Heizungsverrohrung umplanen von vertikalen Strängen zu horizontal

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    • Heizungsverrohrung umplanen von vertikalen Strängen zu horizontal

      Hallo zusammen,

      Bin gerade dabei die Heizungsverrohrung von vertikalen Strängen zu horizontaler Verrohrung im Entwurf zu planen.
      Momentan sieht das so wie in der ersten Prinzipzeichnung aus. Im Keller geht es vom Kessel jeweils zu einem vertikalen Steigestrang.
      Da werden alle Heizkörper übereinander im Zweirohrsystem verbunden.
      Verrohrung in der Vertikalen.pdf
      Sobald eine Etage frei wird, möchte ich hierfür einen separaten Vorlauf/Rücklauf hochziehen und dann in der jeweiligen Etage horizontal verrohren lassen.
      Verrohrung in der Horizontalen.pdf
      Darin sehe ich den Vorteil, dass ich im Keller für diese Etage einen Wärmemengenzähler setzen lassen kann.
      Dann würden die Einzelzähler in an den Heizkörpern entfallen. Gibt es hier irgend etwas Spezielles zu beachten ?
    • Hast Du Platz für 6 gedämmte Rohre in der EG-Wohnung?
      Ist die Klientel so schwierig, dass die Zähler in den Keller müssen?
      Warum soll überhaupt auf Zähler umgerüstet werden?
      Bei uns ist die Wirtschaftlichkeitsschwelle bei ca. 10 Heizkörpern pro Wohnung erreicht.
      Sind es weniger Heizkörper, so sind Heizkostenverteiler günstiger (Miete und Ablese- und Abrechnungskosten)
      Ansonsten hast Du bei der Horizontalverrohrung einen wesentlich höheren Druckverlust in der Anlage.
      Wenn WMZ gesetzt sind, würde ich eine zentrale Steigleitung vorsehen und etagenweise davon abzweigen.
      Wie oft willst Du sonst durch die unteren Wohnungen durchmarschieren?




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Wie sollen die Etagen genutzt werden? 1 Wohnung pro Etage oder sind es zwei?

      Ich sehe in der neuen Variante keinen nennenswerten Vorteil, aber entsprechenden Aufwand. Wie Thomas schon geschrieben hat, so ein "Bündel" mit vielen Rohren, die kann man nicht mal so einfach in einer Ecke verstecken.
    • Der Platz für die horizontal zu verlegenden Rohre wäre dann schon vorhanden. Die Etage wird nach Auszug mit Elektro und Heizung grundsaniert. Ich rechne mit 18er Cu Rohren und 20mm Dämmung. Momentan sind elektronische Heizkostenverteiler an 8 Heizkörpern pro Etage angebracht. Deine Vermutung ist nicht ganz unbegründet. Die momentane Klientel ist schwierig. Einen Vorteil hätten die pro Etage getrennten Rohre für Vorlauf/Rücklauf. Sind die Nebenkosten im Rückstand, könnten dann bei Bedarf die beiden Kugelhähne für VL/RL umgelegt werden. Aus die Maus. (Mehrfamilienhaus 3 Wohneinheiten)

      Zurück zur Technik. Warum sollte die Horizontalverrohrung einen wesentlich höheren Druckverlust in der Anlage haben.
      Die Entfernung zu jedem Heizörper ist doch nur unwesentlich länger oder kürzer. Es ist eine zentrale Steigetrasse in der Mitte des Hauses hinter der den Toiletten mit genügend Platz vorhanden. Dort könnte jede Etage bequem angefahren werden.
      Man könnte natürlich auch einen zentralen VL/RL mit sagen wir mal 22er Rohren vorsehen und dann etagenweise abgehen.
      Allerdings gefällt mir der Gedanke nicht besonders in der Toilette dort oben die WMZs setzen zu lassen.
    • Bernd_Baumeister schrieb:

      Ich rechne mit ........................


      Man könnte .........
      Sorry, aber das nenne ich planlos. Es gibt Spielregeln nach denen die Hydraulik gerechnet wird, dann ergeben sich daraus Rohrdurchmesser, und dann heißt es nicht "man könnte", sondern "man macht".

      Der Sinn dieser Umbauaktion ist mir noch nicht ganz klar.


