CAT/ Verkabelung und Auflegen der Abschirmung

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    • CAT/ Verkabelung und Auflegen der Abschirmung

      Hallo zusammen,

      habe gerade gesehen, dass mein Elektriker bei der Netzwerkverkabelung mit CAT7 Kabeln die Abschirmung nicht mit der Klemme am Patchfeld verbunden hat. Muss denn nicht das Kabel so abisoliert werden, dass die Klemme vollen Kontakt zur nach hinten gebogenen Abschirmung hat?

      Und wenn ja, gibt es eine Vorschrift, die ich meinem Elektriker dazu zitieren kann?
    • br2015 schrieb:

      dachte ich mir schon, dass der das nicht richtig angeklemmt hat.

      Könnt ihr mir noch eine Norm oder Richtlinie oder Empfehlung nennen, auf die ich mich bei meinem Elektriker beziehen kann?

      DIN EN 50174-2
      Informationstechnik- Installation von Kommunikationsverkabelung - Teil 2: Installationsplanung
      und Installationspraktiken in Gebäuden

      und

      DIN EN 50310
      Anwendung von Maßnahmen für Erdung und Potentialausgleich in Gebäuden mit Einrichtungen
      der Informationstechnik

      kommen da in Frage.
    • Um genau zu sein sollte bei Cat6 und Ca7 Kabel der Schirm von den Paaren erst kurz vor der Klemme aufhören. Viele setzen den Schirm hinten an der Zugentlastung/Erdung komplett ab und führen die "Blanken" paare zu den Klemmen, weil es einfacher ist. Funktioniert trotzdem, richtig ist es aber nicht. Cat7 erreicht man eh nur mit speziellen Steckern und Dosen, aber die kann ja niemand bezahlen und selbst 10Gbit geht über die Cat6 Dosen.
    • Vielen Dank für eure Hinweise. Ich habe nochmal genau hingeschaut und irgendwie sieht es doch so aus, als ob die Abschirmung mit dem Patchpanel verbunden ist.

      Was meint ihr dazu? Beanstanden oder so lassen?

      Danke und Grüße
      Bilder
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    • Das Geflecht ist in den Schellen der Zugentlastung eingeklemmt - passt.
      Klar hätte man den Folienschirm der einzelnen Doppeladern bis zu den LSA-Klemmen belassen können. Nachteile sind aber auch so eher nicht zu erwarten - ich würde es nicht reklamieren. Wenn es irgendwann mal 40Gbit/s über CAT7 gibt und du es dann auch brauchst, wird sowieso ein neues Patchpanel fällig. Denn RJ45 geht nur bis CAT6A.

      Edit: Warum der Eli aber das "Twisted" auf den letzten 3cm entdrillt und die Adern parallel geführt hat, würde ich ihn doch mal fragen. Dann macht er es vielleicht wenigstens beim nächsten mal richtig.
    • Man kann sich streiten ob es nach DIN oder so richtig oder falsch ausgeführt ist oder ob die Adern 3cm zu früh entdritt wurden, aber das macht geschwindigkeitstechnich oder sonst irgendwas keinen Unterschied.

      So wie es dort gemacht wurde, wird es zu 98% in allen Netzwerken gemacht und es in der "praxis" richtig.

      in der Praxis es ist völlig egal ob der schirm richtig aufgelegt ist oder die adern in den letzten 2 cm entdrillt sind oder nicht. da wird man NIE NIE NIE einen unterschied merken.


      :DDD 40GB auf Kupfer :DDDD wir schaffen derzeit gerade mal 10 GB über LWL
    • heiner68 schrieb:



      :DDD 40GB auf Kupfer :DDDD wir schaffen derzeit gerade mal 10 GB über LWL
      10GBase-T über Cat6a ist Stand der Technik, selbst über Cat-5e geht's über 50m. Netzwerkkarten kosten heute zwar noch 200€ aufwärts, aber in 5 Jahren wird's wohl in jedem Consumer-Chipsatz stecken.
      Wenn ihr das nicht über Kupfer bekommt, dann liegt's vielleicht and den unsauber aufgelegten Kabeln?

      Auch 40G über Kupfer wird's irgendwann geben. Gibt's in Form von Thunderbolt-3 heute schon für kurze Kabellängen, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis das auch mit CAT-7-Kabeln machbar sein wird. Dann aber sehr wahrscheinlich nicht mehr mit RJ45-Steckern.
    • Da kannste das Kupfer/Cat7 noch so schön auflegen und die Schirmung anbringen und bla bla bla in der praxis bekommst du über Kupfer/Cat7 NIEMALS diese geschwindigkeiten.

      wenn du solche geschwindigkeiten möchtest musst du LWL nehmen.

      Und deine USB oder Minitorkabel mit 2-5m länge willst du jawohl nicht als vergleich nehmen. Wir reden hier von Cat7 Hausverkabelung mit LSA Technik
    • heiner68 schrieb:

      Da kannste das Kupfer/Cat7 noch so schön auflegen und die Schirmung anbringen und bla bla bla in der praxis bekommst du über Kupfer/Cat7 NIEMALS diese geschwindigkeiten.

      wenn du solche geschwindigkeiten möchtest musst du LWL nehmen.
      Maurer, bleib' bei deinen Steinen. Oder anders gesagt: Nichts von dem was ich hier von dir zitiert habe ist richtig.

      Links zur Weiterbildung:
      Ethernet – Wikipedia
      Ethernet – Wikipedia
    • heiner68 schrieb:

      Da kannste das Kupfer/Cat7 noch so schön auflegen und die Schirmung anbringen und bla bla bla in der praxis bekommst du über Kupfer/Cat7 NIEMALS diese geschwindigkeiten.

      wenn du solche geschwindigkeiten möchtest musst du LWL nehmen.

      Und deine USB oder Minitorkabel mit 2-5m länge willst du jawohl nicht als vergleich nehmen. Wir reden hier von Cat7 Hausverkabelung mit LSA Technik
      Sage niemals nie. Bis 1GBit/s werden Frequenzen unter 100MHz genutzt. Für einen HFler keine echte Herausforderung. Das ist auch der Grund, warum obige Installationen in der Praxis funktionieren. Bei Wellenlängen um die 0,5m ist so eine Installation noch relativ tolerant. Selbst die Stoßstellen die sich durch Impedanzsprünge ergeben kriegt man noch ausgebügelt, das geht halt auf die performance. Die meisten Netzwerke in privaten EFH werden aber sowieso nie bis an die physikalischen Grenzen ausgereizt. Ob die Installation störanfällig ist oder selbst Störungen verursacht, das merken die meisten Betreiber sowieso nicht.

      Was die Zukunft bringen wird, das wird man sehen. Vor 30 Jahren hätte ich jemanden für verrückt erklärt wenn er mir gesagt hätte, dass man einen Datenstrom mit 10GBit/s über eine Kupferleitung schicken kann. Damals waren aber auch die heute eingesetzten Modulationsverfahren mehr oder weniger unbekannt, geschweige denn in der Praxis verfügbar. Es gab auch keinen Grund für so hohe Datgengeschwindigkeiten. Terminals konnte man locker mit 9,6kbps anbinden, das reichte um die paar Zeichen an den Zentralrechner zu übertragen.

      Heute sieht die Welt schon ganz anders aus. Man treibt nicht nur die Frequenz nach oben, sondern nutzt neue Modulationstechniken, mehrere Leiterpaare parallel usw. Wer weiß, vielleicht wird ja mal ein Modulationsverfahren entwickelt, mit dem die Datenrate noch einmal vervielfacht wird, ohne die Grundfrequenz drastisch erhöhen zu müssen.
      Auch die Entwicklung von Leitungen bleibt nicht stehen. Die heutigen Netzwerkleitungen (CAT6A, CAT7 usw.) haben mit den alten "Telefonleitungen" nicht mehr viel gemeinsam. Verbesserte Fertigungstechniken sorgen zudem dafür, dass man solche Kabel oder Leitungen enger spezifizieren und präziser ausführen kann. 1GHz über eine symmetrische Leitung? Früher nur schwer vorstellbar (störanfällig etc.), heute Stand der Technik. Denken wir mal an CAT8 (2GHz) und wer weiß, vielleicht irgendwann einmal CAT9 usw. Das Ganze kombiniert mit neuen Modulationstechniken, da ist bei 100Gbit/s das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht.

      Was uns heute schwierig oder gar unmöglich erscheint, ist in ein paar Jahren vielleicht schon Schnee von gestern. Ich nutze heute Koaxkabel bis 10Ghz, es gibt aber auch Koax bis über 60GHz. Früher RG58 bis 1GHz oder RG213 bis max. 3GHz, alles andere war frei so gut wie nicht verfügbar. Es würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten 10 Jahren TP Leitungen bis 5GHz spezifiziert würden. Zusammen mit neuen Modulatiosnverfahren ergibt das Datenraten die heute noch unvorstellbar sind. Ob es bis dahin notwendig sein wird, seine Waschmaschine über eine 1Tbps Leitung anzubinden, das ist ein anderes Thema.
    • Ich sehe das auch so wie R.B. - die Frequenzen auf den Leitungen werden vermutlich noch steigen, dann rächt es sich, wenn man bei der Verkabelung gepfuscht hat.
      Ob das mit der nicht vorhandenen Verdrillung der Adernpaare bis kurz vor die Klemmen nun ein Mangel ist - ich denke schon habe das aber nicht in den Normen nachgeschaut. Es steht aber in diversen Anleitungen zum Auflegen der Cat - Kabel und physikalisch mach das auch Sinn.
      Wer schon mal die Installation eines Bürogebäudes betreut hat, wird wissen, dass man mit solch einer Ausführung da nicht weit kommt: Da wird häufig ein Messprotokoll von jeder Leitung vom Patchfeld bis zur Dose gefordert. Auch wenn der Anwender nix merken würde steigt irgendwann die Fehlerrate und/oder der Durchsatz bricht ein.

      Wenn das durch passende Vorschriften abgedeckt ist, würde ich das erneute Auflegen der Adern fordern - korrekt verdrillt.
    • Vergesst nicht, dass man im EFH mit den Kabellängen deutlich unter dem maximalen Grenzwert bleibt. Je kürzer die Strecke, umso mehr Schnitzer darf man sich erlauben. Wenn es in Zukunft doch mal Probleme geben sollte, kann man die Leitungen ja mal eben neu absetzen und auflegen, glaube aber nicht das das passieren wird ;) Und vielleicht hat man bis dahin ja eh irgendeine andere Technologie in der Wand liegen.

      Bei 10Gbit wird noch lange nicht das Ende erreicht sein. Heute werden ja Datenraten über 40 Jahre alte Telefonstrippe geprügelt, das ist nicht mehr feierlich und die DSPs werden immer besser und schneller. Das hat dann nur noch was mit Rechenleistung statt Signalqualität zu tun. Für Technik die Daten über Cat-Kabel schaufelt ist definitiv ein großer Markt vorhanden.

      LWL ist schön, für Zuhause, wo man mal eben mitm Bürostuhl über das Kabel rollt oder die Kinder gerne Kabelbiegen spielen absolut ungeeignet und unnötig.
    • Netzpfuscher schrieb:

      LWL ist schön, für Zuhause, wo man mal eben mitm Bürostuhl über das Kabel rollt oder die Kinder gerne Kabelbiegen spielen absolut ungeeignet und unnötig.
      Seit wann schmeist man LWL Kabel quer durch den raum?

