Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

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    • Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Brennstoffzellen als stromerzeugende Heizung sind ja Marktreif.

      Was ist davon zu halten? Finanziell muss man ja den Einzelfall betrachten, aber ist sowas schon sinnvoll?

      Kann man das überdenken, wenn man sein Haus nicht massiv Dämmen will, und somit auf den Weg geht, Strom und Wärme zu erzeugen?
      Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Ich sags mal so .... Neu und mit Bananentendenz.

      Wie so oft : Meist nur einen Anbieter und wenn die Banane sehr früh gepflückt wurde, dann macht sie meistens Bauschmerzen beim Reifungsprozess.
      Wenn Technikfreak bist und auch mal ein paar Tausender nach der Garantiezeit einfach mal abbuchen kannst ... go4it.
      Wenn ums Geld arbeiten musst und da dann keine Freude aufkommt ... lass es noch ein Weilchen reifen.

      Ich werds die nächsten 3 bis 5 Jahre nur auf Verlangen einbauen, wenn ich den Kunden gut kenne.

      *Rechnen* tun sich die Dinger sowieso nur wenn sie optimal ins Verbrauchsprofil passen.
      Im Moment seh ich *nur* Gasbrennwertkessel mit nem angebappten Stirlingmotor als stabil an ... aber das selbe Problem Exclusivanbieter.

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Dämmung als Synonym für eine Reduzierung des Heizenergiebedarfs ist durch nichts zu ersetzen. Jede durch Dämmung gesparte kWh muss man nicht erzeugen.
      Für den "Rest" bleibt die Frage, wie man die Energie erzeugen möchte. Da gibt es viele Möglichkeiten, auch die von Dir angesprochene "Brennstoffzelle" gibt es in zig Varianten, vorzugsweise kombiniert mit der parallelen Erzeugung thermischer Energie bzw. einem integrierten oder zusätzlichen Gasbrennwerter.
      Allein gemeinsam ist ein Gesamtwirkungsgrad der Brennstoffzelleneinheit von um die 80% bis vielleicht 85%. Bei der Aufteilung zwischen el. Energie und therm. Energie gibt es aber noch Unterschiede. Manche Hersteller geben um die 35% für die el. Energie an, andere werben mit über 50%. Entscheidend ist dann ob die el. Energie im Haus verbraucht werden kann, oder ob sie zwangsweise zum Aufheizen des WW genutzt werden muss, oder ob man sie gar einspeisen muss.
      Kann die el. Energie im Haus verwendet werden, dann kostet die kWh el. Energie vielleicht um die 8Ct. Das ist natürlich deutlich günstiger als der übliche Haushaltsstrom der irgendwo zwischen 22Ct. und vielleicht 27Ct./kWh liegt.

      Die Frage ist, ob und wann man die erzeugte Energie auch "verbrauchen" kann. Da kursieren viele Zahlen im I-Net, die ich, nachdem ich mal meine eigenen Zahlen ermittelt habe, nicht nachvollziehen kann. Deswegen kann ich jedem nur empfehlen, zuerst mal das eigene Nutzerverhalten unter die Lupe zu nehmen. Bei mir beträgt beispielsweise die el. Leistungsaufnahme die meiste Zeit des Tages nur um die 50W, dann schaltet zwischendurch mal Kühl und/oder Gefrierschrank ein, und je nach Jahrezeit die Heizung (typ. 200W). Sind wir zuhause, dann steigt die Leistungsaufnahme teils deutlich an.
      Wir haben also am frühen Morgen 2-3h und am Abend 2-3h mit hoher el. Leistungsaufnahme. An den Wochenenden sieht es besser aus.

      Wenn ich meine Zahlen nun auf einen Generator mit 1kW beziehe, der quasi 24/7 in Betrieb sein könnte, dann wäre es mir möglich etwa um die 1.500kWh pro Jahr selbst zu verbrauchen. Bei einer Familie bei der ständig jemand zuhause ist, sieht das sicherlich etwas anders aus. Da geht´s dann wohl in Richtung 2.000kWh p.a.

