Ankleide als Zuluft?

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    • Ankleide als Zuluft?

      Hallo allerseits,

      als jahrelang fast nur schweigender Mitleser, möchte ich auch mal selber ein Frage stellen:

      Spricht etwas dagegen, eine Ankleide als Zuluft zu nutzen, die dann das Schlafzimmer überströmt?

      Vorteile könnten der Verzicht auf eine zweite Zuluft im Schlafzimmer sein (und weniger Verohrung), sowie höhere Abluftmenge im Bad sein.

      Als Nachteil fällt mir allenfalls eine mögliche Geruchsübertragung Ankleide => Schlafzimmer ein - ist damit zu rechnen? Übersehe ich andere Nachteile?

      Zusatzinfos: Obergeschoss hat außer Ankleide, Schlafzimmer und Bad noch zwei Kinderzimmer als Zulufträume. Planer ist vorhanden, sieht da kein Problem.
    • bzgl. "Geruchsübertragung" braucht man sich keine Gedanken machen, sehr wohl aber über die bewegten Luftvolumen auf der Ebene.
      Grundsätzlich ist das ganze Haus als ein System zu betrachten bzgl. Zu- und Abluftmengen.
      Trotzdem sollte ein ungefähres Gleichgewicht pro Ebene angestrebt werden und das wird bei 3 (4?) Zuluft und 1 Abluft schon sehr sportlich.
      Klar, das kann man rechnen und entsprechend einmessen, schön fände ich das aber nicht.

      Ohne jetzt den Plan zu kennen, wäre klassisch (und idR auch sinnvoll) wenn Ankleide und SZ räumlich verbunden sind:
      Zuluft: SZ, Ki1, Ki2
      Abluft: Bad, Ankleide

      Wg. den paar Meter Rohren die man sich spart würd ich da nicht rumtun (ausser es gibt ein echtes Platzproblem im Steigstrang).
      Senkt die Lautstärke am Abluftventil und stellt genügend Frischluft im SZ sicher (und da ist sie mit am wichtigsten bei gleichzeitig niedriger (aber ausreichender) = leiser Luftwechselrate auf der Zuluftseite)
    • MoRüBe schrieb:

      Grundsatz: Feuchte Räume und "stehende" Luft (also Abstellkammern und dergl.) = Abluft.

      Keine Diskussionen.
      jetzt ist eine Ankleide per Definition (noch dazu "offen" bzw. intergriert zum/mit SZ) aber weder ein feuchter Raum noch eine Abstellkammer o.ä.
      Daher kann in einer Ankleide schon beides sinnvoll sein, je nachdem wie das Konzept der anderen Räume auf der Ebene aussieht.

      Hier in dem Fall spricht aber auf den ersten Blick viel dafür, es "klassisch" zu lösen.
      SZ (ZU) und Ankleide (AB) bilden eine Zu-Abluft Haupt-Kombi, die KiZi und das Bad die andere.
    • OK, fangen wir also erst einmal an, eine Ankleide zu definieren. Nach meinem Verständnis sind das vier Wände mit ner Tür drin.

      Da kann es schon mal sein, daß eine Wäsche halt nicht furztrocken reinkommt, sondern evtl noch leicht feucht, oder mal ein Mantel weggehängt wird, der nicht knochentrocken ist.

      Und dann ist es eine Abstellkammer.

      Es sei den, irgendwer baut was anderes, aber vielleicht werden wir ja aufgeklärt :/
      Ich hasse schleimerei. Aufm Bau wird Tacheles geredet
    • Also "Ankleide" oder "begehbarer Kleiderschrank mit Fenster" mit 9 qm wird mit Schiebetür und Wand vom Schlafzimmer getrennt.

      Steigstrang kommt im Bad an, so dass dort die Abluft entsprechend dimensioniert und zum Feuchteabtransport genutzt werden könnte.

      Mehraufwand? Naja, halt zwei zusätzliche Abluftrohre in die "Ankleide" und das Zuluftrohr von dort wandert zuätzlich in das Schlafzimmer.

      Könnte die geballte Abluft im Bad dort schon für Zugerscheinungen sorgen?
    • Hallo,

      ich habe im Schlafzimmer zu begehbarem Kleiderschrank einen Zu-/Abluft- "Hauptstrom".
      Das Risiko, dass der Abluftstrom im Schlafzimmer über ein entferntes Bad nicht funktioniert, war/wäre mir zu groß.
      Beachtet auch eure "Türsituation" ... ständig geschlossene (Schlazimmer)Türen sind schlecht für Luftströme.

      Meine CO2-Messdaten im Schlafzimmer sind bei meiner Konfiguration super

      LG
    • Wenn eine Lüftungsanlage mit Überstömbereichen geplant wird, bin ich ja ein Freund davon, eine Etage möglichst von einer Seite zur gegenüberliegenden durchströmen zu lassen.
      Abluft natürlich immer in Bad/Küche.

      Das hätte für mich Priorität vor der Frage, ob die Zuluft nun im Schlafzimmer oder in der Ankleide reinkommt.
      Wenn es aus der Ankleide heraus müffelt, sollte man evtl. überlegen, ob da nicht ungewaschene Socken rumliegen.

      Je nach Türposition und Größe der Ankleide würde ich auch noch eine zusätzliche Überströmöffnung vorsehen. Das muss dann ja auch keine teure schallgedämmte Variante sein.
    • Bonb schrieb:

      Könnte die geballte Abluft im Bad dort schon für Zugerscheinungen sorgen?
      definiere Zugerscheinungen.
      Klassisch: Badtür zu, aber Türblatt gekürzt um Durchströmung sicher zu stellen.
      Du kommst nass/feucht aus der Dusche und stehst nahe der Tür. Ja, Du wirst den Zug an den Beinen spüren. Desto höhher der Volumenstrom, desto stärker.

      Ich würde auch den klassichen Weg bevorzugen. Abluft Ankleide (warum eigentlich 2 zusätzliche Abluftrohre?), Zuluft SZ.
      Einziger "Vorteil" bei Deiner Lösung sind die paar gesparten € (wieviel sind das, 150€ für Rohr, Ventil und verlegen?), alles andere sind nur Nachteile und Risiken.
    • Das Problem ist eher der Platz für die Leitungsführung im Fußboden, es geht also um Platzersparnis und nicht ums Geld. Der Steigschacht ist leider eher ungünstig in einer Ecke des Gebäudes vorgesehen und das Bad ist so mit Dusche, Entwässerung und mehr eingemauert, dass außer unter der Tür kaum Möglichkeiten bestehen, Lüftungsrohre aus dem Bad in die anderen Räume des OG herauszubekommen.

      Ich habe jetzt einen ersten Plan mit der vorgesehen Leitungs- und damit auch Luftführung bekommen, den ich etwas seltsam finde, aber hier auch nicht öffentlich reinstellen mag. Zum Bsp. wird die Zu- und Abluftbilanz im OG erst durch den Keller ausgeglichen, der für sich genommen einen deutlichen Abluftüberschuss hat. Ich fürchte, da besteht noch Klärungsbedarf mit dem TGA-Planer, den es für diese Komponente hier tatsächlich gibt.