Attikaabdeckung: Gefälle nach innen aaRdT?

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    • Attikaabdeckung: Gefälle nach innen aaRdT?

      Hallo Zusammen,

      Bei einem Flachdach (Carport und Schuppen mit bit. Dachabdeckung) wurde eine Zink-Attika bestellt und eingebaut. Allerdings wurde die Attika ohne Gefälle nach Innen sowie ohne eine aufstehende "Nase" vorne eingebaut, mit der Folge dass Wasser von der Attika nicht auf das Dach läuft sondern vorne heruntertropft. Dies ist in soweit ärgerlich da an diesen Stellen die Fugen der Pflasterung ausgewaschen werden.

      Meine Frage ist nun ob das Gefälle nach innen den aaRdT entspricht?

      Hintergrund: in dem LV was Grundlage der Beauftragung war wurde dieses Gefälle nicht explizit erwähnt. Es wurde eine Attikaabdeckung mit 4 Kantungen bestellt. Da die vordere Nase fehlt hat die Attika demzufolge auch nur 3 Kantungen was also nicht dem LV entspricht, was ich aber akzeptieren würde wenn das Wasser nach innen (zum Dach) abgeführt werden würde.

      Ich habe das bei meinem Klempner moniert, der das an seinen Sub weitergegeben hat. Von diesem kam dann die Antwort dass die Unterkonstruktion der Attikaaufkantung oberseitig waagerecht ausgeführt wurde und das daher die Attikaabdeckung auch waagerecht darauf montiert wurde und es auch nicht anders möglich war. Es ist in soweit korrekt dass der Zimmerer diese Attikaaufkantung waagerecht hergestellt hat. Aber dann hätte der Klempner meiner Meinung nach nicht einfach montieren dürfen sondern hätte mich auf diesen Mangel hinweisen müssen. Dann hätte ich die UK des Zimmerers ändern (lassen) können.

      Ich weiß dass das (von mir erstellte) LV nicht ausreichend war, aber das ist nun nicht mehr zu ändern, und soll auch nicht Gegenstand dieser Frage sein.

      Wenn nun eine Attikaabdeckung ohne Gefälle nicht den aaRdT entspricht dann gilt meiner Meinung nach die Ausrede mit der evtl. nicht korrekt ausgeführte Unterkonstruktion nicht, da Fehler der Vorgewerke ja angezeigt werden müssen BEVOR man weitermacht.

      Liege ich damit richtig und kann ich eine Änderung der Attika verlangen?

      Ach ja: Vergabe nach VOB

      Gruß

      Onkel Dagobert.
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!
    • @macmike771: Genau. Richtiges Stichwort :thumbup:

      Habe gerade dieses in den Flachdachrichtlinien gefunden:


      Flachdachrichtlinie schrieb:

      10.5.2 Dachrandabdeckungen

      2. Dachrandabdeckungen sollen grundsätzlich ein deutliches Gefälle zur Dachseite aufweisen, damit Niederschlagswasser mit den auf der Blendenoberseite sich ablagernden Verunreinigungen ablaufen kann.

      Also liege ich denke ich gar nicht so verkehrt, allerdings steht hier "sollen". Wie genau muss man dieses sollen deuten?
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    • "Sollen grundsätzlich" heißt erstmal, dass es in der Regel so gemacht werden soll, dass aber auch andere Verlegetechniken möglich sind.
      Ich kann hier keine automatische Verpflichtung zum Innengefälle ableiten, bin aber kein Dachdecker, sondern nur professioneller Bauherr.
      Bei mir hätte der Planer hier erstmal einen Satz rote Ohren verdient.
      Aber Planer bist Du ja selber...




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Das die Planung hier nicht ausreichend war ist mit klar. Ich hatte allerdings auch eine Attika mit "Nase" erwartet und mir daher um das Gefälle keine großen Sorgen gemacht.

      Noch ein Nachtrag: der Klempner hat es sogar hinbekommen die Attika "wannenartig" auszubilden, sodass das Wasser sogar darauf stehenbleibt.
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    • Dies ist in soweit ärgerlich da an diesen Stellen die Fugen der Pflasterung ausgewaschen werden.
      Heisst den Bauwerk an sich passiert nix, nur der Bodenbelag verträgt das etwas verstärkte Getropfe nicht ?

