Ausgelagert - Grundstückspreise in DE

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  • SirSydom schrieb:

    so lange sparen, und mit dem Hausbau warten, bis man wenigsten Grundstück und NK aus EK finanzieren kann.

    Aber ich weiß, da bin ich altmodisch..
    nicht altmodsich, aber zu allgemein, da die Grundstückspreise in D von ein paar Zehn €/m² bis mehrere Tausend €/m² variieren.
    Hier bei uns, sind die reinen Baukosten z.B. aktuell quasi immer niedriger als der Baugrund. Grund aktuell bei 2000€/m², wenn man denn einen bekommen würde zum kaufen. Die gehen alle vorher unter der Hand von den Banken an die BT weg. Und über BT kostet halt eine 150m²Wfl DHH auf 200-250m² Grund weit über 1Mio.
  • Ja, Grundstücke kosten unterschiedlich viel (pro m²).Aber bis auf gaaanz wenige Ausnahmen, stellt sich niemand ein EFH auf 2000€/m² Grund.

    Gebäude und Grund sollte schon in einer gewissen Relation stehen. Sonst ist auch der Werterhalt fragwürdig.

    Beim BT ist eh alles wieder anders.. aber bei bauen mit Archi oder ist es halt echt einfacher, wenn du das GS so bezahlen kannst.
  • SirSydom schrieb:

    Ja, Grundstücke kosten unterschiedlich viel (pro m²).Aber bis auf gaaanz wenige Ausnahmen, stellt sich niemand ein EFH auf 2000€/m² Grund.
    In Summe aller Neubauten der Republik sind es relativ wenige, hier sind es 100% aller die neu bauen, und das sind aktuell viele, an jeder Ecke wird gebaut; die alten Nachkriegshäuschen auf 700m€ weichen Massenweise den Neubauten. EFH darf man hier aber nicht auf freistehend EFH beschränken, sondern vorwiegend RH & DHH. Freistehend EFH auf 700m² Grund ist sehr selten und den Top Top Verdienern vorbehalten, aber 170m² Grund (RMH) bis 350m² (große DHH) zu 2000€/m² ist hier die Regel.
    Wenn ich jetzt aber tippen müsste, wo der Meridian aller EFH Bauten in D liegt, würde ich auf 300-400€/m² schätzen.
    Und bei 400€ ist man auch relativ schnell bei mehr Geld für den Grund als fürs Haus.

    SirSydom schrieb:

    Gebäude und Grund sollte schon in einer gewissen Relation stehen. Sonst ist auch der Werterhalt fragwürdig.
    Den Zusammenhang der Realtion mit dem Werterhalt sehe ich nicht.idR behält bzw. steigert der Grund den Wert der Immobilie wenn man in halbwegs wirtschaftsstarken Lagen baut und das Haus verliert an Wert durch Alterung.
  • Baumal schrieb:

    und du wohnst da doch in so einem neubaugebiet,
    wo eh keiner hinziehen will, und nicht in der traumlage....
    nö, nicht wirklich Neubaugebiete sondern Nachverdichtung. Wie gesagt, weichen hier halt die alten Nachkriegshäuschen auf viel Grund den Neubau DHH. Grüner Stadtrand. Weiter rein, wirds noch wesentlich teurer, weiter raus etwas günstiger.
    ---------- 2. August 2016, 12:10 ----------

    Thomas B schrieb:

    Das ist schon ... abartig!

    Andererseits sehe ich unserer Region einen geradezu kometenhaften Anstieg der Grundstückspreise. Und ich meine hier jetzt nicht 5 ... 10% p.a. sondern deutlich höher. Geht eher Richtung 15 - 20% p.a. Irrsinn!
    ja, schon Irre. Hier haben wir die letzten Jahre auch um die 15% Steigerung jährlich gehabt. Von 1000€ ausgehend, bist da auch schnell bei 2000€.
  • Thomas B schrieb:

    da steht dann wohl nie ein Haus....
    Ihr macht Euch keine Vorstellung, was hier läuft..

