Porenbeton und Regen/Frost

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    • Porenbeton und Regen/Frost

      Hallo zusammen,


      wir haben einen ca. 40m² großen Anbau im Rohbau Zustand. Es handelt sich nur um einen Raum.
      Zum alten Haus hin gibt es eine 17,5er Kalksandstein Mauer mit Durchgang und Durchreiche,
      die anderen 3 Mauern sind aus 36,5er Phorenbeton, haben 2 Fenster 1 Balkontür öffnung, noch keine
      Fenster/Tür drin. Das Dach ist nur eingeschalt, es ist noch nicht betoniert.


      Nach Weihnachten hat es zweimal kräftig geregnet, innen ist Wasser die Kalksandsteinwand runtergelaufen. Die Matten die zwischen der Kalksandstein-Mauer liegen sind soweit ich sehen kann (von den Ausschnitten) nicht naß geworden. Dennoch machen wir uns Sorgen.
      Auch die Porenbeton-Wände sind innen und außen naß geworden. Bauleiter, Bauunternehmen und Statiker sagen das sei kein Problem. Aber wenn ich "google" lese ich, dass Porenbeton sehr schnell Wasser aufnimmt
      und kaum abgibt, das trocknen Jahre dauern kann. Nun handelt es sich ja bei uns nur um einen Raum der noch gut durchzieht.
      Dennoch machen wir uns große Sorgen, die Temperaturen sind jetzt immer um 0 grad, es lag schon zwei Tage schnee und das Dach kommt wohl erst in 1-2 Wochen drauf.

      Sind unsere Sorgen wirklich unbegründet?


      Danke und ein schönes neues Jahr!
    • Die Antwort ob die Wände Frostschäden erleiden wirst Du recht bald bekommen.
      Denn diese Art von Schäden sind sofort erkennbar und kein späteres, schleichendes Ereignis.

      Es gilt, dass Mauerwerk von zu hoher Wasserlast zu schützen ist.
      Das ist aber selten komplett zu gewährleisten.
      Aber nichts tun ist auch nicht regelkonform.
      öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    • Nässe und Frost sind für jedes Mauerwerk ein Problem. Man hätte den PB schützen müssen. Hierzu genügt ein Blick in die Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller.

      Ich würde die Firma mal fragen, warum sie hier entgegen der Verarbeitungsrichtlinien gehandelt hat. Mich wundert auch, dass Dein Statiker dafür auch noch seinen Segen gibt. Ich gehe mal davon aus, Du bekommst das alles auch schriftlich.
    • Die Anforderungen zum Schutz von Mauerwerk ergeht aus der Mauerwerksnorm und den Verarbeitungshinweisen.
      Das Mauerwerk ist Kopfseitig zu schützen. Aus der Logik ergeht auch und das kann als a.R.d.T . angesehen werden, dass Mauerwerk nicht dauerhaft in Wasser eintauchen oder z. B. von punktuell auf das Gerüst aufschlagendes Wasser (RW-Fallrohre) belastet werden darf..
      Was aber nicht bedeutet, dass Mauerwerk in Gänze vor Wasser zu schützen ist. Wie auch? Zeltbauweise?
      Dem Statiker ist es egal so lange das Mauerwerk keine Frostschäden zeigt.
      öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    • Thomas schrieb:

      Aber könnte bei der aktuellen Witterung nicht gerade das zum Thema werden?
      Ja. Wenn etwas passiert, sieht man aber die Abplatzungen an den Steinen.

      Irgendwo hier in der Nähe stand oder steht ein Rohbau aus DDR-Gasbeton. Da waren die Steine zwar mittlerweile grün, aber Absprengungen waren nicht zu sehen. Es muss also nicht zum Worst Case kommen.

      Trotzdem sind die Mauerkronen abzudecken.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Carden Mark schrieb:

      Die Antwort ob die Wände Frostschäden erleiden wirst Du recht bald bekommen.
      Denn diese Art von Schäden sind sofort erkennbar und kein späteres, schleichendes Ereignis.
      Richtig wie Thomas T. das beschreibt.
      Deshalb hatte ich in meiner 1. Antwort dieses ja auch schon herausgestellt.
      öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk