Zuleitung 63A RCD mit 6qmm?

    • Zuleitung 63A RCD mit 6qmm?

      Moin zusammen,

      nach Übergabe unseres Reihenhauses sehe ich folgende Verdrahtung:

      Zuleitung Haus --- 63A NH --- 50A SLS --- Zähler --- Hauptklemme ---[4x 6qmm (!)] --- 63A RCD --- [Schiene] --- LS --- 1,5qmm/2,5qmm


      Gibt es hier irgendwelche Ausnahmen? In den Tabellen die ich gefunden habe stehen 10qmm für 50A. Die Länge beträgt etwa 80cm.

      Vielen Dank!
    • Bei 80cm stecken RCD und LS im Zählerschrank? Oder in einer Verteilung direkt daneben?
      ---------- 10. August 2016, 09:47 ----------
      Eine Reduzierung ist m. W. nicht zulässig. Sollte in der DIN43XXX stehen. Auslegung 63A unabhängig vom SLS, also 10mm2 feindrähtig.
      Wird eine externe Verteilung angefahren, dann gilt das analog, man kann aber auch NYM-J einsetzen.
      Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es mal eine Ausnahme für Leitungslängen <1m gab, auf die Schnelle konnte ich jetzt keinen Nachweis dafür finden. Mag sein, dass mir hier eine andere Norm im Gedächtnis geblieben ist.

      Aber warum liefert der Eli nicht den Nachweis? Ich vermute mal, das kann er nicht.
    • In der Lehre habe ich noch gelernt unter 1m in einer Verteilung ist ein Querschnitt kleiner erlaubt.
      Ich meine ich hätte dies auch in einer aktuellen Norm gelesen.

      Interessant dürfte aber sein wo der PEN aufgetrennt wird denn dieser muss in 10mm² ausgeführt sein.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • tobiberlin schrieb:


      Zuleitung Haus --- 63A NH --- 50A SLS --- Zähler --- Hauptklemme ---[4x 6qmm (!)] --- 63A RCD --- [Schiene] --- LS --- 1,5qmm/2,5qmm


      Gibt es hier irgendwelche Ausnahmen? In den Tabellen die ich gefunden habe stehen 10qmm für 50A. Die Länge beträgt etwa 80cm.
      Sind das 4x 6mm² Einzeladern? Man könnte vermuten, das die Auftrennung PEN-PE/N schon vor dem Zähler stattfindet. Dann wären diese 4x Adern die Verbindung vom Zaehlerplatz zum Stromkreisverteiler (L1,L2,L3,N). Max. Strombelastbarkeit müsste man dann mal im Datenblatt der jeweiligen Kabel oder Leitung nachschauen.
    • Guten Morgen zusammen,

      RCD und LS im gleichen Zählerschrank, es hängen 2 RCD (beide 63A) dran, verdrahtung "erst zum ersten, dort "wieder raus" und zum zweiten. 63A aus dem Grund weil zwei 40er durch die Menge der LS überlastet werden würden (hängt alles dran, auch Herd und so). So ist es vom Platz entspannter.

      Aufteulung PEN ganz am Anfang neben den NHs, danach mit dem Standard-Verkabelungssatz von H. über den Zähler bis zur ersten unverplombten Hauptklemme. Von dort aus alle 5 Adern weiter als 6qmm feinadrig zu den RCDs und den Sammelklemmen. Auch PE :(

      LG
      Tobias
    • Wie geplant? Der Eli hat den Auftrag vom BT bekommen und ich habe gesagt dass ich 8x B16 an einem 40A RCD (wie im Musterhaus) nicht akzeptieren werde und generell gerne alles über RCD hätte und schlug daher zwei 63A RCDs vor.

      Bis auf die dünnen Strippchen ist der Rest ja ok.
    • Dino15 schrieb:

      dann müssen die strippchen halt noch dicker werden.

      OT: Ich hätte da statt der teuren 63A RCDs lieber mehr 40A RCDs genommen, dann ist nicht gleich das halbe Haus dunkel, wenn mal ein RCD auslöst. Aussensteckdosen auch über einen der beiden 63A RCDs?
      Nach Norm darf das Haus eh nicht nur an einem RCD hängen. Aber 8 x B16 an einem 40A wäre nicht unbedingt das Problem, das Problem ist die Vorsicherung.
      Deswegen meine Frage nach der Planung. Die Aufteilung der RCD zu den Sicherungen und deren Anzahl gehört vom Elektriker geplant.