      Nehme ich nun meinen Stromtarif für den Haushaltsstrom, dann ergäbe sich für mich eine Einsparung von etwa 150,- € pro Jahr. Ich habe dabei einfach mal vorausgesetzt, dass ich die parallel erzeugte thermische Energie im Haus "verbraten" kann, und bei Erzeugung mit einem anderem Wärmeerzeuger vergleichbare Verbrauchskosten entstehen würden. Ich habe auch vorausgesetzt, dass die überschüssige el. Energie in´s WW wandert und nicht eingespeist wird.

      Hiknzu kommt dann die Förderung für den eingespeisten Strom (ca. 12Ct./kWh) und den selbst verbrauchten Strom. Zusammen also noch einmal ca., 400,- €. macht zusammen also einen "Ertrag" von bis zu 550,- € den ich einfahren kann. Davon ab die Gaskosten und ich lande am Ende bei eine Gesamtergebnis von vielleicht 300,- € "Gewinn" pro Jahr.
      Steuerliche Aspekte lasse ich mal außen vor.

      So, und dann landen wir automatisch bei der Abschlussfrage "was kostet mich so eine Anlage". Hier gilt es dann noch Fördermittel zu berücksichtigen. Als ich mich vor 3 Jahren mal umgeschaut habe, waren Gerätepreise um 20T€ aufwärts für ein Micro-BHKW die Regel. Kombigeräte kosten fertig installiert sicherlich noch einmal deutlich mehr, aber genaue Preise dafür habe ich nicht.
      Bedenkt man nun, dass man für 10T€ eine fertig installierte und betriebsbereite Gasbrennwerttherme bekommt dann dürfte es wohl nicht so einfach sein einen Kunden davon zu überzeugen, dass er ein Vielfaches davon in Brennstoffzellentechnik investieren soll.

      Was man auch bedenken sollte, Regelmäßiger Wartungsaufwand, Leistungsverlust der Zelle mit der Zeit, Pflicht-Austausch von Sensoren (alle 5 Jahre gem. Angabe des Herstellers Vi....) usw. Ob da nicht der schmale "Gewinn" ganz schnell wieder verbraten ist.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Danke für die Meinungen.

      Die Anlage besteht aus Brennstoffzelle (Japanisch) mit 700 W Stromleistung bei 20 h /Tag sind das 14 Kw oder 5100 KW/a. Haus verbraucht 7500 kw/a, kniffelig ist die Eigennutzungsquote. Ich schätze 4000 kw/a selbst verbrauch. Spitzenwärmebedarf macht ein Brennwertkessel.

      Garantie 10 Jahre bei Wartungsvertrag (250 €/a), incl. Verschleißteile (Brennstoff-Staks nach 8-10 Jahren enthalten). Damit sollten Überraschunegn ausbleiben. Kosten sind bei 30 K brutto komplett.
      Förderungen gibt es von Bafa und KfW. Finanzierung übers Land (1,0 % Zins). Die Anlage beinhaltet ein Gewerbe, also bekommt man die MWsT zurück. Zusammen wird mehr als 50% gefördert, Anlagenpreis somit unter 15 K.

      Wartungskosten sind momentan nur minimal niedriger. Dazu kommt noch etwas jedes Jahr über den Zoll zurück, Afa reduziert die Steuern usw.
      Die Anlage würde rechnerisch einen Gewinn einfahren. Ich wäre schon zufrieden, wenn es nicht mehr kostet, eine neue Heizung wäre ja nach 22 Jahre eh fällig. Die muss auch bezahlt werden, wobei da aus 10 K mit Förderungen auch etwas weniger werden können.

      Um ehrlich zu sein, suche ich den Haken an der Geschichte.
      Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "MiLeb" schrieb:

      Danke für die Meinungen.

      Die Anlage besteht aus Brennstoffzelle (Japanisch) mit 700 W Stromleistung bei 20 h /Tag sind das 14 Kw oder 5100 KW/a. Haus verbraucht 7500 kw/a, kniffelig ist die Eigennutzungsquote. Ich schätze 4000 kw/a selbst verbrauch. Spitzenwärmebedarf macht ein Brennwertkessel.


