Doubtfires möchten bald bauen - allgemeine Fragen.

    • Doubtfires möchten bald bauen - allgemeine Fragen.

      Guten Abend,

      im anderen Thread habe ich es ja schon angedeutet. Wir werden uns demnächst mit der Planung und dem Bau eines Einfamilienhauses beschäftigen. Meine persönliche Präferenz liegt dabei klar bei einem Architekten. Welcher Kollege es letztlich wird, muss sich erst noch heraus kristallisieren (sollte jemand einen Kollegen aus dem Ulmer Raum kennen, gerne eine PN an mich). Zu diesem Zweck werde ich auch in Kürze Kontakt mit der Architektenkammer BaWü aufnehmen und mich dort beraten lassen, wie ich den geeigneten Baupartner finde. Wir möchten gerne mit Massivholz bauen. Lirum larum.

      Ganz allgemein gesprochen, habe ich ein paar Fragen zur ersten Kontaktaufnahme, dem weiteren Verlauf und meiner Erwartungshaltung, bzw. was ich bei unseren Treffen erwarten oder worauf ich meinen Fokus legen sollte. Ich habe - bereits im Grünen - begriffen, dass man mit DIY Beiträgen beim Architekten eher Frust statt Lust produziert. Dennoch haben wir Wünsche und Vorstellungen was unser zukünftiges Eigenheim betrifft und selbstverständlich auch finanzielle Zwänge (der Lotto Gewinn lässt seit Jahren auf sich warten, fragt nicht nach Gründen).

      • Ist ein "Wünsch-Dir-Was-Buch" um dem Architekten Hinweise zu unseren Wünschen zu geben, ohne ihn allzu stark im Wirken einzuschränken, eher geeignet? Das könnte, natürlich hier stark vereinfacht, so aussehen...
        • wir möchten gerne ein Wohnzimmer mit mindestens 20qm, pro Wand 4 Steckdosen,
        • KEINE offene Küche, mit Zugang zum Esszimmer bzw. Flur
        • eine separate Speisekammer von der und der Größe, ebenfalls über die Küche und separat den Flur erreichbar.
        • etc etc
      • empfiehlt es sich die Leistungsphasen 1 - 9 aufzustückeln? Und falls Ja, welche Aufteilung erachtet ihr als sinnvoll um auf beiden Seiten Planungssicherheit und ggf. Vertrauen aufzubauen bzw. zu festigen?
      • ist es legitim den Architekten nach Partnern (TWP, Energieberater etc pp) zu fragen oder muss ich die Herren selbst mitbringen?
      • ist es legitim dem Architekten einen weiteren Sachverständigen für die Bauaufsicht an die Seite zu stellen? Oder macht ihr das lieber alles in Eigenregie bzw. erweckt das womöglich den Eindruck von Misstrauen?

      Ich glaube, dass war es für den Moment. Mir fällt bei weiterem Nachdenken bestimmt mehr ein, aber aufgrund der vorangeschrittenen Uhrzeit möchte ich es erst einmal damit belassen.

      Gruß
    • Eine Liste der gewünschten Funktionen und Räume ist sinnvoll, auch mit Flächenangaben und weiteren Zuschreibungen.
      Bei mir anfragende Interessenten bitte ich zum ersten, spätestens 2. Gespräch um:

      - eine Beschreibung ihres idealen Alltags im zukünftigen Haus
      - der Liste zu erwartenden regelmäßigen Besucher und Besucherinnen
      - Angabe ihrer aktuellen und zukünftig angestrebten Freizeitbeschäftigungen
      - Benennung von Umgebungen / Orten, an denen sie sich besonders wohl fühlen
      - Bilder von Häusern, die ihnen gefallen oder die sie abstossend finden
      - Angabe des von ihnen vorgesehenen Budgets

      Die Anzahl der Steckdosen ist erstmal egal.

      Soweit Fachplanungen für erforderlich gehalten werden, gibt es normalerweise von den Kolleginnen und Kollegen auch konkrete Vorschläge für die Personen.

      Sinnvolle Schnittlinien zwischen den LP liegen nach den abgeschlossenen LP 2 / (3) / 4 / (5) / 7. Üblicherweise sollte vorerst nur bis LP 2 / 3 beauftragt, aber schon eine Option für die weiteren vertraglich vereinbart werden.

      Die Frage der baubegleitenden Qualitätsüberwachung stellt sich eigentlich erst, wenn auch tatsächlich die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung beauftragt wird. Es gibt inzwischen eigentlich keinen Grund mehr, empfindlich auf eine solche Frage zu reagieren. Aber sich abzeichnende zusätzliche Kontrolle führt nie zu Jubelschreien. Die meisten Bauherren beauftragen die "angedrohte" BQÜ übrigens dann am Ende doch nicht!
      mit Gruß aus Berlin vom Skeptiker
    • du kannst die architektenleistung stufenweise beauftragen, z. b.

      - stufe 1 = phasen 1 bis 4,
      - stufe 2 = phase 5
      - stufe 3 = phasen 6 + 7
      - stufe 4 = phase 8
      - Stufe 5 = phase 9

      sinnvollerweise können die phasen 1 bis 5 und 6 bis 8 oder zusammengefasst beauftragt werden.

      empfehlenswert ist weiter, ab phase 6 ein büro mit schwerpunkt ausschreibung und objektüberwachung zu beauftragen. dazu gibt es im aktuellen architektenblatt einen interessanten artikel von 3 erfahrenen architekten und ingenieuren.

      besonders interessant die aussage - in notfällen den planer über ziellinie tragen!
    • Gast1234 schrieb:

      sinnvollerweise können die phasen 1 bis 5 und 6 bis 8 oder zusammengefasst beauftragt werden.
      volle zustimmung!
      1-4 und 5-8 ist auch eine gute option.

      für 1-4 lasse ich mir gerne ein "lastenheft" erstellen. darin soll stehen:
      - welche räume mit welchen anforderungen
      - welche häuser gefallen und welche nicht
      - was es für wünsche bezüglich haustechnik usw. gibt
      anschließend gibt es meist ein langes gespräch, das gerne mal 3-5 stunden dauert, in dem ich hinterfrage und informiere.
      dafür brauche ich meist nur wenige entwürfe um eine finale lösung zu finden.

      dein "wünsch dir was " buch ist also schon ein guter anfang.
      sicherlich sollte dir auch klar sein, daß nicht alle wünsche kompromislos umsetzbar sind, so wird klärt man dann in gesprächen.

      ich bin auch froh, wenn TWP oder andere partner von mir beim BH ankommen, das sind ja in der regel menschen, mit denen ich gut zurechtkommen, die auch nach 17 Uhr mal telefonieren, ... mit denen die kommunikation für mich gut klappt.

      einen SV hatte ich noch nicht an meiner seite, bisher kenne ich nur recht paranoide BH die so was brauchen. wenn du deinem architekten keine bauleitung zutraust, dann hast du dafür eine ungünstige wahl getroffen.
      ich finde vertrauen wichtiger als überwachung eines überwachers.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • Skeptiker schrieb:

      Eine Liste der gewünschten Funktionen und Räume ist sinnvoll, auch mit Flächenangaben und weiteren Zuschreibungen.
      Bei mir anfragende Interessenten bitte ich zum ersten, spätestens 2. Gespräch um:

      [...]

      Die Anzahl der Steckdosen ist erstmal egal.
      Ab welchem Zeitpunkt, kommt die Frage nach solchen Details in aller Regel denn wieder hoch? Auch um nicht Gefahr zu laufen, dass so ein Punkt versehentlich unter den Tisch fällt.

      Skeptiker schrieb:


      [...]
      Sinnvolle Schnittlinien zwischen den LP liegen nach den abgeschlossenen LP 2 / (3) / 4 / (5) / 7. Üblicherweise sollte vorerst nur bis LP 2 / 3 beauftragt, aber schon eine Option für die weiteren vertraglich vereinbart werden.
      Wenn ich mich soweit richtig informiert habe, enthalten die LP 1 - 3 die Hausplanung exklusive Bürokratie. Sprich, die ganzen Ämter sind noch außen vor, es geht allein darum Vorstellung und Wirklichkeit in Einklang und zu Papier zu bringen.


      Skeptiker schrieb:


      Die Frage der baubegleitenden Qualitätsüberwachung stellt sich eigentlich erst, wenn auch tatsächlich die Ausführungsplanung, Ausschreibung und Bauleitung beauftragt wird. Es gibt inzwischen eigentlich keinen Grund mehr, empfindlich auf eine solche Frage zu reagieren. Aber sich abzeichnende zusätzliche Kontrolle führt nie zu Jubelschreien. Die meisten Bauherren beauftragen die "angedrohte" BQÜ übrigens dann am Ende doch nicht!
      Wobei mein Gedanke da weniger Richtung Dienstaufsicht beim Architekten geht, sondern mehr dahin, dass ich ihn entlasten möchte. Einfaches Vier-Augen-Prinzip. So zumindest meine Vorstellung. Natürlich kann der Schuss auch nach hinten losgehen und das Gefühl von Gängelung bzw. Misstrauen hervorrufen.

      Gast1234 schrieb:

      du kannst die architektenleistung stufenweise beauftragen, z. b.

      - stufe 1 = phasen 1 bis 4,
      - stufe 2 = phase 5
      - stufe 3 = phasen 6 + 7
      - stufe 4 = phase 8
      - Stufe 5 = phase 9

      sinnvollerweise können die phasen 1 bis 5 und 6 bis 8 oder zusammengefasst beauftragt werden.
      Das klingt selbst für einen Laien logisch. Zumindest nach den Erklärungen [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] macht ein Zusammenfassen, so wie von dir geschildert, Sinn.
      Gibt es eigentlich Muster Verträge, die ihr Architekten in aller Regel benutzt oder denkst sich da jedes Büro selbst ein Vertragswerk aus? Ich frage nur, da Standardisierung ja ein gewisses Level an Sicherheit bietet.

      Gast1234 schrieb:


      empfehlenswert ist weiter, ab phase 6 ein büro mit schwerpunkt ausschreibung und objektüberwachung zu beauftragen. dazu gibt es im aktuellen architektenblatt einen interessanten artikel von 3 erfahrenen architekten und ingenieuren.
      Ein separates Büro?
      Spricht du von diesem [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]? Werde ich mir definitiv durchlesen.


      planfix schrieb:

      Gast1234 schrieb:

      sinnvollerweise können die phasen 1 bis 5 und 6 bis 8 oder zusammengefasst beauftragt werden.
      volle zustimmung!1-4 und 5-8 ist auch eine gute option.

      für 1-4 lasse ich mir gerne ein "lastenheft" erstellen. darin soll stehen:
      - welche räume mit welchen anforderungen
      - welche häuser gefallen und welche nicht
      - was es für wünsche bezüglich haustechnik usw. gibt
      anschließend gibt es meist ein langes gespräch, das gerne mal 3-5 stunden dauert, in dem ich hinterfrage und informiere.
      dafür brauche ich meist nur wenige entwürfe um eine finale lösung zu finden.
      Also ist die Abgrenzung - mit leichten Variationen - zwischen den LP eigentlich relativ offensichtlich. Bei der Ausformulierung der Beauftragung, wird ein RA für Bau- / Architektenrecht wohl nicht die verkehrteste Idee sein. Gerade der Punkt, per Option die späteren LP zu beauftragen, löst bei mir einige Fragezeichen bei der Formulierung aus.

      planfix schrieb:


      dein "wünsch dir was " buch ist also schon ein guter anfang.
      sicherlich sollte dir auch klar sein, daß nicht alle wünsche kompromislos umsetzbar sind, so wird klärt man dann in gesprächen.
      Ja, ich dachte da an eine eigene Priorisierung innerhalb des Lastenhefts. Die geschlossene Küche als Beispiel hätte Prio 1, der eingeplante Deckendurchgang um im Falle einer Behinderung einen Personen- respektive Rollstuhllift zu installieren Prio 23890.
    • Stehen im Moment vor einer ähnlichen Situation...bei uns ist jetz die Frage wo macht man den Übergang. Vor LP 5 oder eben danach.

