WU-Beton Keller undicht

    • WU-Beton Keller undicht

      Hallo liebes Forum :)

      Seit April läuft nun der Bau unserer Doppelhaushälfte, im Großen und Ganzen auch ohne Probleme--- bis wir vor zwei Wochen dann eine undichte Stelle in unserem WU-Betonkeller entdeckt haben.

      Zur Story: als im Mai unser Keller errichtet wurde (Fertigwandelemente, mit WU-Beton ausgegossen), hatte ich nach dem Ausgießen der Wandelemente mehrere Kiesnester in den Fugen zwischen Wand und Bodenplatte entdeckt. Daraufhin hatten wir einen vor Ort Termin mit dem Chef der Baufirma welcher mir versicherte, dass die mittlerweile zugemörtelten und einbahnig mit einer Schweißbahn abgedichteten Lücken absolut wasserdicht seien (zu meiner Beruhigung gab er mir statt 5 Jahren dann 10 Jahre Gewährleistung auf Wasserundurchlässigkeit...). Ich war zwar nicht wirklich beruhigt, aber man hat mich damit irgendwie doch still bekommen, und munter weitergebaut.
      Als es nun vor zwei Wochen ordentlich geregnet hat habe ich eine undichte Stelle im Keller entdeckt, und massiv Alarm geschlagen, ich bin nun stinksauer und traue keinem mehr, Gutachter ist nun eingeschaltet.
      Da wir sehr hohes Grundwasser haben (Bodenplatte steht immer im Wasser) wird anhand des Bodengutachtens entweder eine schwarze oder weiße Wanne notwendig. Bei uns hatte man sich für eine weiße Wanne entschieden, allerdings wurde hier wohl so einiges mangelhaft ausgeführt (Innenwände nicht vorgenässt, Fallhöhe deutlich über einem Meter Höhe, Zwischenwände mit Bauschaum abgedichtet....). Dies erklärt meiner Meinung nach auch die vielen Kiesnester sowohl innen als auch außen.
      Zudem wurde der Bau des Kellers nicht fremdüberwacht.

      Mein Gutachter sagt, dass dringend von außen schwarz abgedichtet werden müsse, sowohl von innen verpresst.

      Die Baufirma allerdings will nur die undichte Stelle verpressen (was bereits getan wurde durch eine Fachfirma), auf keinen Fall jedoch von außen aufgraben und schwarz abdichten. Da v.a. außen Kiesnester waren ist das meiner Meinung nach eine Frage der Zeit bis hier wieder etwas undicht wird.....

      Anbei einige Fotos....wie sehen das die Experten? Soll ich es einfach so hinnehmen, dass nur diese eine undichte Stelle verpresst wurde? Meiner Meinung nach wurde eine weiße Wanne nicht geliefert, die Außenseite ist somit nicht wasserundurchlässig und dieses ist hier zwingend nötig! Die Baufirma hätte damals, als ich den Mangel erstmals angezeigt hatte, doch komplett außen schwarz abdichten müssen oder sehe ich das falsch? diese eine Bahn im unteren Bereich kann doch nicht schützen.......


      Vielen Dank für Eure Hilfe
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    • Das Problem bei undichten Elementwänden ist, dass der Punkt, wo das Wasser innenseitig zutage tritt, nicht zwangsläufig der ist, wo das Wasser außenseitig in die Konstruktion eintritt. Das kann sein, muss es aber nicht.

      Wenn ich mir die Bilder ansehe, die Deine Baufirma gearbeitet hat, ist es in meinen Augen erforderlich, den Keller von außen komplett mit einer Schwarzabdichtung zu versehen.
      Und auf die Gewährleistungsverlängerung kannst Du, wenn der die Krätsche macht, pfeifen.
      Betontechnologie ist die Kunst, Steine in Wasser schweben zu lassen ... :)
    • Zuerst einmal DANKE für die zahlreichen Antworten :)

      Bodenplatte 25 cm aus WU-Beton, 2-lagig armiert, Trennschicht PE-Folie. Unterbau Schotterschicht 12 cm.

      Doppelwände Keller 30 cm.

      Fugenblech wurde verwendet.

