Ueckermanns Wellensteindecke

    • dito ..
      allerdings ist der name literaturgängig, die zulassung ist von 1940.

      im gegensatz zu steineinhangdecken waren das stahlsteindecken, die steine wurden auf schalung ausgelegt, die fugen (hoffentlich) bewehrt und dann mit mörtel/beton ausgegossen. eben dieser fugenverguss war damals neu verpflichtend, zuvor wurden wohl steine knirsch aneinandergelegt.
    • Vielen lieben Dank fürs Nachgucken!

      Da unter diesem Punkt statische Berechnungen für insgesamt 6 Positionen mit "Eisen" (d= 10-18 cm) erfolgen, gehe ich mal davon aus, dass die Fugen bewehrt wurden.
      Die Berechnung ist allerdings von April 1939, also ohne Zulassung? =O

      Edit: Noch eine blöde Nachfrage fürs persönliche Verständnis: Die einzelnen Positionen enthalten jeweils einen Wert z.B. "q = 425kg/qm". Ist damit die Belastbarkeit der Decke an dieser Stelle gemeint? Und um das einordnen zu können, welche Belastbarkeit ist normalerweise nötig, bzw. heute üblich?
    • ich vermute, die steine haben bereits vor der zulassung genauso ausgesehen, wie nach der zulassung - weiss es aber nicht.
      wenn meine vermutung stimmt, wäre auch vorher per geometrie eine "richtige" verlegung erzwungen .. um mal zu zeigen, wie toll meine glaskugel poliert ist .. wegen solchen sachen gibts oft verwunderung, weil der twp ewig untersucht, probiert, sinniert ;)

      der einfachere teil der antwort: wohnungsdecken werden für "verkehr", 150 kg/m2 ausgelegt.
      der andere teil: 425 könnte (!) als summe aus verkehrslast, estrich und steindecke passen.

      die sinnhafte befundung einer solchen decke ist nicht trivial, wenn sowas gar über feuchten kellern verbaut ist, ändert das den untersuchungsaufwand .. wie man´s nimmt ;)
    • Nach langer Suche habe ich die "Uekermann-Decke" gefunden, wie sie richtig heisst und zwar in in den hervorragend dokumentierten Bänden: Ahnert, Krause: Typische Baukonsztruktionen von 1860 - 1960 Band 2 Decke, S. 80 ff. siehe Bilder
      Bilder
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      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • der aufbeton wird über stein-/ziegeloberkante abgezogen > einfach und kontrollierbar
      versetzen asymm. steine/ziegel > hoffnung auf
      • mehr beton- und angrenzende ziegeldruckfläche für die bemessung
      • besseren verbund "beton"-stein - auch über druckkontakt
      • bessere quertragfähigkeit (lastverteilung)
      in den bemessungswerten hat sich das nicht übertrieben positiv niedergeschlagen - immerhin, die decken halten.
      AuK schreiben dazu "Bei erneutem Tragfähigkeitsnachweis ist von dem gegenwärtigen Bauzustand und den zur Zeit verbindlichen technischen Bestimmungen auszugehen". Na dann .. ;)
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