Fußbodenheizung im Altbau nachrüsten

    • Fußbodenheizung im Altbau nachrüsten

      Guten Tag,

      wir haben einen Altbau aus den frühen 60ern übernommen und wollen diesen nun modernisieren bzw sanieren/renovieren lassen.

      Uns wurde von einem Heizungsbauer gesagt, dass bei entsprechender nachträglicher Bodendämmung auch eine Fbz in Frage käme. Im Boden liegt wohl Schlacke aus Sand usw. Diese sollte entfernt werden.
      Meine Fragen:
      - ist eine Fbz sinnvoll, ohne dass die Wände (normales Mauerwerk, keine Platten) gedämmt sind - die Fenster sind doppelt verglast, aus Kunststoff und noch in Ordnung (aus den 80ern). - oder wird es dann nie richtig warm im Winter, sprich, geht zuviel Wärme verloren... Oder ist hier die Bodendämmung eher entscheidend?

      - wir würden gern im Keller - bislang nicht ausgebaut - ein Büro einrichten. Eine Fbz käme dort wohl nicht in Frage, da er auch sehr niedrig ist und die Bodendämmung zu hoch wäre... Welche Art Heizung ist dort sinnvoll? Evtl zwei Kreisläufe und Heizkörper? Bräuchte man dann auch zwei Heizthermen? Gleiches gilt übrigens für den Dachstuhl, der in ein paar Jahren ausgebaut werden soll und niedrig ist.
      Meine Überlegung daher: Im Keller und Dachstuhl Anschlüsse für Heizkörper vorsehen, im EG und 1.OG Fußbodenheizung. Wir sprechen hier insgesamt von ca 140qm.

      Wäre es sehr aufwändig, zwei Kreise zu installieren -welche alternativen Möglichkeiten gäbe es ? Mit Strom im Keller heizen wäre sicher nicht das Wahre.
      Danke für eure Hinweise.
    • Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf.

      tb1846 schrieb:



      - wir würden gern im Keller - bislang nicht ausgebaut - ein Büro einrichten.
      Bitte vorher klären, ob das zulässig ist. Ansonsten Umnutzung beantragen.


      tb1846 schrieb:


      Welche Art Heizung ist dort sinnvoll, zwei Kreisläufe bzw braucht man zwei Heizthermen,
      Man kann aus 1 Wärmeerzeuger mehrere Heizkreise bedienen. Die meisten Regler in den Thermen sind dafür schon vorbereitet.


      tb1846 schrieb:


      Gleiches gilt übrigens für den Dachstuhl, der in ein paar Jahren ausgebaut werden soll und niedrig ist.
      Siehe mein obiger Kommentar, prüfen ob das zulässig ist, bzw. was gemacht werden muss, damit der Dachraum zukünftig als Wohnraum genutzt werden kann.


      tb1846 schrieb:


      War erst sehr aufwändig, zwei Kreise zu installieren?

      Das hängt davon ab, welche Heizflächen angeschlossen werden sollen. Ginge es nur um einen einzelnen Raum, dann könnte man dort dezentral eine Regelstation unterbringen, evtl. sogar nur einen Kreis am Rücklauf mit RTL Ventil. Sollen ganze Stockwerke eine FBH erhalten, dann baut man sinnvollerweise nach dem Wärmeerzeuger eine Trennung auf und muss dann aber auch beide Kreise getrennt in die jeweiligen Stockwere führen. Man benötigt somit, neben Mischer, Pumpe, auch zusätzliche Rohre die verlegt werden müssen.

      So, und jetzt zum Anfang Deiner Frage(n)

      tb1846 schrieb:



      Uns wurde von einem Heizungsbauer gesagt, dass bei entsprechender nachträglichr Bodendämmung auch eine Fbz in Frage käme. I. Boden liegt wohl Schlacke aus Sand User. Diese sollte aber entfernt werden.
      Und nun meine Frage:
      - ist eine Fbz sinnvoll, ohne dass die Wände (normales Mauerwerk, keine Platten) gedämmt sind - die Fenster sind doppelt verglast, aus Kunststoff und noch in Ordnung (aus den 80ern). - oder wird es dann nie richtig warm im Winter, sprich, geht zuviel Wärme verloren...Oder ist die Bidendämmung eher entscheidend?
      Welche Aufbauhöhe für den Boden steht überhaupt zur Verfügung?

      Der Dämmstandard des Gebäudes bestimmt ja die Heizlast der Räume, und diese wiederum die notwendige Heizleistung die die Heizflächen erbringen müssen. Bei sehr schlecht gedämmten Gebäuden kann es sein, dass eine FBH mit sehr hohen Temperaturen betrieben werden muss, was einerseits unangenehm ist, für die berühmten "dicken Beine" sorgt, und unter Umständen auch unzulässig ist.

      Bevor man an die Heizungsplanung geht, sollte zuerst einmal die Heizlast des Gebäudes bzw. der einzelnen Räume ermittelt werden. Grundlage für die Heizlastermittlung wäre die EN12831, für eine erste Abschätzung kann man sich aber auch mit vereinfachten Verfahren (Schätzverfahren) behelfen.

      Was ich mir noch überlegen würde, wie die "Beheizung" zukünftig erfolgen soll, und ob es sinnvoll ist, auf einzelne Heizkörper zu setzen. Bei einer Gastherme, Ölkessel, Pelletkesse oder Holzkessel, spielt die Heizwassertemperatur keine so große Rolle, deren Einfluss auf die "Verluste" ist überschaubar. Soll zukünftig vielleicht mal eine Wärmepumpe zum Einsatz kommen, oder mit Solalrthermie zugeheizt werden, dann spielt die Heizkreistemperatur eine wichtige Rolle.

      d.h. Ein Konzept, das mit möglichst niedrigen Heizwassertemperaturen auskommt, ist für die Zukunft flexibler
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