Heizkreispumpen - Wo liegt die Wahrheit?

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    • Heizkreispumpen - Wo liegt die Wahrheit?

      Hier mal etwas für die Interessierten zum Lesen. Ich habe das schlechte Wetter einfach mal genutzt und ein paar Zeilen getippt. Hoffentlich ist das mit dieser Formatierung noch lesbar.

      Heizungspumpen, die Wahrheit, oder was wir für die Wahrheit halten (sollen?).


      Zum 01.08.2016 hat das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft- und Ausfuhrkontrolle) eine neues Forderprogramm zum Thema Heizungsoptimierung im Bestand aufgelegt. Die Förderbedingungen und weitere Details finden sich in folgendem link

      ?
      bafa.de/bafa/de/energie/heizungsoptimierung/index.html


      Neben dem Austausch von Heizungs- und Warmwasserpumpen, wird auch der Aufwand für einen hydraulischen Abgleich gefördert. Dazu fördert das BAFA 30% der Nettoinvestitionskosten als Zuschuss. Seitdem werden Hausbesitzer wieder vermehrt mit Werbung zugeschüttet, in der man ihnen den Austausch der Heizungspumpen schmackhaft machen möchte. Sollten wir jetzt alle schnell in den Keller rennen und die „alte" Heizkreispumpen von der Wand reißen?

      Zeit, um sich mal wieder ein paar Gedanken zur Heizungsoptimierung zu machen, insbesondere was den Austausch von Heizkreispumpen betrifft. Es versteht sich von selbst, dass bei einem Neubau oder Ersatz einer defekten Pumpe nur noch Hocheffizienzpumpen zum Einsatz kommen, aber was ist mit einer funktionierenden Pumpe, vielleicht 10 oder 15 Jahre alt, die bisher problemlos funktioniert hat?


      Zuerst einmal ein paar grundsätzliche Dinge. Wasserführende Heizungsanlagen benötigen eine Pumpe um die Wärmeenergie vom Wärmeerzeuger auf die Heizflächen zu verteilen. Im EFH Bereich werden dafür schon seit Jahrzehnten Pumpen in der 4m Klasse eingesetzt, in größeren Gebäuden auch 6m Pumpen. Achtung, die Angabe „4m" hat nichts mit der Anlagenhöhe zu tun, es geht schlichtweg darum, welchen „Druck" die Pumpe aufbauen kann. Dieser entspricht einer Wasserhöhe von 4m, also 400mbar. Bei einem geschlossenen Heizkreis muss dieser Druck ausreichend sein, um die Druckverluste zu kompensieren, die durch Leitungslängen, Bögen, Ventile usw. entstehen. Eine Heizkreispumpe muss also in der Lage sein, die Druckverluste zu überwinden, um das Wasser in Bewegung zu versetzen, und dabei noch den notwendigen Volumenstrom zu erzeugen, um die im Wärmeerzeuger erzeugte Energie auch zu verteilen.


      EFH aus den 70 oder 80er Jahren hatten typischerweise eine Heizlast zwischen 10kW und 20kW. Eine höhere Heizlast findet sich nur in größere EFH und selbstverständlich auch in MFH.

      Betrachten wir mal ein typisches EFH mit einer Heizlast von 15kW. Um die Heizflächen mit ausreichend Wasser zu versorgen, ist hierfür ein bestimmter Volumenstrom erforderlich. Bei Heizkörpern wird mit einer Temperaturspreizung (Verhältnis Vor- /Rücklauf) von 10k gerechnet. Typischerweise waren solche Anlagen auf 65°C Vorlauftemperatur und 55°C Rücklauftemperatur dimensioniert. Um die nun notwendige Energiemenge übertragen zu können muss folgende Wassermenge erwärmt bzw. transportiert werden.


      Aus Q = m * c * dT erhält man durch Umstellung m = Q/(c*dT), wobei c die spez. Wärmekapazität des Wassers darstellt.Damit die Heizkörper eine Dauerleistung von 15kW liefern können, muss ich also eine Energiemenge von 15kWh zuführen. Somit ergibt sich

      m = 15.000[Wh]/(1,16[Wh/kg*K] * 10[K]) = 1.293,1 kg, oder 1,293m³


      Das wäre die Masse die man ständig bewegen müsste, also ein Massenstrom von 1.293,1kg/h, bzw. bei einerDichte von Wasser 1.000kg/m³ eben 1,293m³/h.

      Jetzt genügt es natürlich nicht, wenn die Pumpe nur die notwendige Wassermenge bewegen kann, sondern sie muss auch die Druckverluste in der Anlage überwinden können. Diese Druckverluste ergeben sich, wie oben schon erwähnt, durch Rohre, Bögen, Ventile, usw. und sie sind somit anlagenspezifisch. Ein einfaches CU Rohr mit 28mm Außendurchmesser erzeugt auf einer Strecke von 10m, entsprechend 10m Vorlauf + 10m Rücklauf, bei den ermittelten 1,293m³/h bereits einen Druckverlust von etwa 60mbar. Selbst ein einfacher Rohrbogen kann problemlos einen Druckverlust von 1-2mbar erzeugen, vor allen Dingen wenn sich dabei der Innendurchmesser noch etwas verkleinert. Eine Rohrnetzberechnung ist somit unerlässlich, selbst wenn man bei einer Anlage im Bestand an vielen Stellen etwas schätzen muss, da Rohre in Wänden, Decken oder sonst irgendwie verdeckt verlaufen.

      Für unser Beispiel nehmen wir einfach mal an, dass die Druckverluste bei 1,29m³/h bei 200mbar liegen würden. Das dürfte ein Wert sein, der in EFH öfter anzutreffen ist.


      Wir wissen nun, dass in typ. älteren EFH ein Volumenstrom von 1,293m³/h bei einem Druckverlust von 200mbar bewegt werden muss.

      Jetzt schauen wir einmal in eine Kennlinie einer typischen „ungeregelten" Pumpe, mit 3 Leistungsstufen, wie sie in Massen damals eingesetzt wurde. Es gab auch Pumpen mit nur 1 Leistungsstufe, aber diese dürften heute, gerade im EFH Bereich, nicht mehr anzutreffen sein.




      Der rote Pfeil kennzeichnet die 2m, bzw. 200mbar die wir für die Anlage benötigen. Wie man sieht, wird die Pumpe bei mittlerer Einstellung dann nur noch etwa 1,1m³/h an Volumenstrom schaffen. Dabei hat sie dann eine el. Leistungaufnahme von knapp unter 40W. Da sich bei geringerem Volumenstrom auch der Druckverlust etwas reduziert, wird sich in der Praxis ein Volumenstrom knapp über den 1,1m³/h einstellen. Genügt das nicht, dann müsste man die Pumpe auf Stufe 3 stellen, was dann zu einem deutlich höheren Volumenstrom führt, und unter Umständen auch zu Strömungsgeräuschen.


      Wichtig ist für uns jetzt aber erst einmal die el. Leistungsaufnahme, die wir gem. Diagramm einfach mal mit 38W veranschlagen.


      Um daraus auf die zu erwartenden Kosten zu schließen, müssen wir uns das Betriebsverhalten der Anlage mal genauer anschauen. Hier spielt auch das Nutzerverhalten eine Rolle, das sich dann in entsprechenden Reglereinstellungen des Heizkessels bemerkbar macht.
      ---------- 4. Oktober 2016, 13:07 ----------
      Betrachten wir die Anlagenkonfigurationen einmal im Detail. Früher kam es gar nicht selten vor, dass die Heizkreispumpe fest, oder mittels Stecker, am Stromnetz angeschlossen war. Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass die Pumpe 24/7 in Betrieb ist, und das das ganze Jahr über. D.h. Selbst im Sommer, wenn die Heizungsanlage an sich abgeschaltet war, pumpte die Pumpe weiter Wasser durch den Heizkreis, oder kämpfte gegen geschlossene Ventile in den Heizkörpern.

      Worst case ergaben sich somit 365Tage * 24h = 8.760h. Daraus dann mit der el. Leistungsaufnahme 8.760h * 38 W = 332.880Wh oder 332,8 kWh . Bei einem typischen Strompreis von 25Ct./ kWh gönnt sich diese Pumpe 83,22 € pro Jahr.


      Nun gab bzw. gibt es auch Betreiber, die zur Sommersaison einfach den Handmischer geschlossen, und dabei auch gleich die Pumpe abgeschaltet haben. Offiziell beginnt die Heizsaison am 01.Oktober und endet am 30. April, das wären also 213 Tage. Wer sich als Hauseigentümer genau an diese Zeiten hält muss mit 213Tage*24h*38W = 194.256Wh, oder 48,56 € an Stromkosten p.a. rechnen.


