Putzsorten und so

    • Putzsorten und so

      Hallo Forum,

      zum Putz allgemein gibt es kein Thema. Daher setzt ich es in die Bauphysik.

      Die letzten 20 Jahre haben sich die Putzsorten und Variationen vervielfältigt.
      Bestimmt auch durch die neuen Anforderungen bei WDVS und alternativen Mauerwerkskonstruktionen.

      Wo liegen denn hier die unterschiede?

      Früher wurde einfach Putz aufgetragen in 15-20mm je nach Baujahr (sandiger Putz, Kalkputz (Speis...))
      Heutzutage gibt es Ober und Unterputz.
      Unterputz oder auch Grundputz genannt, Kalk, Zement und Gipsputze

      Bei den Oberputzen ist ja nicht direkt rauszulesen was da drinsteckt.
      Structo
      Sk leicht
      ect ect ect.
      Aus was besteht das Zeug und wie ist das Bauphysikalisch zu betrachten?
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • Hmm nicht so pauschal. Auch früher wurde bereits mit Ober- und Unterputz gearbeitet. Manches sind nur verschiedne. landläufuge und regionale Begriffe. Ich tippe einmal es geht um Außenputze?
      Und früher wurde auch nicht einfach Putz aufgetragen sondern auch auf den Untergrund , die Optik und die Beanspruchung abgestimmt. Bei den heutigen Mauerwerken (Steine mit hoher Dämmwirkung), der anderen Vermörtelung (hochfeste, dünne Mörtelschicht) und den größeren Formaten, sowie bei den weichen Untergründen der WDVS benötigt man andere Putze und Aufbauten.

      Die Vielfalt und die Möglichkeiten durch die Chemie sind gegenüber früher vielfältiger.

      Innenputze waren früher vielfältig, aber auch viele arbeitsintensive Techniken. Regelmäßig 2-lagige kalk basierte Putze bzw. mit Feinschicht.
      Dann die Zeit der einlagigen Gipsputze, schnell Maschine. Heute werden wieder alle Techniken ausgegraben und man scheut manchmal nicht vor den arbeitsintensiven alten Techniken zurück. Allerdings zucken doch viele bei den Preisen und wollen trotzdem so was.
      Dazu haben Hersteller die malerfahigen Putze auf Dispersionsbasis entwickelt - Putz aus dem Eimer, fertig angerührt.

      Daher die scheinbare und doch vorhandene Vielfalt.

      Man muss sagen was man für einen Untergrund hat, welches Endergebnis man will und bereit ist zu bezahlen. Dann grenzt sich die Vielfalt sehr schnell ein.

      Noch ein Aspekt: Wer hat heute noch Zeit? für einen Luftkalkmörtel? Dann doch aus dem Eimer....
      Okö und so kommt auch noch dazu, sonst würde in unseren Breiten keiner mehr auf die Idee kommen und Lehm einsetzen.
      Manches hat auch andere Hintergründe. Früher konnte man sich nix anderes leisten, heute muss man sich das leisten können...
      Nachdenken kostet extra!
    • ...Luftkalkmörtel.... das blieb gerade hängen...
      beim Nachlesen was sich darunter verbirgt hat sich ein Herr Konrad Fischer ja weit ausgelassen... aber das hab ich grundsätzlich keinen Durchblick oder der Kopf steht mir gerade woanders.

      Verteufelt werden ja die Kunstharze und Silikate....
      Kalk an sich ist im Denkmalbau oft von früher noch vorhanden... und darauf müsste aufgebaut werden.

      Ich weis nicht obs damit was zu tun hat... Aber Kalkfarbe oder kalkputz wurde früher in einer Blechwanne angemischt und der ganze Keller damit vollgesaut? Kenn das von meinem Grossvater noch.
      Und das zeug ging nie kaputt. Die Wanne Stand so ewig rum und irgendwann hat man das mal wieder angerührt wenn man was gebraucht hatte..... aber ob das Putz war?
      Manche Diskussionen dauern länger als das handwerkliche probieren und ausführen. :sos: :lol:
    • Wieso ist das kein Putz? Wenn man Zeit hat geht's auch heute noch - so ne Sumpfgrube auf der Baustelle - publik machen und die Baustelle kann Führungen anbieten. Luftkalk härtet übr CO2 aus. Braucht seine Zeit. Manche Kirchenfenster waren 8 Jahre eingerüstet.
      als Innenputz sollte man auch ein paar Monate Zeit haben, bevor die oberste Schicht drauf kommt.
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    • Und um es mal definierter zu hinterfragen...

      Warum wird Kalkputz als so wertig angesehen...

      Zemethaltige Putze sind doch auch auf dem Markt..

      Bei Gipsputz kann ich mir die Daseinsberechtigung noch herleiten wegen Rohstoffpreis und schneller Verarbeitung.

      (Ich kanns verstehen das der Ursprung der verschiedenen Putze an örtlichen Gruben-Gewinnungsstätten lag, aber heutzutage gibts ja alles überall)
      Früher gabs hier etliche Ziegel und Dachziegelwerke--daher auch sehr viele Ziegelhäuser und Ziegeleindeckung...örtlich bedingt.
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    • Wie alt ist Zement? Wie wird der hergestellt? Preis? Eigenschaften von Zementputz? zementhaltigen Putzen?
      dito für Kalk? a) Kalkhydrat, b) Luftkalk?
      Was ist mit Verarbeitung? Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe? Feuchtigkeits Resistenz? Was ist mit Maschine verarbeitabr?
      Unterschied Haftputz zu Anwurfputz?

      Warum will man Lehmputz?

      Es gibt doch schon son Innenputz thread.

      Also MP75 in die Maschine und/oder Eimer Dispersionsdekomasse - einfach, günstig. Können alle.
      Danach fängt das Thema erfahrene, ausgebildete Fachkraft an.

      Ich selbst gehe als Kompromiss auf Gips-Kalkputz. Die sind aber nur mit Erfahrung mit der Maschine verarbeitbar.
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