    Wahllos ein paar Bsp.

    etwas weiter drin. [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] = 3600€/m² zzgl. 4,76 Provision (= 171.000€ X( )
    Hier eins, von etwas weiter draussen aber noch Stadtrand...[Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
    Und hier eins, 20km ausserhalb für 1500€/m²..[Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

    und hier wird an jeder Ecke wo es geht gebaut. Als Privatperson kommt man gar nicht an Grundstücke....
  • Das kann ich nur bestätigen.
    Auch in den "Wachstumsgemeinden" außerhalb (wie z.B. Poing) sind die Preise schon exorbitant hoch.
    Und auch dort geht fast alles über BT.
    Abgesehen davon möchte ich dort nicht tot über dem Zaun hängen - aber was tun, wenn man täglich nach München zur Arbeit muss?
    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!
  • Andreas, Du machst einen kleinen Denkfehler. Bei solchen Grundstückspreisen werden Grundstücke geteilt, da bist du dann mit 200qm schon Großgrundbesitzer. Bei meinem Bruder wurde die Masse der Grundstücke sogar auf <200qm geteilt, und die Filetstücke blieben für Käufer denen es egal war, ob 1 Mio oder 2 Mio €
  • Thomas B schrieb:

    Nichts gegen München...aber es ist nicht der Nabel der Welt. Dachte ich.
    das schlimme ist, dass London, Paris etc. noch deutlich teurrer sind. Da ist M noch ein Schnäppchen für Investoren

    Rose24 schrieb:

    Auch in den "Wachstumsgemeinden" außerhalb (wie z.B. Poing) sind die Preise schon exorbitant hoch.
    Und auch dort geht fast alles über BT.
    Abgesehen davon möchte ich dort nicht tot über dem Zaun hängen - aber was tun, wenn man täglich nach München zur Arbeit muss?
    Poing ist krass. Was da entsteht ist irre :nono: . Monster Neubaugebiete, RH in 20-30er Blöcken hintereinander zu hunderten. Aber das wird denen zu horrenden Preisen aus den Händen gerissen.
    Da möchte ich auch nicht tot....
    Ich bin hier am Stadtrand M-Ost aufgewachsen, arbeite hier , hab meine gesamte Familie und Freunde hier, Kinder gehen hier zur Schule...da geht man nicht so einfach weg.
    Ich kann mich ja auch nicht beschweren: vor 5 Jahren finanziert, aktuell fast das doppelte Wert. Und es ist nicht absehbar, dass es "besser" sprich billiger wird. 300.000 Leute Zuzug bis 2030...die müssen irgendwo wohnen.
  • Thomas T. schrieb:

    Da ist schon viel Spekulation dabei.
    schau mal, von wann der Artikel ist und was seither passiert ist.
    Solange die Zinsen im Keller sind, werden die Preise nur durch die Kaufkraft begrenzt.

    Wohnen muss man irgendwie und die Alternative ist eben auch nicht prickelnd
    Miete für eine DHH oder REH liegt hier auch bei mind. 2500€/Monat Kalt.
    Für 2500€/Monat, kann man schon einiges finanzieren. Dazu bringt das vorhandene Eigenkapital aktuell Negativ-Rendite, wenn man es sicher anlegen will.
    Ergo kauft aktuell einfach jeder, der auch nur irgendwie dran denken kann und das führt zu einer Kettenreaktion.
    Investoren treiben die Preise im absoluten Hochpreissegment im Zentrum
    Dadurch gehen die Zentrums-Bewohner an den Rand und treiben da die Preise
    Die vom Rand gehen in den Speckgürtel
    usw. usf.
    Dazu kommen die Zuzüge die den neuen Arbeitsplätzen hinterherziehen.
    z.B. hat die Allianz hier grad wieder 4500 zusätzliche (!) Arbeitsplätze geschaffen; Neubau fertig seit Q1 2016.

    Blase ist das noch lange nicht, trotzdem wird es für manche sicher eng in 10-15a Jahren, wenn die Zinsen wieder steigen sollten (aber genau das ist weiter nicht andeutungsweise absehbar).
    Als ich vor 5 Jahren zu 3,5% auf 15a fest finanziert hatte sagte auch jeder noch so unabhängige Ratgeber, tiefer geht nicht mehr, mach möglichst lange Zinsbindung.
    Aus heutiger Sicht, hätte ich mit möglichst kurzer Bindung finanzieren müssen...
  • Wenn man unseren Finanzieren glauben darf dann geht der Zins in 5-10 Jahren sowas von durch die Decke.
    Höhepunkt war einer der uns erklärt dass die Zinsen rein physikalisch gar nicht mehr steigen KÖNNEN.