      Mit der zunehmenden Verbreitung moderner Kessel und den entsprechenden Regelungen, konnte auch die Nutzungsdauer der Heizkreispumpe programmiert werden. Damit gehörten Schalter und/oder Schaltuhren an den Heizkreispumpen endgültig der Vergangenheit an. Solche Kessel gibt es schon seit 20-30 Jahre, so dass die Mehrzahl der heute in Betrieb befindlichen Heizkessel diese Programmiermöglichkeiten bieten dürften. Solche Anlagen im Bestand werden meist mit einer Nachtabsenkung betrieben, so dass die Heizkreispumpe typ. 16h am Tag in Betrieb ist.

      Bei dieser Betriebsweise ergeben sich für die o.g. Pumpe Stromkosten von 213Tage*16h * 38W = 129.504Wh oder 129,5 kWh , und bei einem Preis von 25Ct./ kWh Stromkosten von 32,37 € pro Jahr.


      Wir fassen also zusammen, die jährlichen Stromkosten für die Heizkreispumpe in einem typischen EFH im Bestand, liegen typischerweise zwischen etwa 33,- € und 83,- €, je nach Betriebsweise, wobei die Mehrzahl wohl im unteren Bereich angesiedelt sein dürfte, da diese Art von Heizkessel und Regelungen schon seit vielen Jahren gängige Praxis sind.


      Nun betrachten wir einmal heutige Hocheffizienzpumpen. Was können diese „besser"?


      Vereinfacht gesagt, nutzen heutige Hocheffizienzpumpen eine andere Motorgeneration, wodurch die Effizienz deutlich gesteigert werden konnte. Ergänzt werden diese Motoren durch eine umfangreiche Regelelektronik, die es erlaubt, die Pumpe präziser auf ihren Bedarf einzustellen, und gleichzeitig der Pumpe die Möglichkeit gibt, auf Veränderungen im Heizkreis, durch sich schließende Ventile, zu reagieren. Manche Pumpen sind sogar in der Lage selbständig zu erkennen, ob sich die Heizungsanlage in der Nachtabsenkung befindet, wodurch sie dann ihre Leistungsaufnahme auf ein Minimum begrenzen. Somit können selbst Pumpen die nicht durch einen Heizungsregler gesteuertwerden, selbständig dafür sorgen, dass sie möglichst wenig Energie benötigen.

      Schauen wir auch hier einmal in ein Diagramm.



      Bin noch dabei das anzupassen. Mir hat´s die Formatierung zerpflückt. Das richtige Diagramm steht am Ende.
      ---------- 4. Oktober 2016, 13:49 ----------
      Es fällt bereits auf, dass diese Pumpe bei 200mbar undeinem Volumenstrom von 1,29m³/h nur noch eine el. Leistungsaufnahme von etwa 20W aufweist. Die Leistungsaufnahme hat sich somit, im Vergleich zu älteren Modellen,nahezu halbiert. Dies ist primär auf die verbesserte Motorentechnikzurückzuführen.
      d.h. Selbst wenn diese Pumpe ohne Regelung betriebenwürde, würden sich die Stromkosten pro Jahr in etwa halbieren. Anstatt 32,- €längen diese dann nur noch bei etwa 16,- €.

      Jetzt kommt aber noch die intelligente Regelung zumTragen, sprich die bedarfsgerechte Leistungsanpassung. Während der Heizsaisonwird es, insbesondere bei Anlagen im Bestand, kaum möglich sein, diese ohneEingriff von Raumthermostaten oder Heizkörperthermostaten zu betreiben. Einhydraulischer Abgleich ist sowieso sinnvoll, aber erfahrungsgemäß gelingt eskaum, gerade bei älteren Anlagen, diese so abzugleichen, dass sie über diekomplette Heizsaison betrieben werden können, ohne dass mal ein Raum- oderHeizkörperthermostat eingreift. Zudem wird selten das komplette Haus ständigbeheizt, so dass sich allein schon daraus ein wechselnder Wärmebedarf ergibt.
      In solchen Fällen kann eine Hocheffizienzpumpe ihre el.Leistungsaufnahme reduzieren, und je nach Anlage läuft diese Pumpe dann nur mit15W oder 10W oder gar noch weniger.

