Hohlmauerwerk dämmen

    • Laut ENEV wird 9cm Einblasdämmung bestimmt zu wenig sein.
      Das müsste man mal genauer berechnen , weil es, nur mit Einblasdämmung evtl zu Tauwasserausfall zw Aussenmauer und Dämmung kommt.
      Zur genauen Berechnung fehlen Daten , und das klärt man am besten vor Ort am Objekt
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • @AndyG: Soweit ich informiert bin, muss man die Fassade im Bestand überhaupt nur dann dämmen, wenn man diese ohnehin anfasst (> 10% vom Putz neu macht). Insofern sollte die Fassadendämmung in unseren Fall eine freiwillige Maßnahme bleiben an der allenfalls die Nutzung etwaiger KFW-Kredite hängt.

      Ich wollte hier jetzt auch kein fertiges Konzept präsentiert bekommen, dafür haben wir einen Planer. Mir ging/geht es nur darum mich im Vorfeld ein wenig schlau zu machen, um nicht stumpf alles Abnicken zu müssen.

      Euren Antworten entnehme ich jetzt mal, dass eine Einblasdämmung das Mittel der Wahl wäre?
    • Kommt drauf an wie feuchtebelastet die Wände sind. Ist auszuschließen, dass über die äußere Schicht Wasser in rauen Mengen eindringen kann - könnte man über ein Ausblasen der Luftschicht nachdenken. Du solltest dazu mal @flocke befragen.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Feuchtebelastung hin oder her, ich schrieb doch schon, dass es mir nicht darum ging "meine" Wand zu projektieren. Ich habe diese lediglich als Aufhänger genutzt, um mich hinsichtlich der Dämmung einer solchen Wand auszutauschen. Wir können also für die Diskussion doch einfach mal davon ausgehen, dass mit der Wand soweit alles in Ordnung wäre. Wie ginge man das dann an?

      @wasweissich: Das war eine Frage, deswegen dieses komische Satzzeichen am Ende. Vielleicht solltest du dir an die eigene Nase packen, bevor du wieder mal mit unnötigen Zwischenrufen anderer Leute Zeit verschwendest.
    • Rekham schrieb:

      Wie ginge man das dann an?
      jo mei, wie ich schrieb .. wwi hat´s verstanden, aber ich geb zu, meine schreibe ist nicht immer laienkompatibel, also nochmal.

      das ist keine aufgabe für energiebappler, sondern für
      1. erfahrene
      1. kompetente
      bauphysiker, weil, an so einer wand (bj 1930, 35? kenn ich bis zum abwinken!) kann viel falsch und trotzdem bisher i.w. schadensfrei sein - die reaktion auf änderungen (und seien es "verbesserungen") kann toll sein und auch ohne eingriffe zeigt sich der nagende zahn der zeit, uraltbilligbau hat irgendwann sein natürliches lebensalter erreicht ;)

      das "fachleute" das ihre dazu beitragen .. unbenommen (schalenplatzer wegen wassersaugender dämmung + frost, freistehende aussenschale wegen abgescherter bindesteine, "leben" in der hohlschicht), aber diy-galabauer (um 1 treppenstufe aufschütten und nasslegen) oder böse einheimische steinfresser, die stein in salz wandeln, sind auch ned schlecht :P
      eines der literarischen hauptprobleme ist feuchtigkeit - kann ich nachvollziehen, aber aus meiner erfahrung nicht bestätigen; muss man halt (wie den hohlraum und ggfs. die gründung) untersuchen.

      btw, du hast doch diese immobile noch nicht gekauft, oder? wenn ich mit dem bj richtig liege, hätte ich einen supertip für dich :)
    • Das Baujahr ist in diesem Fall 1939. Eine 45cm starke Bruchsteinmauer von 2,3m steht circa 1m tief im Erdreich und ragt folglich um ~1,3m aus diesem heraus. Auf dieser Bruchsteinmauer steht die erwähnte Hohlmauer aus Ziegeln, die Außen inklusive Putz bündig mit der Bruchsteinmauer abschließt. Über Tipps, insbesondere solche die super sind, freue ich mich immer ;)
    • Rekham schrieb:

      bevor du wieder mal mit unnötigen Zwischenrufen anderer Leute Zeit verschwendest.
      wenn ein hinweis auf deine erwartunghaltungbedigte falsche deutung ein verschwenden deiner ach so kostbaren zeit sein sollte, dann würde ich mich entschuldigen wollen .