      Achtung, Watt * Stunde = Wattstunde [Wh].
      Ein kleiner aber feiner Unterschied.

      Ach ja, und "Stromleistung" gibt es nicht, wenn das der Julius sieht. :lol:

      Nehmen wir mal an, die Anlage schafft die 5.000kWh p.a. Das würde voraussetzen, dass sie das ganze Jahr über auch die dabei erzeugte thermische Energie irgendwo unterbringen kann. Zu den 14kWh el. werden ja auch etwa 19kWh thermisch erzeugt. Kann man diese nicht nutzen, dann wäre die el. erzeugte kWh richtig teuer und kaum billiger als der normale Stromtarif.
      Im Sommer bleibt für die thermische Energie nur die WW-Erzeugung. 19.000Wh, das wären um die 550 Liter WW mit Wohlfühltemperatur. Eine "Familie" benötigt diese Menge täglich sicherlich nicht (nur in Extremfällen, aber niemals über das ganze Jahr betrachtet).

      Im Winter könnte man die Energie auch in den Heizkreis schieben, der nimmt immer Energie auf, aber ich weiß nicht in wieweit das Gerät diese Betriebsweise unterstützt. Ich gehe mal davon, dass dies möglich ist.

      Um 4.000kWh el. p.a. als Eigenverbrauch hinzubekommen, da muss man sich die Rahmenbedingungen genau anschauen. Gewerbe hätte den Vorteil, dass auch tagsüber irgendwelche Verbraucher eingeschaltet sind, so dass sich der Energiebedarf besser über den Tag verteilt. Man hätte dann nur die Nachtzeiten mit Leerlauf. Trotzdem könnten die 4.000kWh sehr sportlich werden.

      "MiLeb" schrieb:


      Garantie 10 Jahre bei Wartungsvertrag (250 €/a), incl. Verschleißteile (Brennstoff-Staks nach 8-10 Jahren enthalten). Damit sollten Überraschunegn ausbleiben. Kosten sind bei 30 K brutto komplett.


      Jepp. Die Preise wurden wohl gesenkt.

      "MiLeb" schrieb:

      Die Anlage beinhaltet ein Gewerbe, also bekommt man die MWsT zurück.


      Vorsicht bei gemischter Nutzung, wenn die Anlage im gewerblichen Bereich in Betrieb geht (VSt. Abzug) dann wird die MwSt. dem privat genutzen Anteil wieder zugeschlagen. Das gilt auch für Abschreibung etc. Vorher unbedingt Steuerberater fragen wie er das auseinander dividieren möchte. Privat und Gewerbe strikt trennen sonst fällt einem das bei der nächsten BP auf die Füße. Nach meiner Erfahrung achten die Prüfer insbesondere auf solche Zusammenhänge. Das Stichwort: "Diese Ausgaben sind aber privat veranlasst" ;)

      Beim Wartungsvertrag schauen was da alles enthalten ist. Es gibt von diesem Hersteller eine Art "Garantievertrag" und man kann zusätzlich einen "Wartungsvertrag" abschließen.

      "MiLeb" schrieb:


      Die Anlage würde rechnerisch einen Gewinn einfahren.


      Wenn sich das unter Deinen Bedingungen wirklich rechnet, dann los. MIt Garantie/Wartungsvertrag solltest Du zumindest die nächsten 10 Jahre Ruhe haben.

      Ansonsten wäre zuerst einmal zu überlegen, was eine Alternative kosten würde. Evtl. auch mal Geräte eines anderen Herstellers betrachten.

      "MiLeb" schrieb:


      Um ehrlich zu sein, suche ich den Haken an der Geschichte.