      Bernd_Baumeister schrieb:

      Die momentane Klientel ist schwierig. Einen Vorteil hätten die pro Etage getrennten Rohre für Vorlauf/Rücklauf. Sind die Nebenkosten im Rückstand, könnten dann bei Bedarf die beiden Kugelhähne für VL/RL umgelegt werden. Aus die Maus.
      Das machst Du nur ein einziges Mal, dann wird das so teuer, dass Du es mit Sicherheit nie wieder machen wirst. Mietern die Versorgung abdrehen weil sie mit Zahlungen im Rückstand sind ist eine denkbar schlechte Idee, da kommst Du in Teufels Küche.
    • >>>Der Sinn dieser Umbauaktion ist mir noch nicht ganz klar.

      Wenn zum Beispiel auf Gas-Etagenheizung umgerüstet werden soll, bleibt doch gar nichts anderes übrig als die Heizungsstränge anders zu verlegen.

      Das mit dem Abdrehen war natürlich nur theoretisch gedacht. Das ist mir schon klar.
      Allerdings wäre das bei einer Gas-Etagenheizung dann schon etwas realistischer, da hier die jeweilige Mietpartei ihren individuellen Vertrag mit dem Versorger ihres Vertauens abgeschlossen hat und die sind bei Rückständen nicht zimperlich.
    • Bei einer Gasetagenheizung sieht die Sache doch wieder ganz anders aus, da musst Du die Gasleitung in die Etagen legen, Heizungswasser interessiert dann nicht. Ich hatte ja gefragt, ob 1 Wohnung oder 2 pro Etage, denn im ersten Fall müsste man natürlich eine horizontale Verbindung der Heizkörper realisieren, aber es braucht keinen Strang "nach unten".
    • >>>da musst Du die Gasleitung in die Etagen legen

      Gasetagenheizung heisst nicht unbedingt, dass die Gasheizung selbst in der jeweiligen Etage sitzt.
      Das kann auch im Keller unter der Wohnung sein. Je nachdem wo mehr Platz vorhanden ist.
      Gasetagenheizung heisst vor allem, dass jeder Mieter seine eigene Heizung mit zugehörigem Gaszähler hat und dafür mit einem Versorger einen Vertrag abschließen muss.


      >>>Ich hatte ja gefragt, ob 1 Wohnung oder 2 pro Etage, denn im ersten Fall müsste man natürlich eine horizontale Verbindung der Heizkörper realisieren, aber es braucht keinen Strang "nach unten".

      Es ist eine Wohnung pro Etage vorhanden. Es geht mir genau um diese horizontale Verrohrung zu den Heizkörpern und den sich ergebenden Druckverhältnissen. Meines Erachtens dürfte es keine so große Rolle spielen, ob der Gasheizkessel in der Etage oder im Keller darunter steht. Vermutlich dürfte der hydraulische Abgleich sogar einfacher sein, da alle Heinzkörper auf gleicher Höhe angeodnet sind.
    • Ich sehe keinen Sinn darin, im Keller mehrere Thermen nebeneinander anzuordnen, zumal jede einzelne Therme für eine Wohnung überdimensioniert sein dürfte. Zudem kommt noch das Thema WW hinzu. Abgesehen davon, ist auch die Abgasführung nicht so einfach (das gilt aber bei allen genannten Varianten).
    • Du willst uns aber nicht erzählen, dass eine Fünfmeterpumpe keine Wohnung im 2. oder 3. Stock versorgen kann?
      Ich würde die Kelleraufstellung auch nicht empfehlen, aber die Förderhöhe der Pumpe ist nichtder Grund .




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Es handelt sich hier um eine Bestandserneuerung. Die jetzige Heizpumpe im Keller schafft die 6m Höhe locker. Je nachdem, wie die Heizkörper oben geöffnet sind, liegt die Pumpenleistung zwischen 7 bis 22 Watt. Da ist noch Luft nach oben. Aber minus 15 Grad können ja im Januar oder Februar noch kommen.

      Ob und wie viele Heizungen später in welcher Etage zum Einsatz kommen, ist noch lange nicht entschieden. Mir geht es momentan nur um die Vorüberlegung die Verrohrung beim nächsten Leerstand - bei dem kernsaniert wird - in horizonal zu ändern. Dann kann später alternativ mit einer Gasetagenheizung oder weiterhin mit Zentralheizung geheizt werden. Dann ist man vielleicht flexibler.