Absturz Schmutzwassergrundleitung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Absturz Schmutzwassergrundleitung

      Liebe Bauexperten,

      unsere Entwässerung wurde wie folgt geplant:


      Umgesetzt wurde das Ganze vom Rohbauer entgegen der Planung jedoch mit einem Absturz an der Hauskante für die Entwässerung des OGs, hier ein Bild während der Baumaßnahme:



      Ich habe immer gehört, dass so ein Absturz ein Problem darstellt, da sich hier gerne mal Verstopfungen bilden können. Unser Gutachter meinte jedoch, dieser Absturz würde kein Problem darstellen. Mache ich mir zu Unrecht einen Kopf? Hätte der Rohbauer zumindest eine Revisionsöffnung vorsehen sollen? Die Entwässerungsgenehmigung sieht die Verlegung der Entwässerungsleitungen nach DIN 1986 vor.

      Danke!
    • Ich bin wahrlich kein Bauexperte, aber sehe ich es richtig, dass die Schmutzwasser Entwässerungsleitung vom EG unten im Kellerfundament so schön flach abwärts aus dem Fundament läuft und sich dann zu dem von dir auf dem Foto gezeigten Punkt fortsetzt.

      Beir im Haus ist das nämlich genau so und vor nicht allzu langer Zeit sind deswegen über 5000 EUR in Richtung Ablussrohr-Sanierung geflossen.
      Im Laufe der Zeit neigen besonders Spül- und Waschmaschinen dazu, ihren Kalk in diesen flachen Teil nach einem Knick abzulagern.

      Ich hasse einbetonierte Ablussrohre und bin mit jedem Aufputz Rohr mit ordentlichem Gefälle zufrieden.
      Sch... auf die Optik - genau dieselbe soll besser mit Schmackes aus dem Haus in Richtung städtische Rohre fließen.

      Ansonst pflichte ich rolf bei. Unbedingt Revisionsschacht.
      (Es sei denn, du hast immer einen Kleinbagger parat und dort ist dann beim Schadensfall in vielen Jahren nicht inzwischen ein Baus gewachsen)
    • >>>... zu viel Schmackes ist ebenso nicht fachgerecht

      ok - wieder was gelernt - aber was sagt ihr dazu wenn die Abwasserrohr in mehren Knicken in Richtung städische Rohre gehen.
      Von 90 Grad, auf 45 Grad und dann auf ganz wenig - sagen wir mal 2%.
      Das habe ich hier auch zu bieten. In den steileren Rohren war jeden fast nichts an Ablagerungen.
      (Muss mir doch mal die alten Kamerabilder genauer ansehen) Immer nur in den total flachen Rohrabschnitten.
    • Bernd_Baumeister schrieb:

      Ich bin wahrlich kein Bauexperte, aber sehe ich es richtig, dass die Schmutzwasser Entwässerungsleitung vom EG unten im Kellerfundament so schön flach abwärts aus dem Fundament läuft und sich dann zu dem von dir auf dem Foto gezeigten Punkt fortsetzt.
      Hallo Bernd,

      nein, das tiefste Rohr ist die Entwässerung des Notüberlaufs der Zisterne. EG und Keller werden (an anderer Stelle) ohne Knick zum Schacht geführt. Nur das OG wird leider so dämlich entwässert :(

      Die Rechnung wurde von mir noch nicht bezahlt. Ich werden den Rohbauer darauf hinweisen, dass ich die Ausführung als mangelhaft betrachte und ihn um einen Lösungsvorschlag bitten. So ein Mist, ständig ist irgendwas... :(
    • (soweit mir bekannt aus der DIN 1986-100)
      Zur Vermeidung von Ablagerungen bei erdverlegten Abwasserleitungen und -kanälen mit geringem Durchmesser (kleiner als DN 300) tritt eine Selbstreinhaltung ein, wenn sich täglich eine Geschwindigkeit von mindestens 0,7 m/s bis max. 2,5 m/s einstellt oder ein Gefälle von mindestens 1 : DN vorliegt. Also bei DN100 = 1:100 (mindestens wohlgemerkt)

      Na ja - aus meiner Sicht würde ich mir überhaupt keinen Knick wünschen.
      Am liebsten wäre es mir, wenn der Kram aus der Senkrechte unter der Kellerdecke in ein flexibles DN 100 Rohr übergehen könnte und dort kontinuierlich und sanft sein Gefälle bis zum städischen Kanal auf 2% abbaut. Wenn man dann noch (sobald es geht) Regenwasser aus dem Fallrohr beimischt, müsste sich das Ganze doch prima vom Acker machen - oder ?

      Was hier im Haus in der Vergangenheit mehr Probleme als die braune Masse machte, sind die Kalkablagerungen von Wasch und Spülmaschinen.

      Was ich gelesen habe, trifft die Annahme, dass ein zu starkes Gefälle Probleme beim Feststofftransport bereitet insbesondere bei großen Kanalquerschnitten zu und lässt sich nicht auf Hausanschlussleitungen übertragen.
    • rolf a i b schrieb:


      planung und ausführung bei dir sind murks.
      schließe mich vollumfassend an
      oder auch gerne andersrum Ausführung und Planung. Um klarzustellen, dass hier der Ausführende sich mangels geeigneter Planung seinen eigenen Weg gesucht hat.

      Warum liegt der Überlauf der Zisterne so tief?
      auf dem Bild gibt es noch ein drittes KG- oder Steinzeugrohr knapp oberhalb des OG-Rohres, was ist das? Evtl. alt.
      Und wenn ich mir die Planung mal genauer ansehe ist das ein Vorhaben, bei dem man die geplante und tatsächliche Ausführung des Rückstauschutzes aber ganz, ganz genau ansehen sollte.
      Es grüßt

      Manfred Abt
      Ingenieurbüro AQUA-Bautechnik GmbH
    • @Jo West
      :thumbsup:

      Wenn der Erste verschüttet wurde, ist das Gejammer groß. Ich begreife diese Idioten nicht, die sich selbst derart gefährden.

      @ TE
      Wenn das der Überlauf der Zisterne ist und der ja wohl als Mischsystem mit dem SW zusammengeführt werden soll im Schacht, was passiert dann wohl, wenn es mal einen Rückstau gibt?
      Genau - Deine Zisterne wird mit dem braunen Dreck geflutet!

      Wer so etwas "plant", hat nicht mal ansatzweise nachgedacht. Von der Umsetzung ganz zu schweigen!

      Das ist einmal kompletter :pfusch:
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • JoWest schrieb:

      3 Meter tief, kein Verbau...
      Was, zum Henker, hat der SiGeKo auf dieser Baustelle gemacht? Däumchen gedreht? Oder war das einer dieser Gefälligkeits-SiGeKos für paar Euro fuffzich und nur einmal im Monat mal kurz gucken? Also, manchem muss man echt den Kopf schütteln...
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...