KWL zu laut, zusätzliche Ventile einbauen?

    • KWL zu laut, zusätzliche Ventile einbauen?

      Hallo zusammen,

      Ich hatte im grünen schon mal einen Thread zu diesem Thema eröffnet, bin aber noch nicht wirklich weiter wie ich das in den Griff bekommen.

      Problem: die Störmungsgeräusche an den Ventilen empfinde ich als zu laut. Anscheinend bin ich da recht empfindlich, da meine bessere Hälfte diese Geräusche gar nicht hört.

      Im Erdgeschoss ist das ganze nicht so tragisch, da man ja sowieso fast immer irgendwelche Hintergrundgeräusche hat, und die Strömungsgeräusche hört man nur bei absoluter Stille. Im Schlafzimmer stört mich das allerdings schon.

      Die Lüftungsanlage ist so eingeregelt dass auf Stufe 2 (von 4) der Normluftwechsel erreicht wird. Für die Schlafenzeit habe ich die KWL jetzt so programmiert dass die dann nur auf Stufe 1 läuft. Das ist bzgl. der Frischluftempfindung schon grenzwertig. Trotzdem höre ich leichte Strömungsgeräusche. Es wurden auch schon so runde schaumstoffdinger mit Löchern drin zur schalldämmung eingesetzt, aber der Erfolg ist recht mager.

      Um die Geräuschentwicklung zu reduzieren brauche ich ja geringere Luftgeschwindigkeiten. Komplett neue (zusätzliche) Leitungen einzuziehen wäre natürlich sehr aufwendig, bzw. im EG unmöglich da in der Betondecke verlegt. Das EG würde ich jetzt auch mal ausklammern, da da das Problem nicht so gravierend ist.
      Ich habe mir jetzt nochmal die Verlegepläne angeschaut und sehe dass im Elternschlafzimmer 3 x 63mm Rohr zu dem Ventil verlegt ist und in den Kinderzimmern jeweils 2 x 63 mm Rohr. Würde es Geräuschtechnisch etwas bringen um in den Zimmern ein zweites Ventil einzubauen bei Beibehaltung der vorhandenen Leitungen?

      Also im Elternschlafzimmer dann: 1 Ventil mit 1x 63 mm + 1 Ventil mit 2x 63 mm Rohr
      In den Kinderzimmern dann: 2 Ventile mit jeweils 1x 63 mm Rohr

      Das würde zwar auch einge Trockenbauarbeiten nach sich ziehen, aber das Ganze ist dann überschaubar. Im Elternschlafzimmer wäre es sogar recht einfach da die Leitungen im Spitzboden bis zur Außenwand verlaufen. da bräuchte ich also quasi nur ein neues Ventil zu setzten und eine Leitung einzukürzen und anzuschließen. Trotzdem wird das nicht ohne Schäden an Trockenbau von statten gehen.

      Daher meine Frage ob ein zweites Ventil bei gleichbleibender Anzahl der Leitungen geräuschtechnisch etwas bringt.


      Danke schon mal im Vorraus
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!
    • Geräusche sind ja in der Regel Luftwirbel.

      Ich würde also eher erstmal über andere, strömungsgünstigere Ventile nachdenken. Man könnte ja erstmal ganz radikal mal in einem Raum die Ventile ausbauen. Oder einfach nur mal weiter aufdrehen, wenn verstellbar.
      Dann stimmt natürlich die ganze Luftabstimmung nicht mehr, aber so als Test.....

      Denn die Verdoppelung der Ventile muss ja einhergehen mit einer Verringerung des Querschnitts des einzelnen Ventils.
      Das könnte also auch nach hinten losgehen und NOCHmehr Geräusche erzeugen. (Grashalm zwischen den Daumen anblasen)
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Ah OK. Das werde ich erstmal testen mit dem ganz herausdrehen.

      Was gibt es denn noch für Ventile? Bei mir sind die "üblichen" Tellerventile eingebaut.

      Dass das ganze nach hinten losgehen könnte habe ich auch schon befürchtet. Hat hier irgendjemand schon mal praktische Erfahrungen dazu gesammelt?

      Ganz anderer Gedanke: Wenn das Problem an den Ventilen entsteht (was ich noch testen muß, siehe oben), wäre es ein Gedanke eventuell eine Zuleitung stillzulegen und das Ventil weiter zu öffnen? Oder denke ich jetzt total verkehrt?
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!
    • kannst du bei deiner KWL die Stufen 1-4 nicht nochmal einzeln einstellen in der Konfig ?
      Bei unserer kann ich auch 4 Stufen wählen. im default standen diese auf 2,5V , 5V, 7,5V und 10Volt für die Ventilatorensteuerung. also 25,50,75 und 100%.
      Die Voltwerte kann ich für jede Stufe einzeln verändern. Stufe 3 wurde auf Normlüftung eingeregelt auf irgendwas 6-7V.
      der techniker meinte idr stellt man öfters niedriger als höher. daher haben wir stufe 1 und 2 runtergeregelt über die Volteinstellung. Stufe 4 volle Power wird zum kochen oder bei Party genutzt.

      vielleicht hast du da auch sowas wie ein Service Menu.
    • Wir haben ein ähnliches Problem!

      Wir haben 2 Wohneinheiten 1x mit ca. 150m2 und eine Elw mit 50m2

      Da als getrennter Wohnraum ausgewiesen, haben wir 2 kwl verbaut, beide sind vom Modell baugleich.

      In unserer Wohnung haben wir optisch schöne Designer Auslässe mit Kassette und Filter in jedem Raum verbaut, dort hören wir auch bei Stufe 3 keine Luft geräusche.

      Jetzt habe ich die Tage angefangen die elw fertig zu machen und bin über die Lautstärke verwundert. Am Tag bei Stufe 2 höre ich es so laut wie ein pc Lüfter laufen.

      Zwischen kwl und Ausgang sind es vielleicht 4-5m

      Gibt es Normen wie laut es am Ausgang sein darf?
    • Pet schrieb:

      Gibt es Normen wie laut es am Ausgang sein darf?

      Aber klar gibt es die, wobei es darauf ankommt, ob man mit dem Planer/Handwerker zusätzliche Vereinbarungen getroffen hat. Ansonst gilt, 35dB(A) in Aufenthalts-/Arbeitsräumen, 30dB(A) in Wohn-/Schlafräumen. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es die Erleichterung mit +5dB für Dauergeräusche noch gibt. Ist aber egal, ich würde so etwas immer getrennt vereinbaren, und anstatt der 4109 die VDI4100 heranziehen, zumindest SSTII. Danach wäre der Grenzwert dann 27dB(A), nach SSTIII nur 24dB(A). Über die Anwendung der 4109 im eigenen Wohnbereich kann man sowieso streiten.

      Bei einem Geräuschpegel von 30dB(A) im Schlafzimmer würde meine Frau das Weite suchen.

      Als Beispiel, mein PC hier im Büro produziert in 1m Abstand ca. 38dB(A). Das ist schon grenzwertig, zuhause in einem Wohnraum möchte ich so etwas nicht haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von R.B. ()

    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]:

      Eine Umprogrammierung wäre nicht das Problem, habe ich auch schon ausprobiert, aber das löst nicht das Problem, da ich die Anlage dann soweit herunterregeln müßte dass der "Mieffaktor" zu groß wird.

      @Pet: Welche Ventile hast Du denn?

      @Ralf: zum herausdrehen der Ventile und testen des Geräuschpegels bin ich gestern nicht mehr gekommen. Werde ich heute abend machen.
      ---------- 27. Juli 2016, 07:43 ----------
      Moin zusammen,

      Habe gestern mal an einem Ventil den Teller komplett herausgedreht. Das Ergebnis war dass die Geräuschentwicklung (zumindest subjektiv) gleich geblieben ist. Also ist die Ursache die Strömungsgeräusche und nicht Verwirbelungen am Ventil.

      Hat jemand eine Idee wie man diese Geräusche eindämmen kann? Eventuell mit anderen Ventilen?

      Gruß

      Onkel Dagobert
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!
    • Also für mein "Bauchgefühl" würde ich nirgendwo im EFH 63mm Rohr im Austrittsbereich verwenden (am besten auch woanders nicht) - da würde ich immer mit Strömungsgeräuschen rechnen. Wenn die letzten Abschnitte in Trockenbau verlaufen, kann man evtl. hier auf 100mm Glattrohr wechseln. Wieviel das hilft hängt natürlich sehr von der Strecke ab, die man in 100mm umändern kann. Einen zusätzlichen Schalldämpfer wird man wohl kaum in der Trockenbauwand unterbekommen - wenn das mit den 100mm überhaupt passt.