      Wie hoch die jährliche Kosteneinsparung ist, hängt also stark von der Anlageund deren Betriebsweise ab. Man könnte sagen, je schlechter die Anlage ist, umso mehr kann man durch Einsatz einer Hocheffizienzpumpe einsparen.
      Unterstellen wir nun, dass eine Anlage gut abgeglichen,und die Heizkurve entsprechend angepasst ist, dann wird die Anlage die meisteZeit während der Heizsaison im Teillastbetrieb arbeiten, wobei hierfür primärder Wärmeerzeuger sorgt, indem er der Anlage eine Wassertemperatur entsprechendder Heizkurve zur Verfügung stellt. Eine Hocheffizienzpumpe wird ihren Teildazu beitragen, indem sie den Volumenstrom bedarfsgerecht steuert, und dabeinur so viel el. Leistung aufnimmt wie dafür nötig ist.
      Über die Heizsaison betrachtet wird die durchschnittlicheLeistungsaufnahme irgendwo zwischen 10W und 15W liegen. Man kann also ganz grobschätzen, dass bei 213 Tagen, 16h pro Tag, die Pumpe über die Heizsaison ca. 50kWh„verbraucht", bzw. bei 25Ct./ kWh Stromkosten von 12,50 € pro Jahr verursacht.

      Wie hoch die effektive Kostenersparnis ausfallen wird, dashängt also von der Betriebsweise der Anlage ab. Bei einer Anlage die bereitswährend der Nachtabsenkung und im Sommerbetrieb die Heizkreispumpe abschaltet,wird die Einsparung mit ca. 20,- € pro Jahr relativ mager ausfallen. Bei einerAnlage die bisher nicht überwacht wurde, sind wir schnell bei einer Einsparungvon 60,- oder 70,- € pro Jahr.
      Das ist auch der Grund, warum ich oben von „Wahrheit"geschrieben habe, denn momentan kursieren wieder Artikel im Internet, nachdenen solche Pumpen wahre Wunder vollbringen sollen. Da werden Einsparungenpropagiert, die jedoch in der Praxis bei der Mehrzahl der Anlagen kaum zu erreichensind. Selbstverständlich könnte man einen theoretischen Fall konstruieren, derzu einer höheren Einsparung führt. Dazu müsste man nur ein 80W oder 100W Pumpenehmen, einstufig, ungeregelt, die 24/7 das ganze Jahr über das Wasser durchden Heizkreis bewegt. Schon hätte man eine Pumpe die über 200,- € an jährlichenStromkosten verursacht. Aber wäre das wirklich repräsentativ?

      So, nachdem wir nun das Thema Kosten genauer untersucht haben, schauen wir nocheinmal an den Anfang dieses Textes, die Förderung durch das BAFA.
      Nehmen wir an, die Kosten für den Austausch der Pumpelägen bei 300,- € netto, also 357,- € Brutto. Das BAFA fördert die Maßnahme mit 30% der Nettoinvestition, also 30% aus 300,- €, folglich 90,- €.
      Die Investition kostet mich somit unter´m Strich, 357,- €abzüglich 90,- € Förderung, macht 267,- €.
      Bei einer Einsparung von 20,- € p.a. sind das gut 13Jahre, bis sich die Pumpe amortisiert. Habe ich bisher eine Anlage in der einePumpe unkontrolliert das ganze Jahr über in Betrieb ist, dann amortisiert sichdie Anschaffung einer neuen Pumpe bereits in 4-5 Jahren.

      Wo liegt nun die Wahrheit? Die Wahrheit erkennt man, wenn man sich einmalhinsetzt, und seine eigene Anlage etwas genauer unter die Lupe nimmt. Auf wasman achten sollte, das findet man im obigen Text. Vielleicht erkennt man dannauch, dass es viel besser ginge, oder man kommt zu dem Ergebnis, dass sich einAustausch doch nicht lohnt.
      ---------- 4. Oktober 2016, 13:53 ----------
      Sorry, jetzt ist der Text auf 2 Beiträge verteilt. An sich war geplant, das in 2 Beiträge aufzuteilen die direkt hintereinander stehen, wegen der Zeichenbegrenzung für einen einzelnen Beitrag..

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von R.B. ()

    • Ein Problem beim einfachen Austausch einer herkömmlichen UWP gegen eine HEP kann sich durch den wesentlich höheren Anlaufstrom der HEP ergeben.
      Normale Kesselsteuerungen sind nur für Ströme bis etwa 6 A ausgelegt.
      Der Anlaufstrom von HEP kann durchaus wesentlich höher liegen und damit die Heizungssteurung "zerschießen".
      Es sind also unter Umständen zusätzliche Maßnahmen, wie z. B. Einsatz eines Relais, zu treffen, damit aus einem einfachen Pumpenwechsel keine aufwendige Heizungssanierung wird.
      Für interessierte zum Lesen:

      Risiken beim Einsatz von HEP

      Ganz nebenher, nicht nur der im Artikel genannte Hersteller ist betroffen, auch von einem weiteren großen Hersteller lag mir eine entsprechende Warnung vor.

      Gruß Stoni
      Es gibt für jede Lösung das passende Problem!
    • Das ist ein wichtiger Punkt, obwohl ich davon ausgehe, dass zwischenzeitlich alle Hersteller entsprechend reagiert haben.
      Das Problem trat vor allen Dingen bei Reglern mit Halbleiter-Schaltausgang auf. Diese sind empfindlich gegenüber Spannungsspitzen und Stromspitzen. Regler mit Relaisausgang konnte man damit kaum beeindrucken.
    • Schade nur, das einige Hersteller die integrierten Pumpen nicht auf effizienz umstellen.
      meine Gastherme J.....s hat eine integrierte Pumpe, geregelt, aber in stufe 1 verbraucht diese schon 30W, bei hochster Stufe sind es etwas um 70-80W.
      eine andere pumpe könnte man da schon wegen Richtlinien nicht einbauen. die Therne ist jetzt auch erst 4 Jahre alt.

      für meine FBH läuft brauch ich auch einen gewissen Umsatz und daaher reicht stufe 1 bei weiten nicht.

      warum bauen hersteller in die thermen solche pumpen ein.
    • Kater432 schrieb:

      warum bauen hersteller in die thermen solche pumpen ein.
      weils immer noch billiger ist.
      Ich hatte damals im Neubau einen "Disput" mit dem HB meines GU ´s, der mir in mein Haus mit Heizlast von 3,9 kW, eine ab 4,8 kW modulierende Therme eingebaut hat.
      Wurde letztendlich getauscht gegen eine ab 1,9kW modulierende und hatte den Nebeneffekt, dass die neue eine HEP hatte, welche die "alte" 4,8kW nicht hatte.
      Kostet aber auch ein paar Hunderter mehr...
    • Zellstoff schrieb:

      Kater432 schrieb:

      warum bauen hersteller in die thermen solche pumpen ein.
      weils immer noch billiger ist.Ich hatte damals im Neubau einen "Disput" mit dem HB meines GU ´s, der mir in mein Haus mit Heizlast von 3,9 kW, eine ab 4,8 kW modulierende Therme eingebaut hat.
      Wurde letztendlich getauscht gegen eine ab 1,9kW modulierende und hatte den Nebeneffekt, dass die neue eine HEP hatte, welche die "alte" 4,8kW nicht hatte.
      Kostet aber auch ein paar Hunderter mehr...
      Bei uns liegt die Heizlast auch bei 4kW, untere Grenze Modulation unserer Therme 3kW. Ist nicht optimal, aber wir hatten den genauen Typ der Therme schon im Vertrag drin, was anderes wollte mir der Sani auch nicht anbieten.

      Ich wollte mich auch nicht 'wirklich' beklagen, wegen der Pumpe, sondern nur aufmalen, dass zwar versucht wird, die alten Pumpen gegen HEP zu tauschen, aber die Thermenanbieter dies noch nicht in Ihren 'internen' System aufgenommen haben. Da könnte doch ebenso angesetzt werden, das die Hersteller NIX anderes mehr in Ihren Thermen verbauen dürften.

      Durch die Regelung ist der Verbrauch ja überschaubar, ich hab die Pumpe ja nicht im 'dauerbetrieb' eingestellt. Aber trotzdem ist es schon etwas ärgerlich wenn man eine 'neue' Therme erhält, die auch nicht unbedingt eine alte Serie ist, sondern 2011 oder 2012 hergestellt / entwickelt wurde, eine 'alte' Pumpe beinhaltet.
      Erwartet hätte ich da was anderes. Die Pumpenwerte waren auch nicht im Vorfeld zu erkennen.

      Habe gerade nochmal beim Hersteller geschaut, in seinen Unterlagen redet er von einer "Hocheffizenzpumpe", sind 80W bei maximaler Stufe Hocheffizienz ?
    • Kater432 schrieb:

      Zellstoff schrieb:

      Kater432 schrieb:

      warum bauen hersteller in die thermen solche pumpen ein.
      weils immer noch billiger ist.Ich hatte damals im Neubau einen "Disput" mit dem HB meines GU ´s, der mir in mein Haus mit Heizlast von 3,9 kW, eine ab 4,8 kW modulierende Therme eingebaut hat.Wurde letztendlich getauscht gegen eine ab 1,9kW modulierende und hatte den Nebeneffekt, dass die neue eine HEP hatte, welche die "alte" 4,8kW nicht hatte.
      Kostet aber auch ein paar Hunderter mehr...

      Habe gerade nochmal beim Hersteller geschaut, in seinen Unterlagen redet er von einer "Hocheffizenzpumpe", sind 80W bei maximaler Stufe Hocheffizienz ?

      Aus der Leistungsangabe alleine kann man noch nicht sagen, ob es sich um eine HEP handelt. Da es aber um einen Kessel mit eher kleiner Leistung geht, könnte man zumindest vermuten, dass es sich nicht um eine Hocheffizienzpumpe handelt. Evtl. steuert der Regler der Therme die Pumpe so an, dass er zusätzlich die Leistung regeln kann (Pulspakete). Dadurch wird die Sache effizienter, aber das macht aus einer Pumpe halt noch keine Hocheffizienzpumpe.

      Wie oben schon geschrieben, zeichnet sich eine Hocheffizienzpumpe erst einmal dadurch aus, dass sie durch neue Motorentechnik die gleiche Leistung, im Sinne von Volumenstrom liefert, bei geringerer el. Leistungsaufnahme. Das was früher eine Pumpe bei 40W oder 60W "geschafft" hat, das leisten HEP bei weniger als der Hälfte der el. Leistung.
    • Dein Pumpendiagramm entspricht einer typischen B- Effizienz- Pumpe aus diesem Jahrtausend.
      In der Praxis treffe ich aber viel ältere Pumpen an die gerne einen dreistelligen Stromhunger haben.
      Hier lohnt sich ein Wechsel schnell, bei den "B- Pumpen" empfehlen ich keinen Austausch.
      Man sollte also immer genau den spezifischen Zustand einer Anlage überprüfen und nicht irgendwelchen allgemeingültigen Aussagen aus dem Internet oder der Werbung vertrauen.
    • Brombeerdone schrieb:

      Dein Pumpendiagramm entspricht einer typischen B- Effizienz- Pumpe aus diesem Jahrtausend.
      In der Praxis treffe ich aber viel ältere Pumpen an die gerne einen dreistelligen Stromhunger haben.

      Ich habe ein Diagramm genommen, das typische für Heizungspumpen in EFH im Bestand ist, also Pumpen die in den letzten gut 20-30 Jahren verbaut wurden. Dabei habe ich einfach mal eine Lebensdauer unterstellt, die nicht über diesen Zeitraum hinaus geht. Noch ältere Pumpen habe ich also nicht berücksichtigt. 4m Pumpen deren Leistungsaufnahme dreistellig ist, kenne ich jetzt nicht. Wurden in einem Haus 6m Pumpen oder noch größer verbaut, dann wäre zuerst einmal zu prüfen, ob diese notwendig waren, ob sie mehrstufig schaltbar sind, mit welcher Leistung sie betrieben werden, usw. Dementsprechend könnte man dann eine moderne "Vergleichspumpe" heranziehen. Es ist sehr gut möglich, dass bei noch älteren Pumpen auch das Einsparpotenzial höher ist.
    • 6m- Pumpen werden häufig für FBH und Einrohrheizungen (je nach Bauart) im EFH benötigt.
      Auch in den letzten Jahren (Jahrzehnten) hat sich einiges an der Effizienz verbessert. Dies geschah meist durch Toleranzverringerung (Optimierung des Flügelrades und engere Anpassung an das Gehäuse).
      Ältere Baujahre haben da schon mal 0,4 - 0,5 A in der höchsten Stufe als 4er Pumpe und dies als erste Stufe bei den 6ern.