      Der Haken dürfte darin liegen, dass Erträge nicht wirklich kalkulierbar sind, das gilt insbesondere für deren Nutzung, sprich Eigenverbrauch. Davon ist aber die Amortisation abhängig.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Der Hersteller schreibt zum Thema Wartung:

      Wartung
      Brennstoffzellenmodul:
      ■ Wartung alle 2 Jahre mit Austausch des Luftfilters und der Deionisations-
      Kartusche zur Vollentsalzung des Brennstoffzellenkühlkreislaufs
      ■ Alle 5 Jahre müssen die Gassensoren ausgetauscht werden.
      Gas-Brennwertmodul:
      ■ Wartung erfolgt jährlich.


      Was die Garantie- bzw. Wartungskosten betrifft, so erscheinen mir die 250,- € p.a. etwas niedrig. Angeblich kostet allein der Garantievertrag den Handwerker schon 200,- € p.a. und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass er dann alles (also inkl. Wartungsaufwand) zum Endkundenpreis von 250,-€ durchreichen kann.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Die kleinen kniffligkeiten beim Gewerbe sind klar, bei der Anschaffung geht es jedoch voll durch. Für die später Privatanteile gibt es vom Anlagenhersteller tolle Berechnungshilfen. Das ist auch noch gar nicht eingerechnet. Die volle MWsT auf die Anlage mit Montage macht halt schon viel aus.
      Wärmespeicher hat die Anlage 2. Heizung und WW, beide können als thermischer Puffer geladen werden. Die Eigennutzung Strom wird von allen Herstellern mit 80 % angesetzt. Bei unter 60 % rutsche ich langsam in die roten Zahlen, wobei ja noch nicht alle Vergünstigungen eingerechnet sind. Wohl aber alle Ausgaben, die 10 Jahre sind Garantie mit Verschleißteilen duch den Installateur. Der darf nur nicht Pleite gehen. Finanzierung habe ich über 10 Jahre angesetzt.
      Kleinere Geräte machen von Anfang an Minus. Größere sind sinnlos, auch ein Sterling rechnet sich schlechter. Ausserdem ist der mechanisch, da kann doch mehr kaputt gehen.
      Die Heizung zu ersetzen kostet halt auch Geld. Und selbst das kann man nicht genau rechnen, da man die Einsparung durch neue Technik auch nicht genau vorher sagen kann.

      Momentan überlege ich halt: Gerät ersetzen kostet Geld. Brennstoffheizung erwirtschaftet Geld. Selbst bei schlechter Nutzung noch ein Nullgeschäft. Bei gaaaanz viel Pech kostet es Geld. Aber Gerät ersetzen kostet von Anfang an.

      Dazu kommt noch der Umweltgedanke. Die Brennstoffzelle reduziert CO2 um etwa 1/3. Das ist mir durchaus auch etwas Wert, ich lebe ja nur auf dieser Erde, die gehört mir ja nicht. Und meine Kinder sollen auch noch was von Mutter Erde haben. Ich bin zwar nicht Grün angemalt, aber etwas Verantwortlich fühle ich mich schon auch für die Umwelt.

      Die Wartungsvorschriften des Herstellers sind klar. Ich kenne sogar den Preis für die Anlage, dazu gibt es Rabatt für Handwerker in unterschiedlichen Höhen, auch bei der Garantieverlängerung. Bruttoanlagenpreis laut Liste unter 20 K Euro. Garantievelängerung dürfte mein Anbieter für lau bekommen, bei den Stückzahlen.
      Wartung Brennwert 1/a. Brennstoffzelle alle 2 Jahre, wobei Luftfilter und Kartusche keine 50 € kosten. Am teuersten werden die Staks am Ende gegen 8-10 Jahre. Und die lasse ich ausdrücklich mit in den Vertrag aufnehmen. Erneuerung der Staks dürfte gut über 500 € liegen. Wobei 2500 € dagegen stehen. Sicher ein Minusgeschäft, es gab aber auch kaum noch was am Paketpreis zu verhandeln. Ich denke, ein bischen muss die Firma ja auch noch verdienen.
      Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Also geht es hier um einen Austausch einer alten Anlage, richtig? und die alte Kiste war/ist auch ein Gasgerät.
      d.h. man kann direkt die neue Anlage anschließen.
      Schornstein"sanierung" ist auch erforderlich (da neu ein LAS zum Einsatz kommt).
      Ansonsten gibt es nichts zu tun, sprich man kann direkt an den "alten" Heizkreis.

