HZK Thermostat Kaputt ?

    • HZK Thermostat Kaputt ?

      Hi,

      wir haben hier ein Heizkörper der obwohl das Thermostat ganz nach Links (auf *) steht, sehr heiß ist.
      Ist ein ganz normales Heim*er Thermostat

      Also entweder der Thermostat Kopf kaputt oder das Unterteil des Thermostat ?

      Wenn das Ventil im Unterteil (T Stück) kaputt ist, müsste Wasser abgelassen werden?

      Danke
    • oder vereisen.

      Zuerst aber mal schauen, ob der Thermostatkopf richtig sitzt. Weiterhin prüfen, ob der Heizkörper trotz höherer RT dauerhaft durchströmt wird.

      Hat dieser Heizkörper schon einmal richtig funktioniert? Ich gehe mal davon aus, dass Ventil und Thermostatkopf zueinander passen.

      Dann Ventilfunktion manuell prüfen (Stift beweglich etc). Sollte das Ventil schließen, dann Thermostatkopf austauschen.
    • Hi,

      der Stift vom Unterteil ist beweglich. Ist ganz draußen?, kann den rein drücken, zur hälfte, und federt zurück wieder raus, weiß natürlich nicht wie weit der Versenkbar sein muss.

      Haben im Arbeitszimmer an die 28 Grad :=) ....

      Habe jetzt aber mal den Thermostatkopf mit einem anderen getauscht wo ich weiß der funktioniert.
      Mal schauen , müsste ja wenn dann gleich direkt bemerkbar sein.


      ---------- 19. März 2017, 11:19 ----------

      Wird besser. HK ist jetzt kalt :) Und Raumtemperatur schon auf 25Grad gesunken :)

      Der andere HK wird jetzt heiß. Demnach ist der Thermostat Kopf kaputt.
    • R.B. schrieb:

      Nebenbei bemerkt, wenn bei offenem Ventil 28°C RT erreicht werden, dann würde ich mich mal um die Heizkurve kümmern, die ist wohl zu hoch eingestellt
      Wird (kann) die Heizkurve im Rahmen vom Hydraulischen Abgleich angepasst werden? Hat mit der Heizung Installation ja alles schön und gut geklappt,
      allerdings warte ich nun immer noch vergeblich auf ein Termin für den Hydraulischen Abgleich. Heizkurve haben die auf "Werkseinstellung"/Standard weil die damit bisher gut gefahren sind, so sagten die.

      Der Raum mit den 28 Grad ist allerdings nur 2 x 4 Meter, und Türe war zu , jetzt mit kalten Heizkörper sind es 23,8 Grad.
    • elTorito schrieb:

      R.B. schrieb:

      Nebenbei bemerkt, wenn bei offenem Ventil 28°C RT erreicht werden, dann würde ich mich mal um die Heizkurve kümmern, die ist wohl zu hoch eingestellt
      Wird (kann) die Heizkurve im Rahmen vom Hydraulischen Abgleich angepasst werden? Hat mit der Heizung Installation ja alles schön und gut geklappt,allerdings warte ich nun immer noch vergeblich auf ein Termin für den Hydraulischen Abgleich. Heizkurve haben die auf "Werkseinstellung"/Standard weil die damit bisher gut gefahren sind, so sagten die.

      Der Raum mit den 28 Grad ist allerdings nur 2 x 4 Meter, und Türe war zu , jetzt mit kalten Heizkörper sind es 23,8 Grad.
      Wie gross ist der HK in dem Zimmer?
      Ansonsten, wie Andi schon sagt....
    • Der Raum ist unser Arbeitszimmer. HK ist 100x60

      Seitdem wir die neue Heizung haben. Haben wir im EG die Thermostate zwischen 2 und 3. Raumtemperaturen im EG sind 22 Grad. Die Heizkörper sind Lauwarm bis kalt.
      im OG haben wir die HK Thermostate auf Stufe 2, HK sind alle Kalt im OG und Temperatur so 22-23 Grad.

      Dann und wann dreh ich den ein oder anderen HK mal kurz auf 5 um zu gucken ob er Warm wird. (Wahrscheinlich ist bei so einer Aktion auch der Thermostat Kopf im Arbeitszimmer hinüber gegangen). Mach ich nur aus Skepsis, weil ich mir nicht so richtig vorstellen kann , dass es warm ist obwohl HK kalt sind. Da aber Raumtemperatur ja Konstant 22 ist , muss es ja so eigentlich so alles okay sein.

      Die Heizung selber (Standard) ist auf 22 Grad eingestellt. Allerdings keine Ahnung woher die Heizung wissen soll wie warm es in den Räumen ist , da keine zusätzliche Temp. Messer. Vorlauf Temperatur pendelt so zwischen 35-60 Grad.

      Aber okay. Feineinstellung sollte ja mit dem Hydraulischen Abgleich gemacht werden. Kriegen wir auch noch hin den Termin.
    • Oder halt die Heizkurve.


      ---------- 20. März 2017, 09:42 ----------

      Im Prinzip ist das relativ einfach. Ein Raum benötigt eine bestimmte Energiemenge x um die gewünschte Raumtemeratur zu halten. Man stellt nun die Heizkurve so ein, dass bei einer Außentemperatur von -15°C die Vorlauftemperatur sagen wir mal 55°C beträgt, unf bei +15°C Außentemperatur nur noch 25°C. Achtung, die Zahlen habe ich jetzt willkürlich gewählt. Beträgt die Außentemperatur dann 0°C, so wird die Vorlauftemperatur auf 40°C geregelt. d.h.
      Sinkt die Außentemperatur, und der Raum benötigt mehr Heizleistung, dann geht die Vorlauftemperatur nach oben, steigt die Außentemperatur, die benötigte Heizleistung sinkt, dann geht die Vorlauftemperatur nach unten.

      Zusammen mit der Größe des Heizkörpers sowie dem hydraulischen Abgleich (Volumenstrom) wird die jeweilige Energiemenge festgelegt, die dem Raum zugeführt wird. Im Idealfall wird dann ohne weitere Eingriffe immer die geplante Raumtemperatur erreicht.

      So weit die Theorie in Kurzform. In der Praxis spielen dann noch weitere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise Sonneneinstrahlung in einen Raum, die Masse des Gebäudes (Raktionsgeschwindigkeit der Heizung) oder das Nutzverhalten (höhere RT gewünscht).

      In Deinem Fall ist es so, dass die Heizkurve zu hoch ist, d.h. es wird immer mehr Leistung erzeugt als benötigt wird. Das Regeln übernehmen dann die Raumthermostate, die den Volumenstrom in den Heizkörper reduzieren. Werkseinstellungen sind meist so eingestellt, dass die Anlage lieber zu viel als zu wenig Energie erzeugt.
      Nachteil dieser Methode, der Wärmeerzeuger arbeitet auf einem unnötig hohen Temperaturniveau, was die Verluste im Wärmeerzeuger und den Verteilleitungen erhöht.

      Das Ziel ist, die Heizkurve und den hydraulischen Abgleich so einzustellen, dass Raumthermostate möglichst wenig eingreifen müssen. Möchten die Bewohner die Raumtemperatur öfter ändern, dann muss die Heizkurve auf die höchste gewünschte Raumtemperatur optimiert werden, und es bleibt nichts anderes übrig, als den Rest über die Raumthermostate (Heizkörperthermostate) zu regeln. Man kann ja nicht ständig an der Heizkurve drehen, da diese ja auf alle Räume wirkt.
    • Hi,

      danke für die Ausführliche Info.

      R.B. schrieb:

      Das Ziel ist, die Heizkurve und den hydraulischen Abgleich so einzustellen, dass Raumthermostate möglichst wenig eingreifen müssen.

      Meine Vermutung ist auch das die Heizung eher mehr Leistung erzeugt als wie gebraucht wird.
      so z.b. merken wir extrem die Stellen am Boden wo die Heizungsrohre verlaufen (warme Fliesen) obwohl HK alle kalt sind.
      Als die Heizung noch nicht installiert war, hatten wir (bei Aussen 0 Grad) nur mit Kaminofen im OG 23-24 Grad, und im EG 22-23.
      Die Sonne macht bei uns auch viel aus. Wenn wir an Sonnentagen nicht verschatten, wirds auch (im Winter) schnell warm, unsere Räume gen Süden sind auch alle nur so ca. 12 - 16 qm.

      Die Fassadendämmung, hat der Heizungsbauer auch nicht berücksichtigt. Die Heizkörper sind vermutlich auch die meisten überdimensioniert
      (zu seiner Zeit wurden einfach die Radiatoren in den Heizungsnischen ersetzt gegen gleichgroße Flachere Heizungsungskörper)

      Sollte der "geübte" Heizungsbauer ja eigentlich hinbekommen mit dem Abgleich und der Heizungskurve?
      Bin da ein wenig Skeptisch, warum wir da grad vertröstet werden, als wenn die da keine Lust drauf hätten. :)

      Gibt es "optimale Bedingungen" bei denen man den Hydraulischen Abgleich eher ausführen sollte? Also z.B. draußen kalt oder warm ... Oder macht das kein Unterschied? Macht das diese Periode überhaupt noch Sinn?

      Wir haben noch eine Undichtigkeit an einem Heizkörper (nur wenn's Heizungswasser Kalt ist, wird es etwas feucht). Da sollten wir uns melden wenn wir die Heizung ausstellen, wegen Anlage entleeren.