Heizungseinstellungen bei GBWT

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    • Heizungseinstellungen bei GBWT

      Servus beinander,

      ich pröbele die ganze Zeit mit meiner Therme herum, denn so ganz bin ich noch zufrieden mit dieversen Einstellungen. Ich weiß, dass es komplex ist und man keine allgemeinen Aussagen treffen kann, aber evtl. könnt ihrmir weiterhelfen.

      4 Personen HH, GBWT vom Hasen, Fußbodenheizung, (Solaranlage für WW)

      Was ich bislang gemacht habe/ machen ließ:
      Es waren zwei Jahre lang die Grundeinstellungen drin und der Vorlauf war dadurch sehr warm. Der Heizungsbauer hat mal die Therme auf unser Haus abgeglichen (10 kW) und auch die Heizkurve verändert.


      Was mich momentan stört:
      Zirkulation:
      Wir müssen sehr viel Wasser laufen lassen, damit warmes Wasser kommt. Wir haben eine Zirkulation. Die Leitung von der Therme zum Bad, welches wir am häufigsten nutzen ist leider die längste: einmal längs durchs Haus und dann vom Keller nach oben summasummarum bestimmt 12-14m. Ging leider nicht anders. In der Therme sind Zeiten einstellbar und an der Pumpe selbst dito. Mein Mann hatte an der Pumpe Zeiten eingestellt, ich am Gerät. Das hatte zur Folge, dass die Pumpe angefahren wurde vom Gerät und dann sich die Uhrzeit in der Pumpe verstellt hatte und somit ein einziges Chaos herrschte. Momentan haben wir nichts an der Pumpe, dafür am Gerät, da man dort die Zeiten genauer eingeben kann und dazu die Wochentage. Aber irgendwo ist immer ncoh ein Knackpunkt: ICh muss ca. 10l Wasser durchlaufen lassen, bis es warm kommt. Irgendwo hakt es noch.
      Die Zirkulation möchte ich nicht ständig laufen lassen. Eine Überlegung ist, es ähnlich wie bei meinen Eltern zu machen: Man geht ins Bad, drückt dort ein Knöpfchen (müsste ein Funkschalter bei uns sein), die Zirkulation springt an. Bis man soweit ist fürs Duschen etc., hat die Zirkulation das warme Wasser hochgepumpt.

      Gestern abend war zudem das Wasser gut kühl- für meine Verhältnisse. Das kam noch nie vor. Ich dusche gerne mal über den Thermostatknopf hinaus 40°+ finde ich durchaus nett. Heute reingeschaut ins Menü und dort waren 55° angezeigt, also alles ok eigentlich. Mal sehen, ob sich das wiederholt.

      Heizkurve:
      Ist mir immer noch ein Buch mit 7 Siegeln. Momentan fröstele ich und sitze mit Decke an der Kiste. Wir haben ne KWL+WR, 20° zeigt das Thermometer im WoZi, Bad oben wird auch warm, Heizung geht aktuell bei 7°Aussentemperatur mit 30° Vorlauf rein. Ich fürchte, das ist subjektiv und ich muss einfach das Arbeitszimmer höher temperieren=dort den Regler etwas höher drehen.
      Ich hatte sogar eine Nachtabsenkung eingestellt, das habe ich jetzt verändert. Eine Nachtabsenkung dürfte sich bei eine FBH doch nicht lohnen. Heizlasten kann ich übrigens ausrechnen, dafür habe ich ein Programm.

      (PS und das mit der Pumpenleistung ist auch noch so etwas, wo ich mich reinarbeiten möchte)
      ---------- 27. Oktober 2016, 09:29 ----------
      Also summasummarum:


      1) Was ist los mit der Zirkulation? Wie kann ich da noch etwas verändern/optimieren?
      2) Woran erkenne ich, wie meine Heizung günstig/richtig heizt?

      PS Ich schreibe den Verbrauch (Gas, H2O, Strom) mit, allerdings unregelmäßig, aber mit Datum.
      ---------- 27. Oktober 2016, 09:31 ----------
      3) und meine Therme hat bei den Einstellungen nicht nur Zirkulation, sondern auch WW-Bereitung. Kann ich die recht kurz halten? So wie wir das Ding brauchen: 1x morgens, 1x abends, für je 1 h.
      Nothing is forever, except death, taxes and bad design
    • Anda schrieb:



      Was mich momentan stört:
      Zirkulation:
      Wir müssen sehr viel Wasser laufen lassen, damit warmes Wasser kommt. Wir haben eine Zirkulation. Die Leitung von der Therme zum Bad, welches wir am häufigsten nutzen ist leider die längste: einmal längs durchs Haus und dann vom Keller nach oben summasummarum bestimmt 12-14m........................