      Wir tendieren dazu erst nach LP5 den Architekten zu tauschen.

      Das mit den Wünschen und dem Raumprogramm solltet ihr für euch in aller Ruhe klären. Aber so etwas kann sich nach Monaten der Überlegung und Planung auch ändern. Küche geschlossen war uns zu Anfang unglaublich wichtig. Jetzt ist sie offen im Mittelpunkt des Wohnraums :D
    • Aus eigener Erfahrung würde ich dazu raten, erstmal nur LPH1+2 zu beauftragen. Da merkt man dann schon, ob die Chemie stimmt, und ob es mit dem Architekten was wird.
      Hat man gleich bis 4 beauftragt, kostet einmal Reißleine ziehen ggf. viel mehr.

      Jedem vernünftig denken Menschen sollte so ein Vorgehen einleuchten. Wer dich beleidigt vor die Tür setzt, auf den kannst du verzichten, IMHO.

      Aus dem Bekanntenkreis neulich den Bericht, dass sie von einem glaube ich, mehr oder weniger vor die Tür gesetzt wurden, als Sie den Vertragsentwurf pürfen haben lassen. Was ihnen einfalle, gleich so ein Misstrauen.. :eek:

      Es gibt nunmal unterschiedlichen Typen von Menschen, und nicht mit jedem kann man zusammenarbeiten. Das merkt man ggf. nicht nach den ersten 2-3 Gesprächen, sondern evtl.auch erst, wenns an die Arbeit geht.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      Darf ich nach den Gründen fragen, warum ihr mit LP5 überlegt einen neuen Architekten einzuspannen? Gab es zwischenmenschliche Probleme oder seid ihr fachlich nicht zusammen gekommen?
      Ach und was das Raumprogramm angeht, nun, wir sind allem gegenüber aufgeschlossen, solange es keine offene Küche ist. :cursing:

      [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      Persönlich angegriffen zu werden, versteht sich ja wohl ganz klar als No-Go. Und der beschriebene muss sich wohl arg ertappt gefühlt haben, bzw. kam den bei der Prüfung etwas raus, dass diskussionswürdig gewesen wäre?
      Nein, ein Projekt gleich komplett zu beauftragen, während man sich vielleicht zwei drei Mal gesehen hat und das bei einem sechsstelligen Eurobetrag halte ich auch für arg blauäugig. Hattet ihr die Reißleine ziehen müssen nach LP2? Ich würde gerne wissen, was Euch das bis dahin gekostet hat. Auch wenn ich es nicht 1:1 übertragen kann, einen groben Richtwert zu haben, wie teuer die Reißleine werden kann, kann ja nie schaden.

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      Achja, liebe Architekten. Im Moment lese ich eigentlich nur von Bauherren, die sich von "ihrem" Archi getrennt haben. Gab es in eurer Karriere ebenfalls Bauherren von denen ihr Euch getrennt habt? Und falls Ja, dürfte ich nach den Gründen fragen?
    • Doutfire - das ist der artikel! schön dass du ihn verlinkt hast.

      ich musste mich einmal von einem bauherrn trennen. der meinte, dass er am honorar der phase 8 sparen kann und in unregelmäßigen abständen anfing aus dem leistungsumfang etwas rauszustreichen, bis ich ihn dann mal beiläufig fragte, wer dann am ende gegenüber dem bauamt verantwortlich zeichnet und mit unterschrift in die haftung geht, das sollte ich natürlich für ein ganz kleines honorar bei 2 mio € herstellkosten als selbstverständlichkeit machen. da blieb mir nur bei der letzten stufe zum honorarvertrag leise tschüss zu sagen.
    • Doubtfire schrieb:

      ersönlich angegriffen zu werden, versteht sich ja wohl ganz klar als No-Go. Und der beschriebene muss sich wohl arg ertappt gefühlt haben, bzw. kam den bei der Prüfung etwas raus, dass diskussionswürdig gewesen wäre?
      Nein, ein Projekt gleich komplett zu beauftragen, während man sich vielleicht zwei drei Mal gesehen hat und das bei einem sechsstelligen Eurobetrag halte ich auch für arg blauäugig. Hattet ihr die Reißleine ziehen müssen nach LP2? Ich würde gerne wissen, was Euch das bis dahin gekostet hat. Auch wenn ich es nicht 1:1 übertragen kann, einen groben Richtwert zu haben, wie teuer die Reißleine werden kann, kann ja nie schaden.
      Unseren Fall kann man hier nachlesen: [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]

      Wir hatten insofern Glück, dass unser dieser Irrweg nur Zeit gekostet hat.
    • Doubtfire schrieb:

      Also ist die Abgrenzung - mit leichten Variationen - zwischen den LP eigentlich relativ offensichtlich. Bei der Ausformulierung der Beauftragung, wird ein RA für Bau- / Architektenrecht wohl nicht die verkehrteste Idee sein. Gerade der Punkt, per Option die späteren LP zu beauftragen, löst bei mir einige Fragezeichen bei der Formulierung aus.
      zu abgrenzung nach LP
      wenn ich z.b. nach fremden genehmigungsplänen bauleitung machen soll, dann möchte ich gerne die ausführungsplanung selbst machen, sonst mach ich das nicht! mal abgesehen davon, daß ich mich mit der massenermittlung leicher tue, wenn ich das selbst im CAD habe, ergeben sich auch immer rückfragen über sinn und unsinn der gelieferten planung und kleinere änderungen zu gunsten der ausführung. manchmal bekommt man auch pläne, die statisch gar nicht so gehen, bei denen in zusammenarbeit mit dem statiker geändert werden muß. mit plänen von manchen schönzeichnern, die scheinbar noch nie eine baustelle gesehen haben, muß man auch manchmal aus kostengründen an verschiedenen stellschrauben drehen.
      das ist aber meine persönliche arbeitsweise, andere mögen da für sich anders entscheiden.


      SirSydom schrieb:


      Es gibt nunmal unterschiedlichen Typen von Menschen, und nicht mit jedem kann man zusammenarbeiten. Das merkt man ggf. nicht nach den ersten 2-3 Gesprächen, sondern evtl.auch erst, wenns an die Arbeit geht.
      jo, und dann kann man mit LP 4 aufhören. eine unterteilung nach LP 2 bringt nach meiner arbeitsweise keinen vorteil. aber das abhängig von der arbeitsweise. für neubauten mache meine entwürfe oftmals schon mit dem CAD , da kann man so schön grundstücksdaten einlesen, abststandsflächen definieren, ...
      wenn der entwurf fix ist, ist der genehmigungsplan dann recht zügig fertig.


      trennung nach LP 4
      hatte ich in 24 jahren alle paar jahre mal. die chemie stimmte nicht, die BH waren beratungsresistent. ... wenn jemand etwas möchte, damit meine ich jetzt nicht die anordnung der fenster oder die aufteilung der räume, das ich absolut nicht vertreten kann, also fehlerhafte ausführung, zweifelhafte eigenleistung, dann bin ich weg.

      trennung kurz vor einzug 2 x, grund: fehlende bezahlung duch BT

      bei prvatleuten habe ich immer bis einzug durchgezogen, auch wenns dann nicht mahr streßfrei war. der streß kam übrigens meist aus deren geldbeutel. da wurden sanitärgegenstände, böden, elektrik teurer als geplant, jedoch von BH so entschieden.
      Alles ist möglich - auch das Gegenteil. (Thomas Mayer)
    • Doubtfire schrieb:

      der Lotto Gewinn lässt seit Jahren auf sich warten, fragt nicht nach Gründen
      Moin Doubtfire,...immerhin hier bin ich weiter als Du! Ich kenne den Grund...habe aber auch lange nachgeforscht. Es liegt -bei mir-wohl tatsächlich nicht an der verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit des Gewinnes, sondern schlichtweg daran, dass ich keine Lotto spiele!