      Merkwürdige Vorgehensweise.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • tobiberlin schrieb:

      Wie geplant? Der Eli hat den Auftrag vom BT bekommen und ich habe gesagt dass ich 8x B16 an einem 40A RCD (wie im Musterhaus) nicht akzeptieren werde und generell gerne alles über RCD hätte und schlug daher zwei 63A RCDs vor.

      Bis auf die dünnen Strippchen ist der Rest ja ok.
      Der SLS mit 50A vor dem Zaehler begrenzt ja den Strom. Bei einer Aufteilung auf 2x RCD mit Strombelastbarkeit 40A nach dem Zaehler liessen sich diese bestenfalls noch theoretisch (rechnerisch) "überlasten".
      Ebenso gilt das für die "dünnen Strippen". Je nach Leiterart kann eine Einzelader (z.B. H07V-K.., 6mm²) bis 54A belastet werden.
      Fazit lautet dann wohl: Anlage nicht normgerecht, aber ohne technische Mängel.
    • karo1170 schrieb:

      tobiberlin schrieb:

      Wie geplant? Der Eli hat den Auftrag vom BT bekommen und ich habe gesagt dass ich 8x B16 an einem 40A RCD (wie im Musterhaus) nicht akzeptieren werde und generell gerne alles über RCD hätte und schlug daher zwei 63A RCDs vor.

      Bis auf die dünnen Strippchen ist der Rest ja ok.
      Je nach Leiterart kann eine Einzelader (z.B. H07V-K.., 6mm²) bis 54A belastet werden.Fazit lautet dann wohl: Anlage nicht normgerecht, aber ohne technische Mängel.

      Danke, das ist das wichtigste. Es sind 2 RCDs (63A) für innen und einer (40A) für außen. Das Licht auf 2 RCDs aufzuteilen (da Sternverkabelung/ KNX sogar so verteilt dass eigentlich immer im Nebenraum noch was geht) sollte reichen.

      Auf mehrere 40A RCDs wurde bewusst verzichtet weil der Platz nicht da war, bzw. noch etwas Reserve bleiben soll. Der Zählerschrank ist so groß wie es die HA-Niesche (Reihenhaus) maximal hergibt.

      Die Planung ist leider nicht immer so einfach. BT, keine Eigenleistung bis zur Übergabe, kein KNX durch BT-Eli (und Eli nicht wechselbar), daher KNX nicht durch BT, usw...

      Danke!
    • karo1170 schrieb:

      Fazit lautet dann wohl: Anlage nicht normgerecht, aber ohne technische Mängel.
      Hä?

      Jeder Verstoß gegen die Norm ist erstmal ein Mangel, so lange nicht der Nachweis erbracht wurde, dass die Norm nicht die ardt abbildet!

      Bestenfalls ist hier noch kein SCHADEN eingetreten.

      Und in welcher Norm unter welchem Punkt ist erlaubt, einen RCD mit 40 A Nennstrom mit mehr als 2 Stück 16A LS je Phase nachzusichern?
      2*16 A = 32 A < 40 A = :thumbsup: ; 3* 6A = 48 A > 40 A = :pfusch:

      Wer jetzt mit Gleichzeitigkeit, Wahrscheinlichkeit usw. kommt, belege mir das bitte mit einem Normauszug.
      Hat bisher mir gegenüber noch kein Eli getan, egal wie groß die Klappe VORHER war!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Interessanter ist die Vorsicherung, ich darf einen 40A RCD auch nur mit 40A absichern. Dahinter kann ich sehr wohl in Summe mehr LS setzen als die Vorsicherung. (das ist dann kein Pfusch) Stichwort Gleichzeitigkeitsfaktor . siehe hier . [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Wenn Du so vorgehen würdest, dass man nur soviel LS setzt wie die Vorsicherung vorgibt (was ja noch weniger wäre wg. Selektivität) dann hättest Du in einer Industriehalle riesige Probleme und ja ich habe die Versorgung einer Industriehalle schon geplant.
      ---------- 12. August 2016, 09:55 ----------
      Achso ich meine dies ist in der DIN 18015 festgelegt oder auch in VDE 0100-300. (Gleichzeitigkeitsfaktor)
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      karo1170 schrieb:

      Fazit lautet dann wohl: Anlage nicht normgerecht, aber ohne technische Mängel.
      Und in welcher Norm unter welchem Punkt ist erlaubt, einen RCD mit 40 A Nennstrom mit mehr als 2 Stück 16A LS je Phase nachzusichern?
      2*16 A = 32 A < 40 A = :thumbsup: ; 3* 6A = 48 A > 40 A = :pfusch:
      Es ist erlaubt wenn vor dem FI eine Vorsicherung mit niedriger Auslegung vorhanden ist. Also mehr als 2x FI 16A, 40A FI und als Beispiel eine Vorsicherung von 35A.