      Wenn schon 3 Ventile da sind würde ich mir von einer Querschnittsvergrößerung im Austrittsbereich mehr versprechen als davon auf 4 oder 6 Ventile zu gehen.

      Evtl. passt ja wenigstens 80mm Rohr.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]: Das bedeutet ich müßte die Rohre freilegen und da Schalldämpfer dazwischenbauen? Gibt es da überhaupt was für die 63mm Rohre?
      Wie gesagt habe ich direkt hinter dem Ventil schon Schalldämpfer von H...s drin. Diese runden Schaumstoffdinger mit Löchern drin.
      ---------- 27. Juli 2016, 08:28 ----------
      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]: Du sprichst von 3 Ventilen, evtl. liegt da ein Misverständnis vor. In jedem Schlafzimmer gibt es 1 Ventil. Im Elternschalfzimmer sind da 3 Rohre angeschlossen und in den Kinderzimmern jeweils 2
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    • Bist Du Dir sicher, dass es sich um Strömungsgeräusche handelt? Schall, der vom Gerät selbst erzeugt wird, ist also definitiv ausgeschlossen?

      Oben schreibst Du, dass auf Stufe 1 die Geräusche nur noch sehr leise wahrnehmbar sind, danach schreibst Du, dass ein Entfernen der Teller keine Veränderung zeigte. Schall vom Gerät ist ausgeschlossen. Somit bleibt ja "nur" noch die Verbindungsstrecke zwischen Maschine und Auslass. Hier könnten Strömungsgeräusche an sich nur an Kanten oder engen Bögen entstehen.

      Einschub-Schalldämpfer müssten an sich einen Effekt zeigen, wenn die Teller selbst nicht ursächlich sein können. Der Effekt ist aber frequenzabhängig, und natürlich vom Typ des Schalldämpfers.

      Bsp. eines bekannten Herstellers für DN100 (1 / 3 / 5 Öffnungen im Filter):

      Einfügungsdämpfung bei 63 Hz- 6,5 dB / 3 dB / 1,5 dB
      Einfügungsdämpfung bei 125 Hz- 7 dB / 3,5 dB / 2,5 dB
      Einfügungsdämpfung bei 250 Hz- 4 dB / 2,5 dB / 1,5 dB
      Einfügungsdämpfung bei 500 Hz- 9,5 dB / 5,5 dB / 3,5 dB
      Einfügungsdämpfung bei 1 kHz- 13 dB / 8,5 dB / 6 dB
      Einfügungsdämpfung bei 2 kHz- 16 dB / 8,5 dB / 6,5 dB
      Einfügungsdämpfung bei 4 kHz- 18 dB / 15 dB / 12 dB
      Einfügungsdämpfung bei 8 kHz- 22 dB / 19 dB / 17 dB

      Man beachte dann auch die Kennlinie zum Druckverlust.

      Es gibt auch eine Variante für DN80 mit etwas höheren Dämpfungswerten.

      Wie man der Tabelle entnehmen kann, ist die Einfügedämpfung bei niedrigen Frequenzen nur gering. Man müsste nun sinnvollerweise den Schallpegel am Auslass messen (typ. 1m Abstand), und am besten auch noch das Spektrum (Frequenzverteilung) anschauen. Dann könnte man prüfen, welche Art von Schalldämpfer hier überhaupt sinnvoll eingesetzt werden kann. Vorher sollte man die Rohrführung überprüfen. Vielleicht lässt sich die Schallentstehung verhindern oder zumindest der Pegel reduzieren, falls beispielsweise bei der Verlegung der Rohre ein Fehler gemacht wurde.
      Sollte das Problem mit dem Schall nur an einzelnen Auslässen auftreten, dann würde das in Richtung Rohre deuten. Ist der Schallpegel an allen Auslässen "zu hoch", dann deutet das eher in Richtung Maschine oder Luftverteilung.
    • Also der Schallpegel ist an allen Auslässen zu hoch (wie gesagt subjetiv). Eine fehlerhafte Rohrverlegung ist daher eher unwarscheinlich. Ich habe bei den Schalldämpfern alle Öffnungen offen und regele das Volumen über das Tellerventil. Hat der Herstellervertreter so empfohlen. Eventuell sollte ich hier das Volumen über die Löcher regeln, also z.B. nur 2 oder 3 öffnen und das Ventil auf? Könnte das helfen?

