Wohnflächenberechnung für Teilungserklärung

    • Wohnflächenberechnung für Teilungserklärung

      Es handelt sich hier um eine CAD-Zeichnung bei einem nachträglich ausgebauten Dachgeschoss.
      Um die 1000stel-Anteile für Nebenkosten festzulegen, nachfolgende Berechnung.


      Nur mal so in den Raum gefragt.

      Ist diese Form und Ausführung einer Wohnflächenberechnung üblich für ein Ingenieurbüro bzw. kann man das als nachvollziehbar bezeichnen?

      Natürlich verlange ich jetzt nicht, dass das jemand nachrechnet - nur mal ganz allgemein...

      Bzw. wo kann man die Berechnungsvorschriften nachlesen? Bis 2 m Raumhöhe - über 2m - unter 1 m etc.
      Dateien
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • Wo sind die Maße her? Gewürfelt oder mit dem Lineal abgemessen? Winkelabweichungen in den einzelnen Flächen werden gar nicht berücksichtigt. Mit Länge x Breite ist es bei vielen Räumen ja nicht getan. So richtig nachvollziehbar sind die Zahlen im Einzelnen nicht.

      Andererseits ist es für die Nebenkostenabrechnung im Altbau auch Banane, ob da jetzt insgesamt ein halber m² zuviel oder zuwenig "berechnet" wurde. Wahrscheinlich sind in den vorhandenen Wohnungen die Abweichungen noch größer, so dass es darauf nicht ankommt.

      Abgeliefert hätte ich so was allerdings nicht. Wenigstens ein vermaßter Grundriss mit Eintragung der 1- und 2-m-Linien müsste doch vorhanden sein, und dann die einzelnen Flächen noch zusammengerechnet und den Räumen zugeordnet, wäre es eine Wohnflächenberechnung, die den Namen verdient.

      Dann müsste man allerdings auch evtl. 1 h mehr bezahlen. Was der Auftrag war, wissen wir nicht.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Baumal schrieb:

      sarkas schrieb:

      bzw. kann man das als nachvollziehbar bezeichnen?
      da stellt sich natürlich die frage, für wen nachvollziehbar?
      als skizze schön und gut.
      als wohnflächenberechnung, hüstellllll....
      Nachvollziehbar für die ETG, den Verwalter, für mich ....
      Aufgrund meines Berufes habe ich durchaus regelmäßig mit Aufmaß zu tun, weil ich es erstelle. Die kann aber jeder nachvollziehen, der einen Taschenrechner bedienen kann.

      Bei dieser hier vorgelegten Wohnflächenberechnung bekomme ich aber Knoten in den Augen.

      Wie schon gesagt, ist der Grund meines Interesses, die Tatsache, dass dieses Ergebnis notariell in die Teilungserklärung aufgenommen wird und dadurch auf Dauer, den Anteil dieser Nutungseinheit an den Nebenkosten festlegen wird.

      Ein halber m² interessiert mich natürlich nicht, aber in dem ersten Schreiben, welches ich hier zur Kenntnisnahme bekommen habe, wurde bereits folgender Satz geschrieben:"In Ermangelung der Kenntnis der tatsächlichen Putzstärken wird fiktiv 3% von der Rohbaufläche abgezogen". Dies, und die Art der Ausführung dieser WFB ist mir halt suspekt.

      Die Maße sollten "gemessen" sein ....
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • sarkas schrieb:

      Baumal schrieb:

      sarkas schrieb:

      bzw. kann man das als nachvollziehbar bezeichnen?
      da stellt sich natürlich die frage, für wen nachvollziehbar?als skizze schön und gut.
      als wohnflächenberechnung, hüstellllll....
      Nachvollziehbar für die ETG, den Verwalter, für mich ....Aufgrund meines Berufes habe ich durchaus regelmäßig mit Aufmaß zu tun, weil ich es erstelle. Die kann aber jeder nachvollziehen, der einen Taschenrechner bedienen kann.

      Bei dieser hier vorgelegten Wohnflächenberechnung bekomme ich aber Knoten in den Augen.

      Wie schon gesagt, ist der Grund meines Interesses, die Tatsache, dass dieses Ergebnis notariell in die Teilungserklärung aufgenommen wird und dadurch auf Dauer, den Anteil dieser Nutungseinheit an den Nebenkosten festlegen wird.

      Ein halber m² interessiert mich natürlich nicht, aber in dem ersten Schreiben, welches ich hier zur Kenntnisnahme bekommen habe, wurde bereits folgender Satz geschrieben:"In Ermangelung der Kenntnis der tatsächlichen Putzstärken wird fiktiv 3% von der Rohbaufläche abgezogen". Dies, und die Art der Ausführung dieser WFB ist mir halt suspekt.

      Die Maße sollten "gemessen" sein ....

      off topic ,

      aber könntest auch du mal deine berufsangabe ändern?
      ich habe keine ahnung, was ein BB, EB, SV, MM ist.
      - im weglassen des nicht notwendigen erkennt man das wesentliche -
    • sarkas schrieb:

      "In Ermangelung der Kenntnis der tatsächlichen Putzstärken wird fiktiv 3% von der Rohbaufläche abgezogen"
      Au mann - welcher fortbildungsresistente Schlumpf hat das denn ermittelt.

      Die 3% stammen aus der II Berechnungsverordnung, die schon seit Jahren nicht mehr gültig ist.
      Derzeit gilt die WoFlV und die sagt

      WoFlV schrieb:

      (1) Die Grundfläche ist nach den lichten Maßen zwischen den Bauteilen zu ermitteln; dabei ist von der Vorderkante der Bekleidung der Bauteile auszugehen. Bei fehlenden begrenzenden Bauteilen ist der bauliche Abschluss zu Grunde zu legen.

      ................................


      (4) Die Grundfläche ist durch Ausmessung im fertig gestellten Wohnraum
      oder auf Grund einer Bauzeichnung zu ermitteln. Wird die Grundfläche auf
      Grund einer Bauzeichnung ermittelt, muss diese
      1.für ein Genehmigungs-, Anzeige-, Genehmigungsfreistellungs- oder ähnliches Verfahren nach dem Bauordnungsrecht der Länder gefertigt oder, wenn ein bauordnungsrechtliches Verfahren nicht erforderlich ist, für ein solches geeignet sein und
      2.die Ermittlung der lichten Maße zwischen den Bauteilen im Sinne des Absatzes 1 ermöglichen.

      Entweder habe ich also einen Altbau, dann einfach zwoschen den Tapeten messen und gut ist.
      Oder ich habe einen Neubau, dann entweder die nominellen 1,5 cm Putz je Wand abziehen (und das in der Berechnung vermerken) oder aber die Wände mit Putz darstellen und zwischen dem Putz vermaßen.

      Im CAD doch heute ein Witz!
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Baumal schrieb:

      sarkas schrieb:

      Baumal schrieb:

      sarkas schrieb:

      bzw. kann man das als nachvollziehbar bezeichnen?
      da stellt sich natürlich die frage, für wen nachvollziehbar?als skizze schön und gut.als wohnflächenberechnung, hüstellllll....
      Nachvollziehbar für die ETG, den Verwalter, für mich ....Aufgrund meines Berufes habe ich durchaus regelmäßig mit Aufmaß zu tun, weil ich es erstelle. Die kann aber jeder nachvollziehen, der einen Taschenrechner bedienen kann.
      Bei dieser hier vorgelegten Wohnflächenberechnung bekomme ich aber Knoten in den Augen.

      Wie schon gesagt, ist der Grund meines Interesses, die Tatsache, dass dieses Ergebnis notariell in die Teilungserklärung aufgenommen wird und dadurch auf Dauer, den Anteil dieser Nutungseinheit an den Nebenkosten festlegen wird.

      Ein halber m² interessiert mich natürlich nicht, aber in dem ersten Schreiben, welches ich hier zur Kenntnisnahme bekommen habe, wurde bereits folgender Satz geschrieben:"In Ermangelung der Kenntnis der tatsächlichen Putzstärken wird fiktiv 3% von der Rohbaufläche abgezogen". Dies, und die Art der Ausführung dieser WFB ist mir halt suspekt.

      Die Maße sollten "gemessen" sein ....
      off topic ,

      aber könntest auch du mal deine berufsangabe ändern?
      ich habe keine ahnung, was ein BB, EB, SV, MM ist.
      Das passt halt einfach nicht rein. :S

      BB = Baubiologe (IBN), EB = Energieberater (HWK), SV = Sachverständiger für Schimmel- und Feuchteschäden (TÜV), MM = Malermeister
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • Ralf Dühlmeyer schrieb:

      sarkas schrieb:

      "In Ermangelung der Kenntnis der tatsächlichen Putzstärken wird fiktiv 3% von der Rohbaufläche abgezogen"
      Au mann - welcher fortbildungsresistente Schlumpf hat das denn ermittelt.
      Die 3% stammen aus der II Berechnungsverordnung, die schon seit Jahren nicht mehr gültig ist.
      Derzeit gilt die WoFlV und die sagt

      WoFlV schrieb:

      (1) Die Grundfläche ist nach den lichten Maßen zwischen den Bauteilen zu ermitteln; dabei ist von der Vorderkante der Bekleidung der Bauteile auszugehen. Bei fehlenden begrenzenden Bauteilen ist der bauliche Abschluss zu Grunde zu legen.

      ................................


      (4) Die Grundfläche ist durch Ausmessung im fertig gestellten Wohnraum
      oder auf Grund einer Bauzeichnung zu ermitteln. Wird die Grundfläche auf
      Grund einer Bauzeichnung ermittelt, muss diese
      1.für ein Genehmigungs-, Anzeige-, Genehmigungsfreistellungs- oder ähnliches Verfahren nach dem Bauordnungsrecht der Länder gefertigt oder, wenn ein bauordnungsrechtliches Verfahren nicht erforderlich ist, für ein solches geeignet sein und
      2.die Ermittlung der lichten Maße zwischen den Bauteilen im Sinne des Absatzes 1 ermöglichen.
      Entweder habe ich also einen Altbau, dann einfach zwoschen den Tapeten messen und gut ist.Oder ich habe einen Neubau, dann entweder die nominellen 1,5 cm Putz je Wand abziehen (und das in der Berechnung vermerken) oder aber die Wände mit Putz darstellen und zwischen dem Putz vermaßen.

      Im CAD doch heute ein Witz!
      Das hört sich ja mal interessant an! 8o

      Nur noch mal so als Anmerkung.
      Es handelt sich hier um einen komplett neu ausgebauten Dachboden, der kaum Trennwände hat (außer vll. beim WC) und wenn den mal ne Wand, dann nicht geputzt sondern Trockenbau.
      ---------- 12. Juli 2016, 14:30 ----------

      Baumal schrieb:

      gipz zu. du hast es selber gemessen.... :D
      Jep, genau. Und jetzt such ich hier nen Dummen, ders kontrolliert. :sos: :sarkasmus:
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • Weil ich in dieser ETG in Kooperation mit dem Verwalter so ein bissl der Hans Dampf in allen Gassen bin.
      Sicher könnte man das entsprechend kontrollieren "lassen".
      Es war halt die Überlegung, ob man sich das mit dem gaballtem Forumswissen sparen könnte :whistling:
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • Wer hat denn diese Berechnung erstellt? Ich würde so etwas immer vom Architekten/Planer machen lassen. Der hat die CAD Zeichnung und kann das direkt in seinem CAD machen und so eine saubere und nachvollziehbare Zeichnung dazu liefern, die man dann in die Unterlagen übernehmen kann. So ein Geschmiere hätte ich nie und nimmer abgegeben bzw angenommen. Das ist ein Zettel für einen selbst zur Berechnung, aber man kann erwarten, dass die Berechnung sauber ausgeführt, also sauber per EDV geschrieben und ausgedruckt wird.
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Und vom " sauber per EDV geschrieben" wirds genauer oder stimmiger?
      Wieviele Räume sind genauso groß geworden, wie das CAD es darstellt?

      Mir ist so handschriftlicher Zettel lieber, als eine hingetrimmte Exceltabelle.




      Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



      M.G.Wetrow
    • Ich hab solch eine Berechnung grad zur Prüfung gehabt: Alles sauber im CAD gezeichnet, alle Zahlen schön in die Tabellenkalkulation gesetzt, die 2-m-Linie fehlt aber in der Zeichnung und wirklich keine Einzelfläche stimmt mit der gebauten Realität überein. Aber in der Summe lag die Differenz bei weniger als 1 Promille!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • ThomasMD schrieb:

      Und vom " sauber per EDV geschrieben" wirds genauer oder stimmiger?
      Wieviele Räume sind genauso groß geworden, wie das CAD es darstellt?

      Mir ist so handschriftlicher Zettel lieber, als eine hingetrimmte Exceltabelle.
      Und ist dieser dahin geschriebene Zettel stimmiger und nicht hingetrimmt? Woher weißt Du das?
      Aber darum geht es doch gar nicht, sondern um die Form die einem Kunden übergeben wird und die der Kunde auch nachvollziehen kann. Lesbarkeit ist ein wichtiges Kriterium um etwas nachvollziehen zu können. Ein sauberer und gut vermaßter Plan, um die Rechnung überprüfen zu können, auch. Dass Plan und Realität natürlich übereinstimmen muss, versteht sich von selbst und da müssen wir jetzt nicht anfangen darüber zu diskutieren welcher Unfug darin stecken könnte oder auch nicht oder vielleicht und überhaupt...
      -

      Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...
    • Sauber geschrieben ist einfach eine Frage von Lesbarkeit und Erscheinung.

      Ob CAD oder zu Fuß ist erstmal egal. Neubau hat immer kleine Abweichungen vom Plan und Altbau ist immer ein Stück weit "geschummelt", weil Du, egal wie sauber gemessen wurde, nie alle Maße in Deckung bekommst.
      Irgendwo muss man immer nen cm verdrücken oder dazuschustern, damit am Ende kein kubistisches Gemälde, sondern ein sinnvoller Grundriss entsteht.

      Wenn dann noch jemand nur im System 11,5/24/36,5 aufgewachsen ist und Vorkriegsbauten nachzeichnen soll, dann ;(
      Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen
    • Wenn es um Mietverhältnisse geht, sieht die Rechtssprechung anscheinend Abweichungen von 10 % als hinzunehmend an. Da ist es auch wurscht, ob jetzt ein halber m² da zuviel und 2 m² dort zuwenig auftauchen.

      Beim Kauf einer Eigentumswohnung kann ich mir solche Toleranzen allerdings nicht als zulässig vorstellen.

      An dem gezeigten Beispiel würde mich auch eher die Nichtnachvollziehbarkeit der Maße und der Berechnung und noch mehr die Form stören. So etwas liefere ich einfach nicht ab, wenn es evtl. noch Bestandteil einer notariellen Urkunde wird.
      __________________
      Gruß aus Oranienburg
      Thomas
    • Ja, es war angeblich ein Ingenieurbüro aus dem Raum Nürnberg (mir ist der Name bekannt).
      Muss es denn wohl auch sein, denn es könnte ja jemand nachfragen

      Mir ist eben u. a. suspekt, dass auf keiner der Unterlagen (auch auf den vorherigen nicht) der Name dieses Ingenieurbüros vermerkt ist.
      Bei mir geht z. B. keinerlei Unterlage oder Schreiben raus, wo nicht der Firmenname drauf ist.

      Wie auch immer, der Verwalter und derVerwaltungsbeirat der ETG (auch mit mir) hat nun beschlossen eine weitere unabhängige Berechnung machen zu lassen.

      Dann gucken wir mal.

      Ergebnis werde ich (möglicher Weise zur allgemeinen Belustigung) hier einstellen. :thumbsup:
      Ich bin ein Fan von John Ruskin (Gesetz der Wirtschaft)
    • ich finde die formm auch peinlich.
      das hätte man auch sauber tippen können.
      früher hatte ich auch dieses CAD programm verwendet (bis vor ca.15 jahren)
      damals hatte ich ganz einfach die flächenwerte- ERGEBNISSE in das formblatt nach DIN 277 eingetrag und in das rechenfeld ermittlung mittels CAD angegeben.
      das war nicht nachvollziehbar, aber eben hübscher.

      andere CAD liefern rechenwerte und rechnenschritte mit. ich weiß nicht ob das der glaser inzwischen bringt.
      letztlich kostet die schönschrift zeit, wenn das CAD das nicht bringt. die CAD kosten geld und der kunde bekommt die kosten in einer entsprechenden form verrechnet.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)