Energieeinsparpotential

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    • Energieeinsparpotential

      Hallo zusammen,

      erstmal vorweg - wir planen nicht die Fenster zu tauschen, da ich nicht glaube das es sich finanziell in irgendeiner Hinsicht lohnen würde. Da mich dennoch interessieren würde wie schlecht unsere Fenster sind begab ich mich heute recht erfolglos auf die Suche nach unseren Gläsern. Die Rahmenherstelller sind mir unbekannt, auf den Gläsern kann man ja was lesen, aber Erfolg versprach dies nicht. Unsere Kunststofffenster sind von 1978. Die Gläser ebendso. Die Gläser der nach Norden ausgerichteten Fenster sind von 1992. Die Fensterflächen verteilen sich auf:

      Südseite: 15qm
      Nordseite: 7qm

      Ich bin irgendwann auf dieses Dokument hier gestoßen: 03-2014_Studie_Mehr_Energie_sparen_mit_neuen_Fenstern.pdf (hoffe der Link ist OK)

      Wenn ich das richtig verstehe, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, das ich "unbeschichtetes Isolierglas" habe. Auf Seite 5 steht, das ca. 216kWh je 1,69m² im Jahr eingespart werden kann.
      Wenn ich das mit meiner Fensterfläche multipliziere, dann komme ich auf 4752kWh im Jahr. Aktuell verbrauchen wir für ca. 130qm Wohnfläche wobei 100qm beheizt sind, auf 16tsd kWh /a.
      4752kWh erscheint mir recht viel im Vergleich allein durch neue Fenster? Bei angenommenen 5Ct. für 1kWh ergibt das knapp 240,- EUR im Jahr Ersparnis. Überschlägig würde ich ca. 10k für neue Fenster ansetzen. Wir haben 2 sehr große Fensterelemente in der Südseite, was den Preis sicherlich treibt...
      2 Fensterelemente 3,97*2,13
      2 Fensterelemente 2,01*1,38
      2 Fenster 1,13*1,26
      1 Fenster 0,76*0,76
      1 Fenster 1,13*1,26

      Letzteres wurde 2003 schonmal komplett erneuert für 405,- EUR + MwSt und ist mit 1,1kW angegeben.


      Die Einsparungen in dem Dokument beziehen sich ja auch auf 3fach Iso-Glas. Die Frage ist ja ob man das überhaupt verbauen sollte - die Wände sind ja nur minimal gedämmt. Nutzt mir ja nix wenn dann Wasser in den Raumecken kondensiert.... Also müsste doch die Einsparung sogar noch niedriger sein?

      Gibt es irgendeine Möglichkeit die U-Werte der aktuellen Fenster zu ermitteln?
    • Olli schrieb:

      Hallo zusammen,

      erstmal vorweg - wir planen nicht die Fenster zu tauschen, da ich nicht glaube das es sich finanziell in irgendeiner Hinsicht lohnen würde.

      [.....]
      Hallo Olli,

      manche Menschen kleben sich nach 30 Jahren oder auch schon früher mal ne neue Tapete dran oder streichen neu. Das lohnt sich finanziell eigentlich auch nicht. Aber es wird wieder wohnlicher.
      Bei neuen Fenstern ist das ähnlich. Vor allem hast du dann weniger Zugerscheinungen und damit mehr Komfort.



      Olli schrieb:

      4752kWh erscheint mir recht viel im Vergleich allein durch neue Fenster? Bei angenommenen 5Ct. für 1kWh ergibt das knapp 240,- EUR im Jahr Ersparnis. Überschlägig würde ich ca. 10k für neue Fenster ansetzen. Wir haben 2 sehr große Fensterelemente in der Südseite, was den Preis sicherlich treibt...
      2 Fensterelemente 3,97*2,13
      2 Fensterelemente 2,01*1,38
      2 Fenster 1,13*1,26
      1 Fenster 0,76*0,76
      1 Fenster 1,13*1,26

      Letzteres wurde 2003 schonmal komplett erneuert für 405,- EUR + MwSt und ist mit 1,1kW angegeben.
      Nur wegen der möglichen Energieeinsparung lohnt sich der Fenstertausch bei den aktuellen Energiepreisen natürlich nicht. Andererseits sind 240€ Ersparnis deutlich mehr als du für die 10Mille auf dem Sparbuch an Zins bekommen würdest ;)



      Olli schrieb:

      Die Einsparungen in dem Dokument beziehen sich ja auch auf 3fach Iso-Glas. Die Frage ist ja ob man das überhaupt verbauen sollte - die Wände sind ja nur minimal gedämmt. Nutzt mir ja nix wenn dann Wasser in den Raumecken kondensiert.... Also müsste doch die Einsparung sogar noch niedriger sein?

      Gibt es irgendeine Möglichkeit die U-Werte der aktuellen Fenster zu ermitteln?
      Ob in deinen Raumecken Wasser kondensiert hat allein etwas mit dem Raumklima zu tun und das wird über die Lüftung geregelt und nicht über den Dämmwert der Fenster. Daß ein Fenster nicht besser dämmen darf als die Wand ist eine Geschichte aus der Märchenwelt die mit der Realität nichts zu tun hat. Es ist immer wieder erstaunlich, daß selbst Baufachleute diese These vertreten.
    • Antony schrieb:

      Ob in deinen Raumecken Wasser kondensiert hat allein etwas mit dem Raumklima zu tun und das wird über die Lüftung geregelt und nicht über den Dämmwert der Fenster. Daß ein Fenster nicht besser dämmen darf als die Wand ist eine Geschichte aus der Märchenwelt die mit der Realität nichts zu tun hat. Es ist immer wieder erstaunlich, daß selbst Baufachleute diese These vertreten.
      Moment. Es besteht schon ein Unterschied ob das Fenster als Flächenkondensator sich verdingt oder nicht. Sicherlich liegt das alle mal an feuchter Raumluft. Das ein besser gedämmtes Fenster aber die Oberflächentemperatur negativ auf die Flanken verteilen kann ist ja nun nicht an den Haaren herbei gezogen. In einer feuchten Garage mit Metalltor kondensiert es auch eher am Metalltor als an der Wand. Die Physik/ Logik ändert sich ja nicht.

      Ich würde das zu mindestens nicht pauschal abbügeln. Meiner Meinung nach kommt es da auf noch einige Parameter an.
      ---------- 18. September 2016, 22:17 ----------
      Mein Fehler! Es ging ja um Raumecken und nicht Laibungen - sorry! Ich hab nichts gesagt, auch wenn es richtig war :freaky:
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Antony schrieb:

      Olli schrieb:

      Hallo zusammen,

      erstmal vorweg - wir planen nicht die Fenster zu tauschen, da ich nicht glaube das es sich finanziell in irgendeiner Hinsicht lohnen würde.

      [.....]
      Daß ein Fenster nicht besser dämmen darf als die Wand ist eine Geschichte aus der Märchenwelt die mit der Realität nichts zu tun hat. Es ist immer wieder erstaunlich, daß selbst Baufachleute diese These vertreten.
      Das hat mit der Realität sehr wohl was zu tun. In unserer letzten Wohnung ohne Lüftungsanlage haben wir zu wenig gelüftet. Spätestens aber dann doch, wenn das Fenster innen im Randbereich voller Kondensat war. Wäre die Wand schlechter gedämmt als das Fenster, wäre das Kondensat an der Wand(ecke) ausgefallen und wir hätten es vermutlich erst nach Jahren gesehen, wenn sich der Schimmel schon richtig gut ausbreiten konnte.

      Natürlich ist die Ursache in beiden Fällen falsches Lüften. Aber im einen Fall sieht man es halt sofort (am Fenster), im anderen erst wenn es zu spät ist.
    • Hallo Kalle,

      Neue Fenster als Flächenkondensator geht nicht. Da hat die EnEv was dagegen.
      Unabhängig vom Dreifachglas sind Laibungen Wärmebrücken die bei einem Fenstertausch geprüft und ggf angepasst werden müssen. Und daß Dreifachglas die Isothermenverläufe in sonstigen Wandregionen negativ beeinflussen könnte halte ich für kompletten Unsinn. Allerdings muß nach einem Fenstertausch Lüftung und Wärmeverteilung geprüft und ggf. angepasst werden.
    • Antony schrieb:

      Neue Fenster als Flächenkondensator geht nicht.
      Davon sprach ich auch nicht.



      Antony schrieb:

      Dreifachglas die Isothermenverläufe in sonstigen Wandregionen negativ beeinflussen könnte halte ich für kompletten Unsinn.
      Wenn du Flächen, nicht zusammenhängend mit dem Fenster meinst gebe ich dir Recht. Beziehst du es auch auf die Laibung, dann bin ich anderer Meinung. Aber letztlich trägt es auch nicht unmittelbar etwas zum Thema bei. ;) Von daher kann man auch unterschiedlicher Auffassung sein. Ich hatte mich ja schon korrigiert, da ich das "Wandecke" überlesen habe, bez. auf Laibung geschlossen hatte im Kontext.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

      * Administrative oder moderative Beiträge in rot
    • Dino15 schrieb:

      Antony schrieb:

      Olli schrieb:

      Hallo zusammen,

      erstmal vorweg - wir planen nicht die Fenster zu tauschen, da ich nicht glaube das es sich finanziell in irgendeiner Hinsicht lohnen würde.

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      Daß ein Fenster nicht besser dämmen darf als die Wand ist eine Geschichte aus der Märchenwelt die mit der Realität nichts zu tun hat. Es ist immer wieder erstaunlich, daß selbst Baufachleute diese These vertreten.
      [...] Aber im einen Fall sieht man es halt sofort (am Fenster), im anderen erst wenn es zu spät ist.
      Und trotzdem gibt es Wohnungen mit Zweifachglas, die Schimmelprobleme haben ;)
      Denn wenn du Kondensat am Fenster siehst hast du es längst auch schon in den Wärmebrücken der Wände. Am Ende hilft so oder so nur richtiges Lüften.
    • Antony schrieb:

      Dino15 schrieb:

      Antony schrieb:

      Olli schrieb:

      Hallo zusammen,

      erstmal vorweg - wir planen nicht die Fenster zu tauschen, da ich nicht glaube das es sich finanziell in irgendeiner Hinsicht lohnen würde.

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      Daß ein Fenster nicht besser dämmen darf als die Wand ist eine Geschichte aus der Märchenwelt die mit der Realität nichts zu tun hat. Es ist immer wieder erstaunlich, daß selbst Baufachleute diese These vertreten.
      [...] Aber im einen Fall sieht man es halt sofort (am Fenster), im anderen erst wenn es zu spät ist.
      Denn wenn du Kondensat am Fenster siehst hast du es längst auch schon in den Wärmebrücken der Wände. Am Ende hilft so oder so nur richtiges Lüften.
      Nö. War 2-fach-Verglasung Bj, 2003, Und auf der Wand 12cm WDVS . Nullkommanull-Probleme mit den Wänden, aber regelmäßig relativ viel Kondenswasser (20cm breiter Streifen unten) in den Scheiben.
    • Habe die Baustoffe nicht richtig bei u-wert... finden können, daher aus der Originalstatik:

      Aussenwand mit Verblendung:
      • Verblendung = 0,115 / 0,68 = 0,169
      • Styropor = 0,02 / 0,035 = 0,571
      • Leichtbetonvollsteine V25 = 0,24 /0,55 = 0,436
      Summe: 1,176 1/Lambda


      Aussenwand mit Putz
      • Putz = 0,02 / 0,75 = 0,0267
      • Leichtbetonvollsteine V25 = 0,24 /0,55 = 0,4364
      • "Süco"Platte = 0,02 / 0,035 = 0,5714
      • "Süco"Platte = 2,5cm Styropor + 0,5cm Fertigputz
      Summe = 1,0345 1/Lambda

      Mindestanforderungen damals waren wohl 0,55 1/Lambda

      Kann man das in heutige W/m2K umrechnen?
    • ich unterstelle, dass die gleichen Einheiten wie heute verwendet wurden.
      damit wurden in oben genanntem Nachweis die Wärmedurchlasswiderstände berechnet.

      Ich unterstelle ferner, dass die Verblendung nicht hinterlüftet ist und dass die angegebenen Werte korrekt sind.

      zu den heute gebräuchlichen U-Werten fehlen nur noch die Übergangswiderstände, daraus dann der Kehrwert gebildet.

      U(AW mit Verblendung) = 1/(1,176+0,13+0,04) = 0,74 W/m²K
      U(AW mit Putz) = 1/(1,0345+0,13+0,04) = 0,83 W/m²K

      Im Bereich von Wärmebrücken (planmäßigen und unplanmäßigen) sieht es aber schon ganz anders aus.
      Bei dem Dämmstoff habe ich aber ein bisschen Zweifel, ob das lambda mit 0,035 stimmt. Ich würde da eher mit 0,04 bis 0,045 rechnen... ;)
    • Habe mich mal auf u-wert registriert... komme auf 0,732 für Klinker und 0,743 für Putz (Aber auch nur weil ich die 2,5cm statt 2cm für das Styropor der Fertigputzplatte genommen habe). Südseite ist komplett Verklinkert, Nordseite zu 40%
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