Holzfaser-Aufsparrendämmung bei ungedämmten Spitzboden sinnvoll?

  • Holzfaser-Aufsparrendämmung bei ungedämmten Spitzboden sinnvoll?

    Hallo zusammen,

    macht eine Aufsparrendämmung aus Holzfaserdämmplatten bei einem ansonsten ungedämmten Spitzboden (oberhalb von 2 Vollgeschossen) Sinn? In Bezug auf Hitzeschutz etc. Die oberste Geschossdecke soll gedämmt werden. Danke
    Gruß
  • Macht keinen Sinn. Vorallem nicht in Punkto Hitzeschutz.
    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • world-e schrieb:

    ich meine aber, dass ich solche Aufbauten durchaus schon gesehen habe. U.A. auch mit dem Argument von eindringendem Schnee oder Hagelschutz.
    Deine Eingangsfrage ging ja um Hitzeschutz, freilich kann man die Unterdeckplatten auch bis hoch legen, ist nur deutlich teurer als eine Unterspannbahn die für diesen Fall völlig ausreicht.
  • world-e schrieb:

    ich meine aber, dass ich solche Aufbauten durchaus schon gesehen habe. U.A. auch mit dem Argument von eindringendem Schnee oder Hagelschutz.

    Natürlich kann man so etwas bauen, die Frage ist eher, ob das sinnvoll ist. Die Platten gibt es ja nicht gratis, und wenn man schon einen Mehrpreis auf den Tisch blättert, dann sollte sich dadurch auch ein "Mehr"nutzen ergeben (oder man verbucht es unter Luxus).

    Worin liegt der Unterschied zu einer einfachen Folie? Man kriegt je nach Dämmstärke eine zusätzliche Masse von 6-10kg/m² auf´s Dach. Diese kann den Wärmedurchgang von außen verzögern, aber der Effekt bleibt überschaubar. Wir reden hier von vielleicht 1-2h (je nach Dämmstärke). Man könnte jetzt noch über den Unterschied philisophieren, zwischen der Wärmeübertragung aus der Hinterlüftung durch die Platte hindurch und der IR-Strahlung durch die Dachziegel die im Sommer sehr heiß werden.

    Nachdem die Wärmedämmung über die oberste Geschossdecke realisiert werden soll, ist der Einfluss der Unterdeckplatten überschaubar. Rechnerisch vielleicht noch nachweisbar, praktischer Nutzen eher gering. Dafür legt man aber einige Scheine auf den Tisch, die man vielleicht besser an einer anderer Stelle investieren könnte.
  • world-e schrieb:

    Hallo zusammen,

    macht eine Aufsparrendämmung aus Holzfaserdämmplatten bei einem ansonsten ungedämmten Spitzboden (oberhalb von 2 Vollgeschossen) Sinn? In Bezug auf Hitzeschutz etc. Die oberste Geschossdecke soll gedämmt werden. Danke
    Gruß
    Im Grunde ist das eine Frage wie:
    Macht es Sinn, mit einem Pferd in den Wald zu gehen.
    Wenn man gern im Wald reitet - JA
    Wenn man Holz rücken will - Vielleicht
    Wenn man spazieren gehen will - NEIN!
    Wenn man das Pferd bewegen will - Vielleicht
    ......
    ......

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  • wenn der dachstuhl teilweise in den wohnraum ragt und gedämmt ist, ist es sinnvoll eine zusätzliche aufsparrendämmung zur gefachdämmung zu machen.
    diese auch über den kalten spitzboden zu ziehen macht dann wiederum auch sinn, da sonst dort die sparren aufgedoppelt werden müßten, eventuell eine 2. wasserführende schicht über eine schalung und dachbahn hergestellt werden müßte. diese funktion liefert die holzfaserdämmung auch, wenn man die richtige wählt.

    ein bisschen hitzeschutz bringt das schon. natürlich nicht so viel, wie in dem darunterliegendem bereich der auch eine gefachdämmung hat.
    beachtet werden sollte außerdem eine belüftung am first und die regeldachneigung der eindeckung.

    so aufgebaut, bekommst du sicherlich einen sehr hochwertigen dachaufbau.
    Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
  • Kaltdach bleibt Kaltdach mit all seinen Anforderungen. Die ich jetzt nicht vom Handy tippen werde :freaky: Später gerne mehr.
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  • Der einzige Grund der für eine Unterdeckplatte auf einem Kaltdach sprechen würde wäre, dass das Dachgeschoss später zur höherwertigen Nutzung ausgebaut werden soll.
    Ist das nicht der Fall ist eine solche Aktion teurer Blödsinn.
  • Kaltdächer - eher zweischalig hinterlüftete Dachkonstruktionen - bedürfen einer entsprechenden Luftwechselrate. Sinnvollerweise per Querzug durch die Giebel. Werden nun HWF-Platten benutzt dann kann man dies aus dem Punkt tun, nachträglich ausbauen zu wollen. Mit Hitzeschutz hat das aber absolut nichts zu tun. Es braucht Öffnungen am First und irgendwo muss ja die Zuluft herkommen. Phasenverschiebung oder Amplitudendämpfung kann man daher schlicht vernachlässigen.

    Sollte man sich zu so einer "Bauart" entscheiden, dann nur mit ausreichender Belüftung. Alles andere ist Quatsch hochzehn.
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