      Anda schrieb:

      Eine Überlegung ist, es ähnlich wie bei meinen Eltern zu machen: Man geht ins Bad, drückt dort ein Knöpfchen (müsste ein Funkschalter bei uns sein), die Zirkulation springt an. Bis man soweit ist fürs Duschen etc., hat die Zirkulation das warme Wasser hochgepumpt.

      Wie Du schon gemerkt hast, musst Du aufpassen, dass sich nicht die Einstellungen der Pumpe mit denen des Reglers in die Wolle kriegen. Ich würde hier die Steuerung dem Kesselregler überlassen.

      Was die Lösung bei Deinen Eltern betrifft, so gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann die Pumpe per Schalter, genauer gesagt Taster, (auch über Funk) für eine bestimmte Zeit aktivieren (Bsp: 3 Minuten). Eine weitere Möglichkeit wäre, dass man mit einer Temperatur(anstiegs)erkennung arbeitet, so habe ich es bei mir realisiert. Meine Zirkulationspumpe wird nicht durch den Kesselregler gesteuert sondern ausschließlich über diese Zusatzschaltung. Dazu muss man nur kurzzeitig an einer Zapfstelle mal das WW laufen lassen, schon springt die Pumpe an und bleibt für 3-5 Minuten eingeschaltet. Dazu ist ein Temperaturfühler am WW Abgang des Speichers montiert der auf den Temperaturanstieg des WW reagiert, und dann die Pumpe aktiviert.

      Achtung, solche Lösungen sind nicht kompatibel zu den DVGW Empfehlungen, die eine max. tägliche Abschaltung von 8h vorsehen. So lange aber täglich WW genutzt wird, und somit die Schaltung mehrfach pro Tag für eine kurzzeitige Zirkulation sorgt, sehe ich für mich kein Problem darin. Aber das war/ist meine Entscheidung. Diese Erkennung ist bei mir 24/7 in Betrieb, so dass ich auch mal außerhalb der üblichen Zeiten die Zirk. nutzen kann.


      Anda schrieb:


      Heizkurve:
      Ist mir immer noch ein Buch mit 7 Siegeln. Momentan fröstele ich und sitze mit Decke an der Kiste. Wir haben ne KWL+WR, 20° zeigt das Thermometer im WoZi, Bad oben wird auch warm, Heizung geht aktuell bei 7°Aussentemperatur mit 30° Vorlauf rein. Ich fürchte, das ist subjektiv und ich muss einfach das Arbeitszimmer höher temperieren=dort den Regler etwas höher drehen.

      Eine Vorlauftemperatur von 30°C bei AT von 7°C sollte an sich ausreichen. Du solltest aber nicht mit einem Raumthermostat zusätzlich die Wärmezufuhr in den Räumen steuern. Für einen Abgleich werden die ERR erst einmal deaktiviert, sprich rechts auf Anschlag gedreht (max. RT). Dann sieht man ob Räume über- oder unterversorgt werden. Danach kontrolliert man den Volumenstrom in die Räume am Heizkreisverteiler. Es sollte sichergestellt sein, dass jeder Raum auch den geplanten Volumenstrom erhält. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, und ein Raum noch nicht ausreichend beheizt wird, dann die Heizkurve verändern.

      Ist die RT bei den aktuellen AT zu niedrig, dann die Heizkurve parallel nach oben verschieben (Niveau). War es während der kalten Tage ausreichend warm, dann kann man gleich mit der Steigung etwas zurück gehen. Ansonsten abwarten bis kältere Tage kommen und dann die Steigung korrigieren. d.h. bei hohen AT Parallelverschiebung anpassen, bei niedrigen AT (-xx°C) die Steigung korrigieren. Diese Optimierungen muss man mehrfach wiederholen, und zwischen den einzelnen Schritten immer genügend Zeit lassen (1-2 Tage) um die Auswirkungen auch feststellen zu können. Ein Haus reagiert relativ langsam auf Veränderungen an den Heizungseinstellungen. Bei all diesen Versuchen sollte Dir die ERR nicht in´s Handwerk pfuschen.

      ist die Heizkurve abgeglichen, dann wird die ERR so eingestellt, dass sie erst knapp über der gewünschten Raumtemperatur zuschlägt. Die Hauptarbeit sollte die Heizkurve in Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich erledigen. Die ERR dient dann nur noch als Notbremse.



      Anda schrieb:


      3) und meine Therme hat bei den Einstellungen nicht nur Zirkulation, sondern auch WW-Bereitung. Kann ich die recht kurz halten? So wie wir das Ding brauchen: 1x morgens, 1x abends, für je 1 h.
      Die WW Erzeugung kannst Du kurz halten, vorausgesetzt die Zeit reicht aus um den WW Bedarf zu decken. Hier spielt die Nutzung und Speicherinhalt eine Rolle. Reicht 1h aus um den Speicher komplett zu laden, dann genügt es wenn man die WW-Erzeugung auch nur während dieser Zeit zulässt. Die restlichen Stunden versorgt Dich dann der Speicher. Das musst Du ausprobieren.

      Mal als Beispiel.
      Bei mir geht an Werktagen morgens um 08:00 Uhr die Heizung inkl. WW Erzeugung in standby. Zu dieser Zeit ist bei uns niemand zuhause. Ich fahre dann beides um 12:00 Uhr wieder hoch, so dass am Nachmittag mit Sicherheit WW zur Verfügung steht und die Räume beheizt werden. Meine Heizung legt sich dann um Mitternacht wieder schlafen und wacht morgens um 03:00 Uhr wieder auf, schaut zuerst nach dem WW und heizt dort nach, und kümmert sich dann um die Raumheizung.
      An den Wochenenden wird nur von Mitternacht bis 03:00 Uhr abgeschaltet, und bei sehr kalten Außentemperaturen ist sie 24/7 betriebsbereit.

      Diese Zeiten passen jetzt für meine Nutzung, aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.
    • R.B. schrieb:

      ist die Heizkurve abgeglichen, dann wird die ERR so eingestellt, dass sie erst knapp über der gewünschten Raumtemperatur zuschlägt. Die Hauptarbeit sollte die Heizkurve in Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich erledigen. Die ERR dient dann nur noch als Notbremse.
      ist das bei einer GWBT tatsächlich so entscheidend? Da ist doch die VL-Temp nicht so entscheidend für die Effizienz, vor allem in Neubau, wo ja praktisch alle Verluste innerhalb der thermischen Hülle anfallen und damit auch genutzt werden.

      Wäre es da für den Komfort nicht besser lieber 5° mehr, und dafür soll dann lieber mal die ERR rein?
      Dann muss Anette nicht frieren wenn mal ein schneller Temperatursturz ist..
    • SirSydom schrieb:

      R.B. schrieb:

      ist die Heizkurve abgeglichen, dann wird die ERR so eingestellt, dass sie erst knapp über der gewünschten Raumtemperatur zuschlägt. Die Hauptarbeit sollte die Heizkurve in Verbindung mit dem hydraulischen Abgleich erledigen. Die ERR dient dann nur noch als Notbremse.
      ist das bei einer GWBT tatsächlich so entscheidend? Da ist doch die VL-Temp nicht so entscheidend für die Effizienz, vor allem in Neubau, wo ja praktisch alle Verluste innerhalb der thermischen Hülle anfallen und damit auch genutzt werden.
      Wäre es da für den Komfort nicht besser lieber 5° mehr, und dafür soll dann lieber mal die ERR rein?
      Dann muss Anette nicht frieren wenn mal ein schneller Temperatursturz ist..
      Zuerst muss man einmal abgleichen, da stört die ERR. Ob man letztendlich die Anlage auf eine etwas höhere VL auslegt ist hinsichtlich Effizienz bei einem Gasbrennwerter nicht ganz so kritisch, das ist richtig.
      Das Argument, "die Wärme bleibt ja in der Hülle", teile ich nicht, denn ich möchte die Wärme ja in bestimmten Räumen haben, und nicht in irgendwelchen Wänden im Keller, oder Heizraum, oder wo auch immer.

      Die Reaktion auf einen Temperatursturz hängt primär mit der Masse des Gebäudes bzw. der Heizflächen zusammen. Die Vorlauftemperatur selbst hat damit relativ wenig zu tun. Es genügt ja nicht, dass man die VL Temp. schlagartig erhöht, die Wärme muss ja erst noch durch die FBH und in den Raum, wobei dann noch die Masse des Gebäude dämpfend wirkt.
    • OK, stimmt, das mit dem HK Verteiler hattest Du mir schon mal erklärt. Grob einstellen könnte ich es sicher auch, da ich ja Heizlast berechnen kann- wenn denn mein Heizi damals die Länge der Rohre nicht nur an die beiden unteren, sondern auch am oberen Heizkreisverteiler drangeschrieben hätte. Abgesehen davon sieht man leider nichts mehr in den Durchflussdingern.

      Das bedeutet doch , dass ich mein Arbeitszimmer auf eine höhere Temperatur einregele (weil ja zumeist ich hier drin sitze) und wenn ich Gäste habe, die es gerne kühler mögen, dann regele ich das über den ERR.
      Nothing is forever, except death, taxes and bad design
    • hab grad wenig Zeit, deswegen nur kurz zu dem einen Punkt.

      R.B. schrieb:

      Die WW Erzeugung kannst Du kurz halten, vorausgesetzt die Zeit reicht aus um den WW Bedarf zu decken. Hier spielt die Nutzung und Speicherinhalt eine Rolle. Reicht 1h aus um den Speicher komplett zu laden, dann genügt es wenn man die WW-Erzeugung auch nur während dieser Zeit zulässt. Die restlichen
      Stunden versorgt Dich dann der Speicher. Das musst Du ausprobieren.
      bin nicht 100% sicher, aber ich glaube beim Hasen ist es wie bei Viess....
      Eine einmal begonnene WW Bereitung wird zu Ende geführt, auch wenn die Ende-Zeit dafür ausserhalb der freigegebenen Zeit liegt. Heißt: es reicht einmal kurz für den minimalen Zeitraum (bei V sinds 10min) frei zu geben und der ganze Speicher (bzw. der von der Therme versorgte oberer Teil) wird erwärmt. Das hat den Vorteil, dass man sehr kurz vor Verbrauch (idR z.B. morgens) ohne Verluste sicher WW hat, danach aber die ST Zeit bekommt den Speicher zu laden, ohne dass vorher wieder die Therme nachgeheizt hat.
      Ich lasse aktuell von 06:10 - 06:20 WW bereiten (WW Bereitung für 120l "oben" im 300l bivalenten Speicher auf 56° dauert ca. 20min wenn nötig), wir duschen ab 06:30 bis ca. 07:15. Danach kann die ST auf den ca. halb leeren Speicher arbeiten bevor ich werktags ab ca. 16:00 wieder WW Bereitung freigebe wenn es denn nötige sein sollte (kein oder zu wenig ST Ertrag). Selbst wenn wenig ST Ertrag, hat das immer noch den Vorteil, dass die GBWT von einer höheren Temperatur aus die oberen 120l erwärmt.
    • Zellstoff schrieb:

      hab grad wenig Zeit, deswegen nur kurz zu dem einen Punkt.

      R.B. schrieb:

      Die WW Erzeugung kannst Du kurz halten, vorausgesetzt die Zeit reicht aus um den WW Bedarf zu decken. Hier spielt die Nutzung und Speicherinhalt eine Rolle. Reicht 1h aus um den Speicher komplett zu laden, dann genügt es wenn man die WW-Erzeugung auch nur während dieser Zeit zulässt. Die restlichen
      Stunden versorgt Dich dann der Speicher. Das musst Du ausprobieren.
      bin nicht 100% sicher, aber ich glaube beim Hasen ist es wie bei Viess....Eine einmal begonnene WW Bereitung wird zu Ende geführt, auch wenn die Ende-Zeit dafür ausserhalb der freigegebenen Zeit liegt.

      OK, das wäre möglich. Bei meinen Reglern wird dem WW das Licht ausgeknipst sobald die Zeit abgelaufen ist. Dann bekommt Heizbetrieb höhere Priorität und es wird umgeschaltet.
    • SirSydom schrieb:

      Wäre es da für den Komfort nicht besser lieber 5° mehr, und dafür soll dann lieber mal die ERR rein?
      theoretisch hast Du Recht, eine GBWT ist da nicht so empfindlich (der Brennwertnutzen hängt trotzdem von der Abgastemperatur ab).
      Praktisch jedoch, drehen meine Kinder, ob absichtlich oder nicht, ständig an den Dingern rum ;)
      Solange die Heizkurve stimmt, ist das nicht dramatisch. Gehst aber mit 5° zu viel VL rein, dann hast im Hobbyraum schnell ne ungewollte Kuschelstube.

      Verzichten will ich aber auch nicht auf die Dinger. Gerade im WZ bei Sonne kannn man das schon brauchen, den Hobbbyraum temperiere ich eher auf 20° als auf die sonstigen 22°und wenn ich den Kamin anmache, drehe ich auch beim Holzholen schon runter...