      Doubtfire schrieb:

      Ist ein "Wünsch-Dir-Was-Buch" um dem Architekten Hinweise zu unseren Wünschen zu geben, ohne ihn allzu stark im Wirken einzuschränken, eher geeignet?
      Ja...das ist genau das Richtige. Ich würde dieses "Buch" eher zum Heft oder zu 2 Seiten DIN A4 werden lassen. Zu viele Wünsche können das Entwerfen zu sehr begrenzen. Da ja nicht alle Wünsche umsetzbar sein werden (idR), wird man Abstriche machen müssen, Prios setzen. Hier sollte man dem Architekten etwas Freiraum lassen. Also Wohnzimmer 30-40m², Küche nach Süd-Ost, offen mit Vorratsschrank,...usw. ist prima. Aber Wohnzimmer 32,5 - 33,5 m², 24 Steckdosen, davon 3 schaltbar, TV hier und da, außerdem Gardinenstange der Marke XY....braucht's nicht


      Doubtfire schrieb:

      empfiehlt es sich die Leistungsphasen 1 - 9 aufzustückeln? Und falls Ja, welche Aufteilung erachtet ihr als sinnvoll um auf beiden Seiten Planungssicherheit und ggf. Vertrauen aufzubauen bzw. zu festigen?
      Kann man machen. Zumindest so lange man noch nicht weiß, was der Architekt drauf hat bzw. ob er das drauf hat was IHR wollt. Da kann es auch mal sein, dass es bereits am Entwurf hakt. Wäre natürlich blöd, wenn man dann aus dieser Kiste nicht mehr heraus käme.

      Beauftragung erstmal 1-4, dann weiß man ja ob der Kollege es drauf hat. Grundsätzlich würde ich nicht versuchen dann das Büro zu wechseln. Es gibt dann m.E. immer Verluste. Informationsverluste, weil der Werkplaner natürlich nicht alles weiß und kennt was in der Entwurfsphase haarklein durchdekliniert wurde. Und: Wenn der 1-4-Planer nicht weitermachen muss (darf), entwirft es sich natürlich fröhlich-locker, weil man sich um die Umsetzung nicht scheren muss...soll doch der Kollege XY sich sein Hirn darüber zermartern. Da würde ich den 1. Architekten schon in die Pflicht nehmen etwas zu planen, was dann auch funktioniert.

      Und (mir selber schon widerfahren): der erste Architekt macht 1-4, den nächsten A. interessiert das Ganze nicht so wahnsinnig, die Details bzw. deren Ausformung...ist doch egal...da kann man auch im Nachgang noch so einiges "Verplanen" (nicht unbedingt technisch, aber gestalterisch.)

      Doubtfire schrieb:

      ist es legitim den Architekten nach Partnern (TWP, Energieberater etc pp) zu fragen oder muss ich die Herren selbst mitbringen?
      Partner wäre wohl das falsche Wort, aber Empfehlungen wird der Architekt schon haben. habt Ihr aber einen eigenen Statiker, den Ihr kennt/ mögt, so bringt den eben mit.

      Doubtfire schrieb:

      ist es legitim dem Architekten einen weiteren Sachverständigen für die Bauaufsicht an die Seite zu stellen? Oder macht ihr das lieber alles in Eigenregie bzw. erweckt das womöglich den Eindruck von Misstrauen?
      Unnötig. Normalerweise. Und: Du müsstest ja das doppelte Honorar zahlen. Zweimal Bauleitung. Und wer hat das Sagen? Nummer 1 o. Nummer 2. Streit wäre wohl vorprogrammiert. Das sorgt nur für Sand im Getriebe.
    • trennung der lph:
      es spricht überhaupt nix dagegen, mit ein und demselben objektplaner
      bis lph 4 zu gehen - oder noch weiter. es spricht aber auch nix dagegen,
      vertraglich die möglichkeit zum kostenneutralen ausstieg nach lph 2
      zu regeln, was auch den fast unbezahlbaren charme hat, dass man sich
      über inhalte, darbietung und organisation der lph´n gedanken macht.
      eigentlich wäre ja vieles davon in der hoai geregelt, aber die hoai wird
      gerne als reine abrechnungsgrundlage ohne damit verbundene leistung
      vereinbart - und dann hat der bauherr den schwarzen peter.

      mein diesbezüglicher kuturpessimismus fusst bei efh auf der erfahrung,
      zu oft wird in lph 2 versucht, eine fertige planung zu malen, weil ja
      alles sooo einfach ist und weil man glaubt, so den aufwand minmieren
      zu können. solche schnellschussplanung, gerne ohne bgga, ohne twp,
      ohne tga, führt zeitlich, finanziell, technisch ins chaos.

      da ich gelegentlich nur lph 0 oder 0/1/2 mache, oder, seltener, in lph2
      oder 3 einsteige, sehe ich praktisch im splitten kein problem, die
      ergebnisse der lph´n werden schliesslich dokumentiert - und wenn die
      dokumentation nicht vorliegt, fehlt die lph. so einfach, so unangenehm.
    • Kommt auch immer auf die Vorleistung an.

      Unsere Architektin haben wir z.B. mit dem Gesamtpaket 1-8 beauftragt.
      Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen erstmal nur bis zur 4 oder 5 zu beauftragen,
      wobei ich schon oft gehört habe dass es schwer ist Planung und Ausführung getrennt zu bekommen
      "was soll ich die Ausführung von jemandem machen der ´alles´ falsch geplant hat?"

      Wir waren bei uns schon weit in der 2, vielleicht sogar schon Anfang der 3. Leistungsphase bis wir einen Vertrag unterschreiben durften.
      Und da musste ich dann nochmal nachhaken, sonst hätte sie es wohl immer noch nicht gemacht.

      Von daher denke ich sollte man da auch ein bisschen nach Bauchgefühl gehen.

      Grüße
    • Thomas schrieb:


      Von daher denke ich sollte man da auch ein bisschen nach Bauchgefühl gehen.

      Das wird oft unterschätzt, Bauchgefühl, die Chemie muss stimmen. Passt das alles, dann kann man miteinander arbeiten, und muss nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Klar geht man ein gewisses Risiko ein, und es kann auch mal zu einer Enttäuschung führen, aber immer nur Dienst nach Vorschrift? Menschenkenntnis braucht man sowieso im täglichen Leben, und dann kommt es darauf an, wie man miteinander um geht.

      Mein Steuerberater hat mir mal jahrelang keine Rechnungen geschickt. Das war kein Grund zur Panik, denn ich wusste, dass er seine Arbeit macht und es keine bösen Überraschungen gibt, und er wusste, dass er sein Geld kriegt. Wir arbeiten zwischenzeitlich seit gut 15 Jahren zusammen. Zu Beginn meiner Selbständigkeit habe ich auch Lehrgeld bezahlt, und es hat lange gedauert, bis ich einen Stb gefunden hatte bei dem die Chemie stimmt.

      Beim Hausbau würde ich empfehlen, nicht alles auf die Goldwaage legen, und manchmal auch auf das Bauchgefühl hören. Selbstverständlich hat alles seine Grenzen, aber manchmal sollte man diese nicht zu eng stecken. Es lebt sich dann einfach leichter.
    • Absolut,
      wir hatten 2 Statikerangebote, haben uns nach Rücksprache mit der Architektin
      für das fast doppelt so teure entschieden und sind froh darüber.
      Sie kann den günstigen Statiker seit WOCHEN nicht erreichen, weder WhatsApp, noch SMS oder EMail.

      Wichtig ist aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Gewerken;
      Energieberatung 1 ist raus gefallen weil wir von vornherein wussten dass es nicht mit der Architektin passen würde.
      Ist doch völlig menschlich dass man mit einigen Menschen nicht zusammen arbeiten kann.
      Das sollte man auch als Bauherr bei der Wahl des Vierergestirns bedenken.

      Grüße
    • Thomas schrieb:

      Ist doch völlig menschlich dass man mit einigen Menschen nicht zusammen arbeiten kann.
      "Ja klar" und "nein, keineswegs!"

      Es ist toll -und das meine ich ganz ernst- wenn Ihr solchen Umständen Rechnung tragt und Euch auch mal für einen teureren entscheidet, weil es zw. A. + Energieberater nicht funktioniert.

      Andererseits: Kann ich als Architekt meinen Bauherren zumuten, dass sie X Euro mehr auf den Tisch legen nur weil ICH den anderen nicht mag, nicht mit ihm kann?

      Geht es um ein paar Hunnis, so denke ich, dass das darstellbar sein dürfte, aber geht's so richtig um Kohle, ist' dem BH erstmal egal ob ich den anderen -egal ob Statikus + Energetikus- nun mag oder nicht. Geht ja um sein Geld.
    • Zuerst einmal vielen Dank für eure Erklärungen zu den LP. Das hat mir schon sehr geholfen und wird auch definitiv seinen Weg in unsere weiteren Überlegungen finden.
      Wir haben uns bisher Gedanken zu folgenden Bauplätzen innerhalb des Neubaugebiets gemacht und hätten gerne erfahren, was ihr davon haltet bzw. wo ihr Probleme bei der Wahl seht.



      Hier nochmal der Link zum [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.] (letzte Seite im PDF [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]).
      Ich fange einfach mal links an und arbeite mich nach rechts durch.

      739m² - kaum Berührungspunkte zum angrenzenden Spielplatz. Guter Schnitt, ausreichende Größe für ein EFH plus Garten.
      657m² - Osteinfahrt. Garten mit Südausrichtung, leider etwas klein.
      791m² - Osteinfahrt. Garten mit Südausrichtung, leider an einer Durchgangsstraße für die weitere Erschließung des Baugebiets, was zu höheren Emissionswerten führen könnte.
      827m² - Nordeinfahrt. Garten mit Südausrichtung, großes Grundstück , guter Schnitt. Liegt jedoch an zwei Straßen, davon eine die erwähnte Durchgangsstraße und ein Eckgrundstück. (Problematisch wegen potentiellen Straßenbaubeitrags).
      720m² - Osteinfahrt. Garten mit Südausrichtung. Möglichkeit zweigeschossig zu bauen. Scheint jedoch etwas "eng" zu sein, höhere Kosten für den Quadratmeter.
    • Ich kann den Beitrag nur leider nachträglich nicht mehr verändern.

      Vielleicht genügt es schon die Grundstücke zur besseren Beschreibung durch zu nummerieren.

      1) 739 qm
      2) 657 qm
      3) 791 qm
      4) 827 qm
      5) 720 qm

      Die dazu gehörigen Straßen dürften somit auch ohne Namen ersichtlich sein. Ich komme heute wahrscheinlich nicht mehr an den Rechner und vom Handy ist es schlicht eine Qual zu tippen. Ansonsten muss ich das morgen machen.
    • ihr solltet erst einmal überlegen, was ihr bauen wollt - wieviele ca. qm wohnfläche, eingeschossig, eineinhalb-geschosser, zwei-geschosser. daraus grz und gfz ermitteln um die grundstückswahl darüber einzugrenzen.
    • [Dieser Link ist nur für Registrierte Mitglieder sichtbar.]
      Grundlegende Gedanken haben wir ins bereits gemacht.
      EFH, Wohnfläche zwischen 150 - 170qm.
      Eineinhalbgeschossig, (präferiert wird aber 2-geschossig; ist jedoch eine Budgetfrage).

      Von den markierten Grundstücken käme rein von der GRZ jedes in Betracht.

      Ich muss aber auch sagen, dass die Detailplanung natürlich erst stattfinden wird, wenn feststeht welches Grundstück wir bekommen.
      Hier geht es mir erst einmal um eure Gedanken, persönliche Meinung zur Lage, Aussxhlusskriterien etc.

      Wir z. B. haben jedes Grundstück aussortiert, bei dem die Einfahrt von Süden erfolgen müsste. Viel versiegelte Fläche, lange Einfahrt bis zur Garage und damit weniger Gartenabteil.