      Wie hoch war bisher der Heizenergiebedarf pro Jahr?
      Was für Heizflächen? (Heizkörper? FBH?)
      Kennst Du zufällig den jährlichen WW Bedarf? (in Liter oder kWh)

      Ich habe halt mit den 4.000kWh Eigenverbrauch noch ein bisschen Bauchschmerzen, das ist eine Menge, und wenn Du nachher bei 2.000kWh landest sieht die Welt plötzlich völlig anders aus.

      Wegen der Steuergeschichte bitte Stb kontaktieren. Was augenscheinlich (Vorsteuerabzug) so gut aussieht, kann bei genauerer Betrachtung völlig anders aussehen. Es ist zwar richtig, dass Du beim Kauf direkt die VSt. abziehen kannst, aber bereits beim Jahresabschluss sieht die Welt schon wieder anders aus. Keine Ahnung wie die Heizkosten bei Dir abgerechnet bzw. zwischen den Parteien aufgeteilt werden.
      Ich gehe mal davon aus, dass das Gebäude der Firma gehört. Ansonsten wird es nochmals komplizierter.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Die Eigennutzung Strom wird von allen Herstellern mit 80 % angesetzt. Bei unter 60 % rutsche ich langsam in die roten Zahlen, wobei ja noch nicht alle Vergünstigungen eingerechnet sind.


      Du suchst doch den Haken .... Da isser.

      Ich hab letztens eben wegen diesem Thema mit nem Neubaukunden aus 2012 telefoniert, da er die ganzen Verbrauchswerte seit 2013 exakt vorliegen hat. Ergebnis ... am "schlechtesten Tag" betrug der gemittelte Verbrauch 250 Watt ansonsten regelmäßig drunter.

      Ich wette wenn in einem Haushalt keine langlaufenden Dauerverbraucher wie Aquarium oder spezielle Lampen für irgend nen Anwendungsfall vorhanden sind gehen regelmäßig min. 50% des gemittelten Verbrauchs als Lastspitze in die Rechnung ein. Im obigen Fall lag die ständige Verbrauchslast über Stunden bei 50 bis 75 Watt. Zudem ists ein Gebäude mit den typischen Verbrauchskurven ... morgens 6 bis 8 hoch (Licht, Bad, Frühstück) danach ist die Hütte unter der Woche leer ... und dann trudelt so ab Nachmittags die Bewohnerschaft wieder ein .... und es baut sich die nachmittägliche bis abendliche Verbrauchsbeule auf. Im Durchschnitt gibts da NIE die 80% selbst die 60% könnten nur mit nem 2 Tages Batteriepuffer tatsächlich genutzt werden, was immer noch heftig auf die Dauerlaufzeiten drücken würde.

      Blos weil alle die selbe Masche bei den Kalkulationen reiten muss das in der Praxis noch lange nicht auftreten.
      Früher nahm man als "Basisdauerlast" für die hohen Laufzeiten 10% des Jahresverbrauchs als Daumennagelrichtwert ... so daneben war das nicht.

      Je kleiner die Anlagen werden desto wichtiger wäre ein intelligenter Stromzähler für min 2. Jahre vorher um die tatsächlichen Verbrauchsgewohnheiten analysieren zu können. Ohne (Strom-)*Puffer* gehts meiner Meinung niemals über 50% Eigenverbrauch .....

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Genau diese Grundlast ist das Problem. Die liegt bei mir zuhause auch in der 50W Klasse. Nur hier im Betrieb ist sie höher. Ich schicke zwar so Kandidaten wie den Fax-Server "schlafen", aber einige Messgeräte werden ja 24/7 beheizt damit sie ihre Genauigkeit behalten, und die Kameras sind auch 24/7 aktiv. Dazu dann noch Router, Telefonanlage usw. Da kommt schon einiges zusammen.

      Ich habe so lange hin und her gemessen und gerechnet, bis ich dann bei Speicherlösungen gelandet bin. Damit hatte ich das "technische" Problem schnell gelöst, bis ich dann auf die Idee kam auch mal nachzuschauen, was das in Euro kostet. ;)
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "R.B." schrieb:

      Die liegt bei mir zuhause auch in der 50W Klasse

      Das ist ja wirklich extrem wenig. Router, Switche, Kühlschrank, Gefriehrtruhe, Standby-Geräte, Heizung, ... summieren sich in unserem 4-Personenhaushalt auf ca. 160W Grundlast.
      Im Anhang mal ein typisches Verbrauchsprofil.
      Edit sagt: Der Anhang will nicht, keine Ahnung warum :(
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "Dino15" schrieb:

      "R.B." schrieb:

      Die liegt bei mir zuhause auch in der 50W Klasse

      Das ist ja wirklich extrem wenig. Router, Switche, Kühlschrank, Gefriehrtruhe, Standby-Geräte, Heizung, ...


      Kühlschrank und Gefrierschrank haben bei mir keinen nennswerten stand-by Verbrauch. Das gilt auch für die Heizungsanlage, da ist nur der Regler aktiv. Wenn niemand zuhause ist schalten Pumpen etc. nur sporadisch ein. Selbst meine Zirk.pumpe wird bedarfsgesteuert. Der ganze Rest spielt wirklich kaum eine Rolle.
      Ob das jetzt 55W oder 50W oder 45W waren, so genau kann ich das jetzt nicht sagen. Dazu müsste ich mal zuhause in den alten Unterlagen schauen. Ich war aber selbst erstaunt, dass es so wenig war. Messfehler schließe ich mal aus, der verwendete Analyzer ist schon ziemlich genau.

      Hier im Büro habe ich 73,4W was aber daran liegt, dass allein der Fax-Server nicht unter die 34W geht. Mit dem Rest des Gebäudes liege ich bei etwa 180W, da sind aber dann auch die Geräte, Kameras usw. mit drin.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Hmm, muss ich mal schauen woran das bei mir liegt. Hier ein beliebiger Tag - meist sind eher 10kWh/Tag. Hier war wohl keine Waschmaschine/Trockner am Laufen.

      Die Zackenlinie im Grundverbrauch sind übrigens in der Tat Kühlschrank + Gefrierschrank. Verbrauch zusammen (geschätzt) 400kWh/a -> ca. 1kWh/Tag -> 50W. Ich bezweifle ein wenig das das bei dir wesentlich weniger sind.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "R.B." schrieb:

      Kühlschrank und Gefrierschrank haben bei mir keinen nennswerten stand-by Verbrauch.

      So, jetzt habe ich mal nachgeschaut, mein A++-Kühlschrank mit kleinem Gefrierfach ist angegeben mit 198kWh/a bei einem Anschlusswert von 90W. D.h. vermutlich läuft er ungefähr ein Viertel der Zeit mit 90W, Dreiviertel der Zeit mit 0W -> im schnitt 22,8W.
      Entsprechendes dürfte für die A+ Gefrierschrank gelten. Ich lag mit meiner Schätzung also ziemlich gut.
      Deine 50W Grundverbrauch sind also nur zu den Zeiten gültig, in denen Kühlschrank und Gefrierschrank gerade nicht laufen.
      Und wenn ich jetzt a) 45W meiner KWL und b) 22W meiner Umwälzpumpe von dem Minimum 141W aus der Grafik abziehe, liege ich wenigstens nicht mehr ganz so weit von den 50W bei dir weg, die mir zunächst unrealistisch wenig vorkamen...
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Ich kenne ja den Verbrauch im Haus, bei 7500 KW/h im Jahr erscheint mir die Möglichkeit 4000 - 5000 KW/h aus der Brennstoffzelle zu ziehen, realistisch. Für kleineren Verbrauch gibt es Wettbewerber mit 300 W/h. Ob sich das rechnet, habe ich nicht im Detail durchgespielt. Eine Datenroheingabe ergab aber von Anfang an Verluste.

