SV für Kostenberechnungen gesucht (wg. Klage auf Schadenersatz)

  • SV für Kostenberechnungen gesucht (wg. Klage auf Schadenersatz)

    Hallo,
    kann mir bitte jemand weiterhelfen?

    Kurz die Vorgeschichte: Wg. Klage auf Schadenersatz hatte ich den 1. Gerichtstermin. Die Gegenseite hat die Nachvollziehbarkeit des eingeklagten Betrags bemängelt. Der Richter hat mir daraufhin eine substantiiertere Kostenberechnung bis zum nächsten Termin auferlegt.

    Mein Problem: Einer meiner drei SV hat sich "beruflich umorientiert" und lehnt deshalb die Erstellung einer ausführlichen Kostenberechnung ab.

    Meine Frage:
    Gibt es spez.öbuv Büros für Kostenberechnungen von Bauleistungen?
    Kann mir jemand eins empfehlen im Raum Franken/Thüringen? (per PN)

    Danke euch!
  • Hallo R.D, nein.
    In Kurzform:
    Sanierung eines Altbaus in Niedrigenergiehaus mit Archi LPh 1-9.
    Anschl. Vermietung des DG. Mietminderung wg. Lärmbelästigung, Bitte um Abstellung.

    Dach-SV stellt fest: Anderes Material verarbeitet, Verarbeitung mangelhaft. Empfiehlt zus. SV für WDVS u.andere Gewerke.
    WDVS-SV stellt fest: Anderer Hersteller als vereinbart, anderes System, andere Bauprodukte, mangelnde Schichtdicke von Armier. + Oberputz usw.
    SV für alles andere: Viele weitere Mängel.

    Beweissicherung, keine Anerkennung durch Archi und Handwerker.
    Klage vor Gericht auf Schadenersatz.
    Diese Geldforderung muss ich genauer darlegen, da sie über das Ergebnis des Beweissicherungsverfahrens hinausgeht.
    (Vertragliche Dinge hat der Gerichts-SV nicht bewertet).

    Hoffentlich ist meine Antwort verständlich...
    Danke für Rat und Hilfe.
  • Aaaah so!

    Die SV haben also privat beauftragt gesagt, Leistung X, Y und Z sind Mist und müssen saniert werden und klagst jetzt einen KostenVORSCHUSS ein, dessen Höhe von den Murksern betritten wird.

    Es muss also eine Kostenberechnung nach DIN 276 gemacht werden. Oder besser die Frage:
    Würde dem Gericht eine solche reichen?

    Eine Kostenberechnung sollte jeder Architekt hinbekommen. Wenn es mehr sein muss, dann bleibt eigentlich nur, ein LV zu erstellen und das mit "ortsüblichen Preisen" zu versehen.
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  • Das mit dem LV leuchtet mir ein. Aber kann ein Außenstehender sowas leisten, wenn er nicht mit den Einzelheiten in den Gutachten befasst war? Für ihn ist doch alles Neuland.
    Meiner Baulaien-Meinung nach muss er die alten LV , die Privatgutachten und das Gerichtsgutachten durcharbeiten. Evtl. auch einen Ortstermin?
    Oder sehe ich zu viele Problem?
  • Ortstermin ist dei Frage. Je nachdem, wie aussagekräftig der Rest ist.
    Die Gutachen wird er ganz sicher durcharbeiten müssen. ALte LV - naja.

    Wichtig ist halt erstmal zu klären, welchen Durcharbeitungsgrad das Gericht fordert.
    Liste mit Gewerk und Kosten, DIN oder bepreistes LV mit ortsüblichen Mittelpreisen.
    Oder gar reale Angebote.
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  • DA DU das leisten sollst, ist es eh ein Privatgutachten und da steht ein öbuv kaum besser da als ein "einfacher" Architekt.
    Beide sind halt Parteigutachter.

    Ggf. "verbrennst" Du DIr sogar einen guten öbuv, weil er dann parteilich tätig war. Ist mir mal passiert in einem Honorarrechtsstreit.
    Wen nimmt man für das eigene Gutachten. Natürlich die beste öbuv Gutachterin der Kammer.
    Die Gegenseite nahm dann Nr. 2 und das Gericht hat einen aus HH bestellt, der ziemlich schräge Sachen schrieb. Selber Schuld.
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