Bodengutachten von der Gemeinde

    • Mein Anwalt ist der Meinung,das der Private SV die zustimmung benötigt von der Gegenseite.
      Der Private SV wo ein solche Ortstermine schon teilgenommen hat,ist sowas nicht bekannt.
      Da er kein Jurist ist,hat er einen Anwalt gefragt.Ob es ein Freund ist vom Privaten SV oder ein Anwalt mit
      dem er vieleicht zusammenarbeitet.Der eine andere Meinung dazu hat.
      Ich kenne keine Vorschrift in der ZPO, die besagt, dass die Partei sich sich im Ortstermin nicht durch einen Privatgutachter begleiten lassen darf. Mithin hat der Anwalt des Privatgutachters Recht.

      Wenn der GV-SV oder die gegnerische Partei es anders sehen sollte, mag der GV-SV den Richter telefonisch um Weisung/Klärung bitten und - wenn er ihn nicht sofort erreicht - einen neuen Termin nach Klärung der Rechtsfrage " Teilnahmefähigkeit " anberaumen. Bestehen begründete Anzeichen dafür, dass der GV-SV den Privatgutachter an dem OT nicht teilnehmen lassen wird, dann kann das natürlich auch schon im Vorfeld durch einen entsprechenden Schriftsatz des eigenen Anwalts an das Gericht geklärt werden.

      Nach der Darstellung des TE ht die GV-SV offenbar die Akte nicht oder nicht gründlich gelesen. Denn anderenfalls müßte sie den TE ( als Laien ) nicht befragen. Fragen kann sie natürlich, wo sich die Stelle(n) befindet, die begutachtet werden soll, wenn diese auf ersten Blick nicht zu sehen ist. Sie hat die Partei aber nicht nach dem Akteninhalt und schon gar nicht zu bautechnischen Fragen zu befragen.

      Auch das ist rügefähig. Man könnte bei Gericht den Antrag stellen, dem GV-SV aufzugeben, die Akten ( und nicht nur die Beweisfragen ) zu lesen. Habe ich auch schon gemacht, nachdem mir ein unverschämter GV-SV erklärt hat, er lese nie die Akten, weil er dann die vielen Gutachteraufträge nicht zeitgerecht abgearbeitet bekomme.

      Nach meinem Eindruck gibt es wenige GV-SV, die die Akten gründlich lesen. Das mag daran liegen, dass in den Schriftsätzen der Anwälte mitunter baufachlicher Unfug steht. Gleichwohl muß er die Akten lesen, um den Hintergrund der Beweisfragen zu verstehen und diese richtig ein- und zuzuordnen.

      Mir hat letztens ein GV-SV erklärt, ich dürfe im OT die Bausubstanz nicht fotografieren. Daraufhin habe ich ihn gebeten, das Gericht anzurufen. Das hat er getan und vom Gericht die Belehrung erhalten, dass ich so viel fotografieren darf, wie ich will.

      Den hier geschilderten " Wahnsinn " kann ich aus der Praxis nur bestätigen und könnte darüber Bücher schreiben.
    • Das war mitunter ein Grund,mich mit einem Privaten SV zum Ortstermin zu begeben.

      Gestern war der Termin mit meinem Privaten SV.
      Wir haben hier die Mängel besprochen und ich werde mich auch etwas vorereiten.

      Damit ich zumindest mitreden kann beim Ortstermin.

      Das Baugrundgutachten und die Bodenplatte wurde durchgenommen.Und ich werde hierzu gleich was schreiben.
    • Ähm, kann es sein, dass du den Ortstermin falsch verstehst?
      Der Ortstermin ist keine Vorverhandlung oder außergerichtliche Verhandlung.
      Man redet möglichst wenig. vor allem achtet man darauf, dass nix läuft oder abgesprochen wird, dass nicht zur Sache gehört. Oder wie soll ich es ausdrücken - der Termin ordentlich ohne Einflussnahme abläuft und auch nicht neue oder falsche Themen betrachtet werden.
      Für die Fragen sind erstmal dein Anwalt und dann dein privater SV zuständig.

      Man muss in den threads mal mit einigen Vorstellungen aufräumen.


      Zu @eric: Ich verstehe auch nicht, wie man ohne lesen der Akte überhaupt die Beweisfragen beantworten kann. In den wenigstens Fällen sind die fachlich erschöpfend gestellt. Zudem muss man als SV auch erkunden, in welchem Minenfeld man sich bewegt. Dazu gehört auch zu wissen, was nicht gefragt wurde.