      Zur Gewährleistung....hier würden wir generell eine Bürgschaft verlangen, aber im Grunde möchte ich einfach nur einen dichten Keller :( mehr wollen wir ja nicht...

      Also ganz klar auf schwarze Abdichtung von außen bestehen oder?
      ---------- 1. Oktober 2016, 11:54 ----------
      @Ralf Dühlmeyer ich habe mal Sternrohre gegoogelt...sowas Ähnliches wurde bei uns zwischen die einzelnen Wandelemente verbaut.
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    • Was ist denn geschuldet (gem. Vertrag)?

      Ein WU-Keller? Was ist das? Ein Wasserundurchlässiger Keller...wahrscheinlich. Davon sollte man ausgehen. Wohl aber keine Weiße Wanne (der Zug ist bereits abgefahren...siehe Außenabichtung). Zebrawanne?

      Wer weiß das schon...außer dem TE natürlich.

      Man darf aber wohl annehmen, dass am Ende ein Keller dabei herauskommen soll, der trocken ist. Egal mit welchen Begrifflichkeiten man nun jongliert.

      Bild 2 mach mich stutzig. Die offene Fuge zw. Bopla + Wand wurde nicht zugeschalt (oder...oh Graus...ausgeschäumt). Zementleim und Feinanteile hätten munter rausquellen müssen. So ist es aber nicht. Vielmehr finden sich Kiesel von etwa gleicher Größe, die "trocken" aussehen, kein Zementleim....nix (fast nix). Wie mag man sich da eine Wasserdichtigkeit vorstellen? Jetzt wohl nur noch über Außenabdichtung. Verpressen sehe ich hier nicht als probate Lösung.
    • Thomas B schrieb:

      Zementleim und Feinanteile hätten munter rausquellen müssen. So ist es aber nicht. Vielmehr finden sich Kiesel von etwa gleicher Größe, die "trocken" aussehen, kein Zementleim....nix (fast nix).
      Tja - kein Anschlußbeton und dann 2,x m Fallhöhe beim Einbringen gibt ne saubere Entmischung.
      Da musst Du den Beton darüber auch noch totrütteln, damit da dann wieder merkbar Zementleim ankommt.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Tja - kein Anschlußbeton
      War auch meine Vermutung. Bei Doppelwänden gehört da ein Beton mit Korngröße 0/8 auf den ersten halben Meter betoniert. Der umschließt wohlig das Fugenband und macht dicht. Soll machen.

      Hier wurde ja bereits mit Außenabdichtung begonnen (Bild 3). Aber nur halbhoch...warum nur?

      Muss mich aber auch korrigieren: Bild 1 lässt erkennen, dass da sehr wohl eine Schalung war. Da sieht man -neben einem vierbeinigen Bauhelfer ohne Sicherheitsschuhe!- auch, dass die Fugen dort gut aussehen.

      Das Bild 2 lässt jedoch vermuten, dass es um das innere Gefüge der Wand im Bereich des Wandfußes nicht sehr gut bestellt ist.
    • @Thomas B Laut Vertrag werden die vorgefertigten Doppelwände mit Ortbeton ausbetoniert. Die Fugen der Doppelwandelemente werden VOLLSTÄNDIG mit WU-Beton geschlossen, wodurch die Kellerwände nicht mehr zusätzlich abgedichtet werden müssen (allerdings wurden die Fugen ja nicht vollständig geschlossen, wie vereinbart...).
      Laut Bodengutachten (vom Bauträger beauftragt, liegt uns vor) ist wegen des hohen Grundwasserstandes zwingend entweder eine schwarze, oder eine weiße Wanne nötig.

      Im Mai hatte ich ja diese Entmischung im Fugenbereich (Kiesnester) bereits angezeigt und dokumentiert. Hier hat man dann eben noch eine Schweißbahn drübergezogen, allerdings steht das Grundwasser schon jetzt drüber......ich kann nicht nachvollziehen, wieso man nur eine Bahn gezogen hat!