    Sehr mutig wenn man bedenkt dass meine Frau auch mal Bankkauffrau gelernt hat und in sogar vorgewarnt hatte :pop:

    Ich sehe zur Zeit auch keine Option die erahnen lässt dass sich die nächsten Jahre was an den Zinsen ändert.
    Aber wir werden sehen, Brexit, Türkei, Wirtschaftskrise, Syrien, Trump, ... da schwebt einfach zuviel in der Luft.

    Zu den Preisen als solchen;
    Ein Markt reguliert sich über Angebot und Nachfrage.
    Vielleicht sind wir ja bald soweit dass wir unseren Arbeitsplatz zum Teil frei wählen können.
    Das dürfte dann auch die strukturschwache und günstige Regionen wieder beflügeln.

    Statt hier im Rhein-Main Gebiet könnte ich auch im tiefsten Odenwald oder einer anderen Region wohnen.
    Leider muss ich auch Rücksicht auf meine Frau nehmen, sonst wäre das auch genau so passiert.

    Grüße
  • Nur mal zur Info;
    Es ist wohl keine Blase.

    Es gibt da einige Studien zu die besagen dass die aktuelle Situation keinerlei Charakteristika einer Blase entspricht.
    Somit darf man davon ausgehen dass es hier der normale Markt ist.

    Und ja, das mit der Putzfrau ist die traurige Wahrheit.
    Letztendlich wird es darauf hinauslaufen Lebenszeit (=Fahrtzeit) gegen Geld (Mietpreis) einzutauschen.
  • Thomas schrieb:

    Es ist wohl keine Blase.
    Na dann schaun mer mal, wenn bei wahrscheinlich doch vielen "Knappfinanzierern" mit kurzer Zinsbindung und ähnlichen vorhersehbaren Supergaufinanzierungen etc. nacheinander die Häuser wieder auf den Markt kommen.

    Ich trau der Sache noch nicht so.

    Bei uns im Nürnberger Land (so ca. 25 km außerhalb) liegen die Grundstückspreis trotz massiver Erhöhung noch bei 150 - 2500 Teuronen.
    Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
  • Bitte nicht falsch verstehen,
    ob es eine Blase ist oder nicht macht in der Praxis keinen Unterschied für die 1% Tilger ohne Sondertilgung.
    Das ihnen die Finanzierung um die Ohren fliegen wird ist ziemlich klar.

    Unsere Idee war ja auch;
    Schauen ob wir jetzt was finden oder 10 Jahre warten und eine Immobile von dem von dir genannten Klientel erwerben.
    Dann kam halt doch das passende Grundstück und jetzt warten wir dann eben doch nicht.

    Nürnberg ist auch wohl nicht mehr so die Boom-Region, da bauen einige Betriebe auch ab, oder?
    Hier in Rhein-Main schaut es da ganz anders aus.
    Wenn der Brexit wahr wird werden die Preise aufgrund zuziehender Bänker auch nochmal einen kräftigen Schub erleben.
    Wir werden sehen ...
  • Wie hoch die Zinssätze in 10 Jahren sein werden, das kann niemand sagen. Sicher ist, dass die meisten Häuslebauer bis dahin nicht schuldenfrei sein werden, vermutlich werden sie sogar noch einen Großteil ihrer Schulden begleichen müssen.
    Neben Zinsstabilität wäre auch denkbar, dass Europa sein gutes Rating verliert, und die EZB hat sowieso schon ihr ganzes Pulver verschossen. Wie schnell das gehen kann, siehe Türkei.

    Das aktuelle Zinsniveau bricht uns auf Dauer sowieso das Genick. Es spricht in meinen Augen mehr für höhere Zinssätze in 10 Jahren als für gleichbleibende oder gar niedrigere Zinssätze.

    Aber wie gesagt, Spekulation.