      An die Mitleser: Man darf als SV nicht "die" allgemeine Wahrheit" erforschen. Man darf nur das Richtige zu den Beweisfragen heruasfinden, auch wen einem das manchmal schwerfällt.
      Auch klar: in der Praxis halten sich viele SV nicht daran. Muss der Anwalt und private SV in geordnete Bahnen lenken.
      Nachdenken kostet extra!
    • Der Gerichts-SV sagte mir beim OT: Ich muss schon sagen, die langen Beweisfragen versteht kein Mensch.
      Ich: der Beweisbeschluss kommt vom Gericht, und es sind Haupt- und Nebensätze. Soll ich vorlesen? Dann hätten Sie auch die Hände frei.
      SV: Ja, hier, machen Sie das. Ich lese, bis "diese" auftaucht. SV: Diese, was soll denn das sein? Ich, ohne groß nachzudenken, erkläre ihm etwas von Demonstrativpronomen und attributivem Gebrauch. Im Korrekturlesen kenne ich mich wenigstens einigermaßen aus.
      Er ist ausgerastet wie Rumpelstilzchen, was zu seiner Ablehnung geführt hat.
    • Pemu schrieb:

      Man muss in den threads mal mit einigen Vorstellungen aufräumen.

      Pemu schrieb:

      Auch klar: in der Praxis halten sich viele SV nicht daran. Muss der Anwalt und private SV in geordnete Bahnen lenken.


      na dann fangen wir mal mit dem Aufräumen auf - und wie kann der Anwalt es "in geordnete Bahnen" lenken? Ach so, an das Gericht schreiben ... ja klar, damit die Akte dicker wird und Herr Richter über eine massive Überlastung klagen kann ...


      Zitat

      Roth schrieb:

      Mein Anwalt und mein Privat-SV beschweren sich massiv in einem Schriftsatz gegen diese Praktiken.

      Antwort des Gerichts: Keine.

      und schon ist alles in geordneten Bahnen ...
    • Thomas B schrieb:

      Roth schrieb:

      erkläre ihm etwas von Demonstrativpronomen und attributivem Gebrauch
      ...man könnte sich zu der Ansicht versteigen, Du hättest ihn provozieren wollen.....oder?
      @Thomas B
      Nein, dazu gab es keinen Grund. Das war ganz am Anfang und ich hatte einen Heidenrespekt vor einem Gerichts-SV. Ich war dann verwundert, weil er sich anscheinend erst beim Ortstermin mit den Beweisfragen beschäftigt hat und nicht schon in seinem Büro. Ihr verwendet auch Fachbegriffe und mir sind andere nicht eingefallen.
      Mit seinem Nachfolger bin ich dann vom Regen in die Traufe gekommen. Das war der, der beim Ortstermin technische Auskünfte vom gegnerischen Anwalt eingeholt hat und seine Feststellungen im Gutachten dann mit seiner persönlichen Erfahrung begründet hat.
    • Ich finde es ja gut wenn eine Gerichtl.SV nachfrägt wenn sie eine Beweisfrage nicht richtig versteht.

      Sie setzt aber voraus das man etwas Fachkenntnis mitbringt zum Ortstermin.

      Mal zwei Beispiel vom ersten Ortstermin.

      Der Maurer hat beim verlegen der Abwasserrohre sich etwas vermessen.
      Zwei Rohre waren ca. 3 cm unter der Wand.Eines über die hälfte vom Durchmesser.

      Wir haben das bemängelt und so begründet.Alle Handwerker die uns ein Angebot gemacht haben,haben das als mehraufwand in Rechnung stellen wollen.Was verständlich ist.Er kann die Rohre ja nicht einfach verbinden.
      Er muss die wand etwas aufstemmen und mit einem Bogen arbeiten.
      Nun erklärt der Bauleiter ihr,seine Handwerker machen sowas Gratis.
      Geschuldet sind doch,die Rohre an der richtigen stelle.
      Den Mehraufwand habe ich hinzunehmen.Kein Mangel.

      Der Bauleiter versucht sich bei der Aussenanlage herauszureden.An dieser Stelle hätten sie 80 cm aufgeschüttet.Dann wären die Rohre frostsicher.Und mein Ausgang zum garten 80 cm zugeschüttet.
      Wie komme ich dann raus zum garten ?
      Da lässt sie mich anhand der Werkpläne erklären wie weit aufzufüllen ist und wie das geplante Gelände fertig aussieht.


      ---------- 24. März 2017, 09:09 ----------

      Also hier einiges was der neue Private SV vor Ort an erkenntnisse von sich gegeben hat.

      Fangen wir von oben vom Gebäude an.

      Er hat sich das Dach angeschaut,da wir ja die Geräusche hatten das knacken der Balken.Oder eine Art brechen von
      Balken.
      Das einzige was er hier festgestellt hat,waren da irgendwelche Bleche.Eines auf der linken Seite und eines auf der rechten
      Seite.Das eine war nicht gespannt und sollte gespannt werden.

      Zur Bodenplatte:

      Hier würde er gerne wissen,wie der die fehlenden Abwasserleitungen nachträglich fachgerecht eingebaut hat.
      Sie wurden vergessen,und die Pe Folie,Bewehrung usw... waren bereits schon drin.Er ist auch fast davon überzeugt,
      Das er die Leitungen in die Bodenplatte gelegt hat.

      Weiter sieht er kein Fundamenterder auf dem Bild.Hier sollte vom Elektriker mal der Widerstand geprüft werden.
      Der leider keine Zeit hatte,da er einigen Fertigstellungstermine einhalten musste.

      Laut statischen Berechnungen sollte eine 5 cm starke Sauberkeitsschicht vorhanden sein.Die ja nicht vorhanden ist.
      Da er auf den ersten blick die nur 16 cm starke Bodenplatte auch kritisch angesehen hat,aber hierzu nichts sagen konnte,hat
      er jemand angerufen.Der wiederum meinte,das es funktionieren kann.
      Also hat er in den statischen Berechnungen mal geschaut,wie schwer das Gebäude überhaupt ist.
      Er war überrascht das ein 157 qm Haus nur 77 Tonnen wiegt.
      Auch hat er gemeint,das es sehr viel standard Texte sind von Stadt und Land.Hier ist mal die Rede von unterbodrnplattendämmung
      und dann wieder von auf der Bodenplatte dämmen.
      Sollten also die 77 Tonnen stimmen,die 16cm Bodenplatte aus C25/30 sein,könnte es hinhauen.
    • Laut statischen Berechnungen ist sie im so dargestellt.Ein schnitt der Bodenplatte.
      Unter der 16 cm Bodenplatte ist eine 5 cm Sauberkeitsschicht.

      Das Problem ist laut seiner Aussage.Das sie an einer Seite 18 cm stark ist,dicker also gut.Das problem ist die seite wo seine seltsame konstruktion mit dem Ringerder ist.Da ist sie nur 13 cm stark.

      Also 3 cm geringer.

      Die Ausführung ist auch mies.Die Abstandshalter der unteren Bewehrung sind zu weit auseinander.So hängt das Stahl durch.
      Nicht das es so schon schlimm genug ist,hat er die oberen abstandhalter nich da positioniert wo die unteren sind,sondern genau da wo der stahl sowieso durchhängt.Also drückt der obere Stahl das ganze noch weiter runter.Jetzt hat er auch keine Sauberkeitsschicht.
      Er hat also keine ebene Fläche.Auf dem Bild ist das gut zu sehen.Höhen und tiefer seiner Konstruktion.

      Zur Tiefergründung gibt es nur folgendes zu sagen.Eigentluch sollte ja das Wasser zum tiefsten Punkt ablaufen.Das zumindest nicht das Gebäude ist.Laut ihm erstmal die Straße unten.Meiner meinung nach ist der tiefste Punkt der 50 m entfernte Bach.

      Durch die 1,60 m tieferlegung,liegt die Baugrube 10x10m und 90 cm tief nun auf dem Weg vom Wasser richtung Straße.
      Also läuft erstmal alles in die Baugrube.Füllt sich wie eine Badewanne.Weil laut Baugrundgutachten da,eine schlecht durchlässige schicht ist.Irgendwsnn ist die Badewanne voll.Nun läuft das weitere Wasser was von oben kommt auf das Gebäude.Und das ist der wassereintritt ins gebäude.Drainage wäre hier vieleicht möglich.Er aber eher versuchen würde das Polster zu entwässern.

      Und ob es nicht sogar besser wäre das wasser vorher schon abzuleiten bevor es in die Polsterschicht läuft.
      Also ums Gebäude führt.Über Abdichtung kann man dann Reden,wenn das Wasserproblem gelöst ist.

      Laut ihm,wenn tatsächlich C25/30 Beton geliefert wurde(Lieferschein) hätte ich hier zumindedt ein WU Beton.
      Was schonmal gut ist.