      Im Haus laufen 3 Kühschränke, meine Frau übt Ihr Geschäft von zu Hause aus. Damit ist ein hoher Grundverbrauch über Tag einfach da. Die grafische Verteilung wird ähnlich sein, mit höherem Niveau halt.

      Bisher sieht das alles noch gut aus.
      Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Wenn die Anlage gebaut wird, bin ich gespannt auf die Zahlen.
      Ich schätze einen max. Eigennutzungsanteil auf 40 - 50% des Verbrauchs.

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "MiLeb" schrieb:

      Ich kenne ja den Verbrauch im Haus, bei 7500 KW/h im Jahr erscheint mir die Möglichkeit 4000 - 5000 KW/h aus der Brennstoffzelle zu ziehen, realistisch. .


      Du kennst den Jahresverbrauch aber halt nicht dessen Verlauf (über den Tag, Woche, Monat, Jahr gesehen).

      Wenn ständig jemand zuhause ist, erhöht das die Grundlast, das ist korrekt, zumindest so lange derjenige nicht nur im Bett liegt.

      Wenn es gelingt die Verbraucher so zu steuern, dass die "Grundlast" hoch und mehr oder weniger konstant ist, dann könnte ich mir vorstellen, dass Du 50% Deines Jahresverbrauchs abdecken kannst. Ansonsten eher nicht.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "Dino15" schrieb:


      Deine 50W Grundverbrauch sind also nur zu den Zeiten gültig, in denen Kühlschrank und Gefrierschrank gerade nicht laufen.
      .


      Als Grundlast betrachte ich die Verbraucher die halt 24/7 Energie benötigen. Alle Verbraucher die "getaktet" werden zählen an sich nicht zur Grundlast, denn da müsste man den Faktor Zeit mit einführen was der "Grundlast" widersprechen würde.
      Für den Tagesverbrauch sind diese natürlich relevant, das ist klar, und so lange die Leistungen im Bereich der Brennstoffzelle bleiben, kann man für diese Zeiten auch die Brennstoffzelle als Energielieferant betrachten.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Wenn es gelingt die Verbraucher so zu steuern, dass die "Grundlast" hoch und mehr oder weniger konstant ist

      Wunschdenken aller die Kalkulation schön rechnen wöllen.

      Ohne "Puffereinrichtung" mit wenigstens 5 kWh und min. 2 kW kurzfristigst verfügbarer Entnahmeleistung geht das in die Hose.
      0,75 kW x 24 h = 18 kWh ...
      Wenn tagsüber grade mal Grundlast 100 Watt plus bizzli Beleuchtung und vielleicht nen Rechner oder so noch für zusätzliche 300 Watt Dauerlast sorgen gehen jede Stunde 350 bis 450 Wh als Überschuss ins öffentliche Stromnetz. Schaut man sich die kurzen Peaks an summiert sich das auf max. ne Stunde an der die Leistung komplett selbst verbraucht wird und ein "Mangel" aus dem Netz ausgeglichen werden muss.

      Geht man von 7500 kWh Jahresbedarf aus so liegt der gemittelte stündliche Durchschnitt nur bei ca. 850 Watt.

      Zahlen wie *schnell* ein Stack dem Bedarf nachgeführt werden kann kenne ich noch nicht. M.W. gibts auch nur einen Anbieter der eine modulierende Leistungsabgabe bislang überhaupt hinbekommt. Wie Deckungsgleich das ausgeregelt werden kann ---> ??? (noch keine Erfahrungswerte).

      Zeiten mit Grundlastbedarf (Nachts) sind dabei noch nicht mal ins Kalkül gezogen.