      Nachtrag, den nachfolgenden Beitrag zu spät gelesen.
    • 1) reden hier HIER (und davon spreche ich) über eine 50 A Vorsicherung 50 A > 40 A also kann der RCD 25 % Überlast bekommen.

      Dazu hätte ich 2) gern nicht "...könnte da oder da stehen, ......" sondern konkrete Angaben zur Fundstelle in der Norm!
      Weil ich Debatte nämlich bei BQÜ und eigenen Baustellen regelmäßig habe und dafür gern, wenn denn was erlaubt wäre, eine Basis samt Maß der max. ÜBerlast nachgewiesen haben möchte!
      Und die hat mir bisher noch KEIN Eli liefern können.
      Einer wollte mir sogar mal verkaufen, das EVU würde das fordern. Der Meister dort war mit mir einer Meinung: > 40A Nachsicherung nur, wenn die Vorsicherung max 40 A (= 35 A) hat.
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      1) reden hier HIER (und davon spreche ich) über eine 50 A Vorsicherung 50 A > 40 A also kann der RCD 25 % Überlast bekommen.
      Der Meister dort war mit mir einer Meinung: > 40A Nachsicherung nur, wenn die Vorsicherung max 40 A (= 35 A) hat.
      Liest Du eigentlich meine Beiträge ausreichend genau?

      Das Maß der Überlast muss der Planer für den Anwendungsfall festlegen, da gibt es nur Richtwerte für Hausanschlussleitungen.
      Im Klartext heißt das, dass ich annehmen kann dass Backofen und Kochfeld mit hoher Wahrscheinlichkeit gleichzeitig in Betrieb sind. Andere hochstromige Geräte wie im Wohnzimmer aber eher nicht gleichzeitig mit diesen in Betrieb sind.

      Ich sag ja dazu gehört eine detailierte Planung (ist doch sonst Dein Stichwort), natürlich ist dies in einer Industriehalle einfacher weil ich dort mit dem Betriebsleiter die Gleichzeitigkeit der Maschinen durchsprechen kann.
      Durch Nutzung der üblichen Rechtschreibregeln wertschätze ich mein Gegenüber und es liest sich viel angenehmer.
    • Ja, mache ich und da steht:

      Rudolf R. schrieb:

      Achso ich meine dies ist in der DIN 18015 festgelegt oder auch in VDE 0100-300. (Gleichzeitigkeitsfaktor)e
      Dein Link zeigt einen Gleichzeitigkeitsfaktor für HAUSANSCHLÜSSE. nicht für UNTERVERTEILUNGEN!!!!!

      Also bitte - wo genau steht, dass ein RCD mit mehr A nach- als vorgsichert werden darf?
      DU verlnagst doch von MIR immer so KONKRETE Angaben und Hilfestellung!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      Also bitte - wo genau steht, dass ein RCD mit mehr A nach- als vorgsichert werden darf?
      Das steht mMn auch nirgendwo, weil sichergestellt sein muss, das der RCD nicht mit mehr belastet werden KANN als sein zugelassenen In erlaubt. dieser ist im technischen Datenblatt des RCD zu finden. Gleichzeitigkeitsfaktor gilt doch nur (ohne FI) mit Vorsicherung und zusammengefasst mit mehr LS dahinter als die Vorsicherung hergibt. Da kann man rechnen und sagen, die Vorsicherung kommt nicht, da nie alle LS dahinter voll belastet werden. Wenn ja, dann kommt halt doch mal die Vorsicherung und gut ist.
      Hängt dort aber ein RCD kleiner als die Vorsicherung, würde dieser Schaden nehmen und 'könnte' auch zur Brandursache werden. Daher ist das nicht zulässig diesen kleiner mit einzurechnen.
    • Rudolf R. schrieb:

      Ich schrieb " ich darf einen 40A RCD auch nur mit 40A absichern"
      wird nachgefolgt und damit aufgeweicht von dem Verweis auf die Gleichzeitigkeit!

      Rudolf R. schrieb:

      und "da gibt es nur Richtwerte für Hausanschlussleitungen"
      wurde während/nach meiner Antwort duch Bearbeiten ergänzt! Konnte ich also beim Antworten nicht lesen!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen