd in Querrichtung versteift ist vermutlich die Anbindung an das Haus und auch da werden die Verbindungsmittel nicht enorm viel Scherkräfte aufnehmen können. Aufgrund der fehlenden Wände und der daraus resultierenden besseren Strömungsbedingungen durch Winddruck heilt sich das Konzept vermutlich selber.

      Wenn man da jetzt ein Kragarm mit dynamischer Belastung (Schwingt usw.) anbaut, dann könnte die eine oder andere Verbindung nachgeben, wenn man es hinbekommen würde die Markise anständig zu verankern. Ralf hat also nicht unrecht mit dem was er schreibt.

      Wenn es nur um Verschattung geht würde ich auf anderes als eine Markise setzen. Das geht auch mit ein wenig Drahtseilen, Ösen etwas Stoff und einer Pergola oder ähnlichem. Verbindungen kann man mit Sollbruchstellen versehen, sollte man mal vergessen haben den Stoff einzuziehen und es kommt ein Sturm auf.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Das Terrassendach ist zum einen mehrfach am Haus in der Betondecke verankert, zudem auf einer schmalen Seite ist eine weitere Verbindung zur Garage. Somit sind auch die anderen Richtungen "statisch gesichert". Das Dach steht auch schon 5 Jahre und hat einige starke Unwetter überstanden. Bei den nicht nur Trampoline sondern Sichtschutzwände in der Nachbarschaft durch die Luft geflogen.
      Also Kartenhaus eher nicht ☺
    • Es bleibt dabei: KARTENHAUS.

      So lange die Verglsung mit VSG niht als statische Scheibe nachgewiesen ist, woran ich massivste Zweifel habe, dient die Vernakerung an der Betondecke dem Abtragen von Vertikalen Lasten und bestenfalls - je nach Nachweis der Verbindungen Sparren-Pfette) - noch zur Ableitung von Zugkräften 90^zur Aussenwand (also in Sparrenrichtung)
      Eine Aussteifung quer zur Sparrenebene oder in anderem als 90° Winkel zur Pfettenebene fehlt die Aussteifung.
      Ob die Anbindung an die Garage überhaupt und wenn ich welchem Maße statisch nachgewiesen bzw. nachqweisbar ist, wäre zu prüfen, aber dann fehlt immer noch eine Ebene.

      Ausserdem vergrössert die Markise die Fläche, die abhebende Kräfte in die Konstruktion einleitet, erheblich!

      Für all das ist die Überdachung nicht bemessen!

      Und wenn ich höre, ist schon 5 Jahr gutgegangen, dann stellt sich nur eine Frage - für was ist das eine Garantie?
      Im Augenblick saufwen Häuser ab, die 30, 40 Jahre trocken geblieben sind. Was helfen die letzten 30 Jahre denen, deren Besitz gerade zerstört wurde oder wird?
      NADA
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • vielleicht, das ist aber nicht erkennbar, ist die fusspfette in längsrichtung gehalten.
      vielleicht ..
      und .. ist die regelgerecht gehalten? ganz einfach: steht alles in der statischen berechnung ;)

      zwischen "hält schon" und "entspricht den ardt " (vulgo: ist "normkonform" o.ä.) ist ein
      mitunter meilenweiter unterschied.

      richtige lösung: vom markisenhersteller die kräfte an den anschlusspunkten angeben
      lassen, diese an den ersteller der stat. berechnung der holz-glas-konstruktion weitergeben
      und um freigabe nachfragen. ob das letztlich im sinne des fragestellers "richtig" funktioniert,
      würde, zumindest grundsätzlich, nach dem 4-augen-prinzip überprüft werden können .
    • Ja sicher nicht pauschal, aber er gibt leider schon viele schlechte Handwerker. Wie man hier im forum ja immer wieder mitbekommt.
      Und das in Bereichen die nur das eigene gewerk betreffen.
      Sie können gerne mal auf ein Kaffee oder Bier hier vorbei kommen, dann erzähl ich mal ein paar Geschichten unsere bauvorhaben.

      Ein gesundes Mißtrauen und sich verschiedene Meinungen einholen schadet nicht nun beim arzt.