Fußbodenheizung im Altbau nachrüsten

    • Was in der Theorie funktioniert, funktioniert nicht automatisch auch in der Praxis.
      Bei 20mm kann man keine Dämmung unterbringen, ein erheblicher Teil der Energie geht also erst einmal in den Bodenaufbau.
      Solche Systeme benötigen zudem einen tragfähigen Unterbau, ein Dielenboden erfüllt diese Anforderungen nicht.

      Dann gibt es noch so Sachen wie Rohrdurchmesser, Hydraulik usw.

      Ich kenne kein System, das unter den genannten Bedingungen längerfristig schadenfrei funktionieren könnte.
    • tb1846 schrieb:

      Man braucht dann statt der WP dennoch eine Pumpe, oder?
      hallo
      das hat mich irritiert.
      keine dämmung unter den rohren zum keller,(
      hohe leitungswiderstände,
      so gut wie kein schutz der wasserführenden konstrucktion,
      probleme bei der verlegung/wahl des oberbelags,
      instabiler untergrund durch den dielenbelag,
      usw. je nach örtlichkeit

      gruss aus de palz

      upps da waren ja noch beträge auf seite 2
    • .... und nicht umsonst fordert die FBH-Norm 30 mm Dämmung gegen *gleichartig beheizte Räume innerhalb einer Nutzungseinheit* als absolutes Minimum.

      Wer diese unterste Mindestanforderung nicht freiwillig einhält darf sich nicht wundern, wenn´s danach gewaltig in die Hose geht, selbst wenn Konstruktionen lieferbar sind, die das unterschreiten möglich machen.
      Diese Konstrukte sind regelmäßig für anderen Bereichen zum Einsatz vorgesehen.

      Gruß
      Achim Kaiser
    • tb1846 schrieb:

      danke RB
      Man braucht dann statt der WP dennoch eine Pumpe, oder?...
      Solange der TE nicht begreift, dass die Wärmepumpe keine einzige der sonstigen in der Heizung notwendigen Pumpen ersetzt, sondern einfach ein Wärmeerzeuger ist, der nur zufälligerweise auch Pumpe heißt, ist hier jede Liebesmühe überflüssig.
      Life isn't about waiting for the storm to pass. ..
      it's learning to dance in the rain.
    • ThomasMD schrieb:

      tb1846 schrieb:

      danke RB
      Man braucht dann statt der WP dennoch eine Pumpe, oder?...
      Solange der TE nicht begreift, dass die Wärmepumpe keine einzige der sonstigen in der Heizung notwendigen Pumpen ersetzt, sondern einfach ein Wärmeerzeuger ist, der nur zufälligerweise auch Pumpe heißt, ist hier jede Liebesmühe überflüssig.
      Wo steht, dass ich das nicht begreife? Das obere Zitat von mir stammt von einem älteren Beitrag. Ich hatte es im Gespräch mit dem Installateur anders verstanden. Habe es mir von euch hier erklären lassen... ist doch alles gut.


      Wie dem auch sei, jedenfalls weiß ich nun, dass uns der Typ Mist erzählt hat und wir uns noch mehr Meinungen vor Ort einholen müssen. Was ihr hier schreibt - sei es von der Wärmepumpe (nachdem ich es verstanden habe) oder dem Fußbodeaufbau - klingt für mich alles plausibel.

      Ich hatte ja selbst wg. Dämmung, Belastbarkeit der Dielen usw gefragt, aber er verwies nur auf seine Konstruktionen ... Ich will ich auch gar nicht unterstellen, dass er vorsätzlich Mist erzählt... Schließlich hat er es selbst so auch umgesetzt... Aber offensichtlich hat er dann einfach zu wenig Ahnung u d meint,das wäre alles so in Ordnung. Wenn ich was machen lassen, dann soll es aber auch auf Dauer funktionieren und nicht nach 5-10 Jahren in die Hose gehen. Ihr habt mir diesbezüglich sehr geholfen und uns vor voreiligen Entscheidungen bewahrt.
    • Hi,

      warum nicht im EG wenn unter dem Dielenboden Sand und Schlacke ist, den gesamten Aufbau rausreißen und dann ordentlich FBH mit Estrich reinlegen. Ich kenne den Aufbau des Fußbodens im EG nicht, aber normalerweise sieht das ja so aus: Betonboden, darauf Holzbalken (Abstand meistens so 1,5 m), darauf dann die Dielen. Wenn Du das alles rausreißen lässt, also Dielen + Tragbalken + Schlacke solltest Du so 7 - 10 cm Aufbauhöhe haben. Da "passt" dann auch eine normale FBH mit Isolierung zum Keller hin drauf. Ist halt eine riesen Sauerrei - aber dann hast Du auch genug Speichervolumen mit Estrich für die FBH und dann ist es eine saubere Sache.

      Die "Aufklebeversion" der FBH auf Dielen würde ich maximal z.B. im ersten Stock machen. Die Aufbauhöhe ist wirklich nur 2 cm und normalerweise geht das auch sehr gut auf Dielen aufzukleben. Darüber gehen dann auch sämtliche Bodenbeläge (Fliesen/Laminat/Parket/Teppichboden). Nachteil dieser schmalen Aufbaulösung ist allerdings, das dies FBHeizungen kaum wärme speichern. Ist eher mit dem Heizverhalten einer normalen Wandheizung zu vergleichen. Wenn Du sie abschaltest wird es innerhalb einer halben Stunde kalt. Im OG deshalb, da dann von unten aus dem EG mit geheizt wird und es dadurch nicht so auffällt. Da die FBH Rohere extrem dünn sind hast du natürlich Druckverlust ohne Ende und eine Mischung aus normaler FBH und dieser speziellen macht einen hydraulischen Abgleich für das ganze Haus extrem kompliziert - geht aber. Das sich die schmale FBH auf den Dielen verzieht, oder es zu Rissen kommt, oder sich er neu aufgebrachte Bodenbelag verzieht oder reisst ist bei mir in 10 Jahren nicht vorgekommen.

      Ich würde solch ein System unter keinen Umständen auf einer Kellerdecke aufbringen ohne vernünftige Isolierung nach unten. Das wird diese Art von FBH nicht schaffen ordentliche Raumtemperaturen ohne sehr hohen Vorlauf hinzubringen. Und du brauchst eine irre große Umwälzpumpe die die ganze Zeit läuft um die Druckverluste auszugleichen.

      Ich habe so ein System im 1 OG und bin sehr zufrieden damit. Im EG und DG habe ich "richtigen" Estrich mit Aufbauhöhen von bis zu 10 cm.

      Das ganze ist_egal System (so heisst das bei ist_auch_egal) ist eine Notlösung. Kann aber funktionieren wenn man einen guten Heizungsbauer hat der weiß was er tut....

      VG

      kandetvara

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von rolf a i b ()

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