Unterdeckbahn undicht

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    • Unterdeckbahn undicht

      Guten Abend zusammen,

      der Dachstuhl unseres neu gebauten Hauses ist fertig. Unterdeckbahn ist verlegt und die Konterlattung + Lattung sind angebracht.
      Es handelt sich um ein Satteldach und geplant ist später eine Vollsparrendämmung (24cm, keine Hinterlüftung) und ein ausgebautes Dachgeschoss.

      Verlegt wurde die D...........x Plus. Die Eindeckung soll in den nächsten Tagen folgen (Dachziegel)

      Nun hat es heute ordentlich geregnet und an ca. 10 Stellen tropft es durch. Zusätzlich ist die Feuchtigkeit an vielen Sparren und Wechsel erkennbar. :(

      Meine Frage:

      Ist das zu reklamieren ? Ist es nicht die Aufgabe der UDB meine spätere Dämmung und das Holzgebalk zu schützen?
      Hätte man nach a.e.R.d.T. Nageldichtbänder verwenden müssen oder hätte ich das vorher als Zusatz beauftragen müssen?
      Wie würde eine fachgerechte Reparatur aussehen ?


      Viele Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von R.B. () aus folgendem Grund: Name entfernt

    • Wärmedämmung verbaut? Wenn nicht, dann ist das hinzunehmen. Außer Vertraglich wurde eine Behelfsdeckung vereinbart. Eine UnterDECKbahn wird es erst, wenn die Dämmung eingebaut wurde. Bis dahin ist es von der Definition eine UnterSPANNbahn. Wenn sich die 10 Stellen in der Fläche befinden und nicht durch die Perforation der Befestigungsmittel von Konter- und Traglattung erfolgt ist, sind diese abzukleben mit geeigneten Klebebändern.

      Unterspannbahn = Frei, mit leichtem durchhang im Feld von Sparren zu Sparren.
      Unterdeckbahn = Voll aufliegend auf Holz- und Holzwerkstoffen oder aber Wärmedämmung
      Unterdeckplatten = Plattenwerkstoffe (Holzweichfaser z. B.) zur Herstellung einer Unterdeckung
      Unterdach:
      Regensicher = Abdichtung aufliegend auf Holz- und Holzwerkstoffen oder geeigneten Trägern ohne Einbindung der Konterlatten
      wasserdicht = Abdichtung aufliegend auf Holz- und Holzwerkstoffen oder geeigneten Trägern mit Einbindung der Konterlatte (die Abdichtung wird unter der Konterlattung ausgespart)

      Das technische Fachchinesisch zur Definition nach ZVDH erspare ich an dieser Stelle mal.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Die Abdichtungsbahn wird lediglich von Trapezkonterlatte zu Trapezkonterlatte verlegt nicht darunter. Wird sie darunter verlegt und anschließend mit einem Zulagestreifen oben abgedichtet kommt es zu einem Verschluss. Eingebaute Materialfeuchte kann nicht mehr entweichen. Mangel, da entgegen der a.R.d.T aus der Fachregel des ZVDH.
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    • Off-Topic:
      DAs lässt sich doch aber sehr bescheiden ausführen , da lob ich mir die Sonderlösung mit der Sta..... Pa.. 500 mit Nageldichtband . ist aber Sonderlösung und muss eben vertraglich vereinbart werden


      Wo dieses Thema Nageldichtband aufkam , war ich auch sehr skeptisch, da es ja lt Gelbdruck nur notwendig ist wenn die Dämmung vor den Ziegeln verlegt wird/wurde . Oder Irre ich mich da jetzt?
      Aber , man muss auch dazusagen , es ist zusätzlicher Umsatz , und es wird zugleich einer mgl Diskussion ob oder ob nicht gleich aus dem Weg gegangen.
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Moment Moment! Wir reden hier von einem Unterdach in seiner Spezifikation als wasserdichte Ausführung!

      Die Anforderung an USB/UDB/UDP ergeben sich aus der Tabelle des ZVDH. Die wird in Klassen definiert - 6 an der Zahl -, die sich wiederum aus Anforderungen ergeben. Da sind auch regensichere und wasserdichte Unterdächer aufgeführt. Faktoren können sein:

      Regeldachneigungsunterstreitung, Ausgebautes Dachgeschoss (2 zusätzliche Anforderungen), zergliederte Dachlandschaften usw.

      Je nach dem was vorliegt ergibt sich die Art und Weise der Ausführung:

      Nahtgesichert, Perforationsgesichert, Überlappend usw.

      Weiter muss man dann noch beachten ob USB-A oder B, UDB-A oder B usw.

      Was du vermutlich meinst ist eine Behelfsdeckung. Die muss immer dann gegeben sein wenn WD im Gefach schon verbaut ist, die eigentliche regensichere Eindeckung aber noch nicht vorhanden ist. Andernfalls ist es ein möglicher separater Vertragsbestandteil den man vereinbaren kann. Für den Zimmermann macht eine Behelfsdeckung immer dann Sinn, wenn er A. das verlegen jener im Vertrag hat und abzusehen ist das sein Werk "Dachstuhl" über langere Zeit ohne Eindeckung verbleibt. Denn vertraglich und gesetzlich ist er dazu verpflichtet sein Werk vor Verlust und Beschädigung zu schützen bis zur Abnahme seiner Leistung (das können auch Teilabnahmen sein). Denn er hat ja Holz mit einer Holzfeuchte <18% einzubauen und das gilt bis zur Abnahme seiner Leistung.
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    • Danke für die Antwort.

      Nein es gibt keine Ausparrendämmung oder andere weiter Tragkonstruktionen, wenn Du sowas meinstest !?
      Es kommt eine ganz normale Zwischensparrendämmung zum Einsatz.

      Hmm aber dann frage ich mich, warum wird eigentlich so ein riesen Wert auf luftdichte Abdichtung von Innen gelegt, damit
      keine Feuchtigkeit in das Gebalk und in die Dämmung kommen kann wenn von Außen es nicht dicht im Sinne des Feuchtigkeitseintritts
      ist !? So gelangt doch ebenfalls Feuchtigkeit in die Konstruktion ( Flugschnee , Schlageregen ? ), oder ?

      Was ist denn dann die Funktion der USB bei gedämmten und ausgebauten Raum?
    • Deine Annahme @baunewbie ist falsch! Regensicher ist immer nur die Eindeckung an sich. Bedeutet die Eindeckung übernimmt die Aufgabe Niederschlag aus der Konstruktion fern zu halten. USB/UDB/ UDP usw. sind lediglich regensichernde Zusatzmaßnahmen. Gürtel mit Hosenträger, wenn man es sagen will.

      Eine Behelfsdeckung KANN aus USB/ UDB usw. bestehen, muss sie aber nicht. Das geht auch mit Abplanen durch Gewebeplanen bis zur Erstellung der Eindeckung.

      Wird nun der Deckwerkstoff von der Regeldachneigung unterschritten müssen zusätzliche Maßnahmen zur Regensicherheit unternommen werden um schädliches Wasser aus der Konstruktion zu halten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass durch die regensichere Eindeckung im Falle von Flugschnee oder Starkregen Wasser in die Konstruktion eingetragen wird deshalb braucht es grundsätzliche eine Unterspannung, Unterdeckung usw.

      @MoRüBe was meinst Du mit falsch ausgeführt? Es dürfen Laufspuren sichtbar sein, sofern die von mir oben benannten Dinge eingehalten worden. Andernfalls braucht es das Wörtchen Behelfsdeckung. Eine zwingende Forderung nach Nageldichtband gibt es nicht, wenn die Randbedingungen dies nicht erforderlich machen.
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    • Aja das mit den Zusatzmaßnahmen habe ich verstanden.

      Nun schreibst Du : "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass durch die regensichere Eindeckung im Falle von Flugschnee oder Starkregen Wasser in die Konstruktion eingetragen wird deshalb braucht es grundsätzliche eine Unterspannung, Unterdeckung usw. "

      Nur wie schützt eine undichte Unterspannung die Konstruktion ?

      Wenn dann später mal alles verkleidet ist von Innen, wie bekomme ich einen eventuell Feuchteeintrag mit ?
      Feuchte Dämmung -> keine Dämmung + hervorragende Pilzbedingungen.
    • Kalle schrieb:

      Moment Moment! Wir reden hier von einem Unterdach in seiner Spezifikation als wasserdichte Ausführung!

      der TE hat doch nix was Wasserdichtem Unterdach geschrieben, er hat nur erwartet, das die USB absolut dicht ist .

      Kalle schrieb:

      Eine zwingende Forderung nach Nageldichtband gibt es nicht, wenn die Randbedingungen dies nicht erforderlich machen.
      das stimmt schon, aber es ist auch zusätzlicher Umsatz , und erspart auch somanche Diskussion, wie zb diese Frage durch den Te .
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Weil die zu beaufschlagende Wassersäule die wirkt wesentlich geringer ist als bei freier Bewitterung. Das was du jetzt als "Leckagen" wahrnimmst wird mit fertigstellung der Eindeckung nicht mehr auftreten.

      Bring mal ein paar Fakten: Welche Dachneigung? Welche Art des Deckwerkstoffes?
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    • @AndyG Schaue mal auf Deinen Beitrag ;) Dann weißt du warum ich etwas zum wasserdichten Unterdach geschrieben habe.


