Podest aus gefärbtem Sichtbeton - Empfehlenswert?

    • Stahlhuber schrieb:


      [...] Wobei das dann auch wieder so ein Materialmix wird - als Pflaster Auffahrt/Garage/Zuwegung Huas haben wir schon was anderes ausgesucht...
      Materialmix heißt aber auch, dass sich z.B. Podest und Stufe farblich voneinander absetzen und so die Erkennbarkeit der Kante verbessern. Sind Podest und Stufe aus dem gleichen selben Material hergestellt, kann - je nach Lichteinfall - die Erkennbarkeit der Kante zwischen Stufe und Podest schwierig werden.

      Es muss ja nicht bunt werden, aber ein Sprung im Farbton kann es schon sein.

      Und an Kappenbeton mit Besenstrich (Rosshaar) hatte ich auch schon gedacht.
      Bei Sichtbetonflächen im Gehbereich besteht auch die Gefahr, dass mal was 'drauftropft oder etwas 'drauf abgestellt wird und dann Stoffe auf den Beton gelangen können, die sich nicht so gut mit Beton vertragen. Es gibt da ganz "böse" Kombinationen: Öl (Türscharniere nachölen, Schloss-Spray), einige farbintensive Lebensmittel, Reinigungsprodukte, ....

      Hier sehe ich den Vorteil beim Naturstein (wenns nicht gerade Marmor oder Sandstein ist)
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Bekommen nun ein Angebot für ein Podest aus Granit geflammt...

      Allerdings kam nun der Hinweis, dass jener empfindlich bzgl. Wasserflecken sei (nasse Schuhe, die dort stehen, Wassertropfen von der Überdachung etc.). Ist dem so?

      Was ist von Terrazzo im Aussenbereich zu halten? Mein Estrichleger ist dahingehend ein kleiner Künstler, daher wäre das auch noch eine Option...
    • Hallo,

      man kann sowohl Granitoberflächen als auch Terrazzooberflächen mit Imprägnierern behandeln. Das macht sie schmutzunempfindlicher und vermindert stark das Eindringen von flüssigen Medien. Im Außenbereich ist besonders darauf zu achten, das der Imprägnierer UV-beständig ist oder wann ggf. eine Nachbehandlung erfolgen muss. Bei der Auswahl des Imprägnmieres muss man darauf achten, ob er (je nachdem was man denn haben will) Wasser uind/oder Ölabweisend sein soll. Weiter gibt es auch Produkte, die zusätzlich noch Farbtonvertiefend wirken. Beim Flammen von vielen Graniten geht z.B. die Farbintensität "in die Knie". Mit einem Farbtonvertiefenden Imprägnierer kann man die Intensität wieder auffrischen.

      Wichtig ist auch, dass das zu behandelnde Material trocken ist. Hierzu, wie auch bei allen anderen vorgenannten Eigenschaften, sind die Hersteller Empfehlungen zu beachten.
      Carpe Diem
    • Bei mir liegt Granit auf einem Podest (NO-Seite) mit Fundamentplatte von 4.6 x 1.5 (komplett überdacht). Ein paar Erfahrungen.
      Du wirst bei starkem Regen und Wind am Tritt immer etwas stehendes Wasser haben und diese Stelle sollte für alle Eintretenen besonders rutschfest sein. Das ist nicht zu unterschätzen. Mein Verarbeiter hatte schon einige dieser Podeste gebaut und mich darauf hingewiesen, er hat mir deshalb von geflammten ab- und zu gestocktem Granit geraten. Ungeachtet der Optik würde ich auf geringen Eisenanteil achten.
      Bedenke auch, dass so eingelassene Fussmatten immer den Staubsaugereinsatz/Kehrschaufel bedeuten, weil die Brocken auch mal raus müssen und wenn der Rost "stylisch" mit geringen Spaltmassen eingelassen ist brauchst du auch Hilfswerkzeug zum raushebeln, nix fürs Frauchen.
      Gestockter Granit hat wie schon geschrieben geringere Farbkontraste, bleibt aber länger farbstabil.
      Vergiss diese Oberfächenversiegler zur "Rutschhemmung", das ist Höllenzeugs.
    • Stahlhuber schrieb:

      Es hat sich nun alles etwas geändert - es wird Betonblockstufen und dahinter das Pflaster mit eingelassener Fussmatte geben.
      Was für Pflaster?
      Bei Mosaikpflaster in Mörtelbett habe ich die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, wenn OK Pflaster und auch OK Mörtelbett etwas höher liegen als die umliegende Betonsteinpflasterfläche / o.ä. Flächen.
      Liegt nämlich OK Mosaikpflaster gleich auf mit OK Beton/Betonsteinpflaster, dann liegt die Mörtelbettfläche einige mm tiefer und bei zu geringem Gefälle läuft das Wasser schlecht bis gar nicht ab. Auch bei überdachten Eingangsbereichen, wenn der Wind den Regen unter das Vordach drückt.
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
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      (Andreas Marti; Schweizer)
    • Bughandle schrieb:

      Vergiss diese Oberfächenversiegler zur "Rutschhemmung", das ist Höllenzeugs.
      @Bughandle: Ich habe von Imprägnierern geschrieben, die die Farbintensität verbessern. Von Herstellung/Verbesserung der Rutschhemmung habe ich überhaupt nicht geredet.
      Im Außenbereich sollte die Oberfläche mindestens eine R10 V4 oder R11 nach DIN51130 aufweisen. Das kann man mit sog. rutschhemmenden Imprägnaten bisher nur erreichen, wenn die Applikationsoberfläche selbst schon eine hohe Rutschhemmung aufweist. Sowas würde ich sicher nicht empfehlen.

      Eisenanteil: Granit besteht aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Glimmer im Granit ist i.d.R. Biotit und das ist Eisenglimmer, im jungfräulichen Zustand schwarz. Ob der oxidiert (Rostet) oder nicht hängt mit seinem Zustand zusammen und nicht mit der Menge.

      Eingelassene Sauberlaufzonen: Diese haben den Vorteil, das Verschmutzungen nach unten fallen und die Oberfläche länger funktioniert. Wenn der Dreck auf der Oberfläche liegen bleibt ist das nicht zielführend.

      Gruß
      MPI
      Carpe Diem
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