Abdichtung einer WU-Bodenplatte auf PE-folie und Dämmung

    • Abdichtung einer WU-Bodenplatte auf PE-folie und Dämmung

      Hallo, ich habe folgenden Aufbau bis jetzt.

      1) 8cm extrudierte Dämmung unter der Bodenplatte
      2) 0,2mm PE-Folie
      3) 20cm Bodenplatte mit WU-Beton
      Meine Frage:
      Was ist jetzt noch auf der Bodenplatte als Abdichtung erforderlich bzw. empfehlenswert:
      1) keine Abdichtung
      2) einlagige Bitumenschweißbahn V60S4 mit bzw. ohne Alu-Folie (Überlappungen oder vollflächig verschweißt?, Voranstrich ja/nein?)
      3) Kaltselbstklebebahn Knauf Abdichtungsbahn Katja Sprint D=0,9mm mit Glasvlies‑ und Aluminiumeinlage
      4) mineralische Dichtschlämme

      Meiner Meinung nach ist der Aufbau bisher doch schon ziemlich wasserdampfundurchlässig.
      Für fachliche Antworten wäre ich dankbar.
    • Lass die V60 S4 mal weg und nimm lieber wenn eine G200 S4 ob AL 01 oder nicht wäre jetzt wissenschaftlich. Bei Radonbelastung würde ich ggf. mal drüber nachdenken, wobei man ehrlich gestehen muss, ist die Belastung so hoch, reißt es nicht die Alubedampfte Folie raus.

      Vollflächig verschweißen ist unnötiger Quatsch und schon gar nicht per Regelwerk gefordert. Es reicht die Nähte (Kopf-, Längststoß) zu verflämmen. Die Auflast durch Estrich ist anschließend groß genug.

      Nach a.R.d.T ist das Abschweißen ( DIN 18195-4, sofern die neue noch nicht in Kraft ist) notwendig. Also geschuldet.

      Meine Persönliche Meinung: Wenn das Bodengutachten kein Grundwasserspiegel unterhalb der BoPla aufweist, es oben auf dem Belag nicht dampfdicht zu geht reicht der Beton.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Es geht um eine Bodenplatte OK= OK Gelände. Grundwasserspiegel ist ca. 80cm unter UK Bodenplatte.
      Von einer Radonbelastung weiß ich nichts. Wo sollte ich diese Info herbekommen?
      Ich habe als Baugrund feinen Sand und ca. 1m eingebauten Kiessand (Z0, aus Kiesgrube, durch Bodenaustausch) darüber.
      Geplant ist darüber Styropor + Estrich mit FBH + Fließen/Laminat/Kork.

      "Abschweißen" ???
    • Thomas T. schrieb:



      20 cm Plattendicke mit Beanspruchung aus min. aufstauendem Sickerwasser ist zu dünn.
      Richtig?
      150 mm mindestens bei der Wasserangriffsart Bodenfeuchtigkeit und nicht stauendes Sickerwasser und 250 mm bei aufstauendem Sickerwasser, Bzw. Grundwasser usw.
      ---------- 19. September 2016, 21:54 ----------

      Thomas T. schrieb:



      WU-Beton alleine ist nicht wasserundurchlässig, dazu gehört mehr.
      So etwas gehört vom Fachmann geplant.
      Das fängt bei zwängungsarmer Lagerung auf und hört bei Rissweitenbeschränkenden Bewehrungen und sonstigen Maßnahmen auf.
      Dazwischen liegt auch noch eine Menge an.
      öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    • Danke erst mal für alle Beiträge,
      aber die Bodenplatte ist von einem Statiker berechnet (20cm) und schon erstellt und ist tragend, außen Frostschürzen.
      kein aufstauendes Sickerwasser
      Meine Fragen beziehen sich auf die Abdichtung.

      Adler schrieb:

      Es geht um eine Bodenplatte OK= OK Gelände. Grundwasserspiegel ist ca. 80cm unter UK Bodenplatte.
      Von einer Radonbelastung weiß ich nichts. Wo sollte ich diese Info herbekommen?
      Ich habe als Baugrund feinen Sand und ca. 1m eingebauten Kiessand (Z0, aus Kiesgrube, durch Bodenaustausch) darüber.
      Geplant ist darüber Styropor + Estrich mit FBH + Fließen/Laminat/Kork.

      Adler schrieb:

      Hallo, ich habe folgenden Aufbau bis jetzt.

      1) 8cm extrudierte Dämmung unter der Bodenplatte
      2) 0,2mm PE-Folie
      3) 20cm Bodenplatte mit WU-Beton
      Meine Frage:
      Was ist jetzt noch auf der Bodenplatte als Abdichtung erforderlich bzw. empfehlenswert:
      1) keine Abdichtung
      2) einlagige Bitumenschweißbahn V60S4 mit bzw. ohne Alu-Folie (Überlappungen oder vollflächig verschweißt?, Voranstrich ja/nein?)
      3) Kaltselbstklebebahn Knauf Abdichtungsbahn Katja Sprint D=0,9mm mit Glasvlies‑ und Aluminiumeinlage
      4) mineralische Dichtschlämme

      Meiner Meinung nach ist der Aufbau bisher doch schon ziemlich wasserdampfundurchlässig.


      Hallo Thomas, der Artikel zu den Dampfsperren ist sehr interessant, aber auch nicht eindeutig. Ich entnehme dem, dass in der Praxis als Absperrung sogar eine PE-Folie auf Bodenplatte oder Dämmung unter Estrich ausreicht. Jedoch wird eine Bitumenschweißbahn empfohlen.
      Ich würde eventuell eine G200S4 nehmen. Vielleicht gibt es noch Hinweise zu mit oder ohne Alu-Folie und der Radon-Belastung?
      Was spricht eigentlich gegen eine Kaltselbstklebebahn?
    • 20 cm tragend und WU glaube ich nicht mit Statik. Das ist zumindest sehr gewagt und kann bei Laborbedingungen rechnerisch reichen, aber nicht bei den üblichen Baustellenbedingungen.
      Also um den auftretenden Rissen zu begegnen Schweißbahn, wenn die Platte nicht hinterfragt werden darf.
      Und dann Köpf einziehen und durch ;(
      Grüsse Peter
    • PeterB schrieb:

      20 cm tragend und WU glaube ich nicht mit Statik.
      Nun mal sachte.

      Den WU-Beton kannst Du auch weglassen bei einer Bodenplatte OK Gelände. Manche Firmen bauen den halt ein als eine Art höherwertige Ausführung, allerdings ohne die Bewehrung für eine Rissbreitenbeschränkung wie für aufstauendes Sicker- oder drückendes Wasser. Bei 3 - 5 €/m³ Aufpreis sind die Mehrkosten zu vernachlässigen.

      Falls das Wasser mal höher steigt als bis OK Bodenplatte (Überschwemmung), sind Risse in der Bodenplatte das kleinste Problem. Ich habe mittlerweile zig elastisch gebettete Bodenplatten mit 20 cm Dicke gerechnet, und anscheinend stehen die Häuser alle schadenfrei.

      Beim üblichen märkischen Sand mit mitteldichter Lagerung und relativ leichten Außenwänden, wo i.d.R. max. 50 kN/m Belastung auftreten, sind 20 cm Plattendicke die Regel. Die Setzungsunterschiede sind gering. Bei bindigen Böden oder locker gelagerten Sanden mit einer kleinen Steifeziffer kann das ganz anders aussehen, das ist hier aber anscheinend nicht der Fall.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Danke für die Antworten,

      ja, dem ist so. Ich habe WU-Beton verwendet. Gerechnet ist keine WU-Bodenplatte.

      Das Thema Radon ist für mich völlig neu. Nach meinen Recherchen sind bei mir in Panketal bei Bernau, Land Brandenburg lt. Radon-Landkarte <20kBq/m3 Bodenluft. Also nicht unbedingt Schweißbahn mit Alu?

      Adler schrieb:

      Ich würde eventuell eine G200S4 nehmen. Vielleicht gibt es noch Hinweise zu mit oder ohne Alu-Folie und der Radon-Belastung?
      Was spricht eigentlich gegen eine Kaltselbstklebebahn?
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