Treppenhaus nach außen verlegen - Ziel: Wohnraum gewinnen

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    • Treppenhaus nach außen verlegen - Ziel: Wohnraum gewinnen

      Moin zusammen,

      ich denke gerade nach, wie bei uns sinnvoll die Wohnfläche erweitert werden kann. Dabei ist mir das Treppenhaus aufgefallen. Als Laie kommt man ja immer mal wieder auf...seltsame... Ideen.

      Das Treppenhaus liegt an einer 12m langen Außenwand, mittig. Die Maße sind in etwa 4m * 2,20m. Dazu kommt ein parallel zu dem Treppenhaus verlaufender Flur mit den Maßen 1,25m * 4m, der einen einzelnen, kleinen Raum erschließt. (und auf etwa 2m Länge Teil eines größeren Flures ist)

      Insgesamt beträgt die Fläche also etwa 4m * 3,35

      Die Idee ist es, das Treppenhaus nach außen zu verlegen, die bisherigen Wohnungstüren entsprechend an die Außenwand zum neuen Treppenhaus zu versetzen. Vom Eingang soll ein schmaler Flur zum größeren Flur führen. Der schmale Flur erschließt dann das neue, größere Zimmer. (kleines Quadrat plus L-förmiger Raum) Das kleine Quadrat entspricht der alten Treppe.

      (Sorry für den Screenshot, das ist richtig schlecht. Die Türen sind nur als "Info" da)

      Der kleine Raum war etwa 9,5m2 groß, hinzu käme ein Teil des alten Flures plus die Grundfläche der Treppe, die Fläche würde sich in etwa verdoppeln.



      2 Fragen bleiben:
      1. Ist sowas überhaupt mit vernünftigem Aufwand möglich? Wir sprechen von Insgesamt 30m2 echter Wohnfläche im Haus, die erschlossen werden könnte.
      2. Gibt die LBO SH so etwas her? Ich konnte nichts zur tatsächlich notwendigen Breite von solchen Fluren finden, Treppenbreiten sind auch nur als eine Art Empfehlung dort. ((5) Die nutzbare Breite der Treppenläufe und Treppenabsätze notwendiger Treppen muss für den größten zu erwartenden Verkehr ausreichen.
      3. Darf ein Treppenhaus außerhalb des Gebäudes errichtet werden? Wenn ja, gelten dafür vermutlich die normalen Abstandsflächen, oder? Das Treppenhaus wird bisher über eine Außentreppe erschlossen.

      Danke schon mal fürs Zerreißen ;)
      Bilder
      • Bildschirmfoto 2017-01-13 um 13.23.15.png

        17,05 kB, 456×459, 38 mal angesehen
    • Abgesehen von der unbekannten Zulässigkeit einer umfangreicheren Bebauung lässt sich allgemein sagen, dass der Umbau von Massivtreppen (Stahlbeton) unter allen denkbare eine besonders teure Umbaumaßnahme ist. Es wäre im Zweifel günstiger, die zu gewinnende Grundfläche direkt neu zu bauen, ohne Umbau des Treppenhauses.
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • Vermutlich wird das neue "Treppenhaus" auch größer als das vorhandene, wenn die erforderlichen Laufbreiten, Podesttiefen, Abstände zw. Handlauf und Wand nach aktuellen Vorschriften eingehalten werden. Da es ein Neubau ist, gelten auch Anforderungen an 'notwendige Treppen' nach LBO .
      Gruß
      Holger
      --
      Früher, da war vieles gut. Heute ist alles besser.
      Manchmal wäre ich froh, es wäre wieder gut.
      (Andreas Marti; Schweizer)
    • @Frau Maier: Klar, die Kosten sind ein wichtiger Punkt. Als Anhaltspunkt für Kosten "könnte" man die Preise für den m2 Wohnfläche nehmen. Das wären so 4-5 TEUR. Aber darum ginge es erst in einem zweiten Schritt.

      @Skeptiker: die vorhandene Treppe ist aus Holz. Der Rückbau ist dann wohl nicht ganz so schlimm wie bei Stahlbeton.

      Aus den Anforderungen an notwendige Treppen - hier speziell die Laufbreiten - nach LBO werd ich nicht so recht schlau. Wirklich viele Maße gehen daraus ja nicht hervor, oder überlese ich das immer?

      Die Abstandsflächen sind das große Problem. Ein Neubau würde nur möglich sein, wenn man die Treppe auf die vorhandene Außentreppe setzen könnte, die zum aktuellen Treppenhaus führt.
    • pro m2 Fläche? Oder 4-5k EUR für den Rückbau der Treppe ohne Schließen der Etagendecke?

      Ich hatte eher die Anzahl der gewonnenen Quadratmeter im Haus mit dem jeweiligen groben Wert multipliziert.
      Das wäre dann ein maximales Budget von 120-150k EUR bei 30m2 EGxamtwohnfläche.
      Aber wie erwähnt ist das nur eine ganz grobe Idee. Mir ging es um die grundsätzliche Durchführbarkeit.
    • Batman schrieb:

      Als Anhaltspunkt für Kosten "könnte" man die Preise für den m2 Wohnfläche nehmen. Das wären so 4-5 TEUR.
      Ja, das könnte man.

      Es wäre aber völlig falsch.

      Alleine die internen Umbaumaßnahmen (Treppe entfernen, Deckenloch schließen, Estrich drauf. Bodenbelag anarbeiten/ evtl. Bodenbelag großflächig entfernen um saubere Übergänge alt-neu hinzubekommen, Verputz-, Maler-, Elektroarbeiten) dürften diesen Betrag auffressen. Dann Anschluss an Bestand (Türöffnungen herstellen), Fundamentierung des Anbaus, der Anbau als solches, Anschluss ans bestehende Dach?. Neue Treppe rein usw. usf.

      Ohne Kenntnis der Örtlichkeit kann man das natürlich nur zu ungenau schätzen. Aber der genannte Betrag müsste man wohl um den Faktor 4 - 5 erhöht werden.

      Ein Planausschnitt des Bestandes dürfte hier mehr Klarheit bringen.
    • @Thomas B: Ich spreche nicht von 4000-5000 EUR, sondern bis zu 150.000 EUR für die von Dir genannten Maßnahmen, die ich für vertretbar hielte. (nur mit dem Argument des Wertes pro m2 Wohnfläche in dieser Lage)
      Ich kann mir schwer vorstellen, dass so ein Projekt 600-750 TEUR kosten soll. Wenn das aber realistischer ist, brauche ich gar nicht weiter in diese Richtung zu denken.

      Was genau bedeutet Planausschnitt?