WU-Beton Keller undicht

    • Haus1982 schrieb:

      @rolf a i b Im Vertrag steht ein Keller aus WU-Beton, allerdings fordert das dazugehörige Bodengutachten eine zwingend eine schwarze oder weiße Wanne.
      damit solltest du jetzt zum anwalt marschieren, der diese vertragskonstellation auseinanderfieselt. ich sehe darin einen widerspruch!

      der anwalt wird dir dann erklären, ob der unternehmer einen keller aus wu-beton oder eine weiße wanne schuldet.

      hast du die stahlliste von deiner bodenplatte, den wänden und kannst hier ein kleines rechenergebnis - stahlanteil in kilogramm pro kubikmeter beton - einstellen? dann wird man schon mal erahnen können, ob du wu-beton oder eine weiße wanne erhalten hast.
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Selbstheilung findet nur in Rissen bis zu einer Rissbreite von ca. 0,2 mm statt - daher ist das als Grenze der Rissbreite für WW festgelegt.

      Die Fremdüberwachung prüft, ob die vom Statiker vorgegebenen Betoneigenschaften (Druckfestigkeit) sowie die Anforderungen an die Dauerhaftigkeit (Expositionsklassen, Nachbehandlung) eingehalten wurden.
      Ob die WW dicht ist oder nicht, interessiert die Fremdüberwachung gar nicht. Daher ist der Ruf nach der Fremdüberwachung für dieses Problem eher sinnlos - ein formaler Mangel ist es aber in jedem Fall.
      Betontechnologie ist die Kunst, Steine in Wasser schweben zu lassen ... :)
    • Haus1982 schrieb:

      Kann die WW sich auch mit diesen vielen etwas größeren Kieselsteinchen (Bilder 1 und 2) selbst heilen,
      Nein...das nicht.

      Ich schrieb ja "Kapillare", also sehr feine, möglicherweise wasserführende Risse im Gefüge. Diese können sich mit der Zeit quasi zusetzen. Wasser, welches eindringt transportiert Teile aus dem beton weiter, die sich hier anlagern und das irgendwann abdichten (können).

      War auch nur als Beispiel für feinste Risse gedacht und sollte illustrieren, dass eine WW eher dichter denn undichter wird.
    • Einer meiner Nachbarn (hat den gleichen Bauträger), war bereits beim Anwalt. Sein Keller war zwar nie undicht, allerdings haben ihn die selben Jungs gebaut die auch meinen errichtet haben.

      Sein Anwalt verweist klar auf das Bodengutachten und fordert die WW, einen Nachweis der Fremdüberwachung. Laut diesem fallen Baustellen mit drückendem Wasser und WW immer in Überwachungsklasse2.
    • Haus1982 schrieb:

      Einer meiner Nachbarn (hat den gleichen Bauträger), war bereits beim Anwalt. Sein Keller war zwar nie undicht
      Und warum war er dann beim Anwalt????????



      Haus1982 schrieb:

      Sein Anwalt verweist klar auf das Bodengutachten und fordert die WW, einen Nachweis der Fremdüberwachung.
      Wie soll der BT diesen Nachweis (nachträglich) erbringen können. Geht nicht.

      Mal ein Autovergleich: Hersteller schreibt vor, dass Bremsenaustausch nur von zertifizierten Werkstätten im Beisein eines Prüfers gemacht werden dürfen. Werkstatt wechselt die Bremsen, der Prüfer (was oder wer immer das sein mag...rein theoretisch...) hat aber akuten Heuschnupfen und ist absent. Bremsen sind prima, bremsen wie die Hölle, alles in Butter.

      Wo ist jetzt das Problem?
    • Okay. Morgen werde ich einen Termin ausmachen. Ich habe jetzt mal auf den Fensterrahmen im Keller rumgeklopft.
      Bei dem Fenster im Raum mit der Undichtigkeit klingt es drunter absolut hohl.....Wie eine Trommel...Bei den anderen nicht.
      Das darf doch nicht sein oder?
      Ein Bekannter meinte, dass da 5-6 cm Dämmung reingehört Eigtl?
      Soll ich das Fenster mal öffnen lassen?
    • Haus1982 schrieb:

      Ein Bekannter meinte, dass da 5-6 cm Dämmung reingehört Eigtl?
      Wo gehören 5-6cm Dämmung ein? In den Fenstersstock? Nicht ernsthaft...oder?

      Haus1982 schrieb:

      Soll ich das Fenster mal öffnen lassen?
      Fenster öffnen bringt zumindest frische Luft und vielleicht sogar frischen Wind in die Bude.

      Was solltetst Du (m.E.!) tun?:

      eigenen Sachverstand haben, der dem BT auf die Flossen schaut, engmaschige Überwachung (nicht 2 mal im Vierteljahr).

      Den Rat zum Anwalt zu rennen teile ich derzeit schlichtweg noch nicht. Das mögen Andere aber anders sehen.

      Ob Du derzeit eine WW hast (die zwar mängelbehaftet war, aber das ist nicht das Kriterium WW oder nicht WW) oder nicht kann Dir ein SV besser sagen als ein Anwalt.

      Ob eine WW geschuldet ist mag ein RA besser beurteilen können.

      Letztendlich brauchst du einen dichten und auch trockenen Keller.

      Damit wären wir dann schon fast wieder bei der Schwarzabdichtung (hier als dampfbremse)....aber das würde jetzt zu weit führen.

      Ich denke, dass Du Sachverstand auf Deiner Seite benötigst. Auch um gefährliches Un- u. Halbwissen, welches irgendwelche Bekannten Dir unterbreiten herauszufiltern. Es geht doch jetzt darum, dass Du ein gute Leistung / Haus erhältst. Da muss man nicht das Gras wachsen hören, sollte aber auch nicht unentwegt AWGs schlicken. im Augenblick sehe ich Dich eher am Gras lauschen.

      Versuch etwas die Emotionen, den Blutdruck herunterzufahren und auf eine sachlich/fachliche Ebene herunterzukommen.
    • Danke:)
      ---------- 20. Oktober 2016, 21:14 ----------
      Guten Abend ;)

      Zuallererst kann ich verkünden, dass der Fall nun beim Anwalt ist und er das klärt.

      Anbei zwei Bilder (das erste ist unseres, das zweite vom Nachbarhaus). Hier sieht man eine senkrechte Abdichtung zwischen den einzelnen Fertigwänden. Ich habe heute bemerkt, dass hier ja die Mineral. Dämmung bei uns außen KOMPLETT im Grundwasser steht...zwar ist darüber eine Schweißbahn, aber diese soll ja laut Bauunternehmer gar nicht so viel bringen...
      Sprich der einzige Schutz vor dem Eindringen von Grundwasser ist bei uns dieses eine schwarze Fugenblech (oder Gummiband..). Beim Nachbarn, dessen Keller gerade vom selben Bauunternehmer errichtet wird, ist dieses schwarze Dingens erstens um 90 Grad gedreht (was mir sinniger erscheint), und zweitens ein ganz anderes Blech..............

      Ist das so korrekt? Und wenn ja, welchen Grund hat der Bauunternehmer das beim Nachbarn anders auszuführen??

      Danke
      Bilder
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    • Bild 1 ist m.E. eine STK (Schalltrennkorb), den man benutzt um die Fuge zwischen zwei Doppelhaushälften zu trennen. Schalltechnisch.

      Bild 2. ist ein Fugenblech im Bereich eines Stoßes zw. zwei Elementen beim Doppelwandsystem.

      Nochmals: RA...alles schön und gut. Aber bitte laß Dich (bau)fachlich von einem SV, einem Bau.Ing. oder einem Arch. beraten. Nicht dass der RA (mangels bautechnischen Wissens) hier ein Fass nach dem anderen aufmacht, welches am Ende als Nullnummer verpufft....
    • @Thomas B ...und dass hier die Dämmung dauerhaft zur Außenseite hin im Wasser steht und dieses aufsagen kann ist nicht schlimm? Die einzige Dichtung dann nur dieses schwarze Fugenblech? Wenn hier auch nur die kleinste Schwachstelle ist läuft doch Wasser zwischen die Hauswände... :O

      Auf Bild zwei ist, so wie ich das vor Ort beurteile, die Trennung zwischen den beiden Häusern.... Werde ich allerdings nochmal nachhaken ;)


      Keine Sorge, RA und Gutachter tauschen sich aus! RA hat geprüft ob WW geschuldet, Gutachter sagt dass diese nicht nach den Regeln der Technik ausgeführt wurde.
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