WU-Beton Keller undicht

    • Ja aber was bringt es ihm recht zu bekommen? Dann bekommt er den Differenzbetrag aus dem Katalog des Herstellers zwischen der angeblichen WW und dem was angeblich gebaut wurde. Und was macht er damit? So lange in der Gewähleistungszeit nichts passiert, gibt es für die Baufirma keinen Grund etwas zu ändern. Und danach... Naja, da freuen sich wieder Anwälte und Gerichte...
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      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Eine "schwarze" kann auch nicht mehr hergestellt werden oder wo ist die Schwarzabdichtung unterhalb der Bopla? Sicher nicht vorhanden! Also geht es genau genommen nur darum "Recht" zu bekommen. Unbesonnen, dass du ein Recht darauf hast. Ob die Rechtssprechung der "Theorie" zustimmen wird?

      Bei gutem SV und sehr guten Fachanwalt vielleicht denkbar.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • naja Moment, es steht noch eine ordentliche Summe aus und zudem ist der Keller noch nicht abgenommen.
      Und was ist dann das Problem?

      Das Problem hat der BU . Werklohn ist nicht fällig ( wobei ich davon ausgehe, dass das Haus noch nicht bezogen ist und/oder die Abnahme ausdrücklich verweigert wurde, um eine konkludente Abnahme auszuschließen ).

      Mangel (+), Abweichung Bau-Ist vom vereinbarten Bau-Soll und außerdem ist das Bau-Ist gemessen am Lastfall auch noch außerhalb der aRdT. Die Zebra-Abdichtung ist für den Lastfall nach DIN 18 195-6 nicht aRdT. Auf einen Schaden ( Wassereintritt ) kommt es entgegen landläufiger Meinung nicht an. Denn der TE muß nicht warten, bis es zum Schaden kommt; dann wäre der Anspruch gegegebenfalls auch verjährt. Die sich aus dem Verstoß gegen die aRdT ergebende Gefahr eines Schadens reicht aus.

      Eine Nachbesserung könnte in einer sog. Mischkonstruktion bestehen. Schwarzabdichtung über die kompletten Außenwände, unten mit Los-Festflansch an die Bodenplatte angeschlossen. Die Bodenplatte war ja offenbar i.O. Das hielte ich für einen gangbaren Kompromiß.

      Der TE braucht einen eigenen versierten Anwalt. BU hat einen und der pokert natürlich für seinen Mandaten, obwohl auch er wissen sollte, dass der Werklohn mangels Abnahme und nach wie vor vorhandenem Mangel nicht fällig ist.
    • @Eric:

      Eric schrieb:

      Das Problem hat der BU . Werklohn ist nicht fällig
      Hier muss ich widersprechen. Das Problem wie Haus1982 hatten wir auch. Mängel wurden mehrfach angezeigt mit der Aufforderung zur Beseitigung. Der hat dann immer in verschiedenen Folgen behauptet: Keller ist dicht, Keller ist undicht es muss was getan werden, Keller ist dicht, wir hätten selbst Wasser hingeschüttet, usw.. Nach mehrmaliger Aufforderung wurde dann eine Frist gesetzt und eine Kündigung angedroht. Danach erfolgte dann die Kündigung und natürlich der Sicherheitseinbehalt. Eine Abnahme wurden verweigert und wir hatten ihm auch mitgeteilt, dass sich die Kündigung auch auf alle weiteren Tätigkeiten bezieht (also auch die Mängelbeseitigung selbst) und haben uns weitere Mängel vorbehalten und natürlich mögliche Schadenersatzansprüche erwähnt.

      Der hat dann geklagt auf Zahlung der noch offenen Rate und natürlich auf den entgangenen Gewinn.

      Das Gericht hat entschieden, dass WIR beweispflichtig sind. Ohne Begründung, ohne alles. Die Frage unseres RAs, wie das Gericht darauf kommt wurde nur lapidar abgetan mit: "wenn wir gewinnen, würden wir die Kosten ja wiederbekommen".

      So einfach scheint mir das manchmal nicht zu sein.
    • @msedi:

      Ist ein anderer und etwas schwieriger Fall. Du hattest den Vertrag gekündigt und damit wurde die Vergütung fällig, weil die Erfüllungsphase mit der Kündigung beendet wurde.

      Die Frage war daher, welche Vergütung der Unternehmer nach Deiner Kündigung zu beanspruchen hatte:

      Erfolgte die Kündigung aus berechtigtem Grund, dann hatte der Unternehmer nur einen Anspruch auf Vergütung der erbrachten und mangelfreien Leistungen.

      War die Kündigung hingegen grundlos, dann hatte der Unternehmer Anspruch auf Vergütung der erbrachten Leistungen und auf Vergütung der nicht erbrachten Leistungen abzüglich der ersparten Aufwendungen und des anderweitigen Erwerbs, § 649 BGB .

      Der Unternehmer hat, da für ihn besser und weitergehend, aus § 649 BGB geklagt. Dafür war m.E. der fehlende Kündigungsgrund ( keine schwerwiegenden Mängel ) Anspruchsvoraussetzung und daher vom Unternehmer zu beweisen. Richter hat offenbar " pragmatisch " und daher falsch entschieden, weswegen Du den Auslagenvorschuß für den Gerichtssachverständigen zu zahlen hattest.
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