      ---------- 11. Dezember 2016, 22:04 ----------

      AndyG schrieb:


      das stimmt schon, aber es ist auch zusätzlicher Umsatz , und erspart auch somanche Diskussion, wie zb diese Frage durch den Te .
      Oder man nimmt garkeine Folien und geht eher zu UDP. Da brauchts auch kein Nageldichtband.
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    • @Kalle , ich habe es mir gedacht, das Dein Beitrag nr 6 auf meine Aussage mit der Sonderlösung bezogen war .
      Das macht aber auch nur Sinn bei der geforderten ! Ausführung als Wasserdichtes Unterdach , bei zb 10 Gr Dachneigung und Doppelmuldenfalzziegel .
      Da ist dann auch zwingend das SystemNageldichtband zu verwenden.
      Das hat ja aber nix mit der Frage des TE zu tun .
      Bei Holzfaser ist aber auch bei 16-17 Grad schluß. Dann werden nämlich auch zusatzmaßnamen notwendig .
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    • 10° DN ist die unterste Dachneigungsgrenze. Darunter gilt Ausführungsverbot. HWF geht je nach Hersteller bis 15° DN aber wer macht das schon... Da deckt man einfach keine Ziegel/Steine mehr. :yeah:
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    • Und der schreibt in diesem Falle eine DN von 15 ° DN vor? Der Zwang stellt ja nicht die Regel da aber ich würde eine UDB wählen, regensichernde Zusatzmaßnahmen und einen mehrfach ringverfalzten Ziegel wählen. Und dem Bauamt n netten Brief schreiben. :freaky:
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    • Der Bebauungsplan schreibt zb eine Max Firsthöhe , Traufhöhe , Gebäudetiefe/Breite / Länge , Abstand First zum Dachbruch , Rücksprung der Gaubenwand von der Traufwand, etc. vor .
      Da kann dann mal eine ungünstiege Dachneigung für eine Gaube rauskommen , Ich finde das auch total engstirnig ,
      aber das ist nun mal so .
      Auf der grünen Wiese mag das evtl etwas flexibler sein, aber in einem bestehenden Siedlungsgebiet ist da nicht viel flexibilität .
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    • AndyG schrieb:



      Das macht aber auch nur Sinn bei der geforderten ! Ausführung als Wasserdichtes Unterdach , bei zb 10 Gr Dachneigung und Doppelmuldenfalzziegel .
      Da ist dann auch zwingend das SystemNageldichtband zu verwenden.
      Moin Andy,

      nur, dass das nicht falsch verstanden wird: Bei 10° DN ist bei Dachziegeln und Dachsteinen grundsätzlich/immer ein wasserdichtes Unterdach vorzusehen. So wie Du es oben ausführst, könnte man(n) wie Frau auf den Gedanken kommen, dass bei einer Eindeckung mit Doppelmuldenfalzziegel bei einer DN von 10° ein SystemNageldichtband erforderlich sei. NEIN, dem ist nicht so!! Es ist ausschließlich ein wasserdichtes Unterdach erforderlich. Das wiederum geht nur mit Bahnen, die letztlich für eine Abdichtung eine Zulassung haben. NIEMALS jedoch mit irgendwelchen diffusionsoffenen Platten oder Bahnen!!!

      Grüße

      si
      DDM und öbuv Sachverständiger der HWK Bielefeld
    • @ stefan ibold
      Ich habe auch von einem Wasserdichten Unterdach geschrieben , und auch, das dieses System nicht dem Gelbdruck des ZVDH entspricht , und eine gesonderte Vereinbarung zw AG und AN bedarf .
      Ich verstehe das schon , das man auch als Gutachter nicht alles kennen kann . Ich habe auch so ein bischen,
      die Vermutung , das es nicht immer gut ist, das besagte Produkt nicht benennen zu dürfen .Das setzt nämlich vorraus , das jeder Diskussionsteilnehmer weis von was geredet wird. Hier gerade scheinbar nicht so . Ich stell jetzt mal ein Link zu dem was ich meine hier rein , damit jeder weis von was ich rede, auch wenn es nicht ardt ist .
      Wenn der Link nicht gewünscht ist, dann soll er meinetwegen wieder gelöscht werden ,
      Diffusionsoffene Unterdachbahnen Schweißbahnen Stamisol Pack 500 | Stamisol
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    • Beides Markus.

      Grundsätzlich weil von der Klasse nach Tabelle nur ein wasserdichtes Unterdach möglich sein kann

      Immer, weil unterste Regeldachneigungsgrenze wo man überhaupt Ziegel/Steine legen darf.

      Man hofft aber darauf, dass FACH!handwerker und Planer nicht auf die Idee kommen wollen das zu tun...


      ---------- 12. Dezember 2016, 20:18 ----------

      @AndyG ... du begehst einer der Werbelügen auf den Leim zu gehen. Fakt ist, dass etwas NICHT!!! diffusionsoffen sein kann und gleichwohl wasserdicht. Das geht von der Physik schon nicht...
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    • Dann bin ich auch gerne bereit , weiterhin dieser Werbelüge auf den Leim zu gehen .
      Hast Du das schon mal verarbeitet ?
      Oder habt Ihr das schon immer (nur) so ( ardt ) gemacht ?
      Warum funtionieren denn Jacken mit zb Goretexmembran?
      Physik ist schon ne harte Nuss, sehr schwer zu knacken.
      Nur gut das wir heute nicht mehr mit dem Faustkeil rumrennen müssen
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