      Mit dem Verpressen werde ich mich nicht zufrieden geben, da nachweislich nicht geliefert wurde was bestellt wurde. Ein wasserdichter Keller..................so sieht es unser Gutachter auch. Es handelt sich hier ja um einen Neubau, und keine Altbausanierung..
      Morgen haben wir einen Termin mit Chef der Baufirma und seinem Gutachter.

      Wie soll ich mich verhalten, bzw. was fordern?


      Tausend Dank!
    • Haus1982 schrieb:

      wodurch die Kellerwände nicht mehr zusätzlich abgedichtet werden müssen
      ...das wäre dann eine Weiße Wanne. Gut!


      Haus1982 schrieb:

      Laut Bodengutachten (vom Bauträger beauftragt, liegt uns vor) ist wegen des hohen Grundwasserstandes zwingend entweder eine schwarze, oder eine weiße Wanne nötig.
      O.K., so weit, so mittelprächtig, denn...


      Haus1982 schrieb:

      Hier hat man dann eben noch eine Schweißbahn drübergezogen
      DAS ist weder eine Weiße, noch eine Schwarze Wanne.
      Auch zwei Schweißbahnen übereinander lösen das grundsätzliche Problem nicht. Gerade bei drückendem o. zeitweise drückendem Wasser ist das Aufbringen einer Schweißbahn sicher ganz nett und auch hübsch anzusehen, aber eben nicht fachgerecht (wenn WW o. SW gefordert bzw. notwendig!).

      Haus1982 schrieb:

      Morgen haben wir einen Termin mit Chef der Baufirma und seinem Gutachter.
      Nun...SEIN Gutachter wird das Ergebnis wahrscheinlich als völlig ausreichend loben. Ist ja SEINER.

      Eigentlich ist es recht einfach: Ist SW o. WW geforderte/ geschuldet, so braucht Ihr ja nur zu sagen "Bitte liefern, wie bestellt/ vereinbart. Danke!"

      Eine SW wird man aus dem teil nicht mehr machen können. Auch wenn Du den ganzen Keller mit Schweißbahnen versiehst...von oben bis unten, so wird spätestens das Aufbringen einer Schweißbahn unterhalb der Bodenplatte nicht nur schwierig, sondern unmöglich. Bei SW hast Du eine allseitig (auch untendrunter!) umlaufende Abdichtung. Das geht nun nicht mehr.

      Also bleibt die WW: Da ist Verpressen von innen tatsächlich das Mittel der Wahl. Das ist ja auch einer der ganz großen Vorteile der WW. Man muß außen nicht wieder alles aufbuddeln. Also: Verpressen ist gut und richtig. Aber man muß natürlich erstmal gucken, ob der Zustand am Wandfuß überhaupt grundsätzlich i.O. ist. Große Mengen fehlenden Betons wird man nicht mit Verpressen ersetzen können.

      Ist das also nur ein lokales Problem, an einer oder an wenigen, begrenzten Stellen, so ist Verpressen schon i.O.
      Besteht der wandfuß aber nur -übertrieben dargestellt- aus losem Geröll, so wird ein Injektion auch nichts heilen.
    • Haus1982 schrieb:

      Mit dem Verpressen werde ich mich nicht zufrieden geben, da nachweislich nicht geliefert wurde was bestellt wurde. Ein wasserdichter Keller..................so sieht es unser Gutachter auch. Es handelt sich hier ja um einen Neubau, und keine Altbausanierung.
      Wenn das eine Lösung ist, den Keller dichtzubekommen, wirst Du das aber akzeptieren MÜSSEN! Sollte Dein Gutachter auch wissen!

      Ist denn die Schweißbahn über die hohlen Fugen gezogen worden oder wurden die gefüllt vor dem Abschweissen? Wenn hohl, dann :pfusch: , weil das Wasser die Bahn in die Fuge drücken und damit auf Dauer zerstören wird.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ist es denn nicht sinnvoll, außen komplett von unten bis oben schwarz abzudichten und zusätzlich von innen zu verpressen?

      Durch das Verpressen von innen sind ja die äußeren Stellen evtl. nach wie vor dem Wasser ausgesetzt, für ein Fugenblech sicherlich auf Dauer auch nicht der Hit oder? Zudem ist das für mein Empfinden nur eine Sanierung, ein Flicken...und sehr unschön überall Bohrlöcher zu haben. Was, wenn ich das Haus irgendwann wieder verkaufen will? Ich müsste doch angeben, dass es eine undichte Stelle gab?!