      Ich befürchte ich komme nicht drumherum einen wirklichen Experten dazuzuhohlen, da mein Installateur soweit ich das beurteilen kann zwar sauber gearbeitet hat, aber mangels Erfahrung mit Lüftungsanlagen ist er einfach überfordert um Lösungsvorschläge für das Schallproblem anzutragen.

      Nur mal so als Hinweis: es ist nicht extrem laut, aber ich bin da halt recht empfindlich. Ich schätze / befürchte dass sich die Schallentwicklung am Rande der DIN bewegt, also warscheinlich noch zulässig ist.
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    • Stellt sich jetzt die Frage wen man da zu Rate ziehen könnte. Wie gesagt mein Installateur baut nur wenige KWL`s und ist da etwas überfordert. Bei uns in der Nähe gibt es einen reinen Lüftungsbauer. Der sollte ja da etwas mehr Erfahrung haben. Vielleicht wäre es eine Idee den mal um eine unabhängige Meinung zu fragen.

      Der Vertreter des Lieferanten der Anlage war schon mal da, aber der sagte es wäre alles in Ordnung und hat diese Schalldämpfer empfohlen. Gemessen hat der aber gar nichts.

      Ach ja, das Einmessen und in Betrieb nehmen hat eine andere Firma gemacht, die dass sehr oft macht. (Vertragspartner vom Hersteller meiner KWL)
      ---------- 27. Juli 2016, 08:57 ----------
      Die letzte Frage wäre jetzt ob es reine Strömungsgeräusche sind, oder ob sich da auch noch Geräusche aus der Anlage "einmischen". Das kann ich als Laie (zumindest was Lüftungsanlagen angeht) leider nicht mehr beurteilen. zwischen der Anlage und dem Zuluftverteiler ist ein 1,00m langer Rohrschalldämpfer eingebaut ( DN 160 glaube ich). Das erscheint mir auch OK, oder zumindest üblich.
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    • Onkel Dagobert schrieb:

      Also der Schallpegel ist an allen Auslässen zu hoch (wie gesagt subjetiv). Eine fehlerhafte Rohrverlegung ist daher eher unwarscheinlich. Ich habe bei den Schalldämpfern alle Öffnungen offen und regele das Volumen über das Tellerventil. Hat der Herstellervertreter so empfohlen. Eventuell sollte ich hier das Volumen über die Löcher regeln, also z.B. nur 2 oder 3 öffnen und das Ventil auf? Könnte das helfen?

      Wie Du der obigen Tabelle entnehmen kannst, ist die Schalldämpfung von der Anzahl der Löcher abhängig. Ich kenne jetze nicht die Daten zu dem von Dir eingesetzten Schalldämpfer, aber die könnte man sich ja besorgen. Schaue ich in die obige Tabelle, bei 5 Öffnungen (alle offen) dann liegt die Schalldämpfung im unteren Frequenzbereich bei gerade mal 3dB oder niedriger. Das ist subjektiv kaum wahrnehmbar, schon gar nicht bei geringen Pegeln. Wenn ich Maschinen messe dann habe ich gerne mal Schwankungen von +-1dB und mehr. Das liegt nicht an der Messtechnik sondern an der Schallquelle bzw. der Schallausbreitung. Ich verwende dann, je nach Norm, die Aufzeichnung von Spitzen- oder Mittelwerten um überhaupt zu einem vernünftigen Ergebnis zu kommen.

      Wenn also in Deinem Fall die Schalldämpfer keine nennenswerte Wirkung zeigen, dann würde ich auf die vielen Öffnungen und niedrige Frequenzen der Geräusche schließen. An der Frequenzverteilung der Geräusche können wir nichts ändern, also bleibt die Öffnungen zu verschließen. Testweise könnte man auch einmal 2 Schalldämpfer hintereinander verwenden (Achtung, Öffnungen müssen durchgängig sein).



