Erfahrungen Hinterlüftete Fassade Gebäudeklasse 3

    • Erfahrungen Hinterlüftete Fassade Gebäudeklasse 3

      Hallo Miteinander,

      ich wollte mal Fragen ob jemand schon einmal eine hinterlüftete Holzfassade mit Holzunterkonstruktion geplant hat(Bayern, Gebäudeklasse 3).
      Wenn ich die Bauordnung richtig interpretiere, müssen Vorkehrungen getroffen werden um die Brandausbreitung über den Hinterlüftungsspalt geschossübergreifend zu verhindern(in jedem 2. Geschoss?). Es bestehen keine Anforderungen an die Verkleidung.
      Welche Möglichkeiten stehen mir da zur Verfügung um das Fassadenbild so wenig wie möglich zu stören. Gibt es Abweichungen/Ausnahmen die mit der Branddirektion besprochen werden können? (z.B. wenn geschossübergreifend nur eine Nutzungseinheit betroffen ist).
      Vielleicht hat ja jemand schon in so einem Fall Erfahrungen gesammelt.

      lg
    • Ich pers , halte das eigentlich für nonsens , das ist wie wenn man Feuer mit Diesel löschen will .
      Zuerst wäre mal interressant , welche Art von Holzschalung und UK geplant ist .
      Ich vermute mal , das sich sowas mit Z - Profil Blechen schon lösen lässt , zumindestens wenn es um die Rauchgase geht . Aber die Rauchgase kommen dann eben unter dem Z Profil raus .
      Mehr Infos bitte
      Wer aufhört besser zu werden, hört auf ,gut zu sein
    • Das hat mit Rauchgasen nur sehr wenig zu tun. Es geht um die Kaminwirkung, die aus einem kleinen Schwelbrand schnell einen Feuersturm macht.

      Hier würde ich immer mit dem zuständigen Brandinspektor alles wesentliche vorab klären. Ich weiß nicht, ob denen ein einfaches Blechprofil ausreicht, wenn die Gluthölle losgeht.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Das hat mit Rauchgasen nur sehr wenig zu tun. Es geht um die Kaminwirkung, die aus einem kleinen Schwelbrand schnell einen Feuersturm macht.

      Hier würde ich immer mit dem zuständigen Brandinspektor alles wesentliche vorab klären. Ich weiß nicht, ob denen ein einfaches Blechprofil ausreicht, wenn die Gluthölle losgeht.
      Richtig.
      Tatsächlich reicht der Branddirektion(München) alle zwei Geschosse ein Blech Stärke >1mm, welches die UK, den Lüftungsspalt und die Dämmung vollständig durchdringt. Sollte der Schmelzpunkt der Dämmung über 1000C° liegen(z.B. Steinwolle) würde sogar ein Blech nur im Hinterlüftungsspalt reichen.

      Gerade wird zusammen mit der Branddirektion geprüft ob es möglich wäre davon abzuweichen, da nur die Giebelflächen im DG betroffen sind(alle anderen Seiten sind logischerweise sowieso nur zwei-geschossig). Anscheinend hängt es auch davon ab wie groß ein Projekt ist und wieviele Wohneinheiten betroffen sind.


      ---------- 9. Februar 2017, 11:37 ----------

      Ach ja, falls es jemanden interessiert, es besteht auch die Möglichkeit einer Sprinkleranlage (mit Begleitheizung) im Hinterlüftungsspalt. Wird anscheinend öfters in Skandinavien bei größeren Holzbauprojekten so ausgeführt, obwohl ich mich Frage wer das zahlt... bei uns wahrscheinlich keiner.
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