Mindesthöhe des Kamins für eine Räucherkammer

    • Mindesthöhe des Kamins für eine Räucherkammer

      Guten Abend Forum,

      falls ich im falschen Unterforum bin, bitte den Beitrag verschieben.

      Wenn man in einem Wohngebiet eine Räucherkammer betreiben möchte, was ist die Mindesthöhe für den Kamin dafür?
      Und was ist die empfohlene Höhe - falls die Mindesthöhe zwar rechtlich ok ist, aber für die Nachbarschaft zu niedrig?
      Hat jemand Erfahrung?

      Vielen Dank im Voraus!

      Viele Grüße
    • Anforderungen sind analog zu Schornsteinen für feste Brennstoffe. Mein Räucherschrank steht im Keller und ist an den 2. Zug des Schornsteins angeschlossen. Der Segen des Schorni war kein Problem.

      Zuerst also einen Blick in die FeuVo werfen und dann noch die BimSchV studieren.

      Soll die Kammer in's Freie?
      Abstand zu den Nachbarn? Zu eigenen Fenstern?
    • ich kann mir auch vorstellen, dass das rechtlich so gehandhabt wird,
      wie z.b. ein holzbefeuerter pizzaofen. schorni fragen.

      frage ist nur, was verstehst du unter kammer?
      und was möchtest du räuchern?

      neue freunde jedenfalls, wirst du dir in deinem wohngebiet damit nicht schaffen.
      - im weglassen des nicht notwendigen erkennt man das wesentliche -
    • Der TE soll jetzt zuerst mal erklären, was er unter einer Räucher"kammer " versteht. Reden wir über einen kleinen Räucherofen der nur alle Schaltjahre genutzt wird? Dann ist es was anderes als bei einer Räucher"kammer".

      Bei einer Räucher"kammer " wird sehr genau geschaut, davon kann jeder Metzger ein Lied singen, denn die Dinger fackeln gerne mal ab.

      Ein Räucherofen für's Hobby, der ein- oder zweimal im Jahr in Betrieb ist, spielt in einer anderen Liga. Da muss man sich eher mit den Nachbarn auseinandersetzen.
    • die Frage ist, ob Feuerstätte gem. Feuerstättenverordnung oder nicht.
      Und eine Feuerstätte ist "ortsfest".
      D.h. ein Smoker oder mobiler Räucherschrank => keine Anforderungen.

      Eine belibiege Belästigung deiner Nachbarn mit Rauch ist aber auch hier nicht drin.. würde hier analog die Rechtssprechung zum Grillen mal ansehen.
    • Guten Abend,

      danke für Eure Meinungen und Infos.

      Zitat (ist die Zitatfunktion hier kompliziert, wenn man nur einen Teil will):
      Der TE soll jetzt zuerst mal erklären, was er unter einer Räucher"kammer " versteht. Reden wir über einen kleinen Räucherofen der nur alle Schaltjahre genutzt wird? Dann ist es was anderes als bei einer Räucher"kammer".

      Gemeint ist nichts professionelles, sondern ein Räucherofen für gelegentlich mal alle "Schaltjahre".
      Am Hausplan wird noch gearbeitet, so könnte es aber in die Baugenehmigung gleich mit einfließen. Zunächst dachte ich außen an der Hauswand bei der Terrasse, da wir ein abfallendes Gelände haben und die Terrasse aufgeständert wird könnte sich daran an einer Terrassenstütze ein Räucherofen anschließen. Dann könnte aber ein sehr langer Kamin nötig sein (2 Vollgeschosse + 1 Satteldach gilt es zu überwinden), was der Grund meiner Frage war.
      An der Stelle wären zwei Fenster darüber, Abstand zum Nachbarn: Zur Grundstücksgrenze ca. 5 m.
      Eine andere Überlegung wäre, falls es doch ein Kaltdach wird, es unterm Dach zu machen, allerdings habe ich da mehr Bedenken wegen Feuergefahr.
      Ein konkretes Modell gibt es noch keines, die Idee ist in einem sehr frühen Stadium.

      Viele Grüße
    • Moin,

      wenn der Räucherofen an einen festen Kamin angeschlossen wird, pflegt ihn auch der Schornsteinfeger jährlich :lol: , wenn er nur ab und zu mal genutzt wird, gibt es doch bestimmt auch mobile Lösungen? Ansonsten einen festen Kamin mit jährlicher Pflege wird es ein kostspieliges Räuchern, bei gelegentlicher Nutzung. Aber ehrlich gesagt, habe ich auch keine Ahnung, wie lange so ein Räuchervorgang dauert für die mobile Lösung und Räucherbelastung der Nachbarn ?(
    • Amibobo schrieb:

      Zitat (ist die Zitatfunktion hier kompliziert, wenn man nur einen Teil will):

      Wieso? Einfach im Beitrag markieren, dann erscheint "Zitat speichern/Zitat einfügen", auf "zitat einfügen" klicken, und es wird in Deinem neuen Beitrag eingefügt. Viel einfacher geht wohl kaum.
      Du kannst auch mehrere Zitate speichern, und dann rechts unten unter "Zitate (x)" klicken, und dann auswählen was Du einfügen möchtest.


      Amibobo schrieb:

      Abstand zum Nachbarn: Zur Grundstücksgrenze ca. 5 m.
      Wichtig wäre der Abstand zu Wandöffnungen (Fenster Türen) zum Nachbarn. Rauch macht an der Grundstücksgrenze nicht Halt.

      Im Gegensatz zu einem Gartengrill produziert ein Räucherofen logischerweise eine Menge Rauch, und das nicht nur 1 oder 2 Stunden, sondern über Tage, unter Umständen auch Wochen. Auch wenn die BImSchV solche Räucheröfen nicht erfasst, wenn es Ärger mit den Nachbarn gibt, dann spielt das keine Rolle.

      In Deinem Fall handelt es sich um einen fest installierten Räucherofen der eine eigene Abgasführung benötigt. Hier sieht die KÜO Überprüfungen vor, deren Anzahl abhängig von der Nutzung ist. Bei gelegentlicher Nutzung wäre eine jährliche Überpfüfung ausreichend. Was die Abgasführung betrifft, so kann man sich an den Anforderungen für "Feuerstätten für feste Brennstoffe" orientieren (FeuVo usw. es gibt auch ein paar VDI die sich mit Räucherkammern befassen).
      Es könnte gut sein, dass die Terrasse nicht der ideale Aufstellungsort ist, vor allen Dingen wenn sich darüber Fenster befinden. Eine Aufstellung im DG wäre evtl. denkbar, auch wenn ich Deine Bedenken teile. Andererseits sollte bei Einhaltung der Anforderungen (Abstände zu brennbaren Materialien etc.) ein sicherer Betrieb möglich sein. Weiterer Vorteil, man hätte gleich noch ein Platz "daneben" zum Abhängen und Lüften der geräucherten Waren.

      Wie oben schon geschrieben, würde ich mich mit dem Schorni kurzschließen. Er kennt die Gepflogenheiten vor Ort, und auch den rechtlichen und fachlichen Hintergrund.
    • Elopant schrieb:

      Räucherbelastung der Nachbarn
      die nachbarn stehen ziemlich schnell auf der matte - weil die was abhaben wollen. ich auch :D
      kommt natürlich auf die temperaturführung, stückgrösse/-art und das gewünschte ergebnis an.
      ich würde mir
      • "getunte" smoker
      • mobile räucherkästen
      angucken.
      günstiger, flexibler, abgabenfrei und die ergebnisse sind qualitativ überzeugend lecker.
      abgabenfrei? nicht ganz .. der zehnt für die nachbarn .. für viiiele "nachbarn" ;)
    • Wenn man was festes haben will, dann würde ich es nicht am Haus machen, sondern außerhalb der Terrasse. Damit sparst Du dir auch das Brimborium mit der Terrasse und die Höhe des Kamines. Machen hier einige so, die selbst fischen und ihre Fische dann räuchern. Alternative dazu sind mobile Geräte. Normale Smoker, die bei Grillbrüdern derzeit Mode sind, funktionieren nicht so gut, da zu klein. Räucheröfen sollten schon groß sein, damit man das Zeug aufhängen kann, bei entsprechender Menge auch in mehreren Lagen. Die kann man mauern oder vom Schlosser zusammen bauen lassen. Ist alles eine Geschmacks- und Kostenfrage und eine Frage der Optik. Bei entsprechender Ausführung kann man das Ding mit offenen Türen auch als Grill verwenden, was die Sache noch praktischer macht.
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • R.B. schrieb:

      Wieso? Einfach im Beitrag markieren, dann erscheint "Zitat speichern/Zitat einfügen", auf "zitat einfügen" klicken, und es wird in Deinem neuen Beitrag eingefügt. Viel einfacher geht wohl kaum.
      Du kannst auch mehrere Zitate speichern, und dann rechts unten unter "Zitate (x)" klicken, und dann auswählen was Du einfügen möchtest.
      Stimmt, ich hatte es nur durch NoScript unterbunden.


      R.B. schrieb:

      Amibobo schrieb:

      Zitat (ist die Zitatfunktion hier kompliziert, wenn man nur einen Teil will):
      In Deinem Fall handelt es sich um einen fest installierten Räucherofen der eine eigene Abgasführung benötigt. Hier sieht die KÜO Überprüfungen vor, deren Anzahl abhängig von der Nutzung ist. Bei gelegentlicher Nutzung wäre eine jährliche Überpfüfung ausreichend. Was die Abgasführung betrifft, so kann man sich an den Anforderungen für "Feuerstätten für feste Brennstoffe" orientieren (FeuVo usw. es gibt auch ein paar VDI die sich mit Räucherkammern befassen).
      Was es nicht alles zu bedenken gilt. Das sind gute Argumente für eine mobile Variante. Dann werde ich mich dort mal genauer umschauen.

      Vielen Dank an Alle!
    • Amibobo schrieb:

      R.B. schrieb:

      Wieso? Einfach im Beitrag markieren, dann erscheint "Zitat speichern/Zitat einfügen", auf "zitat einfügen" klicken, und es wird in Deinem neuen Beitrag eingefügt. Viel einfacher geht wohl kaum.
      Du kannst auch mehrere Zitate speichern, und dann rechts unten unter "Zitate (x)" klicken, und dann auswählen was Du einfügen möchtest.
      Das sind gute Argumente für eine mobile Variante.

      Für gelegentliches Räuchern und kleinere Mengen (typ. Haushalt) die ideale Lösung. :thumbsup:

      Ansonsten unter Hobby verbuchen, und ein Hobby darf auch Geld kosten.
    • Mein Vater hat sich auch einen "mobilen " Räucherofen gebaut , Ich habe Ihm einen neuen alten eckigen Glascontainer aus einer Insolvenz besorgt,
      den hat er dann umgebaut , und es funktioniert schon viele Jahre echt super , mit echt super Ergebnissen . Nur mobil ist das Ding nicht wirklich , da es sehr schwer ist .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Mobil: Ab wann ist etwas "mobil". Das würde mich interessieren. Und- ich weiß nicht woher das kommt, aber ich finds höchstgradig albern: Diese Unterscheidung zwischen mobil und nciht. Da dürfen diese Baumarktgrills verkauft werden, aber wenn man was etwas festeres haben will, muss gleich Bauamt, Schorni etc. aufgeboten werden. Sorry, da ist eine zu große Kluft dazwischen.
      Nothing is forever, except death, taxes and bad design
    • Anda schrieb:

      Mobil: Ab wann ist etwas "mobil". Das würde mich interessieren.

      Ich würde das so definieren, dass alles was fest verbaut ist (mit Bauwerk verbunden), und nicht so einfach bewegt werden kann, nicht mehr als mobil anzusehen ist. Kann man den Grill irgendwie bewegen, unabhängig vom Gewicht, dann ist dieser "mobil". Es ist also egal ob der Grill 50kg wiegt oder 100kg, sobald man ihn bewegen kann (auch mit Hilfsmitteln) ist er mobil. Ein weiteres Kennzeichen wäre, wenn der Grill mit festen Installationen (fest) verbunden ist (Bsp.: Gas, Wasser o.ä.). Hier käme es auf die Ausführung dieser "Schnittstelle" an, und ob Werkzeug für den Anschluss erforderlich ist. Ist der Grill also mit dem Boden verankert, oder mit einem Bauwerk, oder aufgrund seiner Bauweise nicht dafür gedacht bewegt zu werden (Bsp.: gemauert), dann ist er nicht mehr mobil.

      Weiteres Beispiel. Ein Rasensprenger, der über einen Schlauch an eine Zapfstelle angesteckt wird, wäre mobil. Ein Rasensprenger der über feste Rorhverbindungen versorgt wird (ohne Werkzeug nicht zu lösen) wäre nicht mehr mobil sondern eine feste Installation.
    • SirSydom schrieb:

      R.B. schrieb:

      Ich würde das so definieren, dass alles was fest verbaut ist (mit Bauwerk verbunden), und nicht so einfach bewegt werden kann, nicht mehr als mobil anzusehen ist.
      Wie ist das eigentlich mit diesen gemauerten Gartengrills im Bausatz? Die werden idR fest einbetoniert, ist das eine Feuerstätte und brauchst dann dafür einen Kaminkehrer?
      Da gibt es irgendwo noch einen Passus mit "Zubereitung von Lebensmitteln" oder so ähnlich. Müsste ich jetzt nachlesen. Das Ding wird nicht zum Heizen verwendet, braucht keinen Schornstein, ist nicht im Gebäude, wird nur sporadisch genutzt, aus dem Bauch heraus würde ich sagen, da braucht´s keinen Schorni.
    • @R.B. : Mein Bauchgefühl sagt was anderes, aber ich kanns nicht begründen. Muss mal Chef fragen.

      Ich beschäftige mich a bisserl mit dem Thema, heißt: Ich hab mich noch nicht wirklich eingelesen. Ich will nämlich doch auch ein Backoferl, mit dem man auch grillen kann:
      Wir haben hier in der Nähe nämlich ein Schamottewerk, das son einen Backöfen als Bausatz verkauft - aber nur an Ofensetzer. Als Privatmensch hast keine Chance.
      Dann wiederum seh ich ein Teil bei "es gibt sie noch, die guten Dinge", das die gleichen Dinge kann, höher ist, dafür im Grundriss kleiner, aus Metall. Darfste scheinbar aufstellen - ohne Probleme.

      Bei dem Ofensetzerteil muss man ewig viel beachten, wie schon gesagt, inklusive Schorni + Bauamt (meines Wissens nach), das andere stellst einfach so hin. Punkt. Und da ist irgendwo der Punkt, wo ich das nicht mehr verstehe. Von der Feuerung ist es ähnlich, wenns brennt ist es so oder so Sch***, wobei der fest gemauerte ja wenigstens nen kräftigen Wasserstrahl abkann, so ein anderes Teil fällt ja dann um? Ne, ich verstehs momentan nicht, aber evtl. gibts irgendwo (oder von meinem CHef) ne schlaue Erklärung.
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    • Ein freistehender Gartengrill ist keine Feuerstätte, da weder im noch am Gebäude (s. Anlage 4 der KÜO).
      Ein Gartengrill hat auch keine Abgasanlage (§1 der KÜO greift nicht)

      Ich finde also weder in §1 noch in Anlage 4 der KÜO etwas, aus dem man hier eine Prüf- oder Kehrpflicht ableiten könnte.

      Bei einem Räucherofen, oder eine Kamin der an einen Schornstein angeschlossen ist, sieht die Sache etwas anders aus.