      Onkel Dagobert schrieb:

      Nur mal so als Hinweis: es ist nicht extrem laut, aber ich bin da halt recht empfindlich. Ich schätze / befürchte dass sich die Schallentwicklung am Rande der DIN bewegt, also warscheinlich noch zulässig ist.

      Dann wird es noch schwieriger. Die ersten paar dB an Schalldämpfung kriegt man einfach hin, aber je höher die Dämpfung werden muss, um so schwieriger wird es, und am Ende kämpft man um jedes Zehntel dB.

      Ich empfehle immer, bei Lärmempfindlichkeit die Schalldämmung mit dem Erbauer zu vereinbaren, und ich habe auch Verständnis dafür, wenn manche Handwerker so einen Auftrag ganz schnell ablehnen. ;)
      Die 30 bzw. 35dB(A) die man immer erwarten kann sind noch relativ einfach zu erreichen, aber bereits die 27dB(A) nach VDI4100 oder gar die 24dB(A) sind knackig, und ob man´s glaubt oder nicht, es gibt sogar noch schärfere Anforderungen. Irgendwann wird aber die messtechnische Überprüfung bereits zur Herausforderung, denn die einfachen Messgeräte strecken da schnell die Flügel.
    • OK, werde das mit dem "Löcher stopfen" mal auprobieren.

      In meiner Ausschreibung hatte ich damals nachfolgenden Passus reingeschrieben:

      "Es ist auf einen sehr guten Schallschutz zu achten. Im Normalbetrieb werden seitens des AG keinerlei Strömungsgeräusche o.ä. in den Aufenthalts- und Schalfräumen akzeptiert"

      Allerdings ohne Verweise auf Normen oder ähnliches. Könnte man hieraus erhöhte Anforderungen an den Schallschutz ableiten? Wäre eine Frage für die Juristen.
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    • Bin gespannt was die Juristen sagen.

      In meinen Augen ist die Formulierung zu schwammig, aber ich komme ja auch aus der Technik, und da ist alles ohne Zahl und Einheit nicht besser als die Wettervorhersage für nächstes Jahr.

      Was soll man unter "sehr gutem Schallschutz" verstehen? oder unter "keinerlei Strömungsgeräusche"? Da könnte man doch ganz toll interpretieren, und sich letztendlich streiten.

      Wäre 1dB oder 2dB besser als Standard schon "sehr gut"? Wer bestimmt ob das Kriterium "keinerlei Strömungsgeräusche" erfüllt ist? Soll ich mit hochempfindlicher Messtechnik anrücken? oder genügt es wenn der Lehrling nach durchzechter Nacht von einem Konzert direkt auf die Baustelle stolpert, und Dank Gehörschaden gar nichts mitbekommt?

      Wie gesagt, ich bin kein Jurist. Nach meiner Meinung wird alles unter 35dB(A) schon schwierig durchzusetzen sein, alles unter 30dB(A) nahezu unmöglich, selbst wenn Du dem Richter eine Runde Freibier spendierst.

      Was Dir bleibt, auf die Suche nach Schwachstellen machen und diese dann abstellen. Damit kommst Du sehr wahrscheinlich viel schneller zu einem akzeptablen Ergebnis. Einziger Nachteil, Planungsfehler lassen sich später meist nur schwer korrigieren.
    • ich glaube, die Grundproblematik liegt hier

      Onkel Dagobert schrieb:

      Problem: die Störmungsgeräusche an den Ventilen empfinde ich als zu laut. Anscheinend bin ich da recht empfindlich, da meine bessere Hälfte diese Geräusche gar nicht hört.
      Ich kann mir vorstellen was Du meinst, habe selber eine KWL.
      Liege ich bei sonstiger völliger Stille im Bett, dann kann ich bei Nennlüftung (0,5 Wechsel/h = Stufe 3 von 4 bei mir) in ca. 1,5m Abstand zum Ventil Strömungsgeräusche aus der KWL hören....nein, eher "erahnen" wenn man sich darauf konzentriert. Klingt wie ein leichtes Ströumungsrauschen. Ich glaube aber inzw, dass das keine Strömungsgeräusche sind, sonder der "Restlärm" vom Gerät der da am Ventil ankommt.
      Im Alltag mit Umgebungsgeräuschen nicht wahrnehmbar, nur bei sonstiger Stille.
      In der Regel fahre ich die KWL aber mit ca. 0,3 Wechsel/h (= Stufe 2 von 4), reicht zu 98% und hält die Luftfeuchte im Winter trotz FRG im akzeptablen Bereich.
      Um hier noch etwas zu hören, muss ich bei sonst absoluter Stille unter 0,5m an das Ventil ran. Mach ich eher selten, da die Dinger an der Decke hängen oder aus dem Boden kommen :D
      0,3 ist bei uns im Eltern SZ völlig ok, wenn bei den Kindern Übernachtungsgäste da sind und 3-4 Kinder auf 14m² schlafen, "müffelt" es in der Früh schon auch mal in dem Raum.
      Man müsste also schon mal klären, was Normbetrieb ist und in welchem Abstand gemessen wird.
      Ich habe keine zusätzlichen Dämpfer an den Ventilen, nur die guten RohrSD an den zentralen ZU/AB und Fortluftsträngen.
      Ohne es gemessen zu haben, vermute ich die Geräusche bei 0,5 Wechsel/h bei max. 30db, eher darunter. Bei 0,3 Wechsel/h würde ich auf 20-25db tippen wenn man sich die gängigen Vergleichsgrößen so anschaut (Ticken Armbanduhr, Waldrauschen, Schneefall)

      Wenn ich mir Deine Beschreibung so durchlese dann vermute ich, dass Du ebenfalls bereits eine sehr leise Gesamt-Anlage hast, nur eben sehr empfindlich reagierst.
      Wenn Du auch bei der geringen/reduzierten Lüftung noch die Geräusche hörst, würde ich aber am Gerät anfangen zu optimieren, Strömungsgeräusche kann ich mir nur schwer vorstellen.
    • mit einer rechtsprechung kommst du da nicht weit,
      vor allem beim EFH.

      die DIN 4109 lässt eine mietminderung , bei überschreitung
      von 30 dB(A) zu, in ruhebedürftigen räumen .

      aber wie gesagt, dort geht es um mietminderung, nicht um eigentum.
    • Onkel Dagobert schrieb:

      "Es ist auf einen sehr guten Schallschutz zu achten. Im Normalbetrieb werden seitens des AG keinerlei Strömungsgeräusche o.ä. in den Aufenthalts- und Schalfräumen akzeptiert"



      was ist denn jetzt ein "normalbetrieb"?

      und keinerlei strömungsgeräusche werden akzeptiert?

      strömungsgeräusche ,o.ä werden nicht akzeptiert, soll
      das vermutlich heißen ....

      das lässt sich aber kaum durchsetzen.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]: Mir ist schon klar dass das nicht juristisch eindeutig formuliert war.

      Mit "Normalbetrieb" war die Stufe der Lüftungsanlage gemeint die dem Norm-Luftwechsel entspricht, das heißt die Stufe auf der die Lüftungsanlage normalerweise läuft bzw. laufen soll (bei mir Stufe 2). Also nicht die Party-Stufe (bei mir Stufe 3 od. 4) und auch nicht die reduzierte Stufe (bei mir Stufe 1)

      Was ist an der sonstigen Formulierung unverständlich? "Im Normalbetrieb werden (..) keinerlei Strömungsgeräusche o.ä. (...) akzeptiert" Ist das kein deutsch?

      Das sich das kaum durchsetzen lässt ist auch meine Befürchtung. Interessieren würde mich allerdings ob man hieraus, juristisch gesehen, erhöhte Anforderungen an den Schallschutz ableiten kann.
      Es gibt keine Probleme - nur Herausforderungen!!
    • Wenns deine Frau noch nicht mal hört dürften *erhöhte* Forderungen wohl bereits eingehalten worden sein.
      Selbst die höchte Anforderungsklasse ist nicht absolut geräuschlos .....

      Wenns der Platz hergibt am Gerät kannste mit fetten Schalldämpfern und flexiblen Anschlussen eine maximale Trennung von Gerät und Rohrleitungssystem und eine größtmögliche Dämpfung bewirken.

      Schalldämpfer vor den Ein- und Ausblasöffnungen haste schon, dann können max. noch Luftmengenbegrenzer nen Hauch an Geräuschminderung bringen ... und anschliesend ist Ende Gelände erreicht. Absolut geräuschlos wirds nicht abgehen.

      Gruß
      Achim Kaiser