Größe des Warmwasserpeichers?

    • Größe des Warmwasserpeichers?

      Hallo zusammen,

      welche Größe des Warmwasserspeichers sollte ich wählen und ist diese Größe an ein Vorhandensein einer Fußbodenheizung gekoppelt ?

      Für das Bauvorhaben ist folgende Austattung geplant:
      - herkömmliche Gasheizung ?KW
      - Fußbodenheizung EG 93,73 qm OG 69,27 qm und ein Badheizkörper
      - keine Solaranlage, kein wasserführender Kaminofen
      Es wird für ein 4 Personenhaushalt geplant.

      Meine Eltern haben ein 120 L Wasserspeicher, hatte für vier Personen immer gereicht. Da ich platzsparend vorgehen möchte, möchte ich keine überdimensionierte Technik in meinem HWR stehen haben, die nicht benötigt wird. Wenn es möglich und sinnvoll ist, würde ich auch einen Speicher bevorzugen, der kaum größer als eine Waschmaschine ist.

      LG
      DD
    • DD88S schrieb:

      ....ist diese Größe an ein Vorhandensein einer Fußbodenheizung gekoppelt ?

      Die Größe ist unabhängig vom Heizkreis bzw. dessen Temperaturniveau. Für eine Gastherme ist es auch einfach höhere Temperaturen zu erzeugen, im Vergleich zu einer Wärmepumpe, und der Einfluss auf die Effizienz des Systems ist nicht so gravierend.

      Die Heizlast des Gebäudes oder zumindest die Heizleistung des Wärmeerzeugers sollte(n) aber bekannt sein um das Aufheizverhalten des Speichers abschätzen zu können. HInzu kommen die Rückfragen die Achim schon genannt hat.
      Falls Informationen zur Wasserhärte vorliegen wären diese auch interessant, denn damit könnte man festlegen, bis zu welchem Temperaturniveau der Speicher geladen werden darf (Stichwort Kalkbildung).

      Wer ist für die Planung verantwortlich? Besteht die Möglichkeit den Planer bei Bedarf von seiner Haftung freizustellen? Hintergrund, wenn die Planung exakt nach "Norm" ausgeführt werden muss (4708 etc.) dann sind dadurch alle Eventualitäten abgedeckt, was unter Umständen zu einem größeren WW-Speicher führt. Der Planer hat dann kaum eine andere Möglichkeit als diesen Speicher vorzuschlagen, um sich nicht der Gefahr auszusetzen, eine Fehlplanung geleistet zu haben. Steht der Planer nicht in der Haftung, dann könnte man auch eine Auslegung machen, die halt nur xx% der theoretisch möglichen Fälle abdeckt.
    • Nach 4708 landet man vermutlich bei einem 200 Liter Speicher, zumindest wenn ich mich nicht vertippt habe. Dabei vorausgesetzt, dass es sich nicht um eine Regenfalldusche o.ä. handelt, und der Speicher bis max. 60°C durchgeladen wird.
      Für den praktischen Fall sollte ein Speicher mit um die 150Liter ausreichend sein. Ist dieser auf 60°C geladen, dann kriegst Du ca. 250 Liter Wasser mit einer Temperatur um die 38°C. Das reicht problemlos für die Badewanne, und man hat noch Reserve für weitere Zapfstellen (Dusche, Handwaschbecken, Küche).
      Rechnet man einmal mit einem 120Liter Speicher, dann ergibt das etwa 200 Liter gemischte Wassermenge, und wenn er anstatt mit 60°C nur mit 50°C geladen würde, dann sind es immer noch 160 Liter, auch das reicht für die Badewanne (aber nicht mehr für weitere Zapfstellen).

      Je nach Wärmeerzeugerleistung ist der 120 Liter Speicher in 30 Minuten wieder geladen.

      d.h. Mit einem 120 Liter Speicher und etwas Abstimmung innerhalb der Familie sollte das problemlos funktionieren. Wanne und Dusche parallel, das wird eng, da sollte die Dusche sehr sparsam sein, der Duschende sowieso. Oder man wartet halt ein Weilchen ab, bis der Speicher wieder, zumindest teilweise, geladen ist.

      Wir hatten mit 4 bzw. 5 Personen und einem 120 Liter Speicher keine Probleme, selbst als die kids im "kritischen Alter" waren. Wenn einer meinte er müsse es übertreiben, und irgendwann unter einer kalten Dusche stand, hatte er eben Pech. ;)