Beinflussung von einbetonierten Leerrohren für Elektro auf die Statik in Kellerdecken

  • Beinflussung von einbetonierten Leerrohren für Elektro auf die Statik in Kellerdecken

    Hallo zusammen,

    wie sieht es eigentlich in der Praxis aus, wenn Leerrohre für Elektro bei einer Filigrandecke in die Kellerdecke mit einbetoniert werden sollen? Wird vorab ein genauer Plan erstellt, wo alle Leerrohre verlaufen sollen, um im Anschluss die Statik daraufhin neu zu berechnen oder geht man davon aus, dass die Leerrohre die Statik nur gering verändern? Oder wird dies erst ab einer bestimmten Anzahl an Leerrohren gemacht? Bzw. wie sieht es meistens in der Praxis aus und was wäre wirklich richtig?

    Vielen Dank
  • Für eine normale Installation braucht es keine Berücksichtigung der Statik. Wenn man aber mehr als normal verlegen will, dann sollte man schon auch mit dem Statiker sprechen. Die Leerrohre werden im Normalfall nicht geplant, aber die Elektroplanung schon, also wo was hin kommt. Wie gesagt, für den Normalfall, also die 08/15 Installation.
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • dann ist eben auch die Frage, was eine normale Installation ist und was darüberhinausgeht. Bisher war geplant, dass die Leerrohre für das Kellergeschoss über die Kellerdecke verlegt werden und dann durch die Filigrandecke nach unten geführt werden. Jetzt kam die Idee vom Elektriker, dass ein Teil der Leerrohre für das EG auch in der Kellerdecke verlegt werden können, damit diese "aus dem Weg sind" und nicht unter dem Estrich verlegt werden müssen. Und direkt vom Technikraum in den Bereich der Installationsebende verlegt werden können.
  • Naja, normal sind eben alle üblichen Installationen im Keller, also Lichtauslässe, Schalter/Steckdose an der Tür, eventuell noch die eine oder andere Steckdose oder Wandlicht usw. Also das übliche eben.
    Lass doch deinen Planer da mal rüber schauern wie viele das sind und ob es Thema für den Statiker ist.
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    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
  • zusammengedrückt??? Also sind "betonfeste" Leerrohre doch nicht für ihren gedachten Zweck geeignet?

    Wenn statisch nichts dagegen spricht, halte ich die Verlegung in der Decke für sinnvoller, da sich auf dem RFB nachher meistens Sani und Eli sowieso um die wenigen cm zur Verfügung stehenden Aufbauhöhe streiten. Und eine kreuzungsfreie Verlegung beider Gewerke habe ich da auch noch nie gesehen.
  • Wie üblich, alles eine Frage der Planung. Bei der Menge an Leitungen die heutzutage in manchen EFH verbaut werden, ist es schon sinnvoll wenn man darüber nachdenkt, ob man einen Teil davon in der Betondecke verlegen kann.
    Grundsätzlich würde ich jeden Eingriff in die Statik eines Gebäudes vom Statiker absegnen lassen, auch wenn es nur um wenige dünne E-Leitungen geht.
    Neben der Elektrik gibt es auch noch Lüftung, sanitär,und alle wollen sich in der Dämmlage zwischen Betonboden und Estrich austoben. Da ist jede Erleichterung willkommen.
  • kritisch sind immer die bündelungen von leerrohren und kaum noch beton zwischen der oberen und unteren bewehrung passt. da gab es im grünen im tolle beispiele als baustellenfotos.

    das zauberwort heisst koordinierte planung!
  • karo1170 schrieb:

    Leerrohre in den Aufbeton ueber die Filigrandecke ist eher unueblich, werden diese beim Betonieren zusammengedrueckt, ist das unschoen. Dafuer bietet sich die Installationsebene auf dem RFB an
    unüblich? Eher die Regel!

    An dem Argument ist zwar was dran, so ein Leerrohr kann schon mal beschädigt werden, wenn ein Eisen blöd liegt und einer drauftrampelt. Aber: dann kann ich immer noch Ersatz AUF dem RFB verlegen.
    Aber ich muss mir die Massen nicht antun.. Kreuzungen mit den Sanitärleitungen auf dem RFB - vermeidet man besser.

    Ich hatte genau ein Leerrohr, das "zu" war. von gefühlt über 100 ;)