      Ja, die Fugen wurden verfüllt bevor die Schweißbahn drüberkam, aber wohl nicht mit WU-Beton denke ich.

      Ich bezahle doch nicht 100% der vereinbarten Summe für eine Leistung die nicht zu 100% erbracht wurde?!..
    • Haus1982 schrieb:

      Ich bezahle doch nicht 100% der vereinbarten Summe für eine Leistung die nicht zu 100% erbracht wurde?
      Doch, denn es ist durchaus erlaubt, Fehler zu machen, so lange man sie hinterher behebt! Oder hast Du in Deinem Leben bisher noch nie einen Fehler gemacht?

      Und Schweißbahn + Verpressen kannst Du auch nicht fordern! Ent oder weder!

      Wenn DU verkaufst und die Nachbesserung ist 20 Jahre dicht geblieben, wo soll das Problem liegen???? Oder willst Du nächstes Jahr schon wieder verkaufen.

      Du musst mal von Deiner Palme runterkommen, Emotionen und beleidigte Leberwurst sind die schlechtesten Ratgeber beim Bauen. Knallhart nüchterne Fakten sind angesagt.
      Wenn Dein BU mit Schweißbahn abdichtet, bitte dabei beachten, dass diese nicht einfach so an die Wand geklatscht werden dürfen, sondern das oben und unten streifenförmige Anpress- und Befestigungsmaßnahmen getroffen werden müssen (Anpressleisten) und das die Abdichtung beim Verfüllen der Baugrube und der Verdichten des Füllguts geschützt werden muss.

      Was ist denn mit den Lichtschächten? Gibts da ein Abdichtungskonzept oder wird bei der Abdichtung das Titanic-Prinzip angewendet. (Sicher bis Wasserstand X)



      Haus1982 schrieb:

      m Mai hatte ich ja diese Entmischung im Fugenbereich (Kiesnester) bereits angezeigt
      Jetzt haben wir Oktober, also 5 Monate später! Was haben die denn die ganze Zeit gemacht? Nase gebohrt? Löcher in den Regen gestarrt?
      Wenn die Kellerwände im Mai betoniert wurden, sollte das Haus kurz vor der Bezugsfertigkeit sein. Keller also angefüllt!

      Irgendwie ist das ganze sehr strange!
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    • @Ralf Dühlmeyer Natürlich darf jeder Mensch Fehler machen, SOFERN er sie dann eben auch behebt. Und exakt dieser Punkt hat mich ja erst so auf die Palme gebracht---Ich habe den Mangel, nämlich die besagten Kiesnester, bereits im Mai bemerkt und angezeigt. Da hatte der BU mich dann mit dieser einbahnigen Schweißbahn (siehe Foto oben) und eben 10 Jahren Gewährleistung auf Wasserundurchlässigkeit stillbekommen. Ich hatte quasi gar keine Zeit zu reagieren, am nächsten Tag war die verlängerte Gewährleistung im Briefkasten und der Keller verfüllt!!!!! Man hatte mich damit ruhiggestellt und eifrig weitergebaut.
      Der BU hatte meine Mängelanzeige nicht ernst genommen, damals hätte man ohne Weiteres reagieren können. Dies hat man jedoch trotz aufgezeigtem Mangel NICHT getan.

      Und jetzt, fünf Monate später, starker Regen-----> Keller undicht.
      Und die Jahreszeit mit richtig hohem Grundwasser kommt ja erst noch.


      Wenn eine Wanne bezahlt werden soll, muss er mir auch eine liefern. Kann man denn mit dem Verpressen eine weiße Wanne im Nachhinein herstellen?
    • Du solltest Dir einen Fachanwalt besorgen! Damit festgestellt wird was vertraglich geschuldet ist und wie die Rechtslage aussieht. Von "ich zahle einfach mal nicht" würde ich ohne diesen Beistand ganz dringend abraten. Da verbaust dir vermutlich schneller die Karten, als der BU sie dir hingelegt hat.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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