Trockenlegung eines Kellers (Teilunterkellerung)

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Trockenlegung eines Kellers (Teilunterkellerung)

      Guten Abend zusammen,

      wir eine kleine Fam aus Brandenburg haben mit feuchten Wänden im Keller zu kämpfen.
      Unserer Haus ist teilunterkellert. Der Keller ist ca. 100 Jahre alt und wurde aus Natursteinen (ich vermute eine Art Kalkstein) gebaut. Da es sich um willkürliche Steingrößen
      handelt, gibt es keine einheitlichen Fugen . Die Kellerstärke beträgt ca. 55cm.
      Wir haben das Haus vor 2 Jahren geerbt und wollen nun den Keller trockner haben. Da wir märkischen Sand haben ist der Lastfall gering (Bodenfeuchte, Grundwasser bei ca. 6m)
      Es geht nicht darum ein Wohnraum zu schaffen, aber es sollen durch die Feuchte keine langjährigen Bauschäden entstehen und Werkzeug möchte ich auch
      gern im Keller lagern können ohne das diese wegrosten. :/

      Wir haben dieses Jahr den gesamten Aussenwandbereich freigelegt, bitumiert und gedämmt. Eine nachträgliche Horizontalsperre gestaltet sich schwierig,
      aufgrund des MW. Eventuell mittels Injektionsverfahren von innen ?

      Ein weiteres Problem stellen die Kellerinnenwände dar, da diese ja unter dem Haus liegen und ich sie von der Aussenseite nicht abdichten kann.
      Mein erster Gedanke war ein Sperrputz von innen, nur würde damit die Feuchte im MW bleiben und ich weiß nicht ob dadurch das MW langfristig stärker
      geschädigt wird (Kristallisierung der Salze etc.) !?
      Dann kamen wir auf Sanierputz, der zumindest die Salzablagerung verhindert/verlangsamt. Nur weiß ich nicht wie lange das anhält !?



      Wir haben keine Möglichkeit an die Aussenseite der Kellerinnenwände zu gelangen. Könnt Ihr mir vielleicht Tips und Herangehensweisen nennen um ein
      einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis zu bekommen?


      Viele Grüße
    • Ich sehe viele Probleme.
      Solche Keller waren nie dafür gedacht, "trocken " im Sinne von wohnraumgeeignet zu sein.
      Selbst wenn man die Wände von außen absperren könnte, was ist mit der Bopla? Mit der Feuchtigkeit die in der Masse der Wände steckt?
      Das dauert Jahre, selbst wenn man technisch nachhelfen würde.

      Wegen der Horizontalsperre, es gibt Firmen die treiben Bleche in's Mauerwerk. Billig wird das nicht. Injektionsverfahren, da habe ich vor über 20 Jahren mal eine Wand absperren lassen, der Erfolg war überschaubar. Aber wer weiß, vielleicht gibt es heute ja bessere Mittelchen.
    • Hallo,

      vielen Dank euch beiden für die Antworten. Wie gesagt es soll kein Wohnraum werden, dafür wäre er eh zu Flach.
      Ich möchte einfach die heutigen Mittel nutzen die verhältnismäßig sinnvoll um den Keller instand zu halten.
      Es sind ca. 50m2, vielleicht etwas zu viel um nur Weinflaschen zu lagern und nur für Lebensmittel wäre es ebenfalls
      zu schade.

      Habe halt eine Menge an Tischlerwerkzeug/-Maschinen mit geerbt und das würde ich gerne unten lagern und in einer Ecke soll
      auch die Haustechnik wieder hin (stand auch seit 1996 eine Heizwerttherme drin).

      Es ist in letzter Zeit (über Jahre) auch SEEHR viel Feuchtigkeit in den Keller gelangt (keine vernünftige Entwässerung am alten Haus, Wässerschäden, Lüftung war nicht möglich etc.). Ich habe mir heute überlegt, erstmal den alten Putz zu entfernen und den Keller trocknen zu lassen. Eventuell mit Hilfe von Bautrocknern wenn von oben entgültig alles dicht ist.

      Ich dachte es gäbe heutzutage unterstützende Maßnahmen die Verbesserungen herbeiführen.


      Grüße zurück aus BB
    • Was der Keller braucht ist Zeit und kontrolliertes Lüften. Dann wird er sicherlich trockener, aber halt nicht wirklich trocken, im Sinne von wohnraumtrocken. Das ist und bleibt halt ein Nutzkeller und wird nicht für feuchteempfindliche Dinge zu nutzen sein.
      Werkzeug kommt damit klar so lange es sich nicht um Präzisionsinstrumente handelt.
    • die trockenlgung der substanz ist schwierig bis unmöglich, vom preis mal ganz abgesehen.

      die raumluft kann durchaus mit einem klimagerät getrocknet werden, wenn der kondensatablauf sichergestellt werden kann.
      vielleicht ist das die unkomplizierteste lösung für den zweck.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)