      In der Summe aller Normalitäten in einem kleinen Wohngebäude halte ich die 80% Vorrechenangaben der Anbieter vor deftigst geschönt.
      Der einzige Anbieter, der da m.E. "technisch" auf der richtigen Schiene liegt kommt aus der Münchner Ecke.
      Kleine elektrische Leistung und thermische Abwirtschaftung über die WW-Bereitung ggf. mit minimaler Heizungsunterstützung.

      "Wirtschaftlich" klemmts meistens am (noch) hohen Mehrinvest der regelmäßig nur unter optimalsten Nutzungsbedingungen "wiedersehen" auf dem Zettel stehen hat.

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      .... das deckt sich übrigens in groben Zügen auch mit ner Schweizer Untersuchung zur regenerativen bzw. dezentral erzeugten Stromversorung, die sich mit der Frage der erforderlichen Pufferlösungen bei der öffentlichen Stromversorgung beschäftigt hat.

      Gruß
      Achim Kaiser
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "Achim Kaiser" schrieb:

      Wenn es gelingt die Verbraucher so zu steuern, dass die "Grundlast" hoch und mehr oder weniger konstant ist

      Wunschdenken aller die Kalkulation schön rechnen wöllen.

      Ohne "Puffereinrichtung" mit wenigstens 5 kWh und min. 2 kW kurzfristigst verfügbarer Entnahmeleistung geht das in die Hose.
      0,75 kW x 24 h = 18 kWh ...
      Wenn tagsüber grade mal Grundlast 100 Watt plus bizzli Beleuchtung und vielleicht nen Rechner oder so noch für zusätzliche 300 Watt Dauerlast sorgen gehen jede Stunde 350 bis 450 Wh als Überschuss ins öffentliche Stromnetz. Schaut man sich die kurzen Peaks an summiert sich das auf max. ne Stunde an der die Leistung komplett selbst verbraucht wird und ein "Mangel" aus dem Netz ausgeglichen werden muss.


      Genau so ist es. Die Energie die im Netz ist kann man nicht zurück holen, und alles was an Energieverbrauch über die Generatorleistung hinaus geht, muss aus dem Netz bezogen werden.
      Die überschüssige Energie in einem WW-Speicher zu sammeln ist einerseits zwar schön und gut, doch den Speicher könnte ich sowieso schon für 5-6Ct./kWh laden.
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      Da liegt eben dann auch das *kaufmännische* Problem.
      Es wird vorgerechnet, dass 80% Eigenverbrauch angesetzt werden kann.
      Ohne einen Lastpuffer in der beschriebenen Größe wirds im EFH immer klemmen.

      Gruß
      Achim
    • Re: Brennstoffzelle im 1-2 Familien Haus

      "Achim Kaiser" schrieb:

      Da liegt eben dann auch das *kaufmännische* Problem.


      Jepp, und der Grund warum ich mir keine Freunde mache, wenn ich darauf hinweisen, dass es nicht nur Schönwetter gibt. :D

      Ob Solar oder BHKW, so lange im Haus reale Menschen leben, braucht man Speicher, was das Anlagenkonzept unwirtschaftlich macht, oder man "verschenkt" Energie, was ebenso die Wirtschaftlichkeit in den Keller zieht.
      Absolut irre wird es dann, wenn Verbräuche generiert werden, nur um die Energie selbst nutzen zu können. :o
    • So. Anlagendaten nach 33 Tagen Betrieb. Mit kleinen Anlaufschwierigkeiten, aber wo geht immer alles glatt von Anfang an?

      Elektrisch:
      540 kWh Verbrauch (errechnet)
      240 kWh vom Netz bezogen
      140 kWh eingespeist
      470 kWh selbst erzeugt
      330 kWh Eigenverbrauch

      etwa 70 % Eigennutzungsanteil trotz Anlaufphase.

      Gasverbrauch ist tendenziell gleich, trotz Verbrauch der Brennstoffzelle.

      Allerdings sollte man sich intensiver mit solch einer Anlage beschäftigen. Ist sicher nicht einfach so für jeden Verbraucher geeignet. Dazu müssten die Informationen besser aufbereitet werden.
      Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o