      Dass das an der Attikaverblechung liegt ... ich mach mal 3? und Bild von der Auswaschung wäre nicht schlecht.

      Gruß
      Achim Kaiser
    • @Achim Kaiser:

      Da hast Du recht, dem Bauwerk passiert nichts, außer dass mit der Zeit die Oberseite der Attika durch das stehende Wasser warscheinlich unansehnlich wird.
      Ich denke schon dass die Auswaschungen daher rühren. Erst dachte ich an Schlagregen welcher an die senkrechte Verkleidung schlägt und dann heruntertropft, aber auch an der nicht-Wetterseite (Osten) waschen die Fugen aus.

      Ich habe allerdings teilweise recht große Fugen, da ich gerumpeltes Betonpflaster habe. Die Fugen sind mit Brechsand eingefegt was eigentlich etwas besser sein sollte als Sand.

      Fotos kann ich erst heute abend machen
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    • @ Baumal:

      Hast Du auch was sinnvolles beizutragen???

      Ja ich bin Bauingenieur, bin aber leider kein Halbgott der alles weiß, daher Frage ich nach.
      ---------- 8. August 2016, 14:25 ----------
      @Elopant: es wurde nicht explizit verabredet oder vereinbart. Allerdings bleibt dann noch die Frage ob ein Gefälle sich aus den aaRdT ergibt?
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    • Ich sehe das so: Du hast eine Mauerabdeckung mit 4 Kantungen bestellt, diese dürfte nur mit Gefälle ausgeführt werden. Da kein Gefälle in der Unterkonstruktion vorhanden war, hätte hier der Ausführende Bedenken anmelden müssen. Entweder das Gefälle der Unterkonstruktion ändern, dann Mauerabdeckung mit 4 Kantungen oder Gefälle so lassen und Mauerabdeckung mit 5 Kantungen. ( wobei bei dieser Variante noch ein besonderer Augenmerk auf die Verbindung der einzelnen Abdeckungen untereinander liegt , Stichwort Verbinder )
    • hallo
      wer hat denn die arbeit des zimmermanns abgenommen und kontrolliert?
      ist es nicht jetzt so, dass der bauing. als bh selber ausgeschrieben hat und jetzt die aadrt zu seinen gunsten quälen will.
      übrigens für eine vernünftige attikaabdeckung mit aufkantung brauchste 5 kantungen + stossausbildung.

      gruss aus de palz
    • @gunther1948:

      Die Arbeit des Zimmermanns habe ich kontrolliert, und natürlich muß ich zugeben dass die Kontrolle suboptimal war. Oder genauer gesagt: Ich habe auf diesen Punkt schlicht nicht geachtet, und da der Zimmermann = Dachdecker ist war auch sehr schnell die Dachabdichtung drauf.

      Die 4 Kantungen daher dass die Rückseite nur einmal schräg nach unten gekantet ist, da die Attikaaufkantung nur 5 cm hoch ist und aus einer unter 45° abgeschrägten Bohle besteht. Ist auch nicht regelkonform, ich weiß, aber dass habe ich bewußt so gemacht um die maximale Höhe von 3,00m bei Grenzbebauung auszunutzen. Die Entwässerung erfolgt über eine rückwärtige Dachrinne und die Konstruktion hat 2° Neigung zur Rinne, da sehe ich kein Problem und war auch so gewollt und geplant.

      Bei der ursprünglicher Detailplanung war ich davon ausgegangen dass die Halterungen für die Attika so aussehen dass auch auf waagerechtem Untergrund eine Attika mit Gefälle eingebaut werden kann, da bin ich aber jetzt eines besseren belehrt worden.
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    • Baumal schrieb:

      nur mal so am rande,
      dass du bauingenieur bist, da bist du dir
      sicher, dagobert?
      nun mal halblang - es gibt bauingenieure die sich von berufswegen gar nicht mit gekanteten tropfblechen beschäftigen und deswegen auch keine ahnung davon haben müssen - verkehrswege, brückenbauingenieure etc.

      @ Dagobert - der blechner hätte bedenken anmelden müssen, wenn der untergrund nicht die erforderliche mindestneigung hat.

      da seine leistung sowieso mangelhaft ist - 3 statt 4 kantungen - kann er sein zeug gleich zurückbauen und der zimmermann sien UK im gefälle ausrichten. in der zwischenzeit bereitet der blechner neue kantteile vor.
      das leben ist ein bauhaus - Fritz Kuhr 1929
    • Da sich vermutlich die Gemüter wieder beruhigt haben und es möglich sein sollte sachlich eine Diskussion zu führen machen wir das Thema mal wieder auf. Sollte es wieder erwartend dennoch zu nicht sachlichen Äußerungen kommen, Berufsbashing oder ähnlichem werde ich rigoros jeden Beitrag mit jenem Inhalt löschen. Die Verwarnung kommt dann Postwendend. Ich hoffe das war ausreichend deutlich, dass sich zusammen gerissen wird.
      Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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    • Off-Topic:


      rolf a i b schrieb:

      mmmhm - ich hatte nur gelesen, dass der captn den fred geschlossen hatte, Dagobert danach noch geantwortet hatte.

      wir brauchen ein eindeutiges signal, dass der fred geschlossen ist!
      Ich schaue mal was sich machen lässt. Das Schloss ist aber eigentlich schon ziemlich eindeutig. Vielleicht überlege ich mir was per CSS in der Themenliste das Thema rot einzufärben. Die Beiträge haben sich im übrigen überschnitten ;)


      Zum Thema: Kann man denn mal ein Foto von der Abdeckung bekommen? Mir war so als wäre da auch noch etwas mit untergeordneten Bauten - wo ein Carport zu zählen dürfte. In des sehe ich den Fehler hier nicht bei den Ausführenden, denn es ist unklar wer nun das Gefälle erstellt - Definitionsfehler.

      Denn WIE ich das Gefälle ausbilde steht ja nirgends. Das kann per Halter sein, das kann in der UK begründet sein, da kann vom Spengler selber gemacht werden. Wir brauen unsere Zinkabdeckungen grundsätzlich mit 1cm Leiste, Sperrholzplatte, UDB, Vorstoßbleche und Abdeckung. In der Regel haben die Unterkonstruktionen seltenst Gefälle, außer man hat es selber gebaut.

      Liegt hier überhaupt eine wirkliche Trennung/ Behinderung der Überspülung vor? Ich hab da so meine Zweifel bei der Schilderung des TE's
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    • Danke dass hier wieder aufgemacht wurde!

      Ich war bereits dabei eine Antwort zu schreiben, und während dessen wurde der Thread geschlossen. Daher erschien meine Antwort noch.

      So nun aber zum Thema:
      Foto muß ich noch nachreichen, bin ich gestern leider nicht zu gekommen.

      Was hier auf jeden Fall meinerseits fehlte war die Koordination. Angedacht war das dass Gefälle vom Klempner gemacht wird, das habe ich aber nicht deutlich kommuniziert, bzw. habe das als selbstverständlich angenommen. Die UK bestehend aus eine Bohle ist oberseitig waagerecht vom Zimmerer eingabaut worden. Der Klempner hat dann die Attika da waagerecht draufgebaut, ohne vorher etwas zu sagen. Da ich leider während der Baufase nur abends kontrollieren konnte, konnte ich nur feststellen dass auf einmal eine Attika da ist. Die war natürlich beauftragt, aber ich wußte nicht mal dass der Klempner an diesem Tag kommt. Leider ist mir das mit dem fehlenden Gefälle dann auch nicht aufgefallen. Einem externen Bauleiter würde man jetzt (zu Recht) mangelende Beaufsichtigung vorwerfen, ich weiß.

      Allerdings kann man von einer Fachfirma erwarten, denke ich, dass die zumindest vorher mit mir sprechen wenn die UK nicht ihren Erwartungen entspricht.

      @Kalle: was meinst Du genau mit:

      Kalle schrieb:

      Liegt hier überhaupt eine wirkliche Trennung/ Behinderung der Überspülung vor?
      Gruß Dagobert
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!