      und somit : beachte meine hinweise nicht .

      für alle anderen : unter ganz bestimmten umständen kann einblasen funktionieren. kann .genaustens zu untersuchen und umsichtig handeln .

      und genau so kann es zum totalschaden führen , wenn eine scheinbare kleinigkeit übersehen wird .
    • Rekham schrieb:

      Über Tipps, insbesondere solche die super sind, freue ich mich immer
      Erwartest Du denn durch das Verschließen der Luftschicht einen zum Risiko stehenden Nutzen?
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    • Rekham schrieb:

      Also nichtmal von Außen über ein WDVS oder eine VHF ?
      Sicherlich, dann greifen die Punkte von mls hinsichtlich der Statik für die Außenschale - analog. Einfach Dämmung ranpappen, wird dann vermutlich nicht und eine VHF - Achtung, Vermutung - könnte ein separates Fundament bekommen können damit die Lasten abgeleitet werden können.

      Trivial wäre anders :freaky: :yeah:
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    • Ist ja nun auch ein Altbau von 1939, dass man dort nicht von den Voraussetzungen eines (perfekt geplant und durchgeführten) Neubaus ausgehen kann, versteht sich.

      Finds etwas schade, dass hier so negativ an die Fragestellung herangegangen wird. Ist ja sicherlich gut und richtig auf mögliche Probleme hinzuweisen, aber kann das nicht in einer konstruktiven Art und Weise geschehen? Es hilft doch niemandem weiter, zu hören wo überall Probleme auftauchen können, wenn man nicht auch Lösungsmöglichkeiten aufzeigt. Die Wand ist wie sie ist und wird durch das Andichten von irgendwelchen Eigenschaften nicht besser oder schlechter. Es geht übrigens nicht um ein Kaufobjekt, sondern um Bestand in der Familie.
    • Wichtig wäre eben genau den Ist- zustand zu ermitteln , der Rote Turm in Jena ist 1995 eingestürzt , weil eben ungebrannte Mauerziegel , die Innen mit der Aussenschale verbunden haben . Da wurde aber innen eine Stahlkonstruktion verbaut , welche dann zum Einsturz führte . Nur mal so als Beispiel .
      Wenn man dann den genauen IST -Zustand ermittelt hat , dann kann man auch Maßnahmen erarbeiten . Mangelnde Verbindungen zwischen Innen und Aussenschale kann man mit nachträglichen Luftschichtenankern , die dann mit Injektionsmörtel eingeklebt werden , beheben .
      Dann wäre eben noch die Bauphysikalische Seite , die belüftete / ruhende Luftschicht macht es nicht leichter . Wenn das dann Hohlraumfrei ausgeblasen ist , dann ist die Belüftung ja eh hinfällig , dann müsste man eben die Be-/Entlüftungs Öffnungen noch alle schließen .
      Oben wurde ja bereits schon mal erörtet , das da viel Murks gemacht wurde, der aber irgendwie bis jetzt funktioniert . Das mag verschiedene Gründe haben , vermutlich die milderen Winter , und das im Sommer doch alles schneller rücktrocknet .
      Vielleicht sind es auch die bislang eingesetzten " Imprägnierungen" ,in Verbindung mit der Rücktrocknung ,die einen Totalschaden bis dato verhindert haben .
      Du siehst , das Thema ist sehr komplex .
      Wenn hier alle dem erstmal etwas Skeptisch gegenüber stehen , dann mag das daran liegen , das viel Schadenspotential in der falschen Lösung steckt .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Rekham schrieb:

      Leute, nun beruhigt euch mal :D

      Ich habe gefragt, wie man so etwas dämmt, nix weiter. Ich bin da völlig ergebnisoffen und habe bloß vermutet, dass es auf die Einblasdämmung hinausläuft, weil die ersten 3 Antworten in diese Richtung gingen und mit keinem Wort auf Alternativen eingegangen wurde.
      Hi,

      bin Laie. Folgendes kann ich beisteuern:

      Als es darum ging zu planen wie wir sinnvollerweise unsere Fassade Optisch (neu) gestalten, war der erste Gedanke, Klinkerwand stehen lassen und Einblasdämmung, davon wurde uns abgeraten weil wäre Bauphysikalisch zu schwierig zum rechnen, und würde serh wahrscheinlich Probleme nach sich ziehen die man nicht genau vorhersehen könnte. Zwei Aussenwände waren Verputzt, ohne Hohlschicht, die hätte man dann neu erstellen müssen, und auf gleichen wege Ausblasen, abegsehen vom Statischen Aspekt , wie die Experten schon schrieben, steckt da der Teufel im detail. Für uns wäre das letztendlich eine "Bastellösung" gewesen, also entschieden wir uns dafür die vorgemauerten Wände abzureißen, und eine komplette neue hinterlüftetete Vorhangfassade zu bauen. Da eh alles offen war (und wir zudem auch noch ein neues Dach bekamen) war es dann später von den Anschlussdetails auch einfacher.


      Rekham schrieb:

      Ist ja nun auch ein Altbau von 1939, dass man dort nicht von den Voraussetzungen eines (perfekt geplant und durchgeführten) Neubaus ausgehen kann, versteht sich.

      Man kann also auch die Sanierung eines Altbau perfekt planen und durchführen, im Rahmen des Umbau unseres Altbau, hatten wir so einige "unklare" Situationen und Kollisionen mit dem Bestand, letztendlich aber half meistens sich die Frage zu stellen (ohne an den Preis zu denken): Wie würde man es eigentlich richtig machen? Da gab es meistens auch nur eine Antwort drauf :)
    • Dämmung von zweischaligem Mauerwerk ist kein Hexenwerk, dennoch gibt es einiges zu beachten. Ich blase die Hohlschichten nur nach vorheriger Untersuchung des Mauerwerkes aus. Es wird vorab die Hohlschicht mit dem Endoskop angesehen, dann folgt ein Nebeltest mit Unterdruck/ Überdruck um Leckagen festzustellen und ein Mauerwerkschek. Hier gibt es einige Ausschlußkriterien.
      Die meisten Hohlräume lassen sich problemlos dämmen, allerdings ist die Wahl des Dämmstoffes hier auch mitentscheident. Zellulose und Co scheiden hier allerdings aus, werden aber von einigen immer wieder angeboten.
      Ein WDVS ist nur voll wirksam, wenn vorher die Hohlschicht auch ausgeblasen wurde. Hier werden viele Fehler gemacht und viel Geld für wirkungslose Maßnahmen versenkt.
      Leider tummeln sich viele selbsternannt Experten auf diesem Gebiet herum, wie ich auf kleinen Messen immer wieder feststelle. Bei mir brechen leider viele das Gespräch ab, weiß auch nicht warum.
    • Von Zellulose im Mauerwerk würde ich abraten, da ich diverse Tests gesehen habe wie sich Zellulose beim "Ausblas-Prozess" verhält

      Rekham schrieb:

      Moin,

      gegeben ist eine 32cm (exklusive Putz) starke Hohlmauer aus Ziegeln, also ausgehend von 2x 11,5cm Ziegel vermutlich mit etwa 9cm Luft im Inneren. Wie dämmt man das dieser Tage zeitgemäß? Einblasdämmung oder besser von Außen, oder Beides?
      Ich habe mich bei meiner Altbausanierung für eine Einblasdämmung entschieden und habe dies bislang nicht bereut.
      Vorab muss je nach Einstufung genau errechnet werden, welcher Energiebedarf erreicht werden soll. Ich selber durfte anhand verschiedener Tests erfahren, wie sich verschiedene Materialien im Mauerwerk setzen. Ich habe mich für ein spezielles Granulat entschieden, welches sich im Mauerwerk super setzen konnte. Zellulose habe ich wiederum für die Geschossdämmung sowie für zwei Innenwände genutzt.
      Mittlerweile habe ich drei Sommer hinter mir und ich bin beispielsweise von den Innenraumtemperaturen begeistert.

      Ich würde mich vorab in deinen eigenen vier Wänden beraten lassen und mir mehrere Möglichkeiten aufzeigen lassen.

      Vorab sowie auch nachher wurde das Mauerwerk mit einem Endoskop untersucht. Des Weiteren wurden im Winter nochmal zusätzlich Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera gemacht.
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