      Für ein EFH reicht Kupfer vollkommen aus auch mit 1Gbit. Das ist mehr als man die nächsten Jahre benötigt.


      Ich sage Verbindungen von 10Gbit sollte man über LWL abwickeln und wenn man zu Hause sowas benötigt...dann fliegen wir in unseren Autos.
    • heiner68 schrieb:

      Macht ihr mal 10Gbit oder 40Gbit über Kupfer. Ich mache alles über 1G mit LWL und denke das ist die bessere alternative und man bekommt die Maximalen datenraten eher als mit Kupfer.
      Oh man, wie oft denn noch? Du bekommst HEUTE für kleines Geld mit der VORHANDENEN Cat6 Verkabelung die MAXIMALE Datenrate von 10,00000GBit/s ohne Probleme durch ein Kupferkabel.
      Du kannst alternativ natürlich auch überall LWL verlegen, ein Vermögen ausgeben und dasselbe erreichen.

      Für strukturierte LAN-Verkabelung in Gebäuden mit 1Gbit/s gibt es abseits von Strecken >100m nun wirklich überhaupt keinen vernünftigen Grund.
    • die 10000. Mbit über Kupfer sind theoretisch. Das kommt in der Praxis selbst wenn man alles perfekt auflegt Nichtmal ansatzweise an.
      Bei LWL kommt da schon wesentlich mehr an.

      Wenn man wirklich 10.000 haben will, dann braucht man LWL.

      Für zu Hause reichen 1GB vollkommen aus.
    • @heiner68: Wieso schreibst Du wiederholt von Dingen, von denen Du offensichtlich keine Ahnung hast?

      heiner68 schrieb:

      Für zu Hause reichen 1GB vollkommen aus.
      Der einzige wahre Satz. Heutzutage, für die überwiegende Mehrheit. Ob der in 5 oder 10 Jahren noch so stimmt, muss man dann sehen. Ich wette dagegen. Die ersten NAS mit 10GBit/s-LAN sind Realität und bezahlbar, Netzwerkkarten für PC auch.
    • Dino15 schrieb:

      Wieso schreibst Du wiederholt von Dingen, von denen Du offensichtlich keine Ahnung hast?
      Wer sagt denn das? Machst du das an der Berufsbezeichnung fest?

      Fankt ist: Kupfer reicht für zu Hause auch die nächsten Jahre noch Voll und ganz aus.

      Wir wirklich 10.000 Mbit benötigt sollte das mit LWL machen da bei Kupfer in der Praxis nicht ansatzweise das ankommt, was in der Theorie versprochen wird. Egal wie viel mühe sich beim Auflegen der Kabel gegeben wird. Egal was die Werbung verspricht. Du bekommst mit Cat7 in der Wand nicht das was wir versprochen wird. Deine NAS kann 10g dein PC kann 10g dein Switch kann 10g aber es gehen nur 5 über die Leitung. Das ist die realität.
      Wer (wieso auch immer) auf 10.000 Mbit angewiesen ist, wird mit Kupfer nicht glücklich (wenn er wirklich echte 10g haben will). (Ich würde niemals ein Storage System via Kupfer an ein Blade anbinden, dass sind die szenarien wo man 10g benötigt).
    • Du bist ein hoffnungsloser Fall. Nein, nicht wegen deiner Berufsbezeichnung, sondern wegen deinen wiederholt falschen Aussagen.

      Fakt ist: Man bekommt HEUTE 10GBIt/s über Kupfer PROBLEMLOS mit MAXIMALER Geschwindigkeit rüber.
      In der aktuellen c't ist übrigens ein Test einer (neuartigen) Netzwerkkarte, die neben 10Gbit/s auch 2.5 und 5GBit/s unterstützt, falls nur Cat-5e-Verkabelung zur Verfügung steht UND die Leitungslänge >50m wird. In allen anderen Fällen macht die problemlos VOLLE 10GBit/s